In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Johannes 19:20-20:1 ein und beleuchtet die letzten Momente Jesu am Kreuz. Er erklärt die Bedeutung der Inschrift auf dem Kreuz, die Erfüllung biblischer Prophezeiungen durch Jesu Tod und die Fürsorge, die er für seine Mutter zeigte. Die Predigt betont, dass Jesus durch seinen Tod am Kreuz alles vollbracht hat und wir auf diesen Sieg vertrauen dürfen.
Gott auf (m)einer Seite: Johannes 19:20-20:1
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JohannesPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute mit Seite 1130. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir können dir gar nicht oft genug danke sagen für den Erlösungsplan, dafür, dass Jesus für mich und für uns alle persönlich gestorben ist, dass er selbst alle unsere Sünden und all unsere Schuld auf sich genommen hat und dass wir Erlöste sein dürfen durch sein Blut. Wir möchten dich bitten, dass wir heute, wenn wir darüber lesen und nachdenken, dass es uns ganz deutlich vor Augen geführt wird durch deinen Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:14] Wir sind in Johannes Kapitel 19. Jesus ist gekreuzigt worden und Pontius Pilatus hat eine Schuldschrift über seinem Kreuz am Roman, seinem Kreuz anbringen lassen, auf der stand: "Jesus der Nazarener, der König der Juden." Wir lesen weiterhin Vers 20: "Diese Überschrift nun lasen viele Juden, denn der Ort, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt, und es war in hebräischer, griechischer und lateinischer Sprache geschrieben." Die obersten Priester der Juden zu Pilatus: "Schreibe nicht: Der König der Juden, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der König der Juden." Viele Menschen gingen dort vorbei, viele Menschen haben dies gesehen, und die Priester haben sich persönlich angegriffen gefühlt, weil sie natürlich überhaupt gar nicht glaubten, dass Jesus der König der Juden ist. Pilatus antwortete: "Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben."
[2:23] Jesus ist tatsächlich ein König, ist der König für jeden, der im Herzen sich beschneiden lässt. Und das ist ja nach Paulus im Römerbrief der wahre Jude, der wahre Israelit, der Jesus angehört, ist der Same Abrahams, der Nachkomme Abrams, wie Paulus später dann auch im Galaterbrief sagt.
[2:49] Als nun die Kriegsknechte Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile für jeden Kriegsknecht ein Teil und dazu das Untergewand. Das Untergewand aber war ohne Naht, von oben bis unten in einem Stück gewoben. Das sprachen sie zueinander: "Lasst uns das nicht zertrennen, sondern darum losen, wem es gehören soll", damit die Schrift erfüllt würde, die spricht: "Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und über meinen gewand das Los geworfen." Das kommt aus Psalm 22, einer der ganz wichtigen messianischen Psalmen im Alten Testament, der wichtigsten Prophezeiung auf die Kreuzigung Jesu. Die Kriegsknechte, die Römer, können in diesem Fall mit Sicherheit nicht. Sie wussten nicht, dass sie Prophetie buchstäblich erfüllten mit ihrem Tun.
[3:40] Dies nun taten die Kriegsknechte. Standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria die Frau des Klopas und Maria Magdalena. Als nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: "Frau, siehe, dein Sohn!" Darauf spricht er zu dem Jünger: "Siehe, deine Mutter!" Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Jesus hat sich noch in den letzten Minuten am Kreuz darüber Gedanken gemacht, wie es seinen Angehörigen geht. Er wollte, dass seine liebe Mutter, die so viel für ihn gegeben hat, gut versorgt wird. Und er hat nicht irgendjemand ausgewählt, sondern den Jünger, der am allermeisten von seiner Liebe aufgesogen hatte, der, der ihm am nächsten gekommen war, der, der sozusagen sein bester Freund geworden war.
[4:30] Und Johannes, obwohl dreieinhalb Jahre lang ausgebildet, um ein Missionar in der Welt zu sein, um bis ans Ende der Welt zu gehen, hat sich trotzdem bereit erklärt, auch diese diakonische Aufgabe auf sich zu nehmen. Heute würden wir vielleicht sagen: "Ich kann das nicht tun, weil ich habe einen Auftrag, ich muss hinausgehen und predigen." Andere würden vielleicht sagen: "Weil ich jetzt diese Aufgabe habe, kann ich nicht mehr missionarisch aktiv sein." Aber Johannes hat beides miteinander verbinden können.
[5:07] Nach diesem da Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: "Mich dürstet." Er stand nun ein Gefäß voll Essig da. Sie übertränkten einen Schwamm mit Essig, legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm an den Mund. Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: "Es ist vollbracht!"
[5:30] Am Ende der sechs Tage Schöpfung war alles vollendet, es war vollbracht, es war vollkommen. Jetzt ist nicht nur die Schöpfung vollendet, jetzt ist die Erlösung vollendet. Jesus sagt: "Es ist vollbracht!" Er hat den Sieg errungen, er hat festgehalten an dem Glauben, festgehalten an der Gerechtigkeit Gottes, festgehalten daran, dass Gott das Beste für ihn will. Er hat den Preis bezahlt, hat sich nicht davon abbringen lassen. Er hat den Sieg vollbracht.
[6:10] Oder neigte das Haupt und übergab den Geist. Weil es Rüsttag war, jener Sabbat war nämlich ein hoher Festtag, baten die Juden nun Pilatus, damit die Leichname nicht während des Sabbats am Kreuz blieben, dass ihnen die Beine zerschlagen und sie herabgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine, ebenso dem anderen, der mit ihm gekreuzigt worden war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht.
[6:40] Und hier wird ein wichtiger Punkt deutlich: Jesus ist nicht an den Folgen der Kreuzigung gestorben. Eine Kreuzigung war so konzipiert von den Römern, um möglichst den Tod lange herauszuzögern, um eine möglichst starke Qual und Tortur darzustellen. Dass Jesus schon nach wenigen Stunden starb, lag daran, dass die Sünde der gesamten Welt, die auf ihn gelegt worden ist, ihm tatsächlich das Herz gebrochen hat. Er ist nicht an den Nägeln gestorben, nicht daran, dass ihm irgendwann die Atmung versagte, nicht an Erschöpfung, sondern an meiner und deiner Sünde.
[7:34] Sondern einer der Kriegsknechte stach mit einem Speer in seine Seite und sogleich floss Blut und Wasser heraus. Und der, der das gesehen hat, der das bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, dass er die Wahrheit sagt, damit ihr glaubt. Johannes stand da, er das gesehen. Denn dies ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde: "Kein Knochen soll ihm zerbrochen werden." Und wiederum sagt eine andere Schrift: "Sie werden den ansehen, welchen sie durchstochen haben."
[8:04] Aus Sacharja Kapitel 12. Bis zu seinem Tod, ja, über seinen Tod noch hinaus hat Jesus die Prophezeiung des Alten Testaments bis auf den Punkt, bis in das letzte Teil erfüllt. Er ist wirklich der verheißene Messias.
[8:31] Danach bot Josef von Arimathia, der ein Jünger Jesu war, jedoch heimlich aus Furcht vor den Juden. Er war sehr einflussreich, und wir haben schon gelesen, dass es einige gab, die mit Jesus sympathisierten, die ihm sogar glaubten, wie er hier, aber die sich nicht öffentlich zu ihm bekannt hatten bis zu diesem Zeitpunkt, weil sie Angst hatten, dann aus der Synagoge vielleicht ausgeschlossen zu werden. Also Josef von Arimathia bat den Pilatus, dass er den Leib Jesu abnehmen dürfe, und Pilatus erlaubt es. Da kam er und nahm den Leib Jesu herab.
[9:08] Es kam aber auch Nikodemus, der zuvor bei Nacht zu Jesus gekommen war, jener Nikodemus, den wir in Kapitel 3 kennengelernt haben und der dann immer wieder hier in verschiedenen Punkten kurz auftaucht. Er hat ja schon in Kapitel 7 für Jesus Partei ergriffen.
[9:25] Und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe, etwa 100 Pfund. Sie nahmen nun den Leib Jesu und banden ihn samt den wohlriechenden Gewürzen in Leinen in Tücher, wie die Juden zu begraben pflegen. Sie kommen jetzt und bringen ihre Gaben, aber eine war schon vorgekommen. Eine hatte ihre Gabe gebracht, bevor Jesus gestorben war. Einer hat ihre Gabe gemacht, so dass Jesus noch etwas davon hatte. Das war Maria gewesen, die ihm dieses Nardenöl gemacht hat, damit gesagt hat, und Jesus schon vor seinem Tod einen Beweis der großen Liebe empfangen hat, die im Herzen dieser Frau entstanden ist, weil er ihr so viel Gutes getan hat.
[10:15] Es war aber ein Garten an dem Ort, wo Jesus gekreuzigt worden war, und in dem Garten ein neues Grab, in das noch niemand gelegt worden war. Wir wissen aus den Evangelien, dass es das Grab von Josef von Arimathia war. Dorthin nun legten sie Jesus wegen des Rüsttages der Juden, weil das Grab nahe war. Es war ja Freitag, der Sabbat brach bald an.
[10:41] Am ersten Tag der Woche aber kommt Maria Magdalena früh, als es noch finster war, zum Grab und sieht, dass der Stein von dem Grab hinweggenommen war. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, so wunderbar zu wissen, dass Jesus am Kreuz alles vollbracht hat. Er hat nicht nur einen Teil der Erlösung vollendet, wo wir dann vielleicht noch mehr hinzufügen müssten. Er hat alles vollbracht, und wir dürfen und müssen es glauben.
[11:13] Und das, was Jesus vollständig vollbracht hat, wollen wir in jeder einzelnen Phase unseres Lebens und jeden Aspekt unseres Alltags einbauen und diesen vollbrachten Sieg auf jede Schwierigkeit, auf jedes Sorge, auf jede Versuchung, der wir zu kämpfen haben, anwenden. Durch deine Gnade, das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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