In dieser Predigt von Rabea Kramp geht es um die prophetischen Texte aus Jesaja 51 bis 53. Sie beleuchtet, wie Gott seinem Volk Erlösung und Trost zusagt, selbst in Zeiten der Gefangenschaft und des Leidens. Die Botschaft betont die unverdiente Gnade Gottes und die demütige Ankunft Jesu, der die Sünden der Menschheit trägt und ein Vorbild für ein sündloses Leben ist.
Gott auf (m)einer Seite: Jesaja 51:23-53:2
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JesajaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Gelesen heute zusammen Jesaja 51, 52 und beginnen das schöne Kapitel 53. Und wir haben einiges vor uns. Lasst uns diesen lieben Herr Jesus, danke für dein Wort, das in so wunderschöner Weise ausdrückt, wie du den Erlösungsplan gemacht hast, wie du ihn gedacht hast und wie wunderbar dieser Plan ja uns Sünder wieder zu dir bringen kann. Wir bitten dich, dass diese Worte, die wir heute lesen, uns ganz persönlich treffen und dass wir sie annehmen. Amen.
[1:11] Wir beginnen Jesaja 51 ab Vers 21: "Darum höre doch, du Elende, die du trunken bist, aber nicht vom Wein! So spricht dein Herr, der Herr, und dein Gott, der den Rechtsstreit für sein Volk führt: Siehe, ich will den Taumelbecher aus deiner Hand nehmen, den Kelch meines Grimms, dass du künftig nicht mehr daraus trinken musst. Und ich will deinen Peinigern in die Hand geben, die zu deiner Seele gesprochen haben: 'Bücke dich, dass wir über dich weggehen können!' So dass du deinen Rücken der Erde gleich machen musstest und wie eine Straße für die, die darüber gingen."
[1:51] Gott kündigt an, dass er den Zorn von seinem Volk wegnehmen will, noch bevor dieser Zorn überhaupt über das Volk gekommen ist. Also Gott kann es gar nicht abwarten, die frohe Botschaft zu bringen, noch bevor die Drohbotschaft eingetroffen ist. Und das beschreibt Gott in wunderbarer Weise, wie als wenn wir nicht abwarten können, jemandem zu erzählen, was wir für ihn zum Geburtstag gekauft haben oder was für eine Überraschung wir haben. Gott kann nicht damit abwarten, uns eine Hoffnung-Botschaft zu geben. Und er sagt gleichzeitig: "Das, was die Babylonier dir angetan haben, das werde ich ihnen antun."
[2:30] Kapitel 52: "Wache auf, wache auf und wieder haben wir diesen Aufruf, den wir auch schon im Kapitel 51 hatten: 'Erwache, erwache, Zion, ziehe deine Stärke an, siehe deine Ehrenkleider an, Jerusalem, die heilige Stadt! Denn von nun an wird kein Unbeschnittener noch Unreiner mehr in dich hineinkommen.'" Die Ehrenkleider, die sind etwas Besonderes. Wir haben ja vorher schon gelesen, dass Jerusalem einen Ehrennamen bekommt, Israel ein Ehrenamt. Und diese Ehrenkleider, die finden wir zum Beispiel im Gleichnis vom verlorenen Sohn, der auch von seinem Vater ein Ehrenkleid bekommt, weil er wieder nach Hause kommt.
[3:14] "Schüttle den Staub von dir ab, steh auf und setze dich in Jerusalem! Mache dich los von den Fesseln deines Halses, du gefangene Tochter Zion! Denn so spricht der Herr: Umsonst seid ihr verkauft worden, so sollt ihr auch ohne Geld wieder erlöst werden." Und das ist die Kernbotschaft des Evangeliums, dass die Erlösung umsonst ist.
[3:35] Denn so spricht Gott, der Herr: "Mein Volk ist vor Zeiten nach Ägypten hin abgezogen, um sich dort in der Fremde aufzuhalten, und der Assyrer hat sie ohne Ursache bedrückt." Ja, die Babylonier dachten die ganzen Jahre des Exils, dass der Gott der Juden, Juden verlassen hätte, weil er nicht groß, nicht gut, nicht großartig ist. Und so haben sich die Babylonier überlegen geführt und haben gedacht, ihre Götter sind die wahren Hüter, weil der Gott der Juden sie nicht gerettet. Aber nun, was geschieht mir?
[4:11] Denn hier spricht der Herr: "Dass mein Volk ohne Entschädigung geraubt wird, seine Beherrschung auch zum triumphierenden", spricht der Herr, "und mein Name wird beständig gelästert den ganzen Tag." Also Gott selbst hat das auch nicht gefallen, was da passiert ist. Darum soll mein Volk meinen Namen kennen lernen. Ja, darum wird es an jenem Tag erkennen, dass ich sterben werde.
[4:31] "Siehe, hier bin ich und der Name Gottes." Der spielt in der Bibel immer wieder eine große Rolle. Der Name steht für den Charakter und der Charakter Gottes: Liebe, Gerechtigkeit. "Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der Frieden verkündet, der gute Botschaft bringt! Der die Frohe Botschaft bringt, der das Heil verkündet, zu Zion sagt: Dein Gott herrscht als König!"
[4:57] Und hier knüpft Jesaja einmal mehr an Kapitel 40 an, an die Evangeliums-Botschaft, die gepredigt werden soll. In Babylon, da ist die Stimme der Wächter, sie werden ihre Stimme heben und miteinander jauchzen, denn mit eigenen Augen werden sie es sehen, wenn der Herr wieder nach Zion kommt. Ihre Trümmer Jerusalems, freut euch und frohlockt miteinander, denn der Herr hat sein Volk getröstet, hat Jerusalem erlöst.
[5:26] Gott ruft auf, sich über die Erlösung zu freuen, schon im Vorhinein. Und ja, auch wenn die schweren Zeiten noch nicht eingetroffen sind, darauf zu hoffen und darauf zu setzen, dass diese Erlösung vonstattengehen wird. Der Herr hat seinen heiligen Arm gelöst vor den Augen aller Heiden, und alle Enden der Erde werden das Heil unseres Gottes sehen.
[5:45] Die Erlösung der Juden sollte für die ganzen umliegenden Völker sichtbar sein. Gott wollte, dass die Babylonier verstehen, dass Gott mächtig eingreift und dass nicht die Juden sich selber befreien, sondern dass Gottes Werk weicht, weicht, geht hinaus. Von dort rührt nichts Unreines an. Geht hinaus, was ihrer Mitte ist.
[6:06] Das sagt Gott zu Israel. Er sagt: "Geht raus aus Babylon, geht hinaus aus ihrer Mitte. Reinigt euch, die ihr die Geräte des Herrn tragt. Geht aber hastig davon und geht aber nicht hastig davon und eilt nicht wie Flüchtlinge hinweg, denn der Herr zieht für euch her, und der Gott Israels ist eure Nachhut."
[6:23] Wieder dieser Gedanke, den wir auch schon in Offenbarung 14 gefunden haben, dass Gott zu seinem Volk sagt: "Geht raus aus Babylon." Hier im buchstäblichen Sinne und Offenbarung 14 im geistlichen Sinne: Geht raus aus dem Götzendienst, aus dem abgefallenen System, das nichts mit mir gemeinsam hat.
[6:45] Sie sollten aber auch einen Auszug in Würde haben. Er sagt: "Geht nicht hastig und nicht wie Flüchtlinge, sondern mit erhobenem Haupt geht von Babylon hinweg." Und das Verlassen Babylons wird wieder in Zusammenhang gesetzt mit dem Predigen des Evangeliums.
[7:03] Und da sind wir wieder bei Offenbarung 14. Jetzt beginnt hier ab Vers 13 ein ganz neuer Abschnitt, der natürlich ganz viel mit dem Kreuzestod von Jesus zu tun hat. Und die Kapiteleinteilung ist mal wieder etwas irreführend, denn eigentlich sind wir schon ab Vers 13 in diesem Thema drin.
[7:22] "Siehe, mein Knecht wird einsichtig handeln, er wird erhoben sein, erhöht werden und sehr erhaben sein. Gleich wie sich viele über dich entsetzen, so sehr war sein Gesicht entstellt mehr als das irgend eines Mannes, und seine Gestalt mehr als die der Menschenkinder." Ja, Gottes Jesu Angesicht war so entstellt in der Wüste nach 40 Tagen Fasten, es war so entstellt nach den Misshandlungen vor dem Kreuz und bei der Kreuzigung, so sehr, dass man sein Äußeres gar nicht mehr als das eines Menschen erkennen konnte.
[7:59] Und es bezieht sich vor allem auf diese Ereignisse, wenn Jesus sonst ja gelebt hat und durch die Städte gezogen ist und geheilt hat, war natürlich ein ganz normaler Mensch, den man noch ansehnlich fand. Aber an diesen Ereignissen bei der Wüsten-Erfahrung, der Fastenzeit und der Versuchszeit und der Zeit am Kreuz, das waren Momente, wo Jesu Angesicht entstellt war.
[8:28] Genau. Wird er genauso wird er viele Heidenvölkern erstaunen setzen. Und für "Staunen" kann man hier besser "Bestürzung" übersetzen. So steht es auch in der Schlachter-Übersetzung als Variante. "Und Könige werden vor ihm den Mund schließen, denn was ihnen nie erzählt worden war, das werden sie sehen, und was sie nie gehört hatten, das werden sie wahrnehmen." Also es wird Unglaubliches passiert.
[8:54] Wir haben hier in diesem Vers auch ein bisschen ja diesen Heiligtumsdienst angesprochen, denn Jesus wird besprengt. Und das spricht ja von dem Blut, das ins Heiligtum gebracht wird, an den Vorhang gesprengt wird, um damit Erlösung zu erwirken. Und wir wissen ja, dass sich in Jesu Leben dieses diese Heiligtumsdienst ja erfüllt hat und damit auch erübrigt hat.
[9:23] War Jesaja 53: "Wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und dem Arm des Herrn, wem ist offenbart worden? Er wuchs auf wie ein Schössling, wie eine Wurzel aus dem trockenen Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht."
[9:46] Als nächstes auf dieser Erde kam er in eine sehr einfache Familie geboren worden. Er hatte eine sehr demütige Position und er war das Kind einfacher und armer Eltern, ohne Prunk, ohne Glanz. Und davon spricht dieser Vers, dass ein dass Gott auf die Erde gekommen ist, nicht als ein König, so wie es die Juden sich erhofft hatten, sondern als ganz einfacher Mensch, damit jeder sich mit ihm identifizieren kann. Einer, der alle unsere Sünden getragen hat und einer, der uns verstehen kann in all unseren Schwierigkeiten.
[10:25] Lasst uns genau zu dem Gott geben. Ja, und so nahe wie mir, Herr Jesus, Gedanken, die ja, dass du nicht nur unsere Sünde getragen hast, sondern hast du auch als Mensch gekommen bist, der du Versuchung kennengelernt hast, du aber nicht gefallen bist, der du sündlos geblieben bist. Und dafür danken wir dir, denn sonst hättest du uns nicht erlösen können. Danke, dass du unser Vorbild bist und dass wir aus dir Kraft schöpfen können, dass wir ja stark werden können, dass wir ohne Sünde leben dürfen, wenn wir an deiner Seite leben. Und davon täglich, von dir täglich die Kraft dazu bekommen.
[11:03] [Musik]
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