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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Rabea Kramp geht es um die tiefere Bedeutung des Fastens, wie sie in Jesaja 57 und 58 beschrieben wird. Es wird beleuchtet, dass wahres Fasten mehr ist als nur Verzicht auf Essen; es beinhaltet eine innere Umkehr, das Lösen von Ungerechtigkeit und das aktive Kümmern um Bedürftige. Die Botschaft ermutigt dazu, Gott aufrichtig zu suchen und die Prinzipien des göttlichen Gesetzes im täglichen Leben anzuwenden, um Gottes Segen und Antwort zu erfahren.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen sogar auf einer Seite. Gelesen heute zusammen die Seite 769, beenden Jesaja 57 und studieren das wunderbare Kapitel 58 zusammen. Und bevor wir daran einsteigen, lasst uns gemeinsam bieten. Lieber Herr Jesus, wenn wir heute diese wichtigen Verse lesen, dann lass uns verstehen, was sie uns für unser eigenes Leben zu sagen haben. Gib, dass wir selber verstehen, was Jesaja 58 für uns ganz persönlich, für uns als Gemeinde Gottes bedeuten kann. Und ja, sprich mit dem Heiligen Geist zu uns. Amen.

[1:12] Wir beginnen in Vers 13 von Kapitel 57. Wenn du dann schreist und gemeint ist diese schreckliche Lage der Belagerung der Babylonier und das Exil, so mögen dich alle deine gesammelten Götzen retten. Aber ein einziger Windstoß wird sie alle davon tragen, ein Hauch wird sie wegnehmen. Wer aber bei mir Zuflucht sucht, der wird das Leben ernten haben und meinen heiligen Berg besitzen. Ja, Gott sagt, ihr hängt an den Götzen, dann fragt sie auch um Rettung, wenn ich das Gericht sende. Aber wer auf mich vertrauen will, der wird auch Rettung finden. Also Gott gibt immer noch eine Chance zum Ausweg. Immer sagt er, es gibt noch diese Errettung bis zum letzten Moment.

[2:01] Und er wird sagen: Macht Bahn, macht Bahn, ebnet den Weg, räumt jeden Anstoß aus dem Weg meines Volkes. Hier ist wiederum die Zeit nach dem Exil gemeint. Wir haben hier so ein bisschen einen zeitlichen Schwenk. Und es sagt dann, wenn das Volk wieder zurückkehrt nach den 70 Jahren in Babylon, dann ebnet er für uns den Weg, dass sie wieder gehen soll. Dann heißt es: Macht Bahn, macht Bahn, räumt alles aus dem Weg, dass sie nach Hause können. Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt und dessen Name der Heilige ist. In der Höhe und dem Heiligtum wohne ich und bei dem der zerschlagenen und gedemütigten Geistes, damit ich den Geist der Gedemütigten belebe und das Herz der Zerschlagenen.

[2:45] Hier treten zwei Wohnorte, die ihr benannt werden. Er wohnt zum einen im himmlischen Heiligtum und zum anderen in den Herzen heutiger Menschen, die zerschlagenen Geistes sind. Da sind die beiden Wohnorte Gottes und nirgends sonst. Denn ich will nicht ewig rechten und nicht ohne Ende zornig sein, denn ihr Geist würde von mir verschnarchten und die Seelen, die ich gemacht habe. Das ist der Grund, warum Gott gesagt hat: Ich mache die Exilzeit so kurz wie möglich, nur 70 Jahre, dann werden sie geheilt sein von ihrem Götzendienst. Und so hat Gott es gemacht. Und wir können davon ausgehen, waren immer Gott uns Prüfungen im Leben auferlegt, dass er sie so kurz wie möglich macht. Wir verlängern diese Krisen manchmal, indem wir uns nicht helfen lassen von Gott. Aber Gott hat meine ich, lass nur die Prüfung so lange zu, bis du gelernt hast, was du lernen sollst.

[3:40] Über Israels sündhafte Habgier wurde ich zornig und ich schlug es. Verbarg mich und zürnte. Er wandte sich noch weiter ab auf seinen selbst erwählten fähigen. Gott sagt: Ich wurde zornig und ich habe dich geschlagen, aber diese Gerichte haben nicht nur noch weiter von mir entfernt. Und weiter heißt: Seine Wege habe ich gesehen, dennoch will ich es heilen und es leiten und ihm seinen trauernden mit Tröstungen vergelten, indem ich Frucht der Lippen schaffe. Friede, Friede den Fernen und Nahen. Spricht der Herr: Ja, ich will es scheinen.

[4:18] Also Gott sagt, ich habe gemerkt, dass ihr euch immer weiter entfernt von mir. Deswegen zeige ich euch, wie sehr ich euch liebe und ich möchte euch heilen, ich möchte euch Trost geben. Und diese beiden Verse sind ja eine einzige Liebeserklärung an das Volk Gottes. Aber die Gottlosen sind wie das aufgewühlte Meer, das nicht ruhig sein kann, dessen Wasser Schlamm und Kot auffüllen. Keinen Frieden, spricht mein Gott, gibt es für die Gottlosen. Und das ist der große Kontrast zu Vers 2, wo es heißt: Ich möchte euch meinen Frieden geben.

[4:50] Für alle, die gerade Wege gehen. Kapitel 58. Und hier haben wir einen neuen Abschnitt und es geht hier um eine Gruppe von Menschen, die denken, dass sie Gott nachfolgen, denen Gott aber ihre Sünden noch aufzeigen muss, weil sie blind sind für ihre Verfehlungen. Rufe aus voller Kehle, schon nicht erhebe deine Stimme wieder wie ein Schofar-Horn und verkündige meinem Volk seine Übertretungen und dem Haus Jakob seine Sünde. Ja, er sagt meinem Volk, das eigentlich denkt, dass es mir nachfolgt, dem muss ich noch Sünde offenbaren. Und das erinnert uns ein bisschen an Obadja 3 und Maleachi 2. Sie suchen mich Tag für Tag und begehren meine Wege zu kennen, wie ein Volk, das Gerechtigkeit geübt und das Recht seines Gottes nicht verlassen hat. Sie verlangen von mir Gerichte, Urteile, begehren die Nähe Gottes.

[5:50] Also ein bisschen sind das auch die Heuchler, die vorgeben, Gott nachzufolgen, die vielleicht einen formellen Gottesdienst haben, die vielleicht sich an Traditionen klammern, aber im Herzen nicht wirklich Gott nah sind, nicht wirklich bekehrt. Warum kasteien wir und du siehst es nicht? Warum kasteien wir unsere Seelen und beachten es nicht? Seht, am anderen Fastentag geht ihr an euren Geschäften nach und treibt alle eure Arbeiten an.

[6:20] Das Fasten ist in der Bibel eine besondere Sache und es ist oft verknüpft mit hohen Feiertagen, zum Beispiel dem hohen, den großen Versöhnungstag. Und am großen Versöhnungstag sollte man fasten, um sich der eigenen Sünden nochmal ganz bewusst zu werden. Und die Sünden sollten aus dem Allerheiligsten ausgelegt werden, sollten weggetan werden. Und das Volk Gottes soll sich durchforschen. Dazu ist das Fasten gedacht, nicht als etwas, was formell vonstattengehen soll, sondern als ja, Zeit gewinnen, natürlich, dass man sich nicht mit Essen beschäftigt und aber auch als Opfer, dass man Gott zeigt, ich opfere, dass ich ja Hunger habe und möchte, dass du mir zeigst, wo ich noch arbeiten kann.

[7:10] Was für Dinge in meinem Charakter sind. Hier, ihr fastet, um zu zeigen und zu streiten und reinzuschlagen mit gottloser Faust. Ihr fastet gegenwärtig nicht so, dass euer Schreien in der Höhe Erhörung findet. Und das ist natürlich schlimm, dass wenn wir denken, wir machen etwas für Gott und ja, führen eine religiöse Sache aus, dass wir doch feststellen müssen, Gott sagt: Nein, das ist eigentlich nicht das, was ich wollte.

[7:45] Und der Grund dafür, er wird hier genannt, nämlich Streit und Zank im Volk Gottes. Das lässt sich wunderbar auf unsere Zeit anwenden, denn wenn wir uns als Gemeinde fragen, warum haben wir kein Gemeindewachstum, warum hört Gott nicht unsere Gebete, dann müssen wir uns fragen, gibt es etwas in unserer Mitte, was dem im Wege steht? Haben wir vielleicht Streit untereinander? Sind wir uns untereinander nicht wohlgesinnt? Haben wir Probleme mit dem Nächsten?

[8:15] Und die gottlose Faust, die hier genannt wird, die kann natürlich viele Sachen beinhalten. Und jeder, dass er selber fragt, was für ihn diese gottlose Faust in seinem Leben hat. Aber ich beobachte auch immer mehr, dass es gottlose Fäuste im Bereich der Social Media gibt, dass wir dort austeilen, dass wir dort ungehalten sind im verbalen Sinne, dass wir andere, ja, und anderen streiten, uns nicht zu verhalten wie Jesus es tun würde.

[8:46] Meint ihr, dass mir ein solches Fasten gefällt, wenn der Mensch sich selbst einen Tag lang quält und seinen Kopf hängen lässt wie ein Schilfhalme und sich in Sack und Asche bettet? Willst du das ein Fasten nennen und einen dem Herrn wohlgefälligen Tag?

[9:03] Also Gott will nicht, dass wir einfach das Fasten als eine Qual und eine Form betrachten, sondern es von Herzen tun. Echtes Fasten, ja, das ist so, als wenn wir wie leben würden wie Jesus. Nicht, dass sie es die ganze Zeit gefastet hätte, aber Gott hat, Jesus hat auf dieser Welt viele Sachen entbehrt. Ihr habt nicht mal ein eigenes Zuhause gehabt, das war auch ein Fasten gewissermaßen.

[9:30] Und Gott möchte, dass wir auch fasten in dem Sinne, dass wir Opfer bringen. Es ist nicht, dass ein Fasten nach meinem gefallen hat, dass sie ungerechte Fesseln los macht, dass hier die Knoten des Jahrs löst, dass ihr die Unterdrückten freilasst und jegliches Joch. Recht besteht es nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und Arme verfolgt in dein Haus führst, dass wenn du einen Entblößten siehst, du ihn bekleidest und dich deinem eigenen Fleisch nicht entziehst.

[9:58] Das sind genau diese Opfer, die Gott möchte, die das Fasten beinhalten, dass wir uns für andere opfern, dass wir anderen das Evangelium austeilen, aber auch das ganz buchstäbliche Brot oder ihnen Kleidung geben. Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte und eine Heilung wird rasche Fortschritte machen. Dann wird Gerechtigkeit vorhergehen und die Herrlichkeit des Herrn wird deinen Nachhut sein.

[10:26] Das sind die Prinzipien des Gesetzes, die hier ausgelebt werden. Und wenn wir diese Prinzipien von Gottes Gesetz ausleben, dann wird unser Licht hervorbrechen und dann werden wir sein wie Jesus. Dann werden wir so leben wie er und sein Charakter offenbaren. Dann wirst du rufen und der Herr beantworten. Du wirst schreien und er wird sagen: Hier bin ich.

[10:46] Wenn du das Joch aus seiner Mitte hinweg, das höhnische Finger zeigen und das unheilvolle Reden. Und hier haben wir natürlich einen Kontrast zum zum vorangegangenen, wo sie gesagt haben: Wir fasten, du hörst nicht unsere Gebete. Aber hier steht: Wenn wir wirklich fasten, wenn wir das Fasten wirklich verstanden haben, dann antwortet Gott und dann war Gott: Hier bin ich.

[11:12] Wenn du dem Hungrigen dein Herz zerreißt und die verschnarchte Seele Zeit ist, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen und ein Dunkelheit sein wieder Mittag. Und hier muss man gleich an Matthäus 25 denken, an den zweiten Teil, an die Schafe und Böcke, wo Gott sagt: Ihr habt mein Werk getan, ihr habt den Bedürftigen Kleidung gegeben, Nahrung gegeben. Ihr habt euch um die gekümmert, die alleine waren, die krank waren, die im Gefängnis saßen.

[11:40] Und wenn die so leben, dann leben wir dieses Fasten, wovon Jesaja 58 gesprochen wird. Lasst uns dafür beten, dass wir von Gott die Einsicht und die Kraft kriegen, so zu fasten. Lieber Vater im Himmel, lass uns offen sein für deine Stimme, für die Stimme des Heiligen Geistes, damit wir uns selber durchforschen können, damit wir das wahre Fasten erkennen und damit wir ja, so fasten, wie du es für uns vorgesehen hast, damit wir so leben können, wie Jesus gelebt hat. Darum bitten wir.

[12:16] Amen. [Musik]


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