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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf die Begebenheit von Lazarus‘ Auferweckung in Johannes 11 ein. Er beleuchtet die Reaktionen von Martha und Maria auf den Tod ihres Bruders und wie Jesus mit ihnen umgeht. Dabei wird deutlich, dass Jesus nicht nur ein Heiler, sondern die Auferstehung und das Leben selbst ist. Die Geschichte zeigt, dass Gott oft Zeit verstreichen lässt, um größere Wunder zu wirken und unseren Glauben zu stärken.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:31] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute, Seite 11, 19. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir in deiner Hand sicher sind. Danke sagen, dass Jesus unser Hirte ist und dass wir seine Stimme hören dürfen. Wir möchten dich bitten, dass wir jetzt dein Wort aufschlagen und darin lesen. Es wird deine Stimme zu unserem Herzen und dass wir unser ganzes Leben in deiner Hand legen und dann wissen dürfen, dass niemand uns aus deiner Hand reißen kann. Das bitten wir im Namen Jesus. Amen.

[1:22] Wir sind in Johannes Kapitel 11. Lazarus, einer der engsten Freunde von Jesus, lag krank. Hat ihn rufen lassen, aber Jesus machte sich nicht auf den Weg, sondern wartete, bis Lazarus eingeschlafen ist. Und dann sagt er seinen Jüngern: "Lasst uns wieder nach Judäa gehen." Die Jünger sind überrascht, weil sie ja gerade erst von dort geflohen sind, weil man Jesus töten wollte. Aber Jesus sagt, dass er seinen Freund Lazarus aufwecken möchte, weil dieser eingeschlafen sei.

[1:58] Wir sind weiter ab Vers 12. Das sprachen seine Jünger: "Wenn er eingeschlafen ist, so wird er gesund werden." Jesus aber hatte von seinem Tod geredet. Sie dagegen meinten, er rede vom natürlichen Schlaf. Jesus hat so deutlich den Tod als Schlaf bezeichnet, dass seine Jünger sogar meinten, er redet nur vom so gewöhnlichen Schlaf. Für Jesus war ganz deutlich, wie auch die Bibel das immer wieder bezeugt, der Tod ist ein Schlaf.

[2:31] Daraufhin nun sagt es ihnen Jesus frei heraus: "Lazarus ist gestorben, und ich bin froh um eure Willen, dass ich nicht dort gewesen bin, damit ihr glaubt. Doch lasst uns zu ihm gehen." Jesus freut sich, dass er jetzt ein noch größeres Wunder tun kann, nämlich nicht nur Lazarus heilen, sondern Lazarus auferwecken. Manchmal lässt Gott Zeit verstreichen und wir denken, warum hilft uns nicht? Aber Gott freut sich, wenn er noch ein größeres Wunder tun kann, um unseren Glauben zu stärken, als das, was wir uns vielleicht vorgestellt haben.

[3:08] Das sprach Thomas, der Zwilling genannt wird, zu den Mitjüngern: "Lasst uns auch hingehen, damit wir mit ihm sterben." Als nun Jesus hinkam, fand er ihn schon vier Tage im Grab liegend. Bethanien aber war nah bei Jerusalem, ungefähr 15 Stadien weit entfernt, also ganz in der Nähe von dem Ort, an dem demnächst auch sehr viele dramatische Ereignisse stattfinden würden. Und viele von den Juden waren zu Martha und Maria hingekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. Die Idee ist also, es sind viele Menschen auch aus Jerusalem selbst anwesend.

[3:47] Als Martha und hörte, dass Jesus komme, lief sie entgegen. Maria aber blieb im Haus sitzen. Da sprach Martha zu Jesus: "Herr, wenn du hier gewesen wärst, mein Bruder wäre nicht gestorben." Sie ist sich ganz sicher, Jesus hätte Lazarus heilen können. Sie hat viele Heilungswunder gesehen, sie hat von vielen Heilungswundern gehört, aber jetzt glaubt sie, dass es zu spät ist. Lazarus ist ja tot.

[4:14] Und in gewisser Weise ist ja ein bisschen enttäuscht. Sind wir auch noch mal enttäuscht? Ich bin in meinem Leben schon enttäuscht gewesen, aber nicht zu Recht, weil ich dachte, Gott hätte früher eingreifen müssen. Und es hat sich angefühlt, als ob er nicht eingreift. Aber wir dürfen aus dieser Geschichte lernen, dass wenn Gott noch nicht eingegriffen hat, sondern deswegen war ja noch ein größeres Wunder für uns vorgesehen. Ist das nicht wunderbar?

[4:44] Doch auch jetzt weiß ich, was immer du von Gott erbitten wirst, das wird Gott dir geben. Martha ist nicht unglaublich. Sie weiß, Jesus hat eine besondere Verbindung sogar zu Gott, und sie ist immer noch überzeugt, dass Jesus irgendetwas tun kann. Jesus spricht zu ihr: "Dein Bruder wird auferstehen." Martha spricht zu ihm: "Ich weiß, dass er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag." Also offensichtlich, was ist davon überzeugt, dass im Glauben gestorben ist und das eine Auferstehung der Toten geben wird, ganz am Ende, so wie es die Bibel sagt.

[5:16] Martha hätte mit einem Wunder gerechnet, wenn es in der Vergangenheit gewesen wäre. Martha glaubt an ein Wunder in der Zukunft, aber vor ihr steht derjenige, der alle Wunder bewirkt. Jesus spricht zu ihr: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer nicht glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt." Er sagt mit anderen Worten: "Du wartest auf die Auferstehung, aber weißt du, durch wen Lazarus am Ende der Zeit auferstehen wird? Durch mich."

[5:43] Durch niemand anderes. Alles, was am Ende der Zeit dafür sorgen wird, dass Lazarus aufersteht, ist jetzt schon da. Liebe Freunde, alle Kraft Gottes, die wir aus dem Alten Testament kennen, alle Kraft Gottes, die wir aus dem Neuen Testament kennen, alle Kraft Gottes, mit der wir für die Endzeit, für die Zukunft, für die Wiederkunft und danach rechnen, alle diese Kraft ist heute hier gegenwärtig, verfügbar. Gott ist immer noch derselbe, Jesus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.

[6:30] Und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das? Jesus macht deutlich, wer an ihn glaubt, hat ewiges Leben und wird niemals den zweiten Tod sterben. Den Tod, der die Strafe der Sünde ist. Der erste Tod ist ja nichts weiter als ein Schlaf, eine Konsequenz der Tatsache, dass die Sünde in die Welt gekommen ist. Der Mensch ist sterblich. Aber die Strafe für die Sünde ist der zweite Tod, und den muss niemand sterben, der an Jesus glaubt.

[7:05] Sie spricht zu ihm: "Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll." Das gleiche Bekenntnis, das auch Petrus und andere schon vorher gesagt haben. Und als sie das gesagt hatte, ging sie fort und rief heimlich ihre Schwester Maria und sprach: "Der Meister ist da und ruft dich." Als dieser hörte, stand sie schnell auf und begab sich zu ihm. Jesus war aber noch nicht in das Dorf gekommen, sondern befand sich an dem Ort, wo Martha ihn begegnet war.

[7:32] Als nun die Juden, die bei ihr im Haus waren und sie trösteten, sahen, dass Maria so schnell aufstand und hinausging, folgten sie ihr nach und sprachen: "Sie geht zum Grab, um dort zu weinen." Als aber Maria dorthin kam, wo Jesus war und ihn sah, fiel sie zu seinen Füßen nieder und sprach zu ihm: "Herr, wenn du hier gewesen wärst, mein Bruder wäre nicht gestorben."

[7:53] Der hat genau dasselbe auf dem Herzen, was auch Martha auf dem Herzen gehabt hat. Als nun Jesus sah, wie sie weinte und wie die Juden, die mit ihr gekommen waren, weinten, seufzte er im Geist und wurde bewegt und sprach: "Wo habt ihr ihn hingelegt?" Sie sprechen zu ihm: "Herr, komm und..."

[8:11] Jesus weinte. Der kürzeste Satz der Bibel: Jesus weinte. Er weint nicht, weil Lazarus gestorben ist. Er weint doch nicht, weil die Klagesänge so emotional anrühren. Er weint, weil hier so viele Menschen, teilweise ihn sogar gut kannten, und niemand auf die Idee kommt, dass er ihnen jetzt durch die Auferstehung der Toten helfen kann. Sie kennen ihn, aber sie kennen nicht seine ganze Kraft. Sie wissen nicht, was er alles für sie tun kann.

[8:56] Jesus weinte auch, als er auf das Jerusalem blickte, eine Stadt, die zwar von ihm wusste, aber nicht wirklich erkannt hatte, wer er war. Haben wir wirklich verstanden, was Jesus für dich und für mich tun kann? Lasst uns nicht Jesus zu Tränen bringen, weil wir einfach nicht damit rechnen und ihn nicht um das bitten, was er für uns tun kann.

[9:26] Da sagten die Juden: "Seht, wie hat er ihn so lieb!" Sie haben seine Emotionen, seine wahren Beweggründe gar nicht richtig verstehen können. Etliche von ihnen aber sprachen: "Konnte der, welcher dem Blinden die Augen geöffnet hat, nicht dafür sorgen, dass auch dieser nicht gestorben wäre?" Sie erinnern sich, dass er Wunder getan hat und sie fragen sich, warum hat er hier kein Wunder getan. Aber niemand kommt auf die Idee, dass er jetzt dann Wunder tun könnte.

[9:50] Jesus nun, indem er wieder bei sich selbst war, kam zum Grab. Es war aber eine Höhle und ein Stein lag darauf. Jesus spricht: "Hebt den Stein weg." Martha, die Schwester des Verstorbenen, spricht zu ihm: "Herr, es riecht schon, der ist schon vier Tage hier, jetzt ist es zu spät." Jesus spricht zu ihr: "Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?"

[10:13] Darum sie den Stein weg, wo der Verstorbene lag. Jesus aber hob die Augen empor und sprach: "Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich aber weiß, dass du mich alle Zeit hast. Doch um der Umstehenden Menschen willen habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast." Jesus wusste, dass Gott der Vater immer das Beste finden wollte. Er musste ihn nicht erst dazu überreden, aber er sagt jetzt vor den anderen: "Ich danke, dass du mich erhört hast, damit die Menschen, die mir herum sind, verstehen, dass wirklich Gott durch ihn wirkt und spricht."

[10:51] Und als er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: "Lazarus, komm heraus!" Und der Verstorbene kam heraus, an Händen und Füßen mit Grabtüchern umwickelt und sein Angesicht mit einem Schweißtuch umhüllt. Jesus spricht zu ihnen: "Bindet ihn los und lasst ihn gehen."

[11:10] Viele von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus getan hatte, glaubten an ihn. Jesus hatte schon vorher Tote auch weg, aber meistens waren das Menschen, die kurz zuvor gestorben waren, die noch am selben Tag, vielleicht vor wenigen Stunden, oder vielleicht ja noch sehr, sehr frisch tot waren, sozusagen. Wo jemand, der zweifeln wollte, vielleicht gedacht hat: "Naja, vielleicht waren sie nicht ganz wirklich tot."

[11:37] Aber bei Lazarus war die Sache klar. Der Verwesungsprozess hatte schon begonnen. Es gab keine Zweifel, niemand konnte leugnen, dass dieser Mann tot war. Und deswegen hatte Jesus lange gewartet, weil er wollte ganz deutlich, ohne jeden Zweifel beweisen, dass er der Herr über Leben und Tod ist, dass er die Auferstehung und das Leben ist.

[12:02] Und Lazarus kam hervor. Er kam nicht aus dem Himmel, denn das war nicht gewesen. Er hatte geschlafen, unbewusst, ohne etwas mitzubekommen. Und jetzt wird er aus dem Grab gerufen. Etliche aber von ihnen gingen zu den Pharisäern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte. Dieses gewaltige Wunder wird in Jerusalem bekannt.

[12:25] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, so oft sehen wir, was du in der Vergangenheit getan hast und was du in der Zukunft tun wirst und verpassen, was du heute an diesem Tag für uns tun möchtest. Herr, lass uns heute an diesem Tag deine Herrlichkeit sehen. Tue du das, was du wünschst, dass wir verstehen sollen, und gib, dass wir deine Macht nicht begrenzen in unserem Kopf. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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