In dieser Predigt taucht Rabea Kramp tief in Jesaja 51 ein und enthüllt die tröstenden Verheißungen Gottes für sein Volk. Erfahre, wie Gott seine Nachkommen aus der Verbannung zurückführt und ihre Wüsten in blühende Gärten verwandelt, und entdecke, wie diese alten Worte auch heute noch für unser eigenes Leben relevant sind.
Gott auf (m)einer Seite: Jesaja 51:1-51:22
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JesajaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir wollen heute Jesaja 51 studieren und viele schöne Verheißungen lesen und was Gott mit uns vorhat, was er mit dem Volk Israel damals vorhatte nach dem Exil und wollen daraus lernen für unser eigenes Leben. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Herr Jesus, wir wollen dir danken, dass du es gut mit uns meinst, dass du uns umgibst, dass du uns durch schwere Zeiten durchführst und dass du uns immer wieder aufrichtest und mit uns bist, so wie du es damals bei den Israeliten getan hast, so tust du es auch mit uns und dafür danken wir dir. Amen.
[1:11] Sie sind auf Seite 764 und lesen ab Jesaja 51 Vers 1: "Hört auf mich, ihr, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, ihr, die ihr den Herrn sucht. Seht auf den Felsen, aus dem ihr gehauen, und auf den Brunnenschacht, aus dem ihr gegraben seid." Hier spielt Jesaja auf die Vorfahren an. Er sagt: "Denk doch daran, wo ihr herkommt, worauf ihr gegründet seid, was eure Vorfahren sind. Seht auf Abraham, euren Vater, und auch Sarah, die euch geboren hat. Denn als einzelnen habe ich ihn berufen und ihm gesegnet und gemehrt."
[1:50] Interessant ist, dass Jesaja hier gerade Abraham und Sarah anführt, denn wenn wir bedenken, wo diese beiden Väter und Mütter hergekommen sind, dann war das natürlich Ur-in-Kaldea, das war Babylon. Und wir wissen ja, dass Jesaja gepredigt werden sollte von den Israeliten in Babylon, das war die Absicht.
[2:12] Denn der Herr tröstet, er tröstet alle ihre Trümmer und macht ihre Wüsten wie Eden und ihre Städte wie den Garten des Herrn. Freude und Wonne, Danklied und Lobgesang wird darin gefunden werden. Und hier spricht die Bibel von der Wiederherstellung. Er sagt: "Ich werde euch trösten", das ist uns schon mal in Jesaja 40 begegnet, und er sagt: "Ich werde mein Volk wiederherstellen, euch wieder zurückführen und euch wieder zur alten Größe verhelfen."
[2:41] "Achtet nun auf mich, mein Volk, und ihr, meine Leute, leiht mir eure Ohren. Denn ein Gesetz wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich zum Licht der Völker aufrichten." Wieder dieser Gedanke, dass die Herrlichkeit Gottes dazu dienen soll, die Heidenmission voranzutreiben. Alle sollen sich nach ihm ausrichten. Und so geht es weiter: "Meine Gerechtigkeit ist nahe, meine Rettung zieht aus, und meine Arme werden die Völker richten. Auf mich werden die Inseln hoffen und auf meinen Arm werden sie warten."
[3:15] Hier haben wir die Verbreitung des Evangeliums in Zusammenhang gesetzt mit dem Gericht. Das heißt, das Gericht ist nicht einfach negativ konnotiert, sondern es sagt, das Richten ist Teil des Evangeliums, es gehört dazu. "Hebt eure Augen zum Himmel und schaut auf die Erde. Denn die Himmel werden vergehen wie ein Rauch, und die Erde wird wie ein Kleid zerfallen, und ihre Einwohner werden auf dieselbe Weise umkommen. Aber mein Heil wird ewig bleiben und meine Gerechtigkeit nicht zugrunde gehen."
[3:47] Hier haben wir so eine schöne Offenbarungssprache auch, und natürlich spricht es hier von der Wiederkunft Jesu. "Hört auf mich, ihr, die ihr die Gerechtigkeit kennt, das neue Gesetz im Herzen tragt. Fürchtet euch nicht vor dem Schrecken der Menschen und lasst euch nicht entsetzen durch ihr Läster. Wir sollen uns nicht fürchten vor den Menschen, sollen nicht Angst haben vor Menschen."
[4:13] Und Gott sagt hier: "Ihr sollt mein Gesetz im Herzen tragen." Ja, woher kennen wir das denn? Das kommt doch öfter in der Bibel vor, und es kommt immer dann vor, wenn vom Neuen Bund die Rede ist. Das heißt, Jesaja spricht hier den Neuen Bund an und sagt: "Darum geht es: Fürchtet Gott, aber fürchtet nicht die Menschen und habt das Gesetz im Herzen. Denn die Motte wird sie fressen wie ein Kleid, und der Wurm wird sie fressen wie Wolle. Aber meine Gerechtigkeit wird ewig bleiben und mein Heil von Geschlecht zu Geschlecht."
[4:43] Jetzt kommt ein Aufruf: "Wache auf, wache auf, zieh dich stärker an, du Arm des Herrn! Wache, wie du in den Tagen der Vorzeit, wieder zurück, der Bezug auf die Vergangenheit und bei den Geschlechtern der Urzeit. Bist du nicht der, welcher Rahab zerschmettert und den Drachen durchbohrt hat? Rahab ist hier steht hier als Metapher für Ägypten, nicht die Riesen, die im Buch Josua erwähnt werden, und die Tage der Vorzeit meinen den Exodus. Dass wir uns darauf besinnen sollen und daran denken sollen, wie Gott dort gewirkt hat, wie er gewirkt hat, als er Ägypten zerschmettert hat.
[5:26] Bist du nicht der, welcher das Meer, die Wasser der großen Flut trockengelegt und die Tiefen des Meeres zu einem Weg gemacht hat, damit die Erlösten hindurchgehen konnten? Wieder das Rote Meer, der erste Exodus. So werden die Erlösten des Herrn zurückkehren und nachziehen, kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird über ihrem Haupt sein. Freude und Wonne werden sie erlangen, aber Kummer und Seufzen wird entfliehen.
[5:52] Und so einen ganz ähnlichen Fest haben wir schon mal in dieser Schriftstelle 35, 14 gelesen. Gott sagt hier: "Der erste Exodus, der war gewaltig, da habe ich meine Macht gezeigt, da habe ich gezeigt, dass ich fähig bin, mein Volk aus großer Not zu retten. Und so werde ich es nochmal tun, wenn ich euch aus Babylon herausführen, dann werde ich genauso gewaltig wirken und euch herausholen."
[6:14] "Ich bin es, die euch tröstet. Wer bist aber du, dass du dich vor dem sterblichen Menschen fürchtest, wieder besonders nicht vom Menschen fürchtest, vor dem Menschenkind, das wie Gras dahin gegeben wird, und dass du den Herrn vergisst, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgespannt und die Erde gegründet hat? Und die ganze Zeit, den ganzen Tag fürchtest du dich vor dem Grimmen des Betrügers, wenn er sich rüstet, um zu verderben? Wo ist er nun, der Grimm des Betrügers?"
[6:46] Also, wir sollen uns nicht fürchten, wir sollen auf Gott vertrauen. Wir sollen uns nicht vor den Babyloniern und im übertragenen Sinne vor den Feinden Gottes fürchten, weil wir wissen, dass Gott auf unserer Seite ist.
[7:01] "Denn der Gefangene wird schnell losgemacht, damit er nicht umkommt in der Grube, noch Mangel an Brot. Ich bin ja der Herr, dein Gott, der das Meer aufwühlt, dass seine Wellen brausen. Herr der Heerscharen ist sein Name. Ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich mit dem Schatten meiner Hand bedeckt und den Himmel ausgespannt und die Erde gegründet und zu dir gesagt: Du bist mein Volk."
[7:30] Und wieder einmal legt Jesaja hier den Fokus auf Gott als den Schöpfer, um zu zeigen, wie mächtig Gott ist und dass er sein Volk Israel zurückführen wird aus Babylon. Und hier wird die Schöpfung benutzt als Hinweis darauf, dass die Rückführung aus Babylon auch wie eine Neuschöpfung zu verstehen ist. Gott wird sein Volk nicht einfach nur zurückbringen, er wird sie ganz neu gestalten. Er wird aus dem Überrest ein neues Volk machen und sie neu erschaffen.
[8:05] "Erwache, erwache, stehe auf, Jerusalem, die du von der Hand des Herrn den Becher seines Zorns getrunken hast, die du den Taumelkelch getrunken und ausgeschlöpft hast." Das erinnert uns natürlich auch an Golgatha. Auch Jesus hat den Kelch austrinken müssen, damit er die Sünden der Welt tragen kann, damit wir eines Tages leben können.
[8:35] "Denn da war niemand, der sie leitete, von allen Söhnen, die sie geboren hat, niemand, der sie an der Hand führte, von allen Söhnen, die sie großgezogen hat." Und da spricht hier von der Witwe. "Dies beides ist dir begegnet, aber wer bezeugt dir Teilnahme, Verheerungen, Zerstörungen, Hunger und Schwert? Wie soll ich dich trösten? Deine Kinder sanken ohnmächtig dahin, sie lagen in allen Straßenecken wie eine Antilope im Netz und waren voll von dem grimmigen Zorn des Herrn und von dem Schelten deines Gottes."
[9:09] Ja, so alle menschliche Unterstützung versagt, da tritt Gott ein und tritt Gott auf den Plan. Und Gott malt hier das Bild vom zerstörten Jerusalem als das Bild einer Witwe, der er sich annimmt und sie wiederherstellt. So sagt Gott, dass er uns wiederherstellt, wenn wir zerstört sind, wenn wir von der Sünde so kaputt sind, so niedergedrückt. Und wir dürfen Gott dankbar sein, dass er dies tun kann, dass er uns jeden Tag neu schaffen kann. Und lasst uns dafür beten, dass wir dieses Geschenk auch annehmen. Dafür verspricht er.
[9:51] Lieber Jesus, wir danken dir, dass du bei uns bist, dass du uns immer wieder neu schaffst und uns immer begleitest und uns immer Kraft gibst, dass wir auffahren wie auf Adlerflügeln. Dank für deine Gnade. Amen.
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