In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Johannes 20:2-20:27 ein und beleuchtet die Ereignisse rund um die Auferstehung Jesu. Er beschreibt die Begegnungen mit Maria Magdalena, den Jüngern und Thomas und betont die Bedeutung von Glauben, Vergebung und der Sendung durch den Heiligen Geist. Das Video lädt dazu ein, die Lehren Jesu für das eigene Leben zu entdecken.
Gott auf (m)einer Seite: Johannes 20:2-20:27
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JohannesPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 1131. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir sind dir dankbar, dass wir jeden Tag aus deinem Wort leben dürfen, dass du uns in deinem Wort immer wieder neue Aspekte zeigst. Das Leben, das was Jesus von uns getan hat und was er heute noch für uns tut. Wir wollen auch unsere Gaben bringen, unsere Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Wir möchten uns heute zu dir bekennen und möchten dich bitten, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Wir wollen das Beste, was wir haben, dir geben, weil du das Beste, was du hattest, für mich und für jeden von uns gegeben hast. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
[1:34] Wir sind in Johannes Kapitel 20. Maria Magdalena kommt ganz früh am Sonntag, als es noch finster war, zum Grab und sieht, dass der Stein hinweg gerollt worden ist. Vers 2: Dort lesen wir weiter. Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu den anderen Jüngern, Verzeihung, zu dem anderen Jünger, den Jesus lieb hat, also zu Johannes, und springt zu ihnen. Sie haben den Herrn aus dem Grab genommen und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Dass Maria nicht alleine da war, das wissen wir aus den anderen Evangelien, die auch noch andere Frauen benennen, die mit ihr dort gewesen sind am Anfang.
[2:11] Nun gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und begaben sich zu dem Grab. Petrus und Johannes sind die ersten von den elf wirklich kleinen Jüngern, die sich Richtung Grab bewegen. Die beiden liefen aber miteinander und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus und kam zuerst zum Grab. Wenn man etwas von Johannes lernen kann, er wollte immer in der Nähe von dir sein. Er wollte mal zuerst bei Jesus sein, aber derjenige, der beim letzten Mal vor der Gefangennahme Jesu an dessen Brust sich lehnte, an seiner Seite sitzen wollte. Johannes hat immer einen Wunsch: näher zu Jesus. Und keiner hat so viel von Jesus aufgesogen wie Johannes selbst. Als jetzt Jesus hier gestorben war und von Auferstehung haben sie noch nicht so wirklich viel verstanden. Ich möchte der Erste sein, der diese Frage beurteilt, was jetzt mit dem Grab wirklich passiert ist.
[3:05] Oder beugte sich hinein und sah die Leinen in den Tüchern da liegen. Ging jedoch nicht hinein. Da kommt Simon Petrus, der ihm folgte und geht in das Grab hinein und sieht die Leinen da liegen und das Schweißtuch, das auf seinem Haupt war, nicht bei den Tüchern liegen, sondern für sich zusammengewickelt an einem besonderen Ort. Jesus hat das Schweißtuch sogar noch besonders zusammengewickelt. Er ist nicht einfach nur gegangen aus dem Grab. Er hat es noch ordentlich verlassen. Und hier können wir etwas von Jesus lernen. Jesus, der Tod und Teufel und Sünde besiegt hat, aus dem Grab geht, weil er sich selbst das Leben wiedergegeben hat, der den Schlüssel zum Totenreich in der Hand hält. Wartet noch einen Moment, bevor das Grab verlässt, um dieses Schweißtuch fein säuberlich, ordentlich zusammenzulegen und zurückzulassen. Ich möchte etwas von Jesus nennen, du auch, dass wir in den kleinen Dingen des Alltags Ordnung und ja, Genauigkeit lernen, so wie Jesus das hier uns vorgemacht hat.
[4:12] Darauf ging auch der andere Jünger hinein, der zuerst zum Grab gekommen, also Johannes, und er sah und glaubte. Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, dass er aus den Toten auferstehen muss. Er stand in der Bibel und Jesus hat es ihnen mehrmals vorher gesagt, aber sie haben es nicht begriffen. Nun gingen die Jünger wieder heim. Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Wie sie nun weinte, wollte sie sich in das Grab und sie sieht und sie sieht zwei Engel in weißen Kleidern sitzen, den einen beim Haupt, den anderen zu den Füßen, wo der Leib Jesu gelegen hatte. Und wieso sprechen zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Sie weiß jetzt, dass Jesus nicht mehr dort ist, aber sie denkt immer noch, dass er einfach nur umgebettet worden ist, dass er woanders begraben worden ist und sie jetzt eben nicht mehr die letzte Ehre erweisen kann. Sie weint darüber.
[5:09] Und als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus da stehen und wusste nicht, dass es Jesus war. Jesus spricht zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner und spricht zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich will ihn holen. Jesus spricht zu ihr: Maria. Da wendet sie sich um und spricht zu ihm: Raboni, das heißt Meister. Sie versteht plötzlich in dieser Stimme, hört sie plötzlich: Das ist Jesus, ihr Meister, den sie so sehr liebt, weil er so viel für sie getan hat.
[5:59] Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Und das zeigt ganz deutlich, dass Jesus, als er am Freitag starb, natürlich bewusstlos tot gewesen ist, nicht in den Himmel aufgefahren ist. Und wir deswegen auch genau wissen, wie wir in Lukas 23 das Komma zu setzen haben, als Jesus dem anderen, dem Verbrecher, dem einen der Verbrecher am Kreuz sagte: Wahrlich, ich sage dir heute, du wirst mit mir im Paradies sein. Denn an diesem Tag war Jesus nicht im Paradies, wie dieser Vers ganz deutlich offenbart. Geh aber zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.
[6:43] Jesus hat sich so sehr mit der Menschheit verbunden, dass er nicht nur bis zum Tod am Kreuz Mensch gewesen ist, sondern auch nach seiner Auferstehung Mensch geblieben ist. Johannes 3 Vers 16 sagt: Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab. Er hat ihn nicht ausgeliehen, nicht zwischenzeitlich uns überlassen. Er hat ihn gegeben. Jesus wird für alle Ewigkeit Mensch bleiben im verherrlichten Körper. Gott mit uns, Gott und Mensch so eng verbunden, dass sie nicht mehr getrennt werden. Und so ist er auch nach der Auferstehung unser Bruder. Und wenn er dann in den Himmel aufgefahren ist, ist er dort als unser menschlicher Bruder, als unser großer Bruder, als der Sohn des Menschen, steht er als Hohepriester vor unserem Gott und unserem Vater, vor seinem Gott und seinem Vater. Er, der selbst Gottes und wird als Mensch so als König der König und Herr der Herrn wiederkommen, um uns seine Brüder und Schwestern für alle Zeiten bei sich zu haben. Ist das nicht wunderbar?
[7:56] Da kommt Maria Magdalena und verkündet den Jüngern, dass sie den Herrn gesehen und dass er dies zu ihr gesprochen habe. Als es nun an jedem Tag, dem ersten der Woche, Abend geworden war und die Türen verschlossen waren an dem Ort, wo sich die Jünger versammelt hatten. Es war jetzt also schon Sonnenuntergang vermutlich gewesen, oder der erste Tag der Woche war fast zu Ende. Man war jetzt schon biblisch gesehen schon quasi am Beginn des Montags. Sie hatten sich versammelt aus Furcht vor den Juden. Da kam Jesus und trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch. Sie haben sie nicht versammelt, weil sie dachten, dass ab jetzt der Sonntag der Ruhetag ist, wo man Gottesdienst feiern. Ganz und gar nicht. Sie haben nicht einmal geglaubt zu diesem Zeitpunkt, dass Jesus wirklich auferstanden ist, sondern sie haben sich versammelt aus Angst vor den Juden. Sie hatten Angst, dass auch ihnen das passiert, was Jesus wiederfahren war. Aber Jesus kommt zu ihnen, tritt in ihre Mitte und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch.
[8:50] Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, als sie den Herrn sahen. Vielleicht sind auch wir manchmal in unserem Leben verbarrikadiert. Wir haben Angst. Dinge, die uns zur Welt passieren, die uns erschrecken, wir haben Furcht. Wir wissen nicht, wie wir überleben sollen. Wir wissen nicht, was auf uns zukommt. Aber Jesus, der Gekreuzigte, Jesus, der den Tod besiegt hat, der jetzt für uns eintritt. Er offenbart sich uns in seinem Wort. Und wenn wir ihn sehen, wenn noch nicht buchstäblich, aber wenn wir ihn in seinem Wort sehen, wenn wir ihn in unserem Leben sehen, wie er wirkt, dann werden wir froh. Dann darfst du auch froh sein, lieber Freund, liebe Freundin, weil Jesus sich offenbart hat.
[9:31] Das sprach Jesus wiederum zu ihnen: Friede sei mit euch. Gleich wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Jesus war der Gesandte. Das hat er deutlich gemacht bei der Heilung des blind Geborenen, als er diesen zum Teich Siloah sandte. Damals gab es viele Teiche, viele Reinigungsbäder. Aber er hat ihn direkt zum Teich Siloah gesandt, wo der Name bedeutet: der Gesandte. Jesus war der Gesandte und er sendet auch dich und mich, so wie Jesus vom Vater gesandt worden ist. Und Jesus das gerne getan hat. Alles das, was Jesus getan und wie er es getan hat, wie er seine Sendung ausgelebt hat, das ist ein Vorbild für dich und für mich, wie auch wir unsere Sendung durch Jesus ausleben dürfen.
[10:19] Und nachdem wir das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach: Empfangt Heiligen Geist. Für diese Sendung, für die Aussendung in die Welt, brauchen wir den Heiligen Geist. Wir können nicht aus eigener Kraft gehen. Jesus war nicht aus eigener Kraft gegangen, obwohl er es im Gegensatz zu uns sogar gekonnt hätte, weil er Gott ist. Aber Jesus ging in völliger Abhängigkeit vom Vater. Und ich möchte lernen, und du hoffentlich auch, wenn wir möchten doch lernen, oder das Jesus unsere Kraftquelle. Wir möchten lernen, mit von ganzem Herzen dann mich von Jesus abhängig zu machen, von seinem Heiligen Geist, der in uns und durch uns wirken muss, damit wir für ihn Zeugnis geben können.
[11:06] Welchen ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben. Welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Durch den Heiligen Geist können wir die Botschaft so klar und deutlich predigen, dass die Menschen verstehen, was Sünde ist und was das Evangelium ist. Und sie können also den Plan der Erlösung so deutlich verstehen, dass sie wissen, dass wenn sie die gepredigte Botschaft des Evangeliums wirklich annehmen, dass sie auch wirklich Vergebung haben. Nicht durch die Kraft und Autorität der Apostel oder der Prediger, sondern durch Jesus, der am Kreuz von Golgatha gestorben ist. So klar und deutlich dürfen wir die Botschaft predigen und weitergeben. So deutlich wird der Heilige Geist sie den Menschen ins Herz schreiben, dass wenn sie die Botschaft annehmen, den Verheißungen vertrauen, sie wirklich wissen dürfen, dass sie echte Vergebung haben. Und so, dass wir auch klar sagen können, dass wenn jemand dieses Evangelium ablehnt, er in seinen Sünden bleibt.
[12:06] Thomas aber, einer von den Zwölfen, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Es waren also gar nicht 11, sondern nur zehn bei dieser Zusammenkunft. Da sagten ihm die anderen Jünger: Wir haben den Herrn gesehen. Er war. Sprach zu ihnen: Wenn ich nicht an seinen Händen das Nagelmal sehe und meine Finger in das Nagelmal lege und meine Hand in seine Seite lege, so werde ich jetzt niemals glauben. Hier war jemand, der eigentlich dafür ausgebildet worden ist, dass er einmal anderen Menschen das Evangelium predigt und da war da auf angewiesen, dass diese ihm glauben, auch wenn sie Jesus nicht gesehen haben und Jesus nicht gehört haben und all diese Wunder nicht persönlich beobachtet haben. Der einmal selbst hoffen wird, dass Menschen aus Glauben auf sein Wort dann das annehmen werden. Er selbst hat diesen Glauben hier an dieser Stelle nicht.
[13:04] Und nach acht Tagen waren seine Jünger wieder drinnen und Thomas war bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt in ihre Mitte und spricht: Friede sei mit euch. Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände und reiche deine Hand her und lege sie in meine Hand und sei nicht ungläubig, sondern gläubig.
[13:27] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns mit deinem Wort erfrischst und dass du uns mit deinem Wort zeigst, was Jesus für uns bedeutet. Danke, dass Jesus unser Bruder ist, unsere ältere Bruder, der im Himmel für uns eintritt. Und dass wir uns auf jeden Fall lassen können. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Amen.
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