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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Johannes 10:23-11:11 ein. Er beleuchtet Jesu Identität als der gute Hirte, der sein Leben für seine Schafe gibt, und wie er sich den Juden gegenüber offenbart. Dabei wird auch die Bedeutung von Gotteslästerung im jüdischen Denken thematisiert. Die Predigt thematisiert außerdem die besondere Freundschaft Jesu zu Lazarus, Maria und Martha und wie Jesus bewusst wartet, um seine Macht durch die Auferweckung von Lazarus zu demonstrieren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1118. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus uns sicher ist. Wir sind wie Schafe, wir sind dumm und kurzsichtig. Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt. Wir machen so viele falsche Entscheidungen. Aber Jesus ist unsicher und er hat versprochen, uns richtig zu führen, wenn wir uns ihm anvertrauen. Und heute an diesem Tag möchten wir unser Leben in seine Hand legen. Und ich bitte, dass du auch heute uns zeigst, wie wir seine Stimme hören können und mit ihm zusammen durch den Alltag gehen können. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.

[1:20] Amen. Wir sind in Johannes Kapitel 10. Anfang des Kapitels haben wir diese wunderbaren Worte von Jesus, dass er der gute Hirte ist, der sein Leben für seine Schafe lässt. Und da, Vers 22, springen wir etwas in der Zeit und sind jetzt zur Zeit des Festes der Tempelweihe. Ein Fest, das eigentlich keinen biblischen Ursprung hat, sondern das erst in der nachalttestamentlichen Zeit entstanden ist. Und zur Winterzeit, also wenige Monate vor der Kreuzigung Jesu, ist Jesus noch einmal in Jerusalem zu diesem Fest gegangen. Wir lesen weiter in Vers 23: Und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos umher. Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange hältst du unsere Seele im Zweifel? Bist du der Christus, so sage es uns frei heraus.

[2:13] Und Jesus wusste ganz genau, dass ihre Vorstellung von Messias absolut falsch war. Deswegen hat er sehr lange damit gezögert, vor den Juden sich als Messias zu offenbaren. Jesus antwortet ihnen: Ich habe es euch gesagt und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue im Namen meines Vaters, diese geben Zeugnis von mir. Jesus hatte durch sein Handeln, durch seine Predigten immer wieder bewiesen, dass er genau die Erfüllung aller messianischen Prophezeiungen des Alten Testaments gewesen ist. Aber sie haben ihn bisher nicht geglaubt. Was würde sich jetzt ändern, wenn er sagen würde: Ich bin es? Aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe. Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir nach. Und ich gebe ihnen ewiges Leben und sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehen und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.

[3:10] Hier sehen wir, wie Jesus eine gewundene später wieder auf dieses Thema der Schafe zu sprechen kommt, dass er der gute Hirte ist. Aber da diese Pharisäer die Stimme Gottes in ihrem Herzen nicht zulassen wollen, gehören sie nicht zu den Schafen, die Jesus berufen kann. Lieber Freund, liebe Freundin, gehörst du zu den Schafen, die Jesus rufen darf? Wenn wir bei Jesus sind, dann verspricht er, dass es absolut nichts gibt, was uns aus seiner Hand reißen kann. Deswegen ist das Wichtigste auf der Welt, dass wir wissen, dass wir in der Hand Jesu sind. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. Ich und der Vater sind eins. Ganz erstaunliche Sätze. Jesus sagt, niemand kann sie aus meiner Hand reißen, niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. Wenn wir in der Hand von Jesus sind, dann sind wir auch in der Hand von Gott dem Vater.

[4:14] Warum Jesus sagt, dass er und der Vater eins sind? Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen, wie schon in Johannes 8, als Jesus gesagt hatte: Ehe Abraham war, bin ich. Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch gezeigt von meinem Vater. Um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen? Die Juden antworteten ihm und sprachen: Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung und zwar, weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst.

[4:52] Das große Thema, eines der ganz großen Themen in Johannesevangelium, das Johannes deutlich machen möchte, dass Jesus Gottes Sohn ist. Das geht schon im ersten Vers los: Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Und immer wieder finden wir Geschichten, die das besonders betonen. Schon einmal bei der Heilung des Gelähmten durchs Dach gelassen worden ist, haben Pharisäer sich über Jesus beschwert, als dieser ihm die Sünden vergeben hatte und das als Gotteslästerung bezeichnet. Im jüdischen Denken war Gotteslästerung der Versuch eines Menschen, sich selbst zu Gott zu machen.

[5:29] Nun war Jesus zwar ganzer Mensch, er war eben aber auch Gott. Er war Gott mit uns. Jesus antwortet ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben? Ich habe gesagt, ihr seid Götter. Wenn es diejenigen Götter nennt, an die das Wort Gottes ergingen und die Schrift kann noch nicht außer Kraft gesetzt werden. Wieso sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst, weil ich gesagt habe, ich bin Gottes Sohn? Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht. Tue ich sie aber, so glaubt doch den Werken, wenn ihr auch mir nicht glaubt, damit ihr erkennt und glaubt, dass der Vater in mir ist und ich in ihm.

[6:08] Jesus sagte mit anderen Worten: Ihr müsst ja kein persönliches Vertrauen gleich zu mir haben, aber schaut doch, was ich tue. Betrachtet doch die Werke. Seht, ob die Werke Übereinstimmung mit der Bibel sind. Seht doch, ob das, was ich tue, Gottes Stempel trägt und dann werdet ihr auch mich verstehen können.

[6:25] Da suchten sie ihn wiederum zu ergreifen, doch er entging ihren Händen. Immer und immer wieder finden wir jetzt diesen Geschichten, dass man versucht, Jesus festzusetzen, und er zog wieder jenseits des Jordan an den Ort, wo Johannes zuerst getauft hatte und blieb dort. Und viele kamen zu ihm und sprachen: Johannes hat zwar kein Zeichen getan, aber alles, was Johannes von diesem gesagt hat, ist wahr. Und es glaubten dort viele an ihn.

[6:53] Es war aber einer krank, Lazarus von Bethanien, aus dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Martha, nämlich der Maria, die dem Herrn gesalbt und seine Füße mit ihren Haaren getrocknet hat, deren Bruder Lazarus war krank. Da sandten die Schwestern zu ihm und ließen ihm sagen: Herr, siehe, der, den du lieb hast, ist krank. Lazarus, Martha und Maria waren ganz besonders enge Freunde von Jesus. Als Messias der Welt liebt er natürlich alle Menschen, aber als Mensch hat er auch ganz besonders enge Freunde und diese drei gehörten hier zu den wichtigsten von ihnen.

[7:30] Als Jesus es hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht werde. Wir erinnern uns an die Heilung des blind Geborenen, wo Jesus auch gesagt hatte, er ist blind geboren, an ihm sollen die Werke Gottes sichtbar werden. Herrlich werden.

[7:50] Jesus aber liebte Martha, ihre Schwester und Lazarus. Als er nun hörte, dass Lazarus krank sei, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er war. Und es ist sehr erstaunlich, das wird extra betont. Jesus hätte ja gleich gehen können, er hätte ihn auf dem Krankenbett heilen können, aber er bleibt, erwartet noch. Er geht nicht.

[8:15] Scheint ganz offensichtlich sein seine Ankunft dort in Bethanien herauszuzögern. Dann erst sagt er zu den Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa ziehen. Die Jünger antworteten ihm: Rabbi, eben noch wollten sich die Juden steinigen, und du begibst dich wieder dorthin. Und das bezieht sich natürlich auf das, was gerade am Ende von Kapitel 10 passiert ist. Jesus erwiderte: Hat der Tag nicht 12 Stunden? Wenn jemand bei Tag wandelt, so stößt er nicht an der sieht das Licht dieser Welt. Wenn aber jemand bei Nacht wandelt, so stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist.

[8:51] Das scheint offensichtlich auch anzuspielen auf das, was Jesus in Johannes 9 gesagt hat, als er gesagt hat: Man muss wirken, so lange es Tag ist. Noch war Jesus unter den Menschen, noch konnte er immer wieder durch Zeichenhandlung, durch Wunder, durch Predigten über Gott und sein Wesen, über den Erlösungsplan etwas anderes beibringen. Er wollte diese Gelegenheit nutzen, durch die Auferweckung des Lazarus etwas ganz Entscheidendes zu vermitteln.

[9:22] Wenn aber dieser sprach die Sprache und danach sagt er zu ihnen: Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen, aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken. Jesus hat den Tod des Lazarus als ein Schlafen bezeichnet. Er hat ganz bewusst so lange gewartet, bis sein Freund Lazarus tot war, um deutlich zu machen, was für eine gewaltige Kraft er hat.

[9:47] Wenn wir vielleicht denken, warum greift Jesus jetzt nicht schon ein, vielleicht hat sich das dazu auch gefragt, dann dürfen wir wissen, Jesus greift immer dann ein, auch wenn nach menschlichem Ermessen vielleicht alles verloren ist, wenn es zur Verherrlichung Gottes am meisten dient. Lasst uns gemeinsam beten.

[10:08] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir wissen dürfen, dass Jesus nie zu spät kommt, auch wenn wir nicht immer verstehen, warum Dinge sich länger hinziehen, als wir gedacht haben. Dürfen wir doch darauf vertrauen, dass Jesus als unser guter Hirte uns nicht im Stich lässt. Dafür danken wir dir auch an diesem heutigen Tag. [Musik]


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