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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Anfänge von Jesu Wirken anhand von Johannes 1:22-47. Er thematisiert die Identität des Täufers Johannes, die Bedeutung Jesu als Lamm Gottes und die ersten Begegnungen mit seinen Jüngern. Die Ausführungen laden dazu ein, die eigene Suche nach Sinn und die Beziehung zu Jesus neu zu betrachten.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 1103. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du dich uns offenbarst, dass du möchtest, dass wir dich verstehen und dass du nach so vielen Wegen gesucht hast, um dich verständlich zu machen. Danke, dass wir nicht rätseln müssen, wie du bist und was du uns sagen möchtest, sondern dass du 1000 Wege um uns ganz deutlich zu machen, was dein Wunsch und Wille ist für uns und unser Leben. Wir möchten dich bitten, dass wir dein Wort heute gut verstehen und dass wir darin Jesus sehen, der das Wort, der dein Wort ist und dass wir uns wirklich in unserem Herzen angesprochen fühlen. Das bitten wir im Namen Jesu.

[1:28] Wir sind in Johannes Kapitel 1. Johannes beschreibt in einer unglaublich dichten und ergreifenden Einleitung, wie Jesus, der Sohn Gottes, seit Ewigkeiten Gott, Mensch wird. Das Licht in die Finsternis dieser Erde hineinleuchtet und viele ihn nicht annehmen, aber doch einige seine Herrlichkeit gesehen haben und Kinder Gottes werden. Und dass Johannes der Täufer auf dieses Licht der Welt hingewiesen hat und wie dann Menschen aus Jerusalem kamen, um Johannes den Täufer zu fragen, wer er denn sei und warum er diese besondere Aufgabe ausführte. Wir lesen weiter in Vers 22: „Und sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn, damit wir denen Antwort geben, die uns gesandt haben? Was sagst du über dich selbst?“

[2:21] Was eine interessante Frage: Wer bist du? Doch wir müssen diese Frage stellen: Wer bin ich eigentlich? Was ist meine Identität? Was macht mich wirklich aus? Was definiert mich? Johannes sagte hier, er sprach: „Ich bin die Stimme eines Rufenden, die ertönt in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn, wie der Prophet Jesaja gesagt hat.“ Für Johannes den Täufer war ganz deutlich: Meine Identität findet sich im Wort Gottes. Ich bin die Erfüllung einer Prophezeiung, hatte eine prophetische Identität. Haben wir auch eine prophetische Identität? Können wir auch sagen: Ich bin jemand, den Gott neu geschaffen hat und berufen hat, Teil einer Bewegung zu sein, die in der Prophetie vorhergesagt worden ist.

[3:03] So Johannes der Täufer Menschen auf das erste Kommen Jesu vorbereitet hat. So wollen wir Menschen sein, die die Welt auf das zweite Kommen Jesu vorbereitet. Und auch unsere Bewegung in der Endzeit ist in der biblischen Prophetie im Alten und im Neuen Testament deutlich vorhergesagt, auf die wir uns berufen können. Die gesamten gehörten aber zu den Pharisäern und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: „Warum tauchst du denn, wenn du nicht der Christus bist, noch Elia, noch der Prophet?“ Johannes antwortete ihnen und sprach: „Ich taufe mit Wasser, aber mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt. Dieser ist der nach mir kommt, der vor mir gewesen ist, und ich bin nicht würdig, ihm den Schuhriemen zu lösen.“

[3:43] Was für ein atemberaubender Moment! Mitten unter ihnen stand der Messias, hat nicht einmal Aufmerksamkeit auf sich gezogen, hat sich nicht bemerkbar gemacht. Ja, ich bin's, dieser Messias, der bereits getauft gewesen ist, wie wir gleich sehen werden, der bereits in der Wüste war und dort den Satan besiegt hatte, dreimal in einem, in der größten Schlacht der Menschheitsgeschichte, als Satan mit seinen Verführungen kam, die er seit 4000 Jahren sich ausgedacht hatte und trainiert hatte. Dieser Messias hat den größten Sieg aller Zeiten errungen, hatte zu diesem Zeitpunkt schon, bis zu diesem Zeitpunkt, der größte Sieg ist natürlich am Kreuz gewesen. Jetzt steht er, steht dort mitten unter der Volksmenge und sagt nicht: „Ich bin ganz wichtig, folgt mir nach.“ Er sagt nicht: „Der hier hört auf mich.“

[4:38] Vergesst den Johannes. Er steht in der Volksmenge, der Volksmenge und hört zu. Er hört auf eine Predigt als Zuhörer, während alle sich fragen, ob Johannes der Messias ist, der da und hör zu. Und als Johannes sagt: „Hier ist der Messias“, bleibt er still. So demütig und bescheiden ist unser Erlöser.

[5:13] Dies geschah im Bethanien jenseits des Jordan, wo Johannes taufte. Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“ Das Alte Testament hat immer und immer wieder mit diesen Opfern auf Jesus hingewiesen. Abraham hatte seinem Sohn Isaak gesagt: „Gott wird sich ein Lamm zum Brandopfer sehen.“ Das geschlachtete Lamm, an dessen Blut an die Türpfosten gestrichen worden war, bei allen Israeliten gut bekannt. Jesus ist das Lamm Gottes. Johannes weiß auf ihn, sagt: „Er ist es, das ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt.“

[5:54] Lieber Freund, liebe Freundin, erst das Lamm Gottes, das meine und deine Sünde wegnimmt. Diese Erfahrung gemacht, dass Jesus deine Sünde wegnimmt. Das ist der, von dem ich sagte: „Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist, denn er war eher als ich.“ Und ich erkannte ihn. Und ich kannte ihn nicht, aber damit der Israel offenbar würde, darum bin ich gekommen mit Wasser zu taufen. Sie hat sich nicht vorab gesprochen, es war keine abgekartete Sache.

[6:26] Und Johannes bezeugte und sprach: „Ich sah den Geist wie eine Taube vom Himmel absteigen und er blieb auf ihm. Und ich kannte ihn nicht, aber der mich sandte, mich mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir: ‚Der, auf den du den Geist herabsteigen und auf ihm bleiben siehst, der ist der, der mit Heiligem Geist tauft.‘“ Johannes bezeugt: Ich habe bei der Taufe von Jesus gesehen, wie Gott gesprochen hat und wieder Heiliger Geist auf ihn gekommen ist. Er ist der Gesalbte, von dem alle die Propheten im Alten Testament geweissagt haben, auf den alle gewartet haben. Er ist der wahre König Israels. Er ist gesalbt, um in der Kraft Gottes den Satan zu besiegen und Menschen aus dessen Hand zu retten. Und ich habe es gesehen und bezeuge, dass dieser der Sohn Gottes ist.

[7:16] Am folgenden Tag stand Johannes wiederum da und zwei seiner Jünger. Und indem er auf Jesus blickte, der vorübergehend, sprach: „Siehe, das Lamm Gottes!“ Passiert zwischen den Zeilen eigentlich deutlich wird es, als Johannes sagte: „Unter euch steht einer“, hatte niemand erkannt. Als er am nächsten Tag auf Jesus wie mit dem Finger quasi zeigte und sagte: „Das ist der...“

[7:38] Hat das irgendwie niemand geglaubt. Niemand ist Jesus an dem Tag nachgegangen. Die ganzen Mengen, die dort kamen, um Johannes zu hören, hörten lieber weiter die Predigten von Johannes, als sich näher mit Jesus zu beschäftigen. Der sah so unscheinbar aus.

[7:54] Und am dritten Tag, als er wieder sagte: „Siehe, das ist das Lamm Gottes!“ Zwei Jünger der ganzen Volksmenge, die gekommen war, um Prophetie zu hören, die gekommen war, ein Zeichen der Zeit zu hören, die gekommen war, um Informationen zu leben. Zwei aus der ganzen Volksmenge, die sich tatsächlich für Jesus interessieren. Und die beiden Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach. Als aber Jesus sich umwandte und sie nachfolgen sah, sprach zu ihnen: „Was sucht ihr?“ Sie sprachen zu ihm: „Rabbi“, das heißt übersetzt Lehrer, „wo wohnst du?“

[8:36] Was für eine interessante Frage: Was sucht ihr? Diese stellt auch dir und mir die Frage: Was suchst du eigentlich? Was, wofür interessierst du dich? Was möchtest du eigentlich, wenn du in die Gemeinde kommst, wenn du die Bibel liest, wenn du betest? Was wünschst du dir eigentlich? Es ist auch unser Wunsch, Jesus besser kennenzulernen, oder haben wir nur eine Liste von Wünschen, die Jesus möglichst abarbeiten soll? Wünschen wir, Jesus kennenzulernen, wie er wirklich ist?

[9:02] Ich möchte mir vornehmen, Jesus besser kennenzulernen, mich für ihn zu interessieren. Er spricht zu ihnen: „Kommt und seht.“ Wenn wir eine Tasse haben, Jesus kennenzulernen, zueinander lädt uns sein, egal welche Vorkenntnisse wir haben, egal was wir vorgetan haben. Sie müssen uns nicht erst qualifizieren, wir müssen nicht erst ein langes Formular ausfüllen. Wir können kommen zu Jesus, wie wir sind und sehen.

[9:25] Sie kamen und sahen, wo er wohnte und blieben jenen Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde. Den einen Tag mit diesem verbracht. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den beiden, die es von Johannes gehört hatten und ihm nachgefolgt waren. Dieser findet zuerst seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: „Wir haben den Messias gefunden.“

[9:46] Hatte kein theologisches Seminar besucht, er nicht mal eine Reihe von Liebesstunden bekommen. Er hat einen Tag mit Jesus verbracht und er war sich sicher: „Wir haben den Gesalbten, den Messias, den Christus gefunden.“ Ein Tag mit Jesus, lieber Freunde, wird dir auch dir reichen, um zu wissen: Das ist die Antwort auf alle Fragen, die in meinem Herzen habe.

[10:11] Und er führte ihn zu Jesus. Jesus aber sah ihn an und sprach: „Du bist Simon, Jonas Sohn. Du sollst Kephas heißen“, das heißt übersetzt ein Stein. Jesus kannte sein ganzes Leben, er sah jetzt schon, was alles im Leben von Simon Petrus passieren würde.

[10:30] Im folgenden Tag wollte Jesus nach Galiläa reisen. Da findet er Philippus und spricht zu dem: „Folge mir nach.“ Philippus ist aber Waffenbezahler aus der Stadt des Andreas und Petrus. Philippus findet den Nathanaël und spricht zu ihm: „Wir haben den gefunden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben: Jesus, den Sohn Josephs von Nazareth.“

[10:49] Wir sehen hier ein Dominoeffekt. Jesus lädt Menschen ein, ihm nachzufolgen, und sie lernen Jesus kennen und erzählen anderen wieder davon. Unsere Nachricht verbreitet sich von seinem ganz kleinen Zelle. Wir sind ersten beiden Jüngern, verbreitet sich die Nachricht: „Wir haben den Messias gefunden.“ Interessant, was Philippus hier sagt. Er sagt: „Wir haben den geschrieben gefunden, von dem Mose geschrieben hat. Wir haben die Erfüllung der Prophezeiung gefunden.“ Aber dann sagt er: „Jesus, den Sohn Josephs von Nazareth.“ Sein Glaube ist noch schwach, er versteht nicht alles. Er sagt etwas, das nicht ganz richtig ist.

[11:22] Gott kann uns auch gebrauchen, um Menschen zu Jesus zu führen, auch wenn wir noch nicht alles theologisch vollkommen richtig verstanden haben. Oder Nathanaël sprach: „Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?“ Nazareth, wo Jesus gelebt hatte, fast 30 Jahre lang seines Lebens, was sprichwörtlich so böse war, dass man sich nicht vorstellen konnte, überhaupt jemand dort einen guten Charakter entwickeln konnte. Aber Jesus entwickelte dort einen sinnvollen Charakter, was uns zeigt, dass egal wie unsere Umstände sind, wir sind nicht die Sklaven unter Umständen. Wir müssen nicht aus der Haut fahren, nur weil Leute böse drin sind. Wir müssen nicht schlechte Gedanken haben, nur weil wir damit konfrontiert worden sind und wann passiert worden sind. Wir können inmitten der größten Bosheit einen Charakter entwickeln, den Jesus ihn gehabt hat.

[12:11] Sind jetzt schon einmal Fragen gestellt worden, die nicht beantworten konntest. Philippus kommt auf diese pointierte Frage nicht antworten, aber er sagte, Philippus spricht zu ihm: „Komm und sieh.“ Er hat das gesagt, was er von Jesus gehört hat, gesagt: „Komm und sieh.“ Er gab das weiter. Er konnte nicht, wir werden unserem Leben nicht alle Fragen beantworten, die uns gestellt werden, Bezug auf die Bibel. Das wir werden nicht alles wissen, aber wir können erzählen, was sie erlebt haben und wir können Menschen einladen: „Kommt sie.“

[12:36] Jesus sah den Nathanaël auf sich zukommen, spricht zu ihm: „Siehe, wahrlich ein Israelit, in dem keine Falschheit ist.“ Jesus sah seinen Charakter, er sah sein Wesen und obwohl Nathanaël noch Vorbehalte sei, Jesus seinen wahren, sein wahres Wesen. Er sah seine Aufrichtigkeit. Lieber Freund, liebe Freundin, vielleicht hast du in manchen Dingen Vorbehalte, weil du geprägt bist von Vorurteilen, von Dingen, die du gehört hast. Jesus kennt schon dein Herz und er möchte dich von einer Herrlichkeit zur nächsten führen, von einer Wahrheit zur nächsten. Lasst uns wahrhaftige Israeliten sein.

[13:08] Hier wird ganz deutlich: Ein wahrhaftiges Kredit ist nicht der, der ethnisch von Abstand, sondern der, in dem keine Falschheit ist. Und von den 144.000 auf dem Baum, wir können das in Offenbarung 14 lesen, die auch Israeliten sind, sozusagen, weil sie nach den zwölf Stämmen in Offenbarung 7 strukturiert sind, gesagt, dass in ihrem Mund kein Falsch gefunden worden ist. Und wir auch so werden durch Gottes Kraft.

[13:34] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für jeden Moment, den wir mit Jesus verbringen dürfen. Danke, dass wir Jesus kennen dürfen. Und auch wenn die ganze Welt sich damit begnügt, Religionen als formale Sache auszunehmen, und wir Jesus als Person kennenlernen von ganzem Herzen. Möchte ich dich bitten, dass wir auch Gelegenheiten bekommen, anderen Menschen von dem zu erzählen, was du für uns getan hast und was du mit Jesus erlebt hast. Das bitten wir in seinem Namen an.


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