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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Rabea Kramp auf Jesaja 63-65 ein und beleuchtet die Klagen und Gebete des Volkes Israel im Exil. Sie zeigt auf, wie Gott auf diese Gebete antwortet und wie er sich als unser Vater und Töpfer erweist. Die Botschaft betont Gottes Initiative zur Rettung und die Bedeutung von Demut und dem Suchen nach Gottes Wegen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Gelesen heute zu sagen, die Seite 774 beenden, Jesaja Kapitel 63, lesen 64 und beginnen 65. Und wir sind im Endspurt vom Buch Jesaja. Und wir werden sehen, dass Gott so viele schöne Verheißungen hier reingeschrieben hat, dass wir ja ganz viel daraus ziehen können für unser Leben. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Herr Jesus, wir danken dir für diese wunderbaren Verheißungen, für den Mut, den du uns zusprichst in schweren Zeiten und dazu einen guten Ausblick schenkst. Und dafür möchten wir dir danken.

[1:08] Wir beginnen in Vers 15 von Kapitel 63. Hier geht es um das flehende Israeliten: "Blicke vom Himmel hernieder und sie herab, von dem Ort, wo deine Heiligkeit und er wohnt. Wo ist nun dein Eifer, deine Macht, das Aufwallen deiner Liebe und deine Barmherzigkeit? Hält sich gegen mich zurück. Und doch bist du unser Vater, denn Abraham weiß nichts von uns und Israel kennt uns nicht. Du aber, Herr, bist unser Vater und dein Name ist unser Erlöser von Ewigkeit her." Ja, das Volk Gottes sucht seinen Gott und es sagt: "Wir haben unsere Identität in Gott. Du bist unser Vater. Wir möchten uns mit dir identifizieren." Herr, warum willst du uns abhören lassen von deinen Wegen und unser Herz verstocken? Das werde ich nicht fürchten. Kehre zurück um deiner Knechte willen, wegen der Stämme deines Erbteils. Ja, sie bitten Gott nicht abzuweichen. Und das ist auch ein Gebet, was wir beten sollten, regelmäßig, vielleicht auch täglich, dass wir Gott bitten, dass er uns bewahrt davor, dass wir fallen und straucheln und in Sünde uns verfangen.

[2:15] Nur kurze Zeit hat ein heiliges Volk ins Besitz gehabt. Unsere Feinde haben dann Heiligtum zertreten. Und hier ist gemeint, dass das Land Israel ungefähr nur 800 Jahre im Besitz des Volkes Gottes war bis zum Exil. Aber Gott sagt: "Nein, ich werde euch auch aus Babylon wieder zurückbringen und ihr werdet es wieder in Besitz nehmen." Wir sind geworden wie solche, über die du niemals geherrscht hast, über die dann heiliger Name nicht ausgerufen wurde. Und aus diesem Herz wird deutlich, in was für einer Identitätskrise das Volk Gottes ist. Das Exil hat schwere Folgen für das Selbstverständnis des Volkes Gottes gab, und sie haben sich verlassen gefühlt. Aber all das war ein Resultat dessen, dass sie vorher Gott verlassen haben.

[3:03] Es geht sofort weiter nahtlos in Kapitel 64, Vers 8: "Dass du die Himmel zerrissen und herabfährst, dass die Berge erbebten vor deinem Angesicht, wie Feuer Reisig entzündet, wie Feuerwasser. Sieben Macht, um deinen Namen deinen Feinden bekannt zu machen, damit die Heiden vor deinem Angesicht erzittern." Ja, das Volk wünscht sich das Eingreifen Gottes und zwar ein bedeutendes Eingreifen Gottes. Und genau das wird Gott ja auch tun, indem du furcht gebietende Taten vollbringst, die wir nicht erwarten. Ja, Fahrräder herab vor deinem Angesicht, die Berge erbeben. Sie wünschen sich furcht gebietende Taten, denn von Ewigkeit her hat man nie gehört, nie vernommen und kein Auge hat es gesehen, dass außer der ein Gott tätig war für die, welche auf ihn harren. Gottes Eingreifen war immer sichtbar. Nicht nur das Volk Israel hat die Wunder Gottes gesehen, auch die Völker drumherum haben gestaunt, wie Gott bei seinem Volk eingreift und was er verwundert tut. Allein beim ersten Exodus kann man das sehen. Und natürlich ist auch Gottes Segen heute und sein Eingreifen heute nach außen hin sichtbar.

[4:17] Du kommst dem Ende entgegen, der sich daran freut, Gerechtigkeit zu tun denen, die auf deinen Weg und an dich gedenken. Doch siehe, du wurdest zornig, weil wir Sünde beginnen und lange Zeiten geblieben waren. Aber möchte uns doch geholfen werden. Sie erkennen ganz genau, dass die Sünde das Problem war, dass das ja das Hindernis in ihrem Leben war, dass Gott nicht mit ihnen arbeiten konnte, weil sie von der Sünde nicht ablassen wollten. Wir sind ja allesamt geworden, die Unreinen und alle unsere Gerechtigkeit wie ein schmutziges Kleid. Sie haben wieder auf ihre eigene Gerechtigkeit vertraut und sagen: "Das hat uns nichts genützt. Wir sind, wir sind alle verrückt wie die Blätter und unsere Sünden trugen uns fort wie der Wind." Und da war niemand, der deinen Namen anrief, der sich aufmachte, um dich zu ergreifen, denn du hast dein Angesicht von uns verborgen und uns dahin gegeben in die Gewalt unserer Missetaten.

[5:16] Gott ergreift die Initiative und Gott sagt: "Ich mache mich auf und ich will, dass du gerettet wirst." Nun aber bist du, Herr, unser Vater. Wir sind der Ton und du bist unser Töpfer. Wir alle sind das Werk deiner Hände. Dieses wunderschöne Bild, dass Gott der Töpfer ist, wie der Ton in seiner Hand, formbar. Sünde, zornig nicht allzusehr, Herr, und gedenke nicht ewig an die Schuld. Doch das in Betracht, dass wir alle dein Volk sind. Was für ein intensives Gebet. Deine heiligen Städte sind so wüste geworden. Zion ist verwüstet, Jerusalem zerstört. Unser heiliger und herrlicher Tempel, in dem unsere Väter dich gelobt haben, ist in Flammen aufgegangen und alles, was uns teuer war, ist verwüstet. Willst du hier trotz alledem dich zurückhaltend, schweigen und uns ganz und gar niederbeugen?

[6:10] Ja, Jesaja, indem er das hier aufschreibt, prophezeit die Gebete der Exilanten. Das ist ja nicht etwas, was im Nachhinein aufgeschrieben wurde, sondern Jesaja sagt: "Und das werdet ihr beten, wenn ihr eines Tages im Exil sitzen werdet. Ihr werdet völlig zu Boden gehen und in die Knie sinken und Gott um Hilfe anflehen."

[6:31] Gottes Antwort folgt in Kapitel 65. Und nun spricht Gott eigentlich bis zum Ende des Buches Jesaja. "Ich bin gesucht worden von denen, die nicht nach mir fragten. Ich bin gefunden worden von denen, die mich nicht suchten. Ich habe gesagt: Hier bin ich, hier bin ich zu einem Volk, über dem mein Name nicht ausgerufen war." Ja, hier wird deutlich, dass sie auch viele andere zum Volk Gottes hinzugefügt werden, nämlich die, die Gott nicht kannten, werden ihn suchen und werden ihn finden. Damit sind die Heiden gemeint.

[7:10] "Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem widerspenstigen Volk, das seinen eigenen Gedanken nachgeht und auf eigenen Wegen, auf einem eigenen Weg, der nicht Gutes ist. Es ist ein Volk, das sich beständig ins Angesicht beleidigt, indem es in den Gärten opfert und auf Ziegelsteinen räuchert." Damit ist natürlich der Götzendienst gemeint. Das sind Gräbern wohnt und in Höhlen übernachtet. Sie haben sogar Totenbeschwörer Dienste gemacht, Schweinefleisch isst und Geröllbrühe in seinen Schüsseln hat. Also, sie haben nicht nur religiöse Praktiken ausgelebt, Gott missfallen haben. Sie haben auch die Gesundheitsgebote gebrochen, die in 3. Mose 11 beschrieben sind.

[7:50] Dabei können sie noch sagen: "Bleibe für dich, rühre mich nicht an, denn ich bin heiliger als du." Solche sind dann Rauch in meine Nase, ein Feuer, das den ganzen Tag brennt. Trotz ihrer Sünde fühlen sie sich immer noch religiös überlegen gegenüber anderen. Was für eine Überheblichkeit, was für eine Heuchelei. Und Gott sagt: "Weil ihr mich verlassen habt und so gewesen sein musste, ich dieses Gericht schicken." Mögen wir nicht in einen solchen religiösen Übermut verfallen, sondern mögen wir demütig vor Gott gehen, jeden Tag aufs Neue und ihn suchen und auf ihn hören.

[8:34] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, lass uns demütig sein. Lass uns in deinen Wegen wandeln. Lass uns die geraden und gerechten Wege gehen, die du für uns vorgesehen hast. Und wenn wir mal falsche Wege gehen, Herr, dann führe uns zurück, züchte uns und zeige uns, wo wir falsch liegen. Das ist das Einzige, was uns hilft. Darum bitten wir dich.

[8:58] Wir dich. [Musik]


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