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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt taucht Rabea Kramp tief in die prophetischen Texte von Jesaja 53 und 54 ein. Sie beleuchtet, wie diese Kapitel Jesu Leiden, Tod und die daraus resultierende Erlösung für die Menschheit vorhersagen. Die Ausführungen zeigen auf, wie das Kreuz Jesu nicht nur die Grundlage der Erlösung bildet, sondern auch die Folgen und den Aufruf zur Annahme dieser Erlösung umfasst. Die Botschaft betont Gottes unendliche Gnade und die Hoffnung auf ein neues, ewiges Leben durch Jesus Christus.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute zusammen Jesaja 53 und 54. Bevor wir da einsteigen, lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wenn wir heute diese unglaublichen Kapitel lesen, dann bewege unsere Herzen. Gib, dass wir diese Worte ganz fest in unserem Herzen und Gedächtnis einprägen, dass sie uns helfen mögen in Zeiten, in denen wir ja kämpfen, in denen es uns schwerfällt, damit wir wissen, dass du alles gegeben hast, damit wir erlöst sein dürfen. Amen.

[1:13] Wir beginnen in Jesaja 53 ab Vers 3. Wir haben gestern schon angefangen, darüber zu lesen, was Jesus für uns getan hat, als er hier auf der Erde war. Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt. So verachtet war er, und wir achteten ihn nicht. Menschen haben vor Jesus ja Angesicht verborgen, weil er in der Wüsten-Fastenzeit und auch am Kreuz und im Gezimmer, ja, so mitgenommen war und so ausgemergelt, dass man gar nicht mehr richtig das Angesicht eines Menschen in ihm erkannt hat. Er hat alles für uns gegeben, hat alles auf sich genommen, er hat gelitten für uns. Er hat ja nicht nur das Kreuz auf sich genommen, hing selber an diesem Kreuz.

[2:12] Und wenn wir hier Jesaja 53, 54 und 55 heute und morgen lesen werden, dann müssen wir wissen, dass diese Kapiteleinteilung uns eigentlich ein bisschen behindert und dass das große Bild, das hier gemalt ist, das Kreuz eingebettet ist in frohe Botschaften des Evangeliums. In Kapitel 53 geht es natürlich um die Grundlage der Erlösung, ja, das Kreuz selber. In 54 geht es um die Folgen der Erlösung, was das Kreuz für uns bewirken kann. Und in 55 lesen wir von dem Aufruf, diese Erlösung auch anzunehmen und den Anspruch zu nehmen.

[2:53] Vers 4: "Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen." Wir aber hielten ihn für bestraft. Und hier spricht so ein falsches Verständnis, dass Menschen dachten, Jesus hätte gesündigt und deswegen ist er am Kreuz und deswegen trägt er diese Strafe. Aber er hat diese Strafe für uns getragen. Leid erleben wir nicht, weil wir gesündigt haben. Leider leben wir, weil Sünde in der Welt ist und per se Ungerechtigkeit daraus resultiert. Leid ist nicht die Strafe für unsere Sünde, denn die Strafe für unsere Sünde hat Jesus ja schon für uns getragen.

[3:36] Vers 5: "Doch er wurde um unserer Übertretung willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm." Genau das ist es, damit wir Frieden hätten. Und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Jesus tritt an unsere Stelle. Das ist das, was das Heiligtum aussagen möchte. "Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg. Aber der Herr warf auf unser aller Schuld auf ihn." Ja, Jesus hat meine Schuld getragen, deine Schuld, unser aller Schuld getragen am Kreuz.

[4:09] Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, und seinen Mund nicht auftut. Und genau das ist am Kreuz passiert. Jesus hat sich nicht gewehrt, Jesus hat nicht geschrien, ist stumm zum Kreuz gegangen, weil er wusste, dadurch werde ich viele erlösen.

[4:34] In Folge von Drangsal und Gericht, und das Kreuz war ja das Gericht, wurde er hinweggenommen. "Wer aber will sein Geschlecht beschreiben?" Denn er wurde aus dem Land der Lebendigen hinweggerissen. "Wegen der Übertretungen meines Volkes hat ihn Strafe getroffen." Das ist eine interessante Frage, die hier steht: "Wer aber will sein Geschlecht beschreiben?" Und das ist vielleicht etwas irreführend, aber mit Geschlecht sind hier die Nachkommen gemeint. Wer will seine Nachkommen beschreiben? Denn Jesus hatte, er war ja über 30 Jahre und er hatte keine Nachkommen, er war nicht verheiratet, er hatte keine Familie gegründet. Und das war ja eine schändliche Sache damals. Man brauchte Nachkommen, sonst sah der Name aus, und das Land ist nicht weiter vererbt worden.

[5:27] Und er hat trotzdem Nachkommen bekommen. Davon werden wir gleich lesen. Das heißt weiter: "Und man bestimmte sein Grab bei Gottlosen und bei einem Reichen war in seinem Tod, weil er kein Unrecht getan hatte und kein Betrug in seinem Mund gewesen war." Das spricht von Joseph von Arimathia, der ihm sein Grab gegeben hat in seinem Tod. Und hier ist schon viele Jahrhunderte im Voraus gesagt, dass dieser Joseph von Arimathia dieses Opfer bringen wird. Und kein Betrug in seinem Mund ist gewesen.

[6:03] Das erinnert uns natürlich auch an Offenbarung 14,5, denn dort heißt es von den 144.000, dass auch kein Betrug in ihren Mund gefunden wurde. Und sie werden sein wie Jesus. "Aber dem Herrn gefiel es, ihn zu zerschlagen, er ließ ihn leiden. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird danach kommen sehen und seine Tage verlängern, und das Vorhaben des Herrn wird in seiner Hand gelingen." Und hier sind diese Nachkommen angesprochen, die wir als Geschlecht in Vers 8 gelesen haben. Jesus hat eine geistliche Familie. Alle, die die Erlösung annehmen, die sind seine Nachkommen.

[6:38] Die werden ewig leben. "Nachdem seine Seele mühsam erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben. Durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Sünden wird er ertragen." Darum will ich ihm die vielen zum Anteil geben. Er wird Starke zum Raube erhalten, dafür, dass er seine Seele dem Tod preisgegeben hat und sich unter die Übeltäter zählen ließ und die Sünde vieler getragen und für die Übeltäter gebetet hat.

[7:03] Und da müssen wir natürlich an die Schächter am Kreuz denken, den Übeltäter, den er ja als Beute mitgenommen hat. Und hier ist so eine bisschen die Kriegssprache, denn Jesus befindet sich in einem Krieg. Der große Kampf zwischen ihm und Satan tobt vor allem auch am Kreuz, und Jesus ist als Sieger hervorgegangen aus diesem Krieg, aus diesem Kampf und hat natürlich Beute mitgenommen. Und die Beute sind die Erlösten.

[7:33] Kapitel 54: "Freue dich, du Unfruchtbare", und damit ist Israel gemeint, "die du nicht geboren hast. Brich in Jubel und jauchze, die du nicht den Wehen lagst, denn die Vereinsamte wird mehr Kinder haben als die Vermählte", spricht der Herr. Und hier sagt es wieder: Die Nachkommen, die Jesus haben wird, die werden unzählbar sein, so viele Erlöste von Gegenden, von denen man es gar nicht erwartet. Und genauso hat es sich erfüllt.

[7:59] "Erweitere den Raum deines Zeltes und dehne die Zeltdecke deiner Wohnungen aus, spare nicht, spanne deine Seile weit aus und befestige deine Pflöcke." Also Gott wünscht sich wieder, dass Israel platzt, weil so viele Erlöste hinzuströmen nach Zion. "Denn zur Rechten wirst du durchbrechen, und dein Same wird die Heidenvölker besitzen, und sie werden verlassene Städte bevölkern." Jesus wünscht sich Heidenmission im großen Stil.

[8:25] "Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht beschämt werden. Schäme dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden, denn du wirst die Schande deiner Jugend vergessen und an die Schmach deiner Witwenschaft wirst du nicht mehr gedenken." Ja, Gott wird das Thema Wissenschaft beenden. Es wird genug Nachkommen geben. Die Witwe wird nicht alleine bleiben, für sie wird gesorgt sein.

[8:52] Vers 5: "Denn dein Schöpfer ist dein Ehemann, Herr Zebaoth ist dein Name, und dein Erlöser ist der Heilige Israels. Er wird Gott der ganzen Erde genannt." Und dieser Schöpfer, der unser Ehemann ist, das ist Inbegriff des neuen Bundes. Gott möchte, dass wir mit ihm so nah sind, als wenn wir mit ihm verheiratet sind. Die Braut, das Offenbarung wird auf den Bräutigam warten.

[9:16] "Denn wie eine verlassene und im Geiste gekümmerte Frau wird der Herr dich rufen, wie die Frau der Jugendzeit, wenn sie verstoßen", spricht dein Gott. "Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit werde ich dich sammeln." Also Gott sagt: Ich habe dich in die Wüste geschickt, aber nur eine kleine Weile, und dann werde ich dich gleich wieder zurückholen und sammeln.

[9:38] "In überwallendem Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich über dich erbarmen", spricht der Herr, dein Erlöser. Und das soll mir sein wie die Wasser Noahs. Denn wie ich geschworen habe, dass die Wasser Noahs nie mehr die Erde überfluten sollen, so habe ich geschworen, dass ich nie mehr über dich zornig sein werde, noch über dich schelten werde.

[10:04] Ja, Gott wird nicht mehr über uns zornig sein. Aber das bedeutet, dass wenn wir an Jesaja 53 festhalten, wenn wir das Geschenk der Erlösung annehmen, die jeden Tag mit Jesus leben, dann brauchen wir keine Angst vor dem Zorn Gottes zu haben, weil dann hat er nur ewig Gnade für uns. Dann sind wir so eng mit ihm verbunden, dass uns kein Zorn treffen wird.

[10:30] "Die Berge mögen denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen, und mein Friedensbund nicht wanken", spricht der Herr, dein Erbarmer. Du elende, sturmbewegte, ungetröstete, siehe, ich will deine Steine in Bleiglanz legen und deine Grundfesten mit Saphiren bauen. Jesus sagt: Ich werde dich herausholen, ich werde dich sammeln und ich werde dich neu aufbauen.

[10:56] Ich werde den Friedensbund mit dir machen und ich werde neue Fundamente legen. Und er sagt: Ich werde nicht einfach nur Betonsteine nehmen, ich werde deine Fundamente aus Edelsteinen bauen. Was für ein Luxus, eigentlich fast pure Verschwendung, ein Fundament, das man später nicht mehr sieht, aus Edelsteinen. Gott wird das Beste geben. Gott hat das Beste gegeben am Kreuz. Er hat sich selbst gegeben, das größte Opfer, was er geben konnte. Lasst uns ihm dafür danken.

[11:21] Vater im Himmel, danke, dass du deinen Sohn gegeben hast, weil du die Welt so geliebt hast, weil du uns so liebst. Gib, dass wir dieses Geschenk der Erlösung wirklich schätzen und für unser Leben annehmen, damit wir erlöst sein dürfen. Amen.


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