In dieser Predigt werden die Verse aus Jesaja 60, 61 und 62 beleuchtet, die von Gottes Herrlichkeit, der Erlösung durch Jesus Christus und der Zukunft seines Volkes sprechen. Es wird erklärt, wie diese Prophezeiungen das Leben Jesu widerspiegeln und wie sie uns heute als Ermutigung und Glaubensstärkung dienen können. Die Botschaft betont Gottes Treue, die Verwandlung von Trauer in Freude und die tiefe Beziehung, die Gott mit seinem Volk haben möchte.
Gott auf (m)einer Seite: Jesaja 60:19-62:4
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, JesajaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen Jesaja 60, Kapitel 61 und beginnen Kapitel 62. Wir haben viele schöne Verheißungen vor uns. Und bevor wir sie lesen, lasst uns gemeinsam beten. Lieber Herr Jesus, danke für diese schönen Verse und Verheißungen, die wir heute vor uns haben. Danke, dass du einen guten Ausblick gegeben hast in schwierigen Zeiten. Auch wir leben in schwierigen Zeiten und kommen noch in schwierigere Zeiten, und wir brauchen diese Verse als Ermutigung und als Glaubensstärkung. Und lass sie heute genau das werden für uns. Amen.
[1:10] Wir beginnen in Vers 19 von Kapitel 60. "Die Sonne wird nicht mehr dein Licht sein am Tag, noch der Mond, die als Leuchte scheinen, sondern der Herr wird dir zum ewigen Licht werden und dein Gott zu deinem Glanz." Das beschreibt natürlich die Neue Erde. Deine Sonne wird nicht mehr untergehen und ein Mond nicht mehr verschwinden, denn der Herr wird dir zum ewigen Licht werden und die Tage deiner Trauer sollen ein Ende haben.
[1:35] Wir lernen hier, dass Sonne und Mond zwar noch bestehen werden, es wird sie noch geben, aber sie werden nicht mehr relevant sein, weil Gottes Licht viel heller scheint als das der Himmelskörper auf der Neuen Erde. Und dein Volk wird das lauter Gerechten bestehen und das Land auf ewig besitzen als Schössling meiner Pflanzung, ein Werk meiner Hände, mir zum Ruhm. Dieses Bild ist, das hat Jesaja bisher nur für den Messias gebraucht. Und hier wird es aber für das Volk Gottes gebraucht. Ganz oft werden wir noch sehen, dass auch Gottes Volk als die Pflanzung, als der Schössling meiner Pflanzung bezeichnet wird.
[2:13] Der Kleinste wird zu Tausend werden und der Geringste zu einem starken Volk. Ich, der Herr, würde das zu seiner Zeit rasch ausführen. Das Gleichnis vom Senfkorn, das liegt ein bisschen hier drinne, denn das hat auch zur Grundlage, dass Gott aus ganz, ganz wenig, aus etwas ganz Kleinem, ganz viel Macht macht. Und dieses Wort, was hier steht: "Er wird es zu seiner Zeit rasch ausführen." Hier steht eigentlich im Hebräischen: "Er wird es beschleunigen." Und diese Idee kennen wir in der Bibel an einigen Stellen, auch im Petrusbrief, dass Gott, wenn sein Volk sich ganz im übergeben hat, dass dann das Werk rasch vorankommen kann, dass es beschleunigt wird, weil Gott viel besser mit den Gerechten und Bekehrten arbeiten kann.
[3:05] Kapitel 61: "Der Geist des Herrn, des Herrschers, ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden. Er hat mich gesalbt zu verkünden, gesandt zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen."
[3:24] Ja, diese Verse beschreiben ganz exakt das Leben von Jesus hier auf der Erde. Es sind wahrscheinlich die wichtigsten Prophezeiungen über den Messias und sein Wirken. Wir haben hier seine Taufe in dem Wort, wo gesagt wird: "Weil der Herr mich gesalbt hat." Wir haben die Evangeliumsverkündigung, die Verkündigung, das Predigen von Jesus. Wir haben aber auch das Heilen hier. Und Jesus hat nicht ohne Grund genau diese Verse vorgelesen, als er in der Synagoge die Schriftrolle genommen hatte. Er hat genau diese Verse ausgelegt, dass sie sich auf ihn beziehen, was natürlich die Pharisäer zur Weißglut getrieben hat.
[4:10] Um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn und den Tag der Rache unseres Gottes und um zu erlösen alle Trauernden. Die Bibel bringt hier das Jubeljahr, das Jahr des Herrn, was so ein bisschen Anspielung ist auf das Jubeljahr. Und was die Erlösung anspricht in Zusammenhang mit dem Tag der Rache. Und wir sehen wieder mal, wie schon vorher im Buch Jesaja, dass Erlösung und die Rache an den Gottlosen zusammenhängen. Das ist oft dasselbe Ereignis, denn das gerechte Gericht erlöst oder befreit die Erlösten und ist das Gericht für die Gottlosen. Und deswegen hängen diese Dinge so eng zusammen.
[4:51] Um den Trauernden von Zion zu verleihen, dass ihnen Kopfschmuck statt Asche gegeben werden, Freudenöl statt Trauer und Feierkleider statt eines bedrückten Geistes, dass sie genannt werden Bäume der Gerechtigkeit, eine Pflanzung des Herrn zu seinem Ruhm. Ja, die Bäume Gottes, das sind die Pflanzen Gottes, die Frucht bringen und die entsprechen dann der Natur Gottes. Das sind Bäume, so wie Gott sie sich vorgestellt hat.
[5:22] Und sie werden die uralten Trümmer aufbauen und wieder aufrichten, was vor Zeiten zerstört worden ist. Sie werden die verwüsteten Städte erneuern, die von Geschlecht zu Geschlecht in Trümmern lagen.
[5:33] Ja, Gott sagt, wer Vergebung und Erlösung erlebt hat, der wird auch zu einem Reformator. Der möchte auch etwas verändern. Der möchte ja sein Leben umkrempeln, der möchte etwas anders machen. Und hier sind die beschrieben, die Befreiung erlebt haben und die helfen auch anderen. Sie helfen auch anderen, die Trümmer ihres Lebens aus dem Weg zu räumen. Wenn man das erlebt hat, dass die eigenen Trümmer weggeräumt wurden und dass man wieder einen geraden Weg gehen konnte im Leben, der möchte das auch anderen zeigen, dass man so leben kann.
[6:10] Fremde werden da stehen und euer Vieh weiden und Ausländer werden eure Bauern und eure Weingärtner sein. Ihr aber werdet Priester des Herrn heißen und man wird euch Diener unseres Gottes nennen. Ihr werdet den Reichtum der Nationen genießen und in ihre Herrlichkeit eintreten.
[6:28] Das Volk Israel sollte als Priester fungieren, und Priester sind nichts anderes als Mittler zwischen Gott und den Menschen. Das war Gottes Absicht. Und wir wissen ja, dass auch wir Priester und Könige Gottes sind.
[6:42] Die erlittene Schmach wird euch doppelt vergolten und zum Ausgleich für die Schande werden sie frohlocken über ihr Teil, denn sie werden in ihr Land ein doppeltes Erbteil erlangen und ewige Freude wird ihnen zuteil werden. Gott sagt, ihr habt doppelte Bestrafungen erfahren, dann werdet ihr auch doppelten Lohn und Segen bekommen.
[7:03] Denn ich, der Herr, liebe das Recht und hasse frevelhaften Raub. Ich werde ihnen ihren Lohn getreulich geben und einen ewigen Bund mit ihnen schließen. Also, Gott liebt das Recht und er hasst die Sünde, er hasst das Unrecht. Und Gott ist ein ganz gerechter Gott und er teilt den Lohn gerecht zu.
[7:24] Und man wird ihren Samen unter den Heiden kennen und ihre Sprösslinge inmitten der Völker. Die alle, die sie sehen werden, anerkennen, dass sie ein Same sind, den mehr gesegnet hat. Ja, Gottes Segen wird sichtbar. Wenn man von Gott gesegnet ist, dann bleibt das nicht verborgen. Das ist für alle Menschen auch sichtbar, dass wir froh sind, dass wir erlöst sind, dass es uns gut geht.
[7:50] Ich freue mich sehr in dem Herrn und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott, denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, wie ein Bräutigam sich den priesterlichen Kopfschmuck angelegt und wie eine Braut sich mit ihrem Geschmeide geschmückt.
[8:08] Also hier ist die Freude, die über die Erlösung ganz sichtbar. Gott freut sich über die Erlösung, aber auch der Erlöste freuen sich natürlich darüber.
[8:15] Denn gleich wie das Erdreich sein Gewächs hervorbringt und ein Garten seinen Samensprossen lässt, so wird Gott, der Herr, Gerechtigkeit und Ruhm hervorsprossen lassen vor allen Heidenvölkern.
[8:29] Also Gott vergleicht hier das Pflanzenwachstum mit dem Glaubenswachstum. Und der Vergleich vergleicht das auch im Neuen Testament. Vergleicht Jesus das ganz oft in den Gleichnissen, das Pflanzenwachstum mit dem Glauben, Glaubenswachstum. Und er möchte, dass wir wie kleine Pflanzen immer größer werden.
[8:51] Wir werden nicht von Anfang an große, starke Pflanzen sein. Nein, alles fängt klein an, so wie das Senfkorn. Aber wir dürfen wissen, dass Gott uns im Glauben und im Wachstum begleiten wird.
[9:00] Kapitel 62: "Um Zions willen schweige ich nicht und um Jerusalems willen, dass ich nicht ab, bis seine Gerechtigkeit hervorbricht wie Licht, Glanz und sein Heil wie eine brennende Fackel."
[9:14] Diese Verse erinnern uns an Kapitel 61, Vers 1 und 2, die die Herrlichkeit und die Gerechtigkeit, die sind eigentlich austauschbar und die sind dasselbe. Das Evangelium leuchtet hier als helles Licht und machen Gottes Herrlichkeit und Gerechtigkeit für alle sichtbar.
[9:32] Und die Heiden werden deine Gerechtigkeit sehen und alle Könige deine Herrlichkeit. Hier ist wieder austauschbar. Und du wirst mit einem neuen Namen genannt werden, den der Herr bestimmen wird. Wieder dieses Zeichen, dass die Erlösten, die mit Gott neu anfangen, die bekommen auch einen neuen Namen.
[9:52] Und du wirst eine Ehrenkrone in der Hand des Herrn sein und dein königliches Diadem in der Hand deines Gottes. Ist das nicht eine tolle Verheißung, dass Gott sagt, ihr seid wie eine Krone, wie eine wunderschöne Krone, ein Diadem. Ihr seid mein Schmuck.
[10:10] Ihr Erlösten. Man wird dich nicht mehr "Verlassene" nennen und ein Land nicht mehr als Wüste bezeichnen, sondern man wird dich nennen: "Meine Lust an ihr" und dein Land: "Vermählte". Denn der Herr wird Lust an dir haben und dein Land wird wieder vermählt werden.
[10:29] Ja, Gott sagt, ihr seid wie eine Familie, die er benutzt hier das Bild der Ehe, der Ehefrau für das Bild der Rettung. Die Ehe als wunderschönes Bild der Nähe zu Gott, denn die Ehe beschreibt am allerbesten die Nähe, die Gott mit seinem Volk haben will.
[10:50] Die auch ja so viel beinhaltet, darüber, dass Ehe ein Nehmen und Geben ist, dass man den anderen liebt von ganzem Herzen und dass man ihm nur das Beste wünscht. Und das möchte Gott. Gott möchte nur das Beste für uns.
[11:03] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, lass uns jeden Tag darauf vertrauen, dass du es gut mit uns meinst. Lass uns dir vertrauen, dass du unsere Wege führst, auch wenn wir mal die Wege nicht verstehen. In deinem Namen. Amen.
[11:21] [Musik]
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