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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Johannes 12:17-45 ein und beleuchtet Jesu Einzug in Jerusalem, die Reaktionen der Menschen und die tiefere Bedeutung seiner Worte. Er ermutigt dazu, Jesus nachzufolgen, sein Licht anzunehmen und Gottes Ehre über alles zu stellen, auch wenn dies Herausforderungen mit sich bringt. Die Botschaft betont die Wichtigkeit des Glaubens an Jesus als Weg zu Gott und zur Erlösung.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 11, Vers 21. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns alle zu dir ziehst. Danke, dass du jeden Aufrichtigen, der dich sucht und der nach dir verlangt, mit dem Heiligen Geist erfüllst und dass du uns dein Wort aufschließt, dass du uns erklärst und dass wir durch dich und dein Wirken echte Einheit erleben dürfen. Wir möchten dich bitten, dass auch heute wir bewegt werden und durch die Worte des Evangeliums sprichst du zu uns. Und Dank, dass wir deine Kinder sein dürfen. Du sollst unser Gott sein. Wir möchten jetzt dein Wort verstehen im Namen Jesu. Amen.

[1:23] Wir sind in Johannes Kapitel 12. Jesus zieht unter dem Jubel der Volksmenge in Jerusalem ein. Sie rufen ihm zu: „Hosianna!“ und freuen sich, weil sie in ihm den König sehen. Und tatsächlich erfüllt Jesus mit diesem Triumphzug in Jerusalem eine Prophezeiung aus Sacharja Kapitel 9. Wir lesen weiter in Vers 17: „Die Menge nun, die bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grab gerufen und den aus den Toten auferweckt hatte, legte Zeugnis ab.“ Das sind Menschen, die erzählen, dass sie selbst dabei gewesen sind, wie Lazarus am vierten Tag nach seinem Tod von den Toten auferstanden ist. Darum ging ihm auch die Volksmenge, weil sie gehört hatte, dass er dieses Zeichen getan hatte.

[2:18] Die Begeisterung war groß. Ganz offensichtlich war Jesus von Gott gesandt. Ganz offensichtlich tat er Dinge, die kein Mensch alleine so ohne Weiteres hätte tun können. Die Menschen waren begeistert und sie wollten, dass er König über sie sei, weil er dieses großartige Zeichen getan hatte. Das sprachen die Pharisäer zueinander: „Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet. Siehe, alle Welt läuft ihm nach.“ Ihnen in sie hatten das Gefühl, dass ihnen alles aus den Händen gleitet. Es wurden Pläne gemacht, wie sie Jesus fangen können, wie sie vielleicht die öffentliche Meinung gegen ihn manipulieren konnten. Doch das Gegenteil war der Fall. Die Leute waren mehr und mehr begeistert von ihm.

[3:01] Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkamen, um während des Festes anzubeten. Es gab ja in der ganzen damals bekannten Welt jüdischsprachige oder überhaupt jüdische Menschen, zum Teil dann auch griechischsprachige, die als Juden dort seit langer Zeit zum Beispiel in Griechenland oder Kleinasien gelebt hatten und die dann wiederum auch mit ihrem Glauben andere Menschen beeindruckt hatten. Auch Heiden, die dann nach Jerusalem kamen, bedenken später in der Apostelgeschichte an den Kamel, zum Beispiel der Äthiopier, gekommen war, um dort anzubeten. Diese gingen zu Philippus, der aus Betsaida in Galiläa war, baten ihn und sprachen: „Herr, wir möchten gerne Jesus sehen.“

[3:43] Was für eine Frage! Hast du auch diesen Wunsch, Jesus sehen zu wollen? Jeden Morgen, jeden Tag, wenn wir die Bibel aufschlagen und über Gottes Wort nachdenken, dann dürfen wir beginnen und dürfen wir diese Bitte aussprechen: „Herr, wir möchten gerne Jesus sehen.“ In seinem Wort.

[4:08] Philippus kommt und sagt es dem Andreas, und Andreas und Philippus sagen es wiederum Jesus. Andreas ist in dieser Hinsicht ganz interessant. Er spielt keine besonders herausgehobene Rolle in den Evangelien oder der Apostelgeschichte. Aber jedes Mal, wenn Andreas, der einer der ersten beiden Jünger überhaupt war, jedes Mal, wenn Andreas in der Bibel vorkommt, dann bringt er einen anderen Menschen zu Jesus.

[4:37] Vielleicht bist du auch niemand, der vor einer großen Volksmenge steht, der gewaltige Predigten hält, lange Predigten hält. Aber du kannst einen Menschen zu Jesus bringen. Andreas hat den Petrus, seinen Bruder, zu Jesus gebracht und damit einen Menschen für Jesus gewonnen, der später zu einem mächtigen Sprachrohr wurde, der Tausende bekehrt hat. Vielleicht bekehrst du nicht Tausende, aber du kannst den einen bekehren, der wiederum Tausende bekehren kann. Lasst uns alle ein Andreas sein und Menschen, die wir finden, zu Jesus bringen.

[5:15] Jesus aber antwortete ihm und sprach: „Die Stunde ist gekommen, dass der Sohn des Menschen verherrlicht werde.“ Immer wieder im Johannesevangelium gelesen: „Die Stunde war noch nicht da, seine Stunde war noch nicht gekommen.“ Aber Jesus wusste: Jetzt ist die Zeit gekommen. „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht.“

[5:38] Jesus wusste, dass wenn er nicht für die Menschen sterben würde, er würde der einzige Mensch bleiben, der sündlos gelebt hat und der gerettet, also der gerecht gewesen wäre und der dann ewiges Leben haben würde. Aber wenn er sterben würde, dann würde er viel Frucht bringen. Er würde viele Menschen durch seinen Tod erlösen können.

[6:06] „Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.“ Die Frage ist: Ist diese Welt für uns die Priorität, oder ist sie zweitrangig? Wer hat die Priorität in unserem Leben? Jesus oder diese Welt?

[6:27] „Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach, und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein. Und wenn jemand mit ihnen, so wird ihn mein Vater ehren.“ Möchtest du Jesus ehren? Dann sei dort, wo Jesus ist. Folge ihm nach. Denke über ihn nach. Rede mit ihm. Sprich von ihm. Und dann wird Gottes Vater, dein Vater, mein Vater, dich ehren.

[6:55] „Jetzt ist meine Seele erschüttert. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen.“ Wir sehen hier, dass es für Jesus keine einfache Entscheidung war. Es war nicht etwas, was er einfach so emotionslos gemacht hat und selbstverständlich genommen hat. Zweitens, was ihn emotional sehr angefochten hat, wir sehen das auch in Gethsemane, als er gebetet hat, dann etwas später: „Herr, wenn es möglich ist, dass dieser Kelch vorübergeht, aber nicht mein Wille, sondern dein Wille.“ Hat er gebetet.

[7:29] Es kann sein, dass wir manchmal in unserem Leben emotional damit zu kämpfen haben, Gottes Willen zu tun. Und dann können wir uns daran erinnern, dass Gottes Wille für uns immer das Beste ist und dass er uns für einen ganz bestimmten Zweck gemacht hat, dass er einen besonderen Plan, einen prophetischen Plan auch mit uns hat. So wird er einen besonderen Plan mit Jesus gehabt haben, der allerdings nicht dafür gemacht worden ist, sondern freiwillig sich dem Vater unterstellt hat.

[8:07] „Vater, verherrliche deinen Namen!“ Da kam eine Stimme vom Himmel: „Ich habe ihn verherrlicht und will ihn wiederum verherrlichen.“

[8:21] Als Jesus Angst bekommen hat, im Sinne von, dass er sehr erschüttert gewesen ist, weil er merkte, was für eine gewaltige Last durch die Sünde auf ihn gelegt werden würde. Dass Gott ihn ermutigt, wenn wir emotional angefochten sind, dann dürfen wir wissen, dass Gott uns auch durch sein Wort ermutigen möchte.

[8:45] „Die Menge nun, die dabei stand und dies hörte, sagte: ‚Es hat gedonnert.‘ Andere sagten: ‚Ein Engel hat mit ihm geredet.‘“ Jesus antwortete und sprach: „Nicht um meinetwillen ist diese Stimme geschehen, sondern um eure willen.“ Die meisten, die dort standen, haben gar nicht genau verstanden, wie bestätigend dieses Wort gewesen ist, denn es kam von Gott selbst.

[9:07] „Nun wird ein Gericht über diese Welt. Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden. Und wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen.“

[9:21] Um anzudeuten, durch welchen Tod er sterben würde. Jesus weist erneut darauf hin und versucht auch seine Jünger dafür zu sensibilisieren, dass er am Kreuz von Golgatha sterben würde, dass er erhöht werden würde und dass diese Erlösung gleichzeitig ein Gericht ist. Erlösung und Gericht lassen sich in der Bibel nie wirklich trennen. In diesem Fall war es ein Gericht über den Satan. Der Satan würde seine Oberhoheit über diese Erde verlieren. Jesus würde nach seinem Tod und seiner Auferstehung in den Himmel auffahren, um als Hohepriester, als Stellvertreter der Menschheit und als kommender König und Fürst dieser Welt die Erde zu vertreten.

[10:07] Die Menge antwortete ihm: „Wir haben aus dem Gesetz gehört, dass der Christus in Ewigkeit bleibt. Wie sagst du denn, der Sohn des Menschen müsste erhöht werden? Wer ist dieser Sohn des Menschen?“

[10:18] Das sprach Jesus zu ihnen: „Noch eine kleine Zeit ist das Licht bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht noch habt, damit euch die Finsternis nicht überfällt. Denn in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wann er geht.“ Jesus war noch wenige Tage bis zur Kreuzigung. Jedes Licht, das von seinem Leben, von seinen Lippen strahlte, jedes Wort, das ihnen das Evangelium besser erklärte, sollten sie aufnehmen, statt mit zweifelnden Fragen zu unterminieren.

[10:46] Das sprach Jesus zu ihm: „Solange ihr das Licht habt, glaubt alles Licht, damit ihr Kinder des Lichts werdet.“ Dies redete Jesus und ging hinweg und verbarg sich vor ihnen.

[10:58] Wenn Gott uns spricht, wenn er nicht leuchten lässt auf unseren Weg, dann lasst uns dieses Licht annehmen, denn dadurch werden wir Kinder des Lichts. Wir wissen nicht, wie viel Zeit wir noch haben, aber wir wissen, wenn Gott zu uns redet, dass wir jetzt im Glauben können und dass sein Wort uns heute verändern kann.

[11:19] Lieber Freund, liebe Freunde, wir wissen nicht, wie viel Zeit heute oder in unserem Leben uns noch bleibt. Aber eins wissen wir: Wenn du und ich, wenn wir heute Gottes Stimme zu unserem Herzen annehmen, dann werden wir noch heute ein Kind des Lichts sein können. Obwohl er so viele Zeichen für ihn getan hatte, glaubten sie nicht an ihn, damit das Wort des Propheten Jesaja erfüllt würde, dass er gesprochen hat: „Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und wem ist der Arm des Herrn offenbart worden?“ Das ist natürlich aus Jesaja 53. Auch das ein Hinweis auf das, was jetzt kommen würde, die Kreuzigung.

[11:57] Darum konnte sie nicht glauben, denn Jesaja hatte wiederum gesprochen: „Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verhärtet, damit sie nicht mit den Augen sehen, noch mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich sie heile.“ Auch das ein Zitat aus Jesaja, diesmal aus Kapitel 6. Die Sprache Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete. Jesus hatte schon Johannes 8 gesagt, dass Abraham seinen Tag gesehen hat. Und auch hier heißt es jetzt, dass Sacharja den Tag von Jesus gesehen hat. All die Propheten und Patienten des Alten Testaments hatten im Glauben bereits gesehen, zum Teil in Visionen, dass Jesus einmal dieses große Opfer bringen würde, dass er das Evangelium in voller Kraft, ja, entfalten würde.

[12:41] Doch glaubten sogar von den obersten Führern ihnen aber wegen der Pharisäer bekannten sie es nicht, damit sie nicht aus der Synagoge ausgeschlossen würden. Da war der Druck in der Gesellschaft so groß, dass meine ich zwar insgeheim an dieses glaubten, aber sich um ihre soziale Stellung sorgten und zumindest für eine gewisse Zeit erstmal das zurückhielten. Wir wissen, dass später in der Apostelgeschichte, als der Heilige Geist in Vollmacht ausgegossen worden ist, dann auch viele Priester sich zu Jesus bekannt haben und auch einige der Obersten, wie zum Beispiel Nikodemus, denn die Ehre der Menschen war ihnen lieber als die Ehre Gottes.

[13:20] Jesus aber rief und sprach: „Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.“

[13:29] Was für eine außergewöhnliche Aussage! Jesus sagt: „Wer mich sieht, Gott und wer an mich glaubt, der glaubt an Gott.“ Und im Umkehrschluss kann man sagen: Wer nicht an dieses glaubt, der glaubt auch nicht wirklich an Gott.

[13:44] Lasst uns in unserem Leben Gottes Ehre an die erste Stelle setzen, auch wenn das vielleicht bedeutet, dass wir negative Konsequenzen in unserem Leben erleben müssen, weil andere Menschen uns ausmachen. Lasst uns die Ehre Gottes als allererstes, als obersten in unserem Leben sehen, als die Priorität.

[14:01] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus für uns gestorben ist. Danke, dass er bereit war, dieses unvorstellbare Opfer zu geben, und das, obwohl er in seinem Herzen erschüttert gewesen ist. Er sich nicht davon hat abbringen lassen, für uns zu sterben. So wollen wir auch, wenn es vielleicht Unannehmlichkeiten mit sich bringt, zu Jesus stehen, für ihn leben und mit ihm zusammen das Leben gehen, ihn öffentlich bekennen, ganz egal, was andere Menschen sagen. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.


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