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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Rabea Kramp beleuchtet in dieser Predigt Jesaja 5:15-6:8. Sie beginnt mit der Gerichtsbotschaft über Israel, die deren Sünden wie Hochmut und die Verkehrung von Gut und Böse anprangert und die bevorstehende Invasion der Assyrer als Konsequenz aufzeigt. Im starken Kontrast dazu steht Jesajas überwältigende Vision von Gottes Thron, seine persönliche Reinigung und seine bereitwillige Antwort auf Gottes Ruf. Die Sprecherin lädt die Zuhörer ein, über ihre eigene Bereitschaft nachzudenken, Gott zu dienen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir sind immer noch im Buch Jesaja, noch eine ganze Weile, und lesen heute zusammen Seite 723. Wollen Kapitel 5 abschließen und das sehr interessante Kapitel 6 beginnen. Und bevor wir das tun, gemeinsam beten.

[0:51] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir danken für das Buch Jesaja, das uns so tiefen Einblick schenkt in das, wie du handelst, wie du Gericht hältst, wie du mit uns rechnest und wie deine Propheten und speziell der Prophet Jesaja immer wieder versucht hat, das Volk zu warnen. Sprich zu unseren Herzen jeden Tag, gib, dass wir deine Stimme hören, auch heute, wenn wir dein Wort lesen. Amen.

[1:21] Wir beginnen in Jesaja 5, Vers 15, und wir sind hier immer noch in der Gerichtsbotschaft über Israel: „So wird der Mensch gebeugt und der Mann gedemütigt, und die Augen der Hochmütigen sollen erniedrigt werden. Aber der Herr der Heerscharen wird erhaben sein im Gericht, und Gott, der Heilige, wird sich als heilig erweisen in Gerechtigkeit.“ Eine sehr wichtige Aussage, dass Gott der Herr Gerechtigkeit im Gericht walten lassen wird. Denn das ist ja eine der Anklagen, die Satan vorgebracht hat, dass Gott ungerecht sei. Und Gott wird alles in ein Gericht bringen, und er wird auch allen seinen Geschöpfen zeigen, dass seine Gerichte gerecht sind. Er wird es den Engeln beweisen, er wird es uns beweisen und im ganzen Universum.

[2:16] „Und Lämmer werden weiden auf ihrem Weideplatz, und Fremde sich nähren in den verwüsteten Fluren der Fetten.“ Wehe denen, die ihre Schuld am Lügenstricken hinter sich her schleppen und die Sünde wie ein Wagenseil.

[2:35] Diese „Wehe“-Rufe begegnen uns oft im Buch Jesaja, und gerade in Kapitel 5 werden wir noch einige dieser Rufe lesen. Und hier richtet sich dieser Ruf an die, die die Sünde nicht loslassen wollen, die sich darin verstrickt haben, sie hinter sich her schleifen, die sagen: „Es soll doch eilen und sein Werk beschleunigen, damit wir sehen! Der Ratschluss des Heiligen Israels soll doch kommen und eintreten, damit wir ihn kennenlernen!“ Also ein sehr hochmütiger Ausbruch, der hier getan wird.

[3:10] „Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen!“ Das sind diejenigen, die Gottes Sache genau verkehren, die das Gute als Böse erklären und umgekehrt. Das ist auch das, was Satan gemacht hat, das ist das, wie Satan auch gearbeitet hat. Gottes Liebe ist gerecht, und er hat gesagt, Gott ist ungerecht und Gott möchte uns alle nur beherrschen.

[3:43] „Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und die sich selbst für verständig halten!“ Ja, Hochmut und Stolz ist etwas, was unserem Glauben wie nichts anderes im Wege steht. Und das ist auch das, wo Luzifer als erstes Sünde, wo in ihm Sünde gefunden wurde, dass er sich erhoben hat und stolz geworden ist.

[4:06] „Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken und tapfer im Mischen von berauschendem Getränk, die dem Gottlosen recht geben um eines Bestechungsgeschenkes willen, aber dem Gerechten seine Gerechtigkeit absprechen!“

[4:20] Und jetzt gibt es die Antworten auf die Rufe: „Darum, wie die Feuerzunge Stoppeln frisst und dürres Gras in der Flamme zusammensinkt, so wird ihre Wurzel wie Moder werden und ihre Blüte wie Staub auffliegen. Denn sie haben das Gesetz des Herrn der Heerscharen verworfen und das Wort des Heiligen Israels verachtet.“ Also die Bibel zeigt uns, was nun die Folge dieses Verhaltens ist, dass sie nicht auf diese Rufe gehört haben: Sie werden vernichtet werden.

[4:53] Vers 25 fängt wieder an mit „Darum ist auch der Zorn des Herrn gegen sein Volk entbrannt, und er hat seine Hand gegen sie ausgestreckt und hat sie geschlagen, dass die Berge erbebten und ihre Leichname wie Kot auf den Straßen lagen.“ Eine ganz drastische Sprache, die wir hier finden. Ja, wie Kot auf den Straßen liegen die Leichname des Volkes Gottes. Was für ein schreckliches Bild!

[5:22] „Bei alledem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, seine Hand bleibt ausgestreckt.“ Und diese Formulierung „seine Hand bleibt ausgestreckt“ bedeutet nichts anderes, als dass das Gericht dauert an, das Gericht ist noch nicht fertig, es bleibt im Gange.

[5:39] „Und er wird für die Heiden in der Ferne ein Kriegsbanner aufrichten und ein Volk vom Ende der Erde herbeipfeifen. Und siehe, es wird schnell und eilends kommen.“ Und damit meint Jesaja natürlich die Assyrer.

[5:53] „Unter ihnen ist kein Müder und kein Strauchelnder, keiner schlummert und keiner schläft, keinem geht der Gurt an den Lenden auf, keinem zerreißt ein Riemen seiner Schuhe.“ Das beschreibt die Armee, das Militär der Assyrer. Dort ist keine Schwäche, dort ist gute Ausrüstung und Stärke.

[6:13] „Seine Pfeile sind geschärft und alle seine Bogen gespannt. Die Hufe seiner Rosse sind wie Kieselsteine anzusehen und seine Wagenräder wie ein Sturmwind.“ Mit den Pfeilen und Wagenrädern sind genau die zwei Waffensysteme des Alten Orients beschrieben, die dort vorgeherrscht haben.

[6:32] „Es gibt ein Gebrüll von sich wie eine Löwin.“ Löwe ist das Symbol für Assyrien und später sogar auch Babylon. „Es brüllt wie die Junglöwen, es knurrt und packt die Beute und bringt sie in Sicherheit, und kein Retter ist da.“

[6:48] Ja, warum ist kein Retter da? Weil das Volk Israel ihren Gott verachtet hat, weil sie ihm nicht mehr geglaubt hat, weil sie lieber Götzen gedient hat. Und Gott lässt die Hand ausgestreckt, und das Gericht dauert an.

[7:04] „Und es wird über ihm brausen an jenem Tag wie Meeresbrausen. Schaut man aber zur Erde, siehe, so ist da dichte Finsternis, auch das Licht wird durch ihre Wolken verdunkelt.“ Also eine unglaublich beängstigende Szene, die wir lesen. Das Gericht bricht sich Bahn, und das Volk Israel wird überrannt von diesen Heerscharen Assyrern, die Gott vom Ende der Erde herbeigepfiffen hat.

[7:33] Mitten in diese düstere Szene hinein bricht Kapitel 6, und Kapitel 6 ist ein sehr besonderes Kapitel. Dort heißt es: „Im Todesjahr des Königs Usija – und Jesaja hat ja zur Zeit Usijas schon gewirkt – sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron, und seine Säume erfüllten den Tempel.“

[7:57] Ja, das ist nicht zufällig, denn wir erinnern uns: Usija war der König, der sich angemaßt hat, im Heiligtum zu räuchern zu wollen. Das heißt, er war kein Levit und wollte den Dienst der Leviten im Heiligtum tun, was ihm nicht erlaubt war, weil nur die Leviten das tun durften. Und er hatte sich herausgenommen und wurde dann ja auch aussätzig bis an sein Lebensende. Und interessant ist, was jetzt folgt.

[8:29] „Seraphim standen über ihm, jeder von ihnen hatte sechs Flügel: Mit zweien bedeckten sie ihr Angesicht, mit zweien bedeckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie.“ Das heißt, in Jesaja stellt das Verhalten von Usija, indem er hier als genannt wird als König, der stirbt, gegenüber mit den Seraphim, die am Thron Gottes stehen und ihr Angesicht verdecken mit ihren Flügeln vor Ehrfurcht vor Gott. Ein König, der sich anmaßt, ins Heiligtum zu gehen, obwohl es ihm nicht zusteht, und die Seraphim, die die Ehre haben, an Gottes Thron zu dienen, aber dennoch ihre Flügel zur Bedeckung ihres Angesichts benutzen, steht in großem Kontrast.

[9:18] „Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen! Die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit!“ Da erbebten die Pfosten der Schwellen von der Stimme der Rufenden, und das Haus wurde mit Rauch erfüllt. Da sprach ich: „Weh mir, ich vergehe!“, spricht Jesaja, „denn ich bin ein Mensch mit unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das unreine Lippen hat; denn meine Augen haben den König, den Herrn der Heerscharen, gesehen!“ Also wir sehen hier, Jesaja ist überwältigt und verängstigt von der Szene, die sich ihm hier bietet.

[9:57] Und es gibt einige Propheten in der Bibel, denen Gott den Einblick in seinen Thronsaal gewährt hat. Wir erinnern uns an Daniel in Kapitel 7, auch an Hesekiel Kapitel 1, auch an Mose, der das Heiligtum gesehen hat, an Johannes, der die Offenbarung gesehen hat, Offenbarung 4. Und hier nun auch Jesaja.

[10:20] „Und er erhielt eine glühende Kohle in seiner Hand, die er mit der Zange vom Altar genommen hatte, und er berührte meinen Mund damit und sprach: Siehe, dies hat deine Lippen berührt, deine Schuld ist von mir genommen und deine Sünde gesühnt.“ Der Engel berührt die Zunge Jesajas mit der Kohle, die ihn reinigt, und darum kann Jesaja in der Gegenwart Gottes und des Engels bleiben.

[10:45] „Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich!“ Und diese Antwort Jesajas, die ist auch die Frage, ob du auch diese Antwort gibst, wenn der Herr fragt: „Wer wird für uns gehen?“, ist deine Antwort: „Herr, hier bin ich, bitte sende mich!“ Lasst uns darüber heute nachdenken.

[11:14] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir unser Leben anempfehlen, möchten dich bitten, dass du uns reinigst, so wie Jesaja gereinigt wurde durch die glühende Kohle auf seine Zunge. Wir leben in einer Welt, die unrein ist, die Götzendienst betreibt, und wir wollen ein reines Leben leben, und das ist gar nicht einfach. Wir bitten dich um deinen Segen und deinen Schutz und deine Leitung und deine Hilfe, dass wir dir gehorsam sein dürfen in der Umgebung, in die du uns gestellt hast. In deinem Namen. Amen.


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