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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Jesaja 8:14-9:14. Sie spricht über Gottes Gerichte über Israel, die Vernichtung des Nord- und Südreichs, und die Bedeutung von Jesajas Söhnen als Zeichen. Gleichzeitig betont sie die messianische Hoffnung, die in der Geburt Jesu als „Licht“ und „Friedefürst“ gipfelt. Die Folge schließt mit der Ermahnung, wahre von falscher Prophetie zu unterscheiden, ein Thema, das damals wie heute relevant ist.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Wir lesen heute zusammen Jesaja 8, Vers 14 und möchten davor gemeinsam beten.

[0:45] Lieber Vater im Himmel, Gerichte sind etwas, was du nicht magst und dennoch tun musst, damit wir als Menschen verstehen, dass wir mit der Sünde nicht in den Himmel kommen können. Wir wollen heute über diese Gerichte lesen und möchten daraus lernen für unser ganz eigenes Leben und möchten dir unser Leben anbefehlen und dich jetzt um Verständnis bitten, wenn wir dein Wort lesen. Amen.

[1:21] Jesaja 8, Vers 14: "So wird er leuchten, wird er euch zum Heiligtum werden, aber zum Stein des Anstoßes und zum Fels des Strauches für die beiden Häuser Israels, zum Fallstrick und zur Schlinge für die Bewohner von Jerusalem, so dass viele unter ihnen straucheln und fallen und zerbrochen, verstrickt und gefangen werden."

[1:50] Jesaja sagt nicht nur die Vernichtung des Nordreichs, sondern auch die Vernichtung des Südreichs voraus. Beides hat zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattgefunden. Das Nordreich ist zuerst untergegangen und später ist auch das Südreich gefallen, aber beide wurden von Gottes Gerichten ereilt. "Binde das Zeugnis zusammen, versiegele das Gesetz in meinen Jüngern." Das ist ein unglaublich schöner Vers, der zeigt, dass die Versiegelung damit zu tun hat, dass das Gesetz in Gottes Jüngern, in den Herzen der Jünger, wohnen muss. Denn wenn wir das Gesetz Gottes in unseren Herzen haben, dann wird Gott uns auch versiegeln.

[2:39] "Und ich will warten auf den Herrn, der sein Angesicht verbirgt vor dem Haus Jakobs, und will auf ihn hoffen." Also, Jesaja hatte ja gefragt: Wie lange dauert das denn, bis das Volk Israel dann auch wieder auf die Botschaft hört? Und Gott sagt hier: Ja, es wird eine ganze Weile dauern. Und Jesaja: Ich will warten, ich will dann warten und hoffen, dass das Gute auch wieder eintreten wird.

[3:10] "Siehe, ich und die Kinder, die mir der Herr gegeben hat, wir sind Zeichen und Wunder für Israel von dem Herrn der Heerscharen, der auf dem Berg Zion wohnt." Wir haben ja gestern und vorgestern schon über diese beiden Söhne von Jesaja und seiner Frau gesprochen: Schear-Jaschub, was so viel heißt wie "ein Überrest wird bleiben", und Maher-Schalal-Hasch-Bas, was so viel heißt "rasch Raub, Plünderung". Und beides sind die Hauptbotschaften des Propheten Jesaja. Und seine Kinder stehen für die Botschaft, die er verkündigt. Und wenn das Volk Israel einfach nur diese Botschaft, die Jesaja in den Namen seiner Söhne ausdrücken wollte, wenn sie es verstanden hätten und angenommen hätten, was Jesaja damit illustrieren will, und darauf gehört hätten, dann hätten sie verstanden, was Gott mit ihnen vorhat.

[4:11] Es heißt weiter in Vers 19: "Wenn sie euch aber sagen werden: Befragt die Totenbeschwörer und Wahrsager, die flüsternd murmeln, so antwortet ihnen: Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen? Oder soll man die Toten für die Lebendigen befragen?" Also, natürlich soll das Gottesvolk seinen Gott befragen, den Gott, der nämlich Antworten geben kann und nicht Tote.

[4:37] Es heißt hier: "Zum Gesetz und zum Zeugnis!" Wenn sie nicht so sprechen, gibt es für sie kein Morgenrot. Und diesen Vers 20, den könnt ihr euch merken, denn es gibt ja einen Test für Propheten. Wenn man den machen möchte, dann ist dieser Vers einer von mehreren Versen, womit man einen echten Propheten testen kann. Denn ein Prophet muss mit seiner Prophezeiung zum Gesetz hinweisen und zum Zeugnis, das heißt zur Bibel hin. Und wenn die Aussagen des Propheten nicht mit dem biblischen Wort übereinstimmen, ja, mit dem in Konflikt geraten, dann kann man wissen, dass dieser Prophet garantiert nicht von Gott geschickt wurde.

[5:21] "Und sie werden bedrückt und hungrig im Land umherschleichen. Und wenn sie dann Hunger leiden, werden sie in Zorn geraten und werden ihren König und ihren Gott verfluchen. Wenn sie sich dann nach oben wenden oder wenn sie auf die Erde sehen, siehe, so ist da Drangsal und Finsternis, beängstigendes Dunkel, und in dichte Finsternis wird es verstoßen."

[5:44] Prophetie, die muss man unterscheiden lernen. Man muss unterscheiden lernen: schlechte oder falsche Prophetie von echter Prophetie. Und das ist nicht nur eine Sache, die zur Zeit von Jesaja wichtig war, sondern noch viel mehr zu unseren Zeiten. Denn die Bibel sagt uns, Jesus sagt es selber, dass falsche Propheten aufstehen werden, die die Wiederkunft von Jesus ja voraussagen oder sagen werden, das ist schon passiert. Und wir müssen lernen, woran man einen echten Propheten und seine Prophezeiungen erkennen kann. Kapitel 9.

[6:26] "Doch es bleibt nicht im Dunkel, das Land, das bedrängt ist. Wie in der ersten Zeit das Land Sebulon und das Land Naftali gering machte, so wird er in der letzten Zeit den Weg am See zur Ehren bringen, jenseits des Jordan, das Gebiet der Heiden. Das Volk, das in der Finsternis wandelt, hat ein großes Licht gesehen. Über den Bewohnern des Landes des Todesschattens ist ein Licht aufgeleuchtet." Und dieses Licht ist niemand Geringeres als Jesus selber. Also, Gott sagt: Diese ganze Vernichtung des Volkes, dieses ganze Gericht wird hereinbrechen, es wird schlimm sein, aber am Horizont gibt es ein Licht. Und dieses Licht ist Jesus. Das ist sozusagen das große Bild für die damaligen Gläubigen gewesen.

[7:19] "Du hast das Volk vermehrt, hast seine große Freude groß gemacht. Sie werden sich vor dir freuen, wie man sich in der Ernte freut, wie die Sieger jubeln, wenn sie Beute verteilen. Denn du hast das Joch zerbrochen, das auf ihm lastete, und den Stab auf seiner Schulter und den Stecken seines Treibers, wie am Tag Midians." Ja, das Joch steht hier symbolisch für die Knechtschaft, und die Knechtschaft wird zerbrochen werden. "Denn jeder Stiefel derer, die gestiefelt einherstapfen im Schlachtgetümmel, und jeder Mantel, der durch Blut geschleift wurde, wird verbrannt und zum Feuer verzehrt." Und hier sagt Gott auch die Vernichtung der Feinde Gottes voraus. Das sind die Assyrer. Ihre Ausrüstung, die ja so gut war, wie wir in den vorherigen Kapiteln gelesen haben, ihre so gute Ausrüstung wird trotzdem kaputt gehen, sie wird vernichtet werden, weil Gott es will.

[8:16] "Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst." Das ist ein ganz bekannter Vers, und damit ist natürlich Jesus gemeint, und das ist die Grundlage für den Sieg hier. "Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, dass er es gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des Herrn der Heerscharen wird dies tun." Und diese Phrase "der Eifer des Herrn der Heerscharen" wird noch mal in Jesaja 37 erwähnt. Und interessanterweise geht es da um die Belagerung Jerusalems unter Sanherib. Und ich hatte ja schon in den vergangenen Abschnitten den Bogen hergestellt von den Ereignissen um Ahas herum zu der späteren Belagerung durch Sanherib.

[9:22] Weiter heißt es: "Ein Wort hat der Herr gegen Jakob gesandt, und es soll in Israel niederfallen. Das ganze Volk soll es erkennen, Ephraim und die Bewohner von Samaria, die mit Stolz und Übermut des Herzens sagen: Die Ziegelsteine sind eingestürzt, wir aber wollen mit Quadern aufbauen. Die Maulbeerbäume wurden abgehauen, wir aber wollen Zedern an ihre Stelle setzen." Also, das Nordreich soll untergehen, und die Bewohner von Samaria, also des Nordreichs, haben nichts anderes zu erzählen als: Ja, es ist alles kaputt, wir werden das schon wieder aufbauen. Und die Maulbeerbäume, die sind hier ein Symbol für ja, einfache, das sind einfache Bäume gewesen. Und sie wollen aber Zedern aufbauen, also sie wollen es noch besser machen, als es vorher war. Aber sie wissen nicht, oder sie könnten wissen, weil ja die Prophezeiung eigentlich von Jesaja gehört haben, aber sie wollen es einfach nicht wissen, dass ihr Land für immer und ewig untergehen wird.

[10:19] "Doch der Herr hat die Feinde Rezins ihm überlegen gemacht und seine Gegner aufgestachelt: die Aramäer von vorn und die Philister von hinten, und sie sollen Israel mit vollem Maul fressen." Also, sie werden das Nordreich verschlingen. "Bei alledem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, seine Hand bleibt ausgestreckt." Und diese Formulierung mit der ausgestreckten Hand hatte ich schon mal erwähnt: Das ist, dass das Gericht nicht aufhört. Es ist ein Gericht, was bleibt, solange das Volk Israels immer noch halsstarrig ist. "Aber das Volk kehrt nicht um zu dem, der es schlägt, und sie suchen den Herrn der Heerscharen nicht."

[11:03] Das heißt, die Gerichte führen hier nicht zur Umkehr des Volkes. "Darum wird der Herr von Israel Haupt und Schwanz abhauen, Palmzweig und Binse an einem Tag. Der Älteste und Angesehene ist das Haupt, und der Prophet, der Lügen lehrt, ist der Schwanz." Gott sagt: Es nützt alles nichts, die Gerichte führen mein Volk nicht zur Umkehr. Deswegen werde ich alles abhauen, den Schwanz, das Haupt, ja, den König und den Propheten, den Ältesten, alles wird zunichte werden. Und er warnt hier noch mal vor den falschen Propheten, die ja auch ihren Beitrag dazu geleistet haben, dass das Volk Israel dem wahren Propheten Jesaja nicht mehr getraut hat.

[11:46] Lasst uns darum beten, dass wir dieses Unterscheidungsvermögen bekommen von Gott, dass wir wahre Prophetie von falscher Prophetie unterscheiden können.

[11:57] Lieber Herr, Vater im Himmel, wir möchten dich ganz ernst bitten, dass du uns lehrst zu verstehen, was echte Prophetie ist und was falsche Prophetie ist, dass wir es unterscheiden können jetzt und auch in der Zukunft, wenn noch Prophezeiungen entstehen werden, auf uns zukommen werden und in der Welt existieren werden. Herr, gib uns ein Unterscheidungsvermögen, das von dir kommt. In Jesu Namen bitten wir darum. Amen.


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