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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ tauchen wir tief in Jesaja 48 und 49 ein. Entdecke, wie Gott seinem Volk eine glorreiche Zukunft versprach und wie wir heute noch von diesen Wahrheiten lernen können. Lass dich inspirieren, dich von weltlichen Systemen zu lösen und das Evangelium mit aller Kraft zu verkünden.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Wir sind bei Seite 762, beenden noch ein bisschen Kapitel 48 und möchten mit dem langen Kapitel 49 beginnen. Lasst uns davor gemeinsam beten.

Lieber Herr Jesus, du hast so viel mit uns vor. Du möchtest in unser Leben eingreifen und möchtest uns helfen, unser Leben sinnvoll zu gestalten und gute Entscheidungen zu treffen. Wenn wir heute dein Wort lesen, Herr, dann lass uns das wieder bewusst werden, dass wir uns dir ganz ausliefern und uns dabei helfen, das zu tun. Amen.

[1:07] Wir sind immer noch in dem Abschnitt, wo Gott seinem Volk spricht und sagt, was hätte sein können und wie sie hätten leben können, wenn sie auf Gott gehört hätten. Und so geht es weiter in Vers 19 von Kapitel 48: "Dein Name wäre wieder Sand und die Sprösslinge deines Leibes wie seine Körner. Sein Name würde nicht ausgerottet noch vertilgt werden vor meinem Angesicht." Ja, das Volk der Hebräer waren sehr unbedeutend in der Welt, aber Gott wollte dieses Volk groß machen, wollte ihnen zu einem Namen verhelfen. Und davon spricht dieser Vers, dass das, was das hätte sein können.

[1:45] Zieht aus von Babel, singt von den Chaldäern mit Jubel. Verkündigt dies, lasst es hören, verbreitet es an die Enden der Erde und sagt: Der Herr hat seinen Knecht Jakob erlöst. Das ist ein ganz interessanter Vers. Und wer sich mit Offenbarung 14 auskennt, der wird hier einige Parallelen finden. Denn Gott sagt: Geht aus Babylon raus, flieht aus ihr. Sie sollen Babylon verlassen. Aber gleichzeitig sollen sie über all das Evangelium verkündigen. Verkündigt dies, lasst es hören. Und das ist doch das, was wir in Offenbarung 14 finden. Das Volk Gottes soll sich von Babylon lösen, rausgehen aus diesem System, das so viel mit Götzendienst zu tun hat, und soll das Evangelium in alle Welt tragen. Es ist so schön, diese zwei Aspekte in einem Vers zusammengefasst zu sehen.

[2:37] Sie litten keinen Durst, als er sie durch die Wüste führte. Was er ließ, er ihnen aus Felsen rinnen. Er spaltete den Felsen, Wasser floss heraus. Keinen Frieden spricht der Herr, gibt es für die Gottlosen. Und dieser Vers verspricht natürlich vom Exodus aus Ägypten. Und Gott sagt, wenn ihr nach Israel zurückkehrt, aus Babylon rausgeht, dann werde ich genau so große Wunder tun, wie damals beim ersten Exodus. Und sie durften ja diese tollen Verheißungen in Anspruch nehmen, dass Gott sich wieder mächtig erweisen wird an seinem Volk.

[3:10] Fürs neue Kapitel 49, und hier beginnt wieder so ein neuer Abschnitt. Hier spricht der Messias selbst, das werden wir gleich sehen. Bisher hat Gott über seinen Knecht gesprochen, und jetzt spricht der Knecht selbst, der Messias, und sagt: "Hört auf mich, ihr Inseln, und gebt acht, ihr Völker in der Ferne! Der Herr hat mich vom Mutterleib an gerufen, und meinen Namen von Mutterleib an bekannt gemacht. Er hat meinen Mund gemacht wie ein scharfes Schwert, er hat mich im Schatten seiner Hand geborgen und mich zu einem geschärften Pfeil gemacht, er hat mich in seinem Köcher versteckt."

[3:52] Diese Phrase des scharfen Schwertes, die finden wir mehrmals in der Bibel und auch in der Offenbarung, wo das schneidende Schwert dafür steht, dass Gottes Wort Kraft hat und das schneidende Schwert geht aus dem Mund von Jesus hervor, der dieses Wort spricht. Und er sprach: "Genug, du bist mein Knecht Israel, durch den ich mich verherrliche." Hier spricht der Vater zum Sohn.

[4:13] "Ich hatte gedacht, ich habe mich vergeblich abgemüht und meine Kraft umsonst und nutzlos verbraucht. Doch mein Recht ist beim Herrn und mein Lohn bei meinem Gott." Ja, dieser Vers macht ein bisschen traurig, wenn man ihn liest, dieser Vers 4. Denn es zeigt, dass Jesus das Gefühl hatte, dass sein Dienst auf der Erde nicht so viel ausgerichtet hat, wie er hätte können. Wir wissen, dass Jesu Dienst nicht sehr angesehen war bei seinem Volk. Sein Volk hat sogar dafür gesorgt, dass er ans Kreuz kommt, und er hat ihn quasi abgelehnt. Und die Mission, die er eigentlich mit seinem Volk starten wollte, die ist gescheitert. Aber es sagt auch, dass Gott den Lohn vorbereitet hat. Gott wird das Werk von Jesus trotzdem zu einem Ende bringen und die Mission vollenden.

[5:06] Und nun spricht der Herr, der mich vom Mutterleib zu seinem Knecht gebildet hat, um Jakob zurückzubringen, Israel aber wurde nicht gesammelt. Und doch wurde ich geehrt in den Augen des Herrn, und mein Gott war meine Stärke." Ist genau derselbe Gedanke noch einmal. Er spricht, es ist zu gering, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten aus Israel wiederzubringen. Sondern ich habe dich auch zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du mein Heil bist bis ans Ende der Erde. Die Heiden sollen das Licht für die Heiden sein und werden es auch sein. Die Bibel sagt es voraus, dass es so kommen wird.

[5:47] Der nächste Abschnitt, da spricht der Herr zu seinem Knecht: "So spricht der Herr, der Erlöser Israels, sein Heiliger: Zu dem von jedermann Verachteten, zu dem Abscheu der Nationen, zu dem Knecht der Herrschenden: Könige werden es sehen und aufstehen, und Fürsten anbeten und niederfallen, um des Herrn willen, der treu ist, um des Heiligen Israels willen, der dich auserwählt hat."

[6:16] Interessant ist hier, dass natürlich der Knecht ein Bild ist für Jesus, für den Messias, der verachtet werden wird. Ja, der von seinem Volk verachtet werden wird. Aber der Messias, der verachtet ist, ist hier auch ein Typus auf das verachtete Volk Gottes in Babylon, das hier in Zusammenhang gebracht wird.

[6:34] "So sprach der Herr: Zur angenehmen Zeit habe ich dich erhört, und am Tag des Heils dir geholfen. Und ich will dich behüten und dich dem Volk zum Bund geben, damit du dem Land wieder aufhilfst und die verwüsteten Erbteile wieder als Besitz austeilst, damit du den Gefangenen sagst: Geht hinaus! Und denen, die in der Finsternis sind: Kommt hervor! Sie werden an den Straßen weiden und auf allen kahlen Hügeln ihre Weide haben."

[7:08] Jesus wird hier dargestellt als der Befreier, als der, der kommt, um sein Volk aus der Gefangenschaft zu führen. "Sie werden nicht mehr hungern noch dürsten, keine trügerische Wasserspiegelung noch Sonne wird sie blenden, denn ihr Erbauer wird sie führen und zu den Wasserquellen leiten."

[7:22] Eine wunderbare Verheißung, die Gott hier gibt, dass wir zu den Wasserquellen kommen werden. Ganz ähnlich wie in Jesaja 23. "Ich werde alle meine Berge zum Weg machen, und meine Straßen sollen erhöht werden." Das ist eine Idee, die wir schon in Jesaja 40 gesehen haben, dass der Weg bereitet wird und eine Straße gemacht wird. Das heißt, Gott macht die geraden Wege für sein Volk und bereitet die Wege.

[7:49] "Sie werden von Ferne kommen, und jene von Norden und von Westen, und diese aus dem Land der Sie-Nimm." Hier müssen wir einen kleinen Stopp einlegen. Ich weiß nicht, ob ihr wisst, was das Land der Sie-Nimm ist. Uns begegnet das hier in Jesaja 49. Was ist nicht ganz klar identifiziert, was das für ein Volk ist. Vermutet wird, dass damit China gemeint ist, denn die Griechen kannten schon so ein Volk namens China, und die China-Mauer wurde schon im dritten Jahrhundert vor Christus errichtet, das Kaiserreich. Aber es gab die Shen gab es noch viel früher, etwa 778 vor Christus, was ja genau diese Zeit von Jesaja betrifft. Und es könnte sein, dass bei dieser babylonischen Gefangenschaft und durch die Wegführung des Volkes Gottes einige Juden noch weiter nach Osten vorgestoßen sind bis in das westliche China, in das Land Shen. Und daher wird vermutet, dass das hier angesprochen wird in Jesaja 49, damit, dass auch von dort wieder Juden zurückgerufen werden sollen.

[9:05] "Jubelt, ihr Himmel, und frohlockt, die Erde! Frohlocket, ihr Berge, im Jubel aus! Denn der Herr hat sein Volk getröstet und er fand sich über seine Elenden."

[9:16] "Sie sprach: Der Herr hat mich verlassen, und der Herr hat mich vergessen." Ja, so mag es dem Volk Israel in Babylon ergangen sein, diese 70 Jahre des Exils. Sie haben vielleicht gefühlt oder den Eindruck gehabt, dass Gott sie vergessen oder verlassen hat, weil er vielleicht etwas stiller war und nicht so viele Prophezeiungen gehabt hat wie vor dem Exil. Weil Gott sie die ganze Zeit warnen wollte. Aber Gott hat sie nicht verlassen.

[9:41] "Kann auch eine Frau ihr Kind vergessen, dass sie sich nicht erwärmt über ihren leiblichen Sohn? Selbst wenn sie ihn vergessen sollte, ich will dich nicht vergessen." Also diese Elternliebe wird herbeigeholt als Beispiel dafür, dass, wenn man jemanden liebt, man ihn nicht vergisst. Und Gott sagt, selbst wenn eine Mutter ihr Kind vergisst, ich werde dich nicht vergessen, Israel.

[10:05] "Sieh, in meine Hände habe ich dich eingezeichnet, deine Mauern sind allezeit vor mir." Und das meint natürlich die Kreuzesmale Jesu, dass Jesus einst sein Volk in seine Hände eingezeichnet hat. Und hier schwingt auch der Gedanke mit, dass in den Büchern Mose gesagt wird, wenn du dich an etwas erinnern willst, mach die Zeichen an deine Hand. Und Jesus wird sich immer an sein Volk erinnern, weil die Zeichen in seinen Händen sind.

[10:30] "Deine Söhne eilen herbei, aber die dich zerstört und verwüstet haben, werden sich davonmachen. Hebe deine Augen ringsumher, sieh, alle, alle diese versammeln sich, sie kommen zu dir." So sprach der Herr: "Du wirst sie alle wie ein Schmuck anlegen und wirst sie als Gürtel umbinden wie eine Braut."

[10:54] Es wird hier beschrieben, wie Gott das Volk versammelt und zurückführt. Und es erinnert uns ein bisschen auch an die Offenbarung, wo Gott sein Volk auch als eine Braut zurückführen wird in das himmlische Jerusalem. Und so auch hier in das irdische wird Gott sein Volk aus Babel und wieder als Braut zurückführen. Darauf dürfen wir uns verlassen. Lasst uns beten.

[11:15] Lieber Vater, selbst wenn wir als Menschen ja deine Wege durchkreuzen, deine Pläne nicht wahrhaben wollen, wirst du sie doch ausführen. Und es uns helfen, deine Pläne zu erkennen. Hilf uns, unser verstocktes Herz zu heilen. Und hilf, dass wir dein Wort besser verstehen, dass wir dir von ganzem Herzen vertrauen und glauben, dass du nur Gutes für uns im Sinn hast.


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