In dieser Predigt, die auf Johannes 1:48-2:25 basiert, beleuchtet Christopher Kramp die frühen Begegnungen Jesu mit seinen Jüngern und seine ersten Wunder. Er erklärt die tiefere Bedeutung der Hochzeit zu Kana und die Reinigung des Tempels, wobei er aufzeigt, wie Jesus von Anfang an seine göttliche Natur und seine Mission offenbarte. Die Predigt betont, dass Jesu Zeichen nicht nur Wunder waren, sondern Hinweise auf seine erlösende Kraft und die Notwendigkeit einer Reinigung von Sünden durch sein Blut.
Gott auf (m)einer Seite: Johannes 1:48-2:25
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JohannesPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 104. Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir sind wirklich beeindruckt, wenn wir über Jesus nachdenken, wie bescheiden er gewesen ist und wie wenig er auf sich selbst hingewiesen hat. Wir wollen von ihm lernen. Von Natur sind wir gar nicht so. Wir hören uns immer so leicht selbst. Und wir möchten dich bitten, dass durch das Anschauen von Jesus wir verwandelt werden, dass wir von seinem Geist erfüllt werden. Auch wenn wir heute jetzt sein Wort lesen, möchten wir dich bitten, dass wir ihn noch besser verstehen und dadurch dich besser verstehen, lieber Vater. Dank dafür. Sprichst du durch dein Wort. Sonst im Namen Jesu. Amen.
[1:35] Wir sind in Johannes Kapitel 1. Jesus hat seine ersten Jünger gewonnen. Johannes der Täufer hatte auf ihn mehrfach hingewiesen, gesagt: "Siehe, das Lamm Gottes!" Und zuerst zwei, und dann immer mehr einzelne, die durch diese ersten zwei gewonnen worden sind, kommen dazu. Simon Petrus, dann hat Jesus den Philippus gewonnen, und der wiederum findet den Nathanael. Und als Nathanael, als Jesus kommt, obwohl er vorher seine Vorbehalte hatte, spricht Jesus: "Du bist ein wahrhaftiger Israelit, in dem keine..."
[2:05] "...Freizeit ist." Weiterhin Vers 48: Nathanael spricht zu ihm: "Woher kennst du mich?" Jesus antwortet und sprach zu ihm: "Ehrlich, Philippus rief, als unter dem Feigenbaum, was sah ich dich?" Bevor wir Jesus gesehen haben, hat Jesus uns gesehen. Bevor wir Jesus kennengelernt haben, kannte er uns. Bevor wir uns für Jesus interessiert haben, hat er sich für uns interessieren. Lieber Freund, liebe Freundin, wir können jetzt nicht überraschen, er kennt uns besser, als wir uns sonst so vorstellen können.
[2:31] Nathanael antwortet und sprach zu ihm: "Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel." Schon von Anfang an haben diese ersten Jünger gewusst: Jesus ist der Sohn Gottes. Er ist der wahre König, der wahre Gesalbte, auf den alle gewartet hatten. Nur weil Jesus ganz anders als sich die meisten den König vorgestellt haben. Jesus antwortet und sprach zu ihm: "Du glaubst, weil ich dir sagte, ich sah dich unter dem Feigenbaum. Du bist größer sehen als das." Und er spricht zu ihm: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, künftig werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes auf und niedersteigen auf den Sohn des Menschen."
[3:12] Das war natürlich ein Echo, ein Bezug auf das, was in 1. Mose 32 steht, wo Jakob diese Treppen gesehen hat, diese Treppenstufen, die von der Erde vom Himmel bis zur Erde gereicht haben und Engel auf- und abstiegen. Ein Bild für die Erlösung, dass Gott auch in den Momenten, wo wir den Eindruck haben, wir haben uns völlig von Gott abgeschnitten, so wie Jakob das Gefühl hat, als er durch seine Sünde von seiner Familie und scheinbar von Gott abgeschnitten war, als er fliehen musste, alleine war und die Schuld ihn gedrückt hat. Da hat Gott ihm offenbart: "Ich kenne dich, ich weiß von alledem, und ich möchte dich erlösen, ich möchte eine Verbindung zu dir haben. Ich kann diese Trennung überbrücken." Es gibt einen Weg von genau dort, wo du bist, dort, wo du dein Haupt hingelegt hast, genau von dort bis zum Himmel. Und dieser Weg ist Jesus.
[4:05] Denn auf ihm gehen die Engel auf und ab. Der Sohn des Menschen wird dargestellt durch diese Treppenstufen, die bis zum Himmel reichen, und zwar bis zur Erde. Denn Jesus ist ganzer Gott und ganze Mensch. Der Satan versucht, das immer zu attackieren. Er versucht uns einzureden, vielleicht nicht ganz Gott, sondern nur fast Gott, ein bisschen Gott, göttlich oder so, aber nicht wirklich Gott. Andere denken, er ist so ähnlich wie ein Mensch gewesen, fast Mensch in den meisten Dingen, aber nicht in allen Dingen. Aber die Bibel sagt, er ist wahrer Gott im höchsten Sinne und er ist wahrer Mensch in jeder Hinsicht. Das ist das Evangelium.
[4:45] Und am dritten Tag war eine Hochzeit in Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war dort. Aber auch Jesus wurde samt seinen Jüngern zur Hochzeit eingeladen. Und als es an Wein mangelte – hier ist von Traubensaft die Rede, wie wir sehen werden – spricht die Mutter Jesu zu ihm: "Sie haben keinen Wein." Jesus spricht zu ihr: "Frau, was habe ich mit dir zu tun? Meine Stunde ist noch nicht gekommen." Seine Mutter spricht zu den Dienern: "Was euch sagt, das tut."
[5:16] Waren aber dort sechs steinerne Wasserkrüge nach der Reinigungshütte der Juden, vor denen jeder zwei oder drei Mal fasste. Jesus spricht zu ihm: "Füllt die Krüge mit Wasser." Und sie füllten sie bis oben hin. Und er spricht zu ihnen: "Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister." Und sie brachten. Als aber der Speisemeister das Wasser, das zu Wein geworden war, gekostet hatte und er wusste nicht, woher es war – woher es war. Die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten, dass der Vorsteher des Speisemeisters den Wein kam und sprach zu ihm: "Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor und dann, wenn sie getrunken haben, getrunken, wenn sie getrunken geworden sind..."
[5:53] Hier geht es darum, dass man satt geworden ist, sozusagen durch das Trinken, den geringeren. Du hast den guten Wein bis jetzt. Bald in der Bibel macht ganz deutlich im Alten Testament, das alkoholische Rausch, betrunken sein, im toxischen Sinne etwas ist, das gegen Gottes Wort ist und das von Gottes Wort nicht gut geheißen wird. Das Wort "Wein" im Griechischen kann sowohl den Traubensaft als auch den fermentierten Wein bedeuten. Aber hier geht es nicht einfach nur darum, dass Jesus ein bisschen nachgeholfen hat, weil man nicht gut die Hochzeit organisiert hat. Es geht hier um eine tiefere Bedeutung.
[6:36] Die Krüge waren ja Krüge für die Reinigung. Wer diese Krüge sah, der dachte zuerst, dass man sich dort Hände zum Beispiel wäscht. Wir werden schon gesehen in Evangelien, im Judentum der damaligen Zeit waren Reinigungsrituale sehr wichtig. Und Jesus wusste das. Und er ließ Wasser in diesen Reinigungsgefäßen...
[7:13] ...genau den Traubensaft, den er später mit seinen Jüngern zusammen trank und sagte: "Das ist mein Blut, das des neuen Bundes." Das Blut Jesu, in dem wir unsere Kleider hineintauchen können. In Offenbarung 7, Vers 13 und 14, und sie kommen weiß gereinigt hervor. Jesus hat in seinem ersten Wunder bereits den Menschen ganz sanft darauf vorbereitet, dass sie alle eine Reinigung brauchen. Und sei nicht mit Händen, nicht für die Hände und die Füße, sondern das Herzens eine Reinigung.
[7:50] Nicht durch Wasser und nicht durch Seife, sondern durch das Blut des Sohnes Gottes, der uns von aller Sünde reinigt, so wie es in 1. Johannes 1 steht. Ihr könnt den Vers finden, diesen Anfang der Zeichen machte Jesus im Kana in Galiläa und ist eine Herrlichkeit offenbar werden und seine Jünger glaubten ihn. Hier sehen wir seine Herrlichkeit, sein Charakter, sein Wesen.
[8:15] Er hat das Evangelium offenbart und er hat Menschen ihre Not geholfen. Es war eine soziale Not. Man wollte nicht beschrieben darstellen, hat gesehen, wo der Mangel ist und war bereit zu helfen.
[8:28] Danach zog er ab nach Kapernaum, er und seine Mutter und seine Brüder und seine Jünger, und sie blieben wenige Tage dort. Und das Passah der Juden war nah, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Und da fand im Tempel die Verkäufer von Rindern und Schafen und Tauben und die Wechsler, die da saßen. Und er macht eine Geißel, strickt und trieb sie alle zum Tempel hinaus, samt den Schafen und Rindern und den Wechseln. Verschüttet er das Geld und stieß die Tische. Und er hat nicht mit der Geist um sich geschlagen, aber er stand dort wieder Richter der Welt, um diese himmelschreienden Missbräuche in seinem Tempel, der ja gebaut worden war, um damit seine Herrlichkeit sich dort offenbart, und diese himmelschreienden Missstände dort zu entfernen.
[9:26] Und zu den Taubenverkäufern sprach er: "Schafft das weg von dir! Macht nicht das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus!" Seit er 12 Jahre alt war, wusste er, dass dieses Haus das Haus seines Vaters ist, dass er der Sohn Gottes ist.
[9:41] Seine Jünger dachten aber daran, dass geschrieben steht: "Der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt." Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: "Was für ein Zeichen zeigst du uns, dass du dies tun darfst?" Immer wieder haben die Juden seine Autorität in Frage gestellt. Jesus antwortet und sprach zu ihnen: "Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten." Da sprachen die Juden: "In 46 Jahren ist dieser Tempel erbaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten?"
[10:04] Die Übersetzung hier ist nicht die glücklichste. Man sollte besser übersetzen: "46 Jahre ist an diesem Tempel sozusagen schon gebaut worden." Denn der Tempel war noch gar nicht mal fertig geworden. Er war zwar im Wesentlichen fertig, muss man immer noch weiter gebaut, noch Jahrzehnte weiter. Erst wenige Jahre vor der Zerstörung des Tempels ist der Bau abschließend zum Schluss gekommen. Und das heißt, dass die Pharisäer hier eigentlich gesagt haben, dass sozusagen seit 46 Jahren an diesem Tempel gebaut wird. Wir wissen sogar, wann das begonnen hat, im Jahre 19 vor Christus. Und damit können wir dieses Ereignis hier genau, das hier befinden uns im Frühjahr des Jahres 28 nach Christus. Eine ganz tolle zusätzliche, unabhängige Bestätigung dafür, dass Jesus im Jahre 27 nach Christus getauft worden ist.
[10:54] Denn jetzt, einige Monate später, beginnt er hier in Jerusalem, sich öffentlich zu zeigen.
[11:03] Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Schon hier hat Jesus von Anfang an darauf hingewiesen: Sie, die Pharisäer, die Schriftgelehrten, werden dafür verantwortlich sein, ihn zu töten. Er, der wahre Tempel sozusagen ist, denn in ihm treffen sich Gottheit und Menschheit auf eine so intime, so enge Art und Weise, wie keinem Gebäudetempel möglich gewesen wäre. "Wäre ich diesen Tempel ab..."
[11:25] "...und er selbst, Jesus, wird ihn aufrichten." Er selbst wird aus den Toten auferstehen, und zwar nicht so, wie Mose, der auferweckt worden ist, sondern als jemand, der selbst sich das Leben wiedergeben wird. Wenn wir noch im Laufe des Johannes Evangeliums dazu kommen...
[11:47] ...also nun aus den Toten auferstanden war, dachten seine Jünger daran, dass er ihn dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte. Als er aber am Passahfest in Jerusalem war, glaubten viel an seinen Namen, weil sie seine Zeichen sahen, die er tat. Und das ist etwas, was wir oft sehen in den Evangelien. Jesus hat durch seine Wunder die Menschen zu sich gezogen, aber viele glaubten dann vor allem wegen der Wunder, wegen der Zeichen. Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, weil er alle kannte und weil es nicht nötig hatte, dass jemand von den Menschen Zeugnis gehabt, denn er wusste selbst, dass die Menschen... er kannte die Menschen ganz genau.
[12:20] Und was er sich eigentlich wünschte, war, dass sie aufgrund seines Wortes glauben. Wenn wir sehen im Laufe des Johannes Evangeliums immer wieder, was sein Wunsch, dass sie nicht aufgrund von Zeichen, sondern aufgrund seines Charakters und aufgrund des Wortes Gottes selbst glauben. Er hatte noch kein... man konnte kein großes Vertrauen in den Glauben so Leute legen, weil nur auf äußerlichen Zeichen passiert.
[12:43] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir sehen können, dass Jesus von Anfang an in seinen Worten, in seinen Zeichenhandlungen, seinen Wundern das Evangelium in den Fokus gedrückt hat. Er hat nicht einfach Zeichen getan, um Menschen ihre Neugier zu befriedigen, er hat Zeichen getan, um uns zu zeigen, was er für uns tun würde, was er für uns getan hat. Herr, gib es auch wir unserem Leben das Evangelium an die allererste Stelle setzen und dass wir, wenn wir das Leben Jesu studieren, immer vor Augen haben, es darum geht, dass wir von unseren Sünden gereinigt werden können, das Blut, das Jesus vergossen hat. Dank dafür.
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