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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Jesaja 9:15 bis 10:17. Sie erklärt, wie Gott sein Volk aufgrund von Korruption und Götzendienst durch die Assyrer richtet. Gleichzeitig wird der Hochmut Assyriens verurteilt, das sich als unbesiegbar wähnt, aber letztlich nur ein Werkzeug in Gottes Hand ist. Die Predigt zeigt Gottes gerechtes Handeln und seine souveräne Kontrolle über alle Nationen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“. Wir lesen heute Seite 727, beenden Kapitel 9 und wollen Jesaja 10 anfangen. Und bevor wir das tun, beten wir wie immer gemeinsam.

[0:45] Lieber Vater im Himmel, ich möchte danken, dass du uns dein Wort so klar aufschließt und dass du deine Propheten geschickt hast, nicht um dein Wort schwierig sein zu lassen, sondern damit wir deine Botschaft an uns besser verstehen können. Wenn wir das Wort Gottes heute lesen, lass es uns verstehen, lass es in uns dringen und dass es uns ganz persönlich auch etwas sagt. In deinem Namen. Amen.

[1:12] Wir beginnen in Kapitel 9 ab Vers 15: „Die Führer dieses Volkes sind Verführer geworden, und die von ihnen Geführten sind verloren.“ Dieser Vers erinnert uns ein bisschen an die Aussage von Jesus im Neuen Testament, wo er den Pharisäern sagt: „Sie sind blinde Blindenleiter.“ So sind auch damals die Führer des Volkes Verführer gewesen. „Darum freut sich auch der Herr nicht über seine jungen Männer und hat kein Erbarmen mit seinen Waisen und Witwen.“ Denn sie sind alle Frevler und Bösewichte, und jeder Mund redet Torheit.“ Also, es gibt keinen, der dann noch irgendwie etwas Gescheites zu sagen hat. „Bei alledem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, seine Hand bleibt ausgestreckt.“ Das heißt, sein Gericht bleibt noch im Gange.

[2:03] „Denn die Gottlosigkeit brennt wie ein Feuer, Dornen und Disteln frisst sie, und die dichten Wälder zündet sie an, so dass Rauchsäulen emporwirbeln. Durch den Zorn des Herrn ist das Land wie ausgebrannt, und das Volk wie vom Feuer verzehrt. Keiner hat Mitleid mit dem anderen.“ Ja, das Volk leidet durch die Gerichte, und dennoch lassen sich die Herzen nicht erweichen. Es entsteht kein Mitleid mit dem anderen. Und man kann sich das kaum vorstellen, denn in Zeiten, in denen Krieg herrscht und man sieht, wie Menschen leiden und umkommen und Entbehrungen haben, möchte man doch meinen, dass im Herzen was passiert, dass man Mitleid hat mit dem anderen, dass man das, was man hat, teilt. Aber beim Volk Gottes war das anscheinend nicht der Fall. „Man verschlingt zur Rechten und bleibt hungrig, und frisst zur Linken und wird nicht satt. Jeder frisst das Fleisch seines eigenen Armes.“ Eine ganz drastische Ausdrucksweise hier. „Manasse den Efraim und Efraim den Manasse, und diese beiden fallen über Juda her.“ Also, das Nordreich fällt über das Südliche. „Bei alledem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, seine Hand bleibt ausgestreckt.“ Ganz ähnlich auch, ja, die gleiche Formulierung wie in Vers 16.

[3:22] „Wehe denen, die ungerechte Gesetze erlassen und den Schreibern, die bedrückende Vorschriften schreiben, womit sie die Armen vom Rechtsweg verdrängen und den Unterdrückten meines Volkes ihr Recht rauben, damit die Witwen ihre Beute werden und sie die Waisen plündern können.“ Dieser Vers macht noch deutlich, was für ein Unrechtsstaat es geworden ist. Denn die Schutzbefohlenen, die Witwen, die Waisen, die Armen, die Alten – die werden hier auch noch der Sachen beraubt, die sie noch haben. Also, man hat überhaupt gar keine Grenze mehr. Es ist keine Pietät mehr vorhanden, keine Moral, und es wird einfach alles geraubt, was man kriegen kann, ungeachtet der Person, der man es wegnimmt. „Was wollt ihr tun am Tag der Rechenschaft, und wenn der Sturm hereinbricht, der von Ferne kommt? Zu wem wollt ihr um Hilfe fliehen, und wo wollt ihr euren Reichtum lassen?“ Das ist eine rhetorische Frage, und die Antwort darauf ist ganz einfach: „Wer sich nicht mit den Gefangenen beugen will, der muss mit den Erschlagenen fallen.“ Ja, für das Nordreich bleibt nur die Gefangenschaft und der Tod als Ausweg. „Bei alledem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, seine Hand bleibt ausgestreckt.“ Wieder der Refrain, dass Gott sein Gericht nicht abwendet, solange das Volk nicht umkehrt.

[4:44] „Wehe, Assur, der Rute meines Zorns, der in seiner Hand den Stock meines Grimms trägt! Gegen eine gottlose Nation werde ich ihn senden, und gegen das Volk, dem ich zürne, will ich ihn aufbieten, damit er Beute macht und Raub holt und es zertritt wie Kot auf der Gasse.“ Diese Ausdrucksweise hier mit dem Raub und mit der Beute ist tatsächlich im Hebräischen genau dieser Name von Jesajas Sohn: „Maher-Schalal-Hasch-Bas.“ Aber er meint es nicht so, und sein Herz denkt nicht so, sondern er nimmt sich vor, Völker umzubringen und auszurotten, und zwar nicht wenige. Denn er spricht: „Sind nicht alle meine Fürsten Könige? Ist nicht Kalno wie Karkemisch, Hamat wie Arpad, Samaria wie Damaskus?“ Ja, warum werden diese Städte hier genannt? Kalno, Karkemisch, Hamat, Arpad, Samaria, Damaskus – das sind alles Städte, die von den Assyrern und zum großen Teil von Tiglat-Pileser dem Dritten kaputt gemacht wurden. Und für die Assyrer, das ist egal, wo die Stadt nun liegt oder wie groß sie war. Für die Assyrer ist alles gleich, ob das nun das geheiligte Land ist, ein Volk Gottes oder nicht. Die Assyrer machen alles platt und kennen kein Pardon. „Wie meine Hand sich der Königreiche der Götter bemächtigt hat, deren Götterbilder doch mächtiger waren als die von dir, Jerusalem und Samaria, und wie ich es mit Samaria und ihren Götzen gemacht habe, sollte ich es nicht auch mit Jerusalem und ihren Götzenbildern so machen?“ Also,

[6:26] Juda wird auch nicht verschont werden von den Assyrern. Auch sie werden aufgrund ihres Götzendienstes von Gott vernichtet, beziehungsweise von den Assyrern vernichtet werden, was Gott zulässt. „Und es wird geschehen, denn einst der Herr sein ganzes Werk am Berg Zion und an Jerusalem vollendet hat, so will ich Vergeltung üben an der Frucht des überheblichen Herzens des Königs von Assur und an dem Trotz seiner hochfahrenden Augen.“ Das ist ein ganz interessanter Vers, der deutlich macht: Gott benutzt die Assyrer als Instrument für das Gericht über sein Volk, das abgefallen ist. Aber wenn dieses Gericht ab – ja, durchgeführt ist, dann wird Gott auch die Assyrer strafen dafür, dass sie sein Volk zerstört haben. Also, Gott wird dann selber Gericht halten an diesem gottlosen Volk. „Denn er sprach: Durch die Kraft meiner Hand habe ich es vollbracht und durch meine Weisheit, denn ich bin klug. Ich verrückte die Grenzen der Völker und ihre Vorräte plünderte ich und stürze wie ein Starker die Thronenden hinab.“ Also, die Assyrer haben hier einen unglaublichen Stolz, haben gedacht, sie sind ja unbesiegbar. Sie haben hier die Hand auf den anderen Völkern und sind die Stärksten auf der ganzen Erde. „Meine Hand hat nach dem Reichtum der Völker gegriffen wie nach einem Vogelnest, und wie man verlassene Eier zusammenrafft, so habe ich die ganze Erde zusammengerafft, und keiner war da, der mit den Flügeln schlug, den Schnabel aufsperrte und piepte.“ So ein unglaublicher Hochmut, eine unglaubliche Selbstgefälligkeit hier, wie die Assyrer von sich denken. „Rühmt sich auch die Axt gegen den, der damit haut? Oder brüstet sich die Säge gegen den, der sie führt? Als ob der Stock den schwenkt, der ihn aufhebt, als ob die Rute den erhöbe, der kein Holz ist!“ Und hier wird deutlich, was Gott eigentlich denkt. Denn auch die Assyrer sind alles Geschöpfe Gottes, und auch sie sollen eigentlich den Gott des Himmels erkennen. Und interessant ist ja, dass Ninive, eine Stadt in Assyrien, ja, später sich komplett bekehrt aufgrund der Botschaft des Jona. Und Gott sagt, ja, Gott – Gott vernichtet nicht einfach die Assyrer, weil sie ja gottlos sind und sowieso heim sind. Nein, Gott liegt es auch an diesem Volk, und Gott macht nicht einfach, lässt nicht einfach das Gericht über sie hereinbrechen, weil sie ihm sowieso nicht zu helfen ist, sondern selbst das Gericht Gottes soll noch dazu beitragen, dass die Assyrer an Gott gläubig werden, was wir im Buch Jona schön sehen können.

[9:09] „Darum wird der Herr, der Herrscher der Heerscharen, unter den Fetten Assurs die Schwindsucht senden, und unter seinen Edlen einen Brand anzünden wie Feuer.“ Ja, das war zur Zeit des Königs Hiskia ein Strafgericht. „Und das Licht Israels wird zum Feuer werden und sein Heiliger zur Flamme. Die werden seine Dornen und Disteln an einem einzigen Tag verbrennen und verzehren.“ Gott ist selbst das Licht des Volkes. Wenn auf der Erde nur Finsternis ist, dann dürfen wir wissen, dass Gott sein Licht scheinen lässt. Durch die dunkelste Finsternis hindurch wird Gott noch einen Hoffnungsschimmer senden. Und so wird es auch sein vor der Wiederkunft. Lasst uns das im Hinterkopf behalten, dass Jesaja hier Dinge aufgeschrieben hat, die für uns eines Tages relevant sein werden. Lasst uns gemeinsam beten.

[10:05] Lieber Herr, danke für dein Wort, danke für die Propheten, die uns auch für unsere heutige Zeit so viel zu sagen haben und sogar auch für die Zukunft, die auf uns wartet. Herr, lass diese Worte in unserem Herzen ja arbeiten und dass wir sie uns merken und dass wir sie zurück ins Gedächtnis bekommen zu der Zeit, für die es wichtig ist. Und dafür danke ich dir. Amen.


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