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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Jesaja 7:17-8:13 beleuchtet Rabea Kramp Gottes Botschaft an König Ahas von Juda. Sie erklärt, wie Gott die Assyrer als Instrument des Gerichts einsetzt und die bevorstehende Zerstörung und Demütigung Judas voraussagt. Ein zentrales Thema ist der prophetische Name von Jesajas Sohn, Maher-Schalal-Hasch-Bas, und die tiefere Bedeutung von „Immanuel – Gott ist mit uns“ inmitten von Bedrohungen und in Erwartung der Endzeit. Die Predigt ermutigt, sich auf Gottes großes Bild zu konzentrieren und seinem letztendlichen Triumph zu vertrauen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir nehmen uns heute Jesaja 7, Vers 17 vor, das Ende von Kapitel 7 und den Beginn von Kapitel 8. Und ich möchte davor mit euch gemeinsam beten.

[0:44] Lieber Vater im Himmel, hilf uns, dein Wort heute zu verstehen. Hilf uns, die Geschichte zu verstehen, denn du hast sie aufschreiben lassen, damit wir daraus Lehren ziehen und Vertrauen gewinnen, dass dein Wort so eintrifft, wie es vorausgesagt ist. In deinem Namen danke ich dafür. Amen.

[1:05] Wir haben heute ein paar spannende geschichtliche Fakten vor uns und ich hoffe, ich schaffe das alles in dieser kurzen Zeit zu erzählen. Wir haben ja gestern davon gelesen, dass das Volk Israel, das Nordreich, vernichtet werden wird durch König Salmanassar. Samaria wird durch ihn untergehen. Und heute geht es weiter mit der Botschaft an den König Ahas und wie es dann mit Juda weitergehen wird.

[1:34] Es heißt in Vers 17 in Kapitel 7: "Der HERR aber wird über dich, über dein Volk und über das Haus deines Vaters Tage bringen, wie sie niemals gekommen sind, seitdem Ephraim von Juda abgefallen ist, nämlich den König von Assur." Jesaja spricht hier zu Ahas und er sagt: Nicht das Nordreich, das du so fürchtest, das sich nämlich mit Aram verbündet hat, wird dich bedrohen und dich letztendlich zu Fall bringen, sondern es werden die Assyrer sein, mit denen du dich gerade eingelassen und verbündet hast, um gegen das Nordreich zu kämpfen.

[2:13] Denn es wird geschehen an jenem Tag: "Da wird der HERR die Fliege, die an der Mündung der Ströme Ägyptens ist, und die Biene im Land Assur herbeipfeifen. Und sie werden herbeikommen und sich alle niederlassen in den Schluchten und in den Felsspalten und auf allen Dornhecken und allen Weideplätzen. Zu jener Zeit wird der HERR durch das gemietete Schermesser von jenseits des Euphratstromes, nämlich durch den König von Assur, das Haupt und das Haar an den Beinen abrasieren, ja, auch den Bart wird er wegscheren."

[2:43] Das gemietete Schermesser – das sind die Assyrer. Gott mietet sich diese Schermesser, also die Assyrer sind ein Instrument in Gottes Hand, um Gericht walten zu lassen. Und gesagt wird hier, dass sie das Haar an den Beinen und den Bart abrasieren werden. Und der Bart war ein Zeichen der Würde. Es ist eine Schande, wenn der Bart abrasiert ist. Und Gott wird das Volk Juda demütigen, indem die Assyrer auf sie zustürmen und er benutzt dieses Bild des abrasierten Bartes der Demütigung.

[3:22] An jenem Tag wird es geschehen, dass ein Mann nur eine Kuh und zwei Schafe am Leben erhalten kann. Und es wird geschehen, sie werden so viel Milch geben, dass er Dickmilch essen kann, denn Dickmilch und Wildhonig wird dann jeder übrig gebliebene im Land essen. Dickmilch und Honig sind einfache Lebensmittel. Und Jesaja sagt hier voraus: Ihr werdet nicht viel haben, ihr werdet gerade so viel haben, dass ihr leben könnt. Und zwar nur der Überrest, nur die Übriggebliebenen werden sich noch davon ernähren können.

[3:58] Und es wird geschehen an jenem Tag, dass jeder Ort, wo tausend Weinstöcke im Wert von tausend Schekel Silber standen, zu Dornen und Disteln werden wird. Man wird nur mit Pfeil und Bogen dahin gehen, denn das ganze Land zu Dornen und Disteln werden. Und keinen der Berge, die man jetzt mit der Hacke behackt, wirst du mehr betreten aus Furcht vor den Dornen und Disteln. Man wird das Rindvieh dorthin treiben und es von Schafen zertreten lassen. Also es wird brachliegen, das ganze Land wird nicht mehr ackerbaumäßig benutzbar sein.

[4:33] Kapitel 8. Und der HERR sprach zu mir: "Nimm dir eine große Tafel und schreibe darauf mit deutlicher Schrift: 'Maher-Schalal-Hasch-Bas!' Und ich will mir glaubwürdige Zeugen bestellen: Urija, den Priester, und Secharja, den Sohn Jeberechjas." Und ich nahte mich der Prophetin, und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Da sprach der HERR zu mir: "Nenne ihn: 'Maher-Schalal-Hasch-Bas!'" So, hier müssen wir Stopp machen, denn hier stecken so viele Dinge drin.

[5:06] Diese Botschaft "Bald Plünderung, rasch Raub!" finden wir ja in Vers 3 wieder. Jesaja und seine Frau bekommen einen Sohn. Die Frau Jesajas wird hier auch als Prophetin genannt. Und sie nennen ihren Sohn "Maher-Schalal-Hasch-Bas", genauso wie die Botschaft, die Gott Jesaja gibt, die er verkündigen soll. Dieser Name heißt Maher-Schalal-Hasch-Bas und das ist der Name des Sohnes Jesajas und gleichzeitig die Prophezeiung für das Volk.

[5:42] Denn "ehe der Knabe sagen kann: 'Mein Vater, meine Mutter!', wird der Reichtum von Damaskus und die Beute Samarias vor dem König von Assur hergetragen werden." Das heißt, der kleine Sohn Maher-Schalal-Hasch-Bas wird noch nicht mal richtig sprechen können, da wird diese Prophezeiung "Bald Plünderung, rasch Raub!" – das heißt, die Assyrer kommen und wollen Juda plattmachen – wird es schon eintreten.

[6:11] Und der HERR fuhr fort, zu mir zu reden und sprach: "Weil dieses Volk das still fließende Wasser Siloahs verachtet, dagegen Freude hat an Rezin und an dem Sohn Remaljas, siehe, so wird der HERR die starken und großen Wasser des Stromes über sie bringen, den König von Assur mit seiner ganzen Herrlichkeit. Der wird sich über all seine Flussbetten ergießen und über alle seine Ufer treten."

[6:41] Ja, Jesaja hat hier dieses Gespräch mit Ahas und er sagt ihm: Die Assyrer werden kommen in Form von Sanherib. Er wird dann der König sein, der Jerusalem bedrohen wird und Juda bedrohen wird. Es war also in Kapitel 7, Vers 17, war es Salmanassar, er wird Samaria stürzen. Zuvor war es der König Tiglat-Pileser der Dritte, der im Kapitel 7 eine Umsiedlung vorgenommen hat. Er hat quasi Heiden angesiedelt im Gebiet vom Nordreich und Leute abtransportiert, die dort gelebt hatten. Und hier in Kapitel 8 ist der König Tiglat-Pileser der Dritte am Werk und er wird dann sich dem Südreich, er wird sich Juda vornehmen und Juda zerstören.

[7:45] Und es heißt weiter in Vers 8: "Und er wird daherfahren über Juda, überschwemmen und überfluten, bis an den Hals wird es Juda erreichen, und die Spannweite seiner Flügel wird die Breite deines Landes erfüllen, Immanuel!" "Gott ist mit uns!" Das ist eine wichtige Botschaft. Wir benutzen ja den Namen Immanuel vor allem auch für Jesus, aber hier ist dieser Name auch ein Sinnbild dafür, dass der HERR trotzdem und immer noch und dennoch mit dem Volk Gottes sein wird.

[8:16] Ich möchte noch einmal zurückgehen dazu, dass Jesaja seinen Sohn genauso nennen wird wie die Botschaft. Denn das hat ja nicht nur Jesaja getan. Auch Gott nennt seinen Sohn Jesus "Immanuel", sowie die Botschaft, die er seinem Volk mitgeben will. Immanuel: "Gott ist mit euch!" Jesus: "Ich bin der Retter." Und hier kann man quasi auf wunderbare Weise sehen, wie das Wort, die Botschaft, Fleisch wird, sowie die Botschaft der Rettung in Jesus Fleisch geworden ist. So ist hier der Sohn Jesajas eine Vorschattung darauf, denn auch er nennt seinen Sohn wie die Botschaft, die er verkündigen will und muss.

[9:07] Vers 9: "Schließt euch zusammen, ihr Völker, ihr werdet doch zerschmettert! Hört auf, ihr alle aus fernen Ländern! Rüstet euch, ihr werdet doch zerschmettert! Ja, rüstet euch, ihr werdet doch zerschmettert! Schmiedet einen Plan, es wird doch nichts daraus! Verabredet etwas, es wird doch nicht ausgeführt! Denn Gott ist mit uns!"

[9:32] Also diese Zusicherung ist da: Gott ist mit uns – Immanuel! Denn so hatte der HERR zu mir gesprochen, indem er mich fest bei der Hand fasste und mich davor warnte, auf dem Weg dieses Volkes zu gehen: "Nennt nicht alles Verschwörung, was dieses Volk Verschwörung nennt, und vor dem, was es fürchtet, fürchtet euch nicht und erschreckt nicht davor."

[9:59] Das Volk Gottes hat sich gefürchtet vor einer Verschwörung. Es hat diese Verschwörung von Aram und dem Nordreich Israel als große Bedrohung angesehen. Aber Gott sagt: Nein, nennt das doch nicht die eigentliche Verschwörung. Das ist nur die kleine Bedrohung. Die viel größere Bedrohung kommt erst noch, das sind die Assyrer. "Den HERRN der Heerscharen, den sollt ihr heiligen; er sei eure Furcht und euer Schrecken!"

[10:26] Lasst uns das eine Lehre sein, dass wir nicht die kleinen Probleme zu großen Problemen erklären, sondern dass wir im Auge haben das große Bild, das Gott zeichnet in der Bibel, das er durch seine Propheten uns gegeben hat, dass wir das große Bild ja nicht vergessen, dass es eine Wiederkunft geben wird, dass es eine Endzeit geben wird, dass sich viele Dinge erfüllen müssen. Und wenn uns Widerstände entgegenwehen, dann sollten wir daran denken, dass alles in einem großen Triumph Gottes enden wird. Das ist die gute Botschaft, das ist die Immanuel-Botschaft.

[11:05] Lass uns dafür beten. Lieber Herr Jesus, es werden Zeiten auf uns zukommen, die wir uns jetzt noch nicht zu träumen wagen. Zeiten, die schwer sein werden, Zeiten der Entbehrung, Zeiten des Krieges, Zeiten der Bedrohung. Hilf, dass wir immer das große ganze Bild sehen und im Blick haben und dass wir wissen werden, dass am Ende du triumphieren wirst, indem du wiederkommst und uns nach Hause holst. In deinem Namen.

[11:41] [Musik]


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