In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Passagen aus Johannes 15:11-16:9. Er erklärt die Bedeutung von Jesu Liebe und Freundschaft, die Herausforderungen, denen sich Christen stellen müssen, und die Rolle des Heiligen Geistes. Die Botschaft betont die Wichtigkeit, in Jesu Liebe zu bleiben, einander zu lieben und sich auf die Unterstützung des Heiligen Geistes zu verlassen, auch inmitten von Verfolgung und Missverständnissen.
Gott auf (m)einer Seite: Johannes 15:11-16:9
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JohannesPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 11, 25. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir haben einen großen Wunsch für den heutigen Tag. Wir möchten mit unserem ganzen Denken, Fühlen, Handeln, in unserem ganzen Leben verbunden sein mit Jesus. Wir möchten von ihm das Leben erhalten, das wir heute an diesem Tag brauchen: die guten Gedanken, den Mut, die Freude, die Hoffnung und die Gewissheit der Erlösung. Das alles können wir nicht alleine zu dir bringen. Wir wollen es von dir nehmen, durch Jesus. Und wir bitten dich von ganzem Herzen, dass du durch das Wort, das wir lesen werden, inspiriert von deinem Heiligen Geist, und das uns gesagt von Jesus selbst, dass du zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:34] Amen. Wir sind in Johannes Kapitel 15. Jesus gibt in dieser letzten großen Rede an seine Jüngerinnen ganz entscheidende Wahrheit mit. Er verheißt ihnen, dass er wiederkommen wird, auch wenn er dann in den Himmel aufgefahren wird. Er wird wiederkommen, um sie zu sich zu holen. Er verheißt ihnen schon im Vorhinein die Ausgießung des Heiligen Geistes, dass der Heilige Geist sie an alles erinnern wird, was Jesus ihnen gesagt hat und was er gelernt hat. Und er bittet sie mit ihm verbunden zu bleiben durch den Heiligen Geist. Er ist der Weinstock, sie sind die Reben. Getrennt von Jesus können sie nichts bewirken. So fühlen sie sich auch vornehmen, aber mit Jesus werden sie viel Frucht bringen, weil Gott, der Vater, ein Interesse daran hat und er alles tut und notfalls auch sie beschneiden muss, damit sie noch mehr Frucht bringen. Wenn er schneidet, dann nur, damit unsere Frucht noch größer wird, auch in unserem Leben.
[2:35] Er fordert sie auf, in seiner Liebe zu bleiben. Und das bedeutet praktisch, seine Gebote zu zeigen, so wie Jesus das vorgemacht hat. Der Gottes Gebote gehalten hat und dadurch in der Liebe zu Gott geblieben ist. Auf die gleiche Art und Weise bleiben wir in der Liebe zu Gott. Wir bleiben in der Liebe zu Jesus, wenn wir ihre Gebote, die uns gegeben haben, die Zehn Gebote, das Wort Gottes im Allgemeinen, vor allem auch die Zehn Gebote, die den Charakter Gottes, wie ein Transkript, genau beschreiben. Wenn diese Gebote halten, wir sind weiterhin Vers 11: "Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude völlig werde." Wir dürfen uns freuen. Jesus möchte mit uns verbunden sein. Wir müssen nicht Jesus bitten, dass er zu uns kommt, sondern er hat den Wunsch, dass wir in seiner Liebe bleiben. Er wünscht sich mit uns befreundet zu sein und befreundet zu bleiben.
[3:34] "Das ist mein Gebot, dass sie einander liebt, gleich wie ich euch geliebt habe." Immer wieder betont Jesus diesen Punkt, und Johannes hat das auch später oder hat es auch in seinen Briefen immer wieder betont. Was kann man lesen im ersten Johannes, im zweiten Johannes? Jesus möchte, dass wir unsere Mitmenschen und insbesondere unsere Geschwister wirklich von Herzen lieben, dass wir ihnen zeigen, wie sehr Gott uns geliebt hat. Zu ihnen das in unserem Leben demonstrieren. "Größere Liebe, Verzeihung, hat niemand als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde." Das ist die Liebe, die Jesus zu dir und zu mir hat. Wir sind seine Freunde, und er hat sich entschieden für uns, die Strafe zu bezahlen. Er hat sich entschieden, dass er für uns gestorben ist. Er hat uns sich entschieden, dass er das Leid auf sich nimmt, damit wir begnadet werden können.
[4:27] "Es gibt keine größere Liebe als diese." Und diese Liebe sollen wir auch untereinander haben. "Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was immer ich euch gebiete." Durch unseren Gehorsam können wir unsere beständige Liebe zu Jesus ausdrücken. Damit bleiben wir seine Freunde. "Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht weiß nicht, was ein Herr tut. Euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich euch alles verkündet habe, was ich von meinem Vater gehört habe." Es ist nicht so in der Beziehung mit Jesus, dass er Geheimnisse hat und uns einfach nur Arbeitsaufträge gibt, Arbeitsaufträge gibt, die wir jetzt einfach abarbeiten sollen und aber wir vielleicht gar nicht wissen, warum und wieso. Nein, Jesus legt alles offen. Jesus erklärt uns, warum wir Dinge tun sollen und manche Dinge können wir vielleicht nicht verstehen. Manche Dinge sind zu hoch für uns, aber alles, das was wir verstehen können, alles was wichtig ist, erklärt er uns. Er hat keine Geheimnisse.
[5:31] Wir dürfen ihm begegnen. Er ist Mensch geworden. Er ist sozusagen auf unsere Augenhöhe gekommen, damit wir immer die Augen schauen können und Gott erkennen können, wie er wirklich ist.
[5:50] "Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit der Vater euch gibt, was auch immer ihr ihn bitten werdet in meinem Namen." Das gebiete ich euch, dass ihr einander liebt. Immer wieder, wir sehen diese Punkte betont. Die Jünger sollten es wirklich zu Herzen nehmen. Sie sollten ineinander leben.
[6:16] Und ihr solltet euch daran erinnern, dass es nicht eure Initiative war, die sie zu Jüngern gemacht hat, die sie zu Aposteln gemacht hat. Es war Jesus, der sie berufen hat. Und wir dürfen niemals vergessen, wir sind nicht in der Gemeinde, wir sind nicht im Volk Gottes, wir sind nicht Kinder Gottes, weil wir uns das ausgesucht haben, sondern weil Jesus uns gerufen hat. Ja, wir haben reagiert, ja, wir haben die freie Wahl, ob wir ja oder nein sagen, aber es war Jesus, es war Jesu Wirken, es war sein Drängen und Werben, es war seine Kraft und Macht, die uns den Sieg geschenkt hat. Und das dürfen wir niemals vergessen.
[6:46] "Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat." Ja, es wird auch Schwierigkeiten geben, aber Jesus hat auch solche Schwierigkeiten erduldet. "Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt euch lieb, weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum hasst euch die Welt." Gerade, weil wir mit Jesus sind, werden wir von der Welt gehasst. Wir können nicht beides haben. Wir können nicht gleichzeitig von der Welt geliebt werden und von Jesus geliebt werden. Es geht nicht beides. Also besser gesagt, wir können nicht mit Jesus eine Beziehung, einen Bund aufrechterhalten. Er liebt uns ja letztendlich immer, aber wir können diesen Punkt nicht aufrechterhalten, wenn uns gleichzeitig, wenn wir die Welt lieb gewinnen.
[7:32] "Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen. Haben sie auf mein Wort argwöhnisch acht gehabt, so werden sie auch auf das eure argwöhnisch acht haben."
[7:46] Lieber Freund, liebe Freundin, als Christ wird man Konflikte haben. Menschen werden versuchen, einem das Böse zu wünschen. Aber das werden, aber das alles werden sie euch antun um meines Namens willen, denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet hätte, sie hätten keine Sünde. Nun aber haben sie keinen Vorwand für ihre Sünde. Das nimmt auch Gedanken auf, die wir schon in Johannes 9 gesehen haben, im Zuge der Heilung des blind geborenen, als Jesus am Ende noch einmal zu den Pharisäern gesprochen hat: "Wer mich hasst, der hasst auch meinen Vater." Das ist sehr deutlich geworden. Immer wieder sieht man, wie sehr sich Jesus mit Gott dem Vater identifiziert und deutlich macht, was ihn betrifft, das betrifft auch den Vater. Wie man auf Jesus reagiert, so gegenüber, so wird man auch gegenüber dem Vater reagieren.
[8:40] "So reagiert man gegenüber dem Vater, wenn ich nicht die Werke unter ihnen getan hätte, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde. Nun aber haben sie es gesehen und hassen doch sowohl mich als auch meinen Vater." Und hier sagte dieses ganz deutlich: Die, die ihnen ablehnen, die, die ihn ans Kreuz bringen werden, die hassen Gott. Und damit beweisen sie, dass Jesus Recht hatte, als er gesagt hat in Johannes 8, dass sie den Teufel zum Vater haben.
[9:04] "Doch dies geschieht, damit das Wort erfüllt wird, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: Sie hassen mich ohne Ursache." Das ist allerschlimmste an der Sünde, dass es keinen Grund gibt, dass Sünde Gott hasst, ohne dass sie ihn irgendetwas Schlimmes getan hat. Er hatte nur das Beste getan und trotzdem hassen sie ihn. Und das ist unerklärlich und das zeigt auch, wie unerklärlich die Sünde ist. Es zeigt, wie unnötig sie ist und dass sie absolut keinerlei Daseinsberechtigung hat. Das erklärt auch, warum Gott die Sünde hasst und warum er sie für alle Ewigkeit ausräumen möchte.
[9:49] "Wenn aber der Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben. Und auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid." Der Heilige Geist wird ausgegossen werden und wird die Mission, die ganze Welt los starten. Und auch die Jünger werden beteiligt sein. Es wird der Heilige Geist sein, der sie erfüllt. Sie werden gemeinsam mit dem Heiligen Geist zusammenarbeiten. Und als die 11 Apostel und dann wird er ein Zwölfter nachgebildet in der Apostelgeschichte 1, wo übrigens tatsächlich die Bedingung ist, dass er von Anfang an dabei gewesen ist, dass man Jesus. Dass diese diese 12 Apostel werden mit dem Heiligen Geist zusammenarbeiten, oder das Evangelium in die Welt tragen. Da sehen wir wunderbar, wie der Geist Gottes mit seiner Gemeinde, mit Gottes Gemeinde umgeht und mit ihr zusammenarbeitet.
[10:44] "Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr keinen Anstoß nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen. Es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen." Die frühen Christen sind schwer verfolgt worden. Erst sind sie von den Synagogen verfolgt, von den obersten Priestern, den Pharisäern. Später sind sie sogar dann von den Römern verfolgt worden. Und gerade am Anfang hier war es tatsächlich so, dass viele Pharisäer meinten, dass sie Jesus bestrafen mussten für seine vermeintliche Gotteslästerung. Sie meinten dann auch, dass sie etwas Gutes tun für Gott, wenn sie die Christen verfolgen. Saulus ist ja das Paradebeispiel in dieser Hinsicht. Und Jesus sagte: "Ich sage es euch vorher, damit ihr jetzt wisst, ihr werdet Anfechtung bekommen, ihr werdet angefeindet werden, ihr werdet vielleicht sogar ausgeschlossen werden."
[11:37] Aber bleibt bei mir. Und dies werden solche antun, weil sie weder den Vater noch mich kennen. Ich aber habe euch dieses gesagt, damit ihr daran denkt, wenn die Stunde kommt, dass ich es euch gesagt habe. Dies aber habe ich euch nicht von Anfang an gesagt, weil ich bei euch war." Jesus bereitet sie jetzt vor auf die Schwierigkeiten, auf die Stimme, die sie dann als Gemeinde nach seinem Himmelfahrt erleben würden.
[12:02] Er verspricht ihnen, dass der Heilige Geist sie unterstützen wird. "Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand unter euch fragt mich: Wohin gehst du? Sondern weil ich euch dies gesagt habe, ist euer Herz voller Traurigkeit." Eigentlich sollte man sich ja freuen, hat er gesagt, aber sie sind traurig. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe. Denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, so will ich ihn zu euch senden." Jesus dient dann im himmlischen Heiligtum für uns. Er sendet den Heiligen Geist. Und Jesus sagt: "Ich freue mich schon, es ist gut für euch, dass der Heilige Geist kommt." Jesus selbst wünscht sich, dass seine Nachfolger mit dem Heiligen Geist erfüllt sind.
[12:43] "Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht. Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben." Der Heilige Geist offenbart sich nicht in einem Tumult, offenbart sich nicht in hochfliegenden Gefühlen, offenbart sich in dem Bewusstsein, dass ich gesündigt habe, dem Bewusstsein, dass Gott gerecht ist und mir seine Gerechtigkeit schenken möchte, und dass es ein Gericht gibt über alle Taten. Und dass ich jetzt die genauen Zeit nutzen muss. Das ist die Botschaft des Heiligen Geistes. Und wer diese Botschaft erkennt und annimmt, der ist wirklich vom Heiligen Geist beeinflusst und dann erfüllt. Und dieser Heilige Geist schreibt das Gesetz in unser Herz hinein und bringt die Liebe Gottes mit sich.
[13:29] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus uns im Vorhinein deutlich gewarnt hat, um uns zu stärken und zu trösten, dass wir Anfechtung erleben werden, dass wir Anfeindung erleben werden, dass das Evangelium uns in Konflikte bringen wird und dass wir missverstanden werden, dass man unsere Worte verdrehen wird. Und Herr, all das sind Dinge, die uns persönlich oft herausfordern, die unseren Stolz ankratzen. Aber Herr, wir möchten heute unser Leben in deine Hand legen. Wir möchten nicht bitten, dass du uns allen Stolz nimmst und dass wir darauf vertrauen, dass du uns sicher fühlen wirst, dass wenn wir angegriffen werden, wie Jesus reagieren können, der gesagt hat, als er ins Kreuz gelandet wurde: "Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Schenk uns diese Einstellung zu unseren Mitmenschen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
Lizenz
Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.