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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Passagen Johannes 13:23-14:12. Er thematisiert das Verrätertum des Judas, das neue Gebot der Nächstenliebe und die tröstlichen Verheißungen Jesu an seine Jünger. Die Botschaft betont die Bedeutung der Liebe untereinander als Erkennungszeichen der Nachfolger Jesu und die Gewissheit der Wiederkunft Christi sowie den Zugang zum Vater durch ihn.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 1123. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir bedanken uns von ganzem Herzen, dass wir wissen dürfen, dass du uns ganz genau kennst. Und wenn du uns tadelst, wenn du uns warnst, dann nicht, um uns zu ärgern und nicht, um uns zu kränken, sondern weil du Gefahren siehst, die wir nicht sehen. Und Herr, wir möchten heute im Glauben dein Wort für uns persönlich in Anspruch nehmen. Wir möchten heute hören, was du uns sagen möchtest und möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:28] Wir sind in Johannes Kapitel 13. Jesus hat beim letzten Passahmahl mit seinen Jüngern ihnen die Füße gewaschen und ihnen gezeigt, dass sein Königreich, das Königreich seiner Liebe, darin besteht, sich für andere zu beugen, anderen zu dienen. Ja, Jesus würde sich opfern für sie, aber einer unter ihnen würde ihn verraten. Und Jesus ist darüber emotional sehr betrübt. Und er sagt seinen Jüngern im Vorhinein, dass einer unter ihnen verraten wird. Und die Jünger sind erstaunt, sie schauen sich gegenseitig an und wissen gar nicht genau, von wem er redet. Wir lesen weiter in Johannes 13, ab Vers 23: „Einer seiner Jünger aber, den Jesus liebte, hatte bei Tisch seinen Platz an der Seite Jesu.“ Das ist niemand anders als Johannes selbst, der sich zwar in der Offenbarung noch als Johannes ausgewiesen hat, aber in diesem Evangelium, das er geschrieben hat, so sehr von Jesus eingenommen ist, dass er überhaupt nur noch Jesus vor Augen hat und sich nicht einmal mehr als Johannes bezeichnet, sondern immer nur noch von dem Jünger, den Jesus liebte, schwach, weil er in einer besonderen Art und Weise eine freundschaftliche Beziehung zu Jesus hatte, weil er wie kein anderer die Liebe Jesu aufgesogen hat wie ein Schwamm. Diesem winken und Simon Petrus, dass er forschen solle, wer es sei, von dem er rede. Mit anderen Worten: „Du bist ja neben Jesus, frag ihn mal, wer ist das da?“ Er lehnt sich da, lehnt sich jeder an die Brust Jesu und spricht zu ihm: „Herr, wer ist es?“ Jesus antwortete: „Der ist’s nämlich, dem ich den Bissen eintauche und gebe.“ Und er taucht den Bissen ein und gibt ihn dem Judas Simon Iskariot. Er hat in diesem Bissen nicht in die Hand gedrückt. Judas hätte die Gelegenheit gehabt, ihn abzulehnen, eine Möglichkeit noch einmal umzukehren, in seinem Herzen sich bewusst zu machen, dass Jesus von seinen Plänen weiß und dass Jesus ihn besser kennt, als er sich selbst. Und nach dem Wissen davor, der Satan in ihnen, das spricht Jesus zu ihm: „Was du nun tun willst, das tue halt.“ Als er diesen Bissen freiwillig annimmt, ist die Schnur zerrissen, die letzte Chance vertan. Satan hat jetzt volle Kontrolle über diesen Mann, der mehrere Jahre mit Jesus zusammen auf engstem Raum verbracht hat.

[4:34] Lieber Freund, liebe Freundin, es kann sein, dass wir immer und immer wieder von Gott wertvolle Wahrheiten bekommen, die wir ablehnen und ablehnen und ablehnen, bis wir irgendwann und völlig dem Satan übergeben haben, ohne dass es vielleicht Leute von außen so richtig bemerken. Aber wir können nicht auf ewig die Einladung Gottes ablehnen. Irgendwann ist die Gnadenzeit vorbei. Nicht, weil Gott nicht mehr gnädig ist, sondern weil wir uns dann durch unser beständiges, durch unser beständiges Ablehnen der Gnade Gottes und völlig dem Satan unterstellt haben. Das ist leider mit Judas passiert.

[5:20] Es verstand aber keiner von denen, die zu Tische saßen, wozu er die sagte. Denn etliche meinten, weil Judas den Beutel hatte, sage Jesus zu ihm: „Kaufe, was wir zum Fest benötigen, oder er solle den Armen etwas geben.“ Als ihn jeder den Bissen genommen hatte, ging er also gleich hinaus. Es war aber nach niemand hat die Dinge wirklich miteinander in Verbindung gebracht. Die Jünger hatten eine so gute Meinung von Simon, von Judas, dass sie sich gar nicht vorstellen konnten, dass er tatsächlich Jesus verraten würde.

[5:50] Als er nun hinausgegangen war, sprach Jesus: „Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht und Gott ist verherrlicht durch ihn. Wenn Gott verherrlicht ist durch ihn, so wird Gott auch ihn verherrlichen, durch sich selbst, und er wird ihn so gleich verherrlichen.“

[6:05] „Kinder, nur noch eine kleine Weile bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen und wie ich zu den Juden sagte: ‚Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht kommen‘, so sage ich es jetzt auch zu euch.“ Jesus weiß, das ist nicht mehr viel Zeit. Es sind jetzt nur noch wenige Stunden und er erinnert sie an Dinge, die sie vorher schon gehört haben, und dass er sie einmal verlassen wird. Und nicht allzu ferner Zukunft: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander lieben sollt, der mit wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt.“ Jesus weiß, das sind jetzt seine letzten, wirklich ausführlichen Momente, die er noch hat. Danach wird alles sich jetzt überstürzen. Sein Verräter ist bereits auf dem Weg. Alles, was er jetzt sagt, trägt ein ungeheueres Gewicht. Das sind sozusagen das Vermächtnis, dass Jesus seinen Jüngern, die kaum ahnen, was wirklich passiert, irgendwie überhaupt keine Ahnung haben, dass, obwohl sie hätten wissen können, ein Vermächtnis, das er ihnen gibt. Und das hier von Johannes viel ausführlicher beschrieben wird, als es bei Matthäus, Markus und Lukas der Fall ist. Jesus hat etwas auf dem Herzen, das Wichtigste, was er ihnen jetzt mitgibt, dass sie sich behalten sollen, was sie behalten sollen, wenn er dann gestorben ist und auferstanden ist und im Himmel sein wird, dass Jesus ihnen gebietet, dass sie einander lieben sollen. Das, was sie mit Jesus erlebt haben, sie auch aufeinander anwenden, so wie Jesus mit ihnen umgegangen ist, sie auch miteinander umgehen. Das ist das Gebot, dass Jesus ihnen gibt. Das ist ja eigentlich gar nicht so neu. Es durchzieht schon das ganze Alte Testament, aber es war so aus den Augen geraten, aus dem Sinn geraten, dass es wie ein neues Gebot war, das Jesus ihnen erneut geben musste.

[7:49] „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ Wir werden nicht als Jünger von Jesus erkannt aufgrund unseres Bibelwissens, auch nicht aufgrund unseres Missions-Eifers, sondern daran, dass wir füreinander da sind, trotz aller unterschiedlichen Mentalitäten, kulturellen Besonderheiten, Persönlichkeiten. Wenn echte Liebe unter Nachfolgern Jesu stattfindet, dann ist das ein Beweis, dass Jesus diese Gruppe, diese Gemeinde segnet. Haben wir in unserer Gemeinde, unserem Hauskreis, unserer Familie, haben wir echte, tiefe, geschwisterliche Liebe und einander so sehr, dass sogar Menschen, die Gott noch nicht kennen, sagen müssen: „Hier ist wirklich…“

[8:36] Simon Petrus spricht zu dem: „Herr, wohin gehst du?“ Jesus antwortete ihm: „Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Du wirst mir aber später folgen.“ Und das ist natürlich ein Hinweis darauf, dass Jesus jetzt sterben wird, er wird gekreuzigt werden. Aber Petrus wird später auch einmal, in vielen Jahrzehnten, auch gekreuzigt werden. Petrus spricht zu dem: „Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich lassen.“ Oh, wenn Petrus sich doch besser gekannt hätte. Kennen wir uns wirklich gut? Kann es sein, dass wir manchmal große Pläne, was wir alles sogar tun wollen, und uns selbst gar nicht wirklich richtig kennen?

[9:09] Jesus antwortete ihm: „Dein Leben willst du für mich lassen? Weil ich, weil ich sage dir, der Hahn wird nicht krähen, willst du mich dreimal verleugnet hast.“ Und wir kennen diese Geschichte schon aus Matthäus, Markus und Lukas. Das ist eine der wenigen Geschichten in den Evangelien, die in allen vier Berichten immer wieder erzählt werden.

[9:28] „Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“ Jesus macht jetzt deutlich: Ich werde jetzt zwar sterben, ich werde dann in den Himmel aufgefahren nach meiner Auferstehung, aber ich werde wiederkommen. Ihr werdet jetzt zwar über einen langen Zeitraum alleine sein, aber ich werde wiederkommen.

[10:00] Die Botschaft der Wiederkunft Jesu basiert nicht auf irgendwelchen symbolischen Prophezeiungen, die man interpretieren müsste. Sie basieren auf den direkten, unmissverständlichen Worten Jesu. Das ist kein Gleichnis, keine Erzählung, das sind die direkten Worte Jesu, versprochen für dich und für mich. Er sagt: „Ich bereite eine Wohnung im Himmel. Ich werde dorthin gehen und dann werde ich wiederkommen.“ Und zwar nicht einfach, um die Welt zu strafen oder das Böse abzuschaffen, was alles auch im Zuge seiner Wiederkunft und dann äh das Endgericht, sagt der tausend Jahren, passieren wird. Der Hauptgrund seiner Wiederkunft ist, er möchte uns, die wir in dieser dunklen Welt noch leben, zu sich nehmen. Er möchte sein, er möchte, dass wir dort sind, wo er ist.

[10:45] Lieber Freund, liebe Freundin, freust du dich, dass Jesus dich zu sich nehmen möchte? Oder kannst du es kaum erwarten, kaum erwarten, dass du einmal für immer bei ihm bist?

[11:01] „Wohin ich aber gehe, wisst ihr und ihr kennt den Weg.“ Thomas spricht zu dem: „Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, und wir können wir den Weg kennen?“ Jesus spricht zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Jesus geht zu seinem Vater und auch die Jünger können zum Vater gehen, zwar nicht buchstäblich, aber symbolisch, und zwar durch Jesus, denn er ist der Weg, er ist die Wahrheit und das Leben. Jesus sagt: „Wenn ihr an mich glaubt, dann habt ihr Zugang zum Vater. Wenn ihr mich erkannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“

[11:39] Philippus spricht zu dem: „Herr, zeig uns den Vater, so genügt es uns.“ Und wir sehen, wie ein bisschen quasi Unglaube mit stinkt, denn jetzt hat er gesagt: „Ihr habt jetzt den Vater gesehen.“ Und sagen dann: „Zeig uns noch.“ Ja, als ob noch etwas fehlen würde.

[11:56] Jesus spricht: „Sie müssen erstaunliche Worte, ganz, ganz erstaunliche Worte. So lange Zeit bin ich bei euch und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Kannte ihn schon seit knapp dreieinhalb Jahren.“ Und Jesus fragt ihn: „Kennst du mich eigentlich? Du kennst mich immer noch nicht. Du weißt nicht, wer ich wirklich bin. Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen.“ Wie kannst du das sagen: „Zeige uns den Vater“?

[12:25] Was für Worte! Jesus hatte den Pharisäern in Johannes 8 gesagt: „Ich bin“, und hier sagt er: „Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen.“ Wenn der Vater auf die Erde gekommen wäre als Mensch, die Evangelien würden genauso geschrieben werden. Es wären die gleichen Predigten, die gleichen Wunder. Es gäbe nichts anderes zu sehen am Charakter Gottes als das, was Jesus offenbart hat. Mit anderen Worten, er hat die ganze Fülle der Gottheit für menschlichen Verstand heruntergebrochen, sozusagen offenbart. Alles, was ein Mensch in dieser sündigen Welt von Gott verstehen kann, das ist offenbart im Leben von Jesus und in seinen Berichten und dem, was Jesus gesagt hat.

[13:13] „Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst, und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke.“ Immer wieder betont Jesus im Johannesevangelium, dass Gott durch ihn spricht und durch ihn wirkt. „Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist. Wenn nicht, so glaubt mir doch um der Werke willen.“

[13:34] „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größer als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe.“ Jesus hat ein sehr beschränktes Aktionsfeld, nur dreieinhalb Jahre, größtenteils in Judäa und Galiläa, ein bisschen in Perea, ein bisschen in Samaria, ein bisschen in der Dekapolis und an Richtung Meeresküste. Aber das ist ein sehr kleines Gebiet. Die Jünger, die Jesus aussenden würde, die ganze Welt. Sie würden all das, was Jesus hier gepredigt und getan hat, in der ganzen Welt verbreiten.

[14:13] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten Danke sagen für das Versprechen, dass Jesus wiederkommen wird. Und wir möchten uns heute darauf vorbereiten. Wir möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Und dass wir, wir sind dankbar, dass wir wissen dürfen, dass die Wiederkunft das erste Hauptziel hat, dass wir einmal bei Jesus sein können. Er gibt, dass wir Jesus in diesem Leben zu unserem Freund gewinnen, damit wir uns auf die Wiederkunft mit überschwängliche Freude freuen können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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