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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt beleuchtet Christopher Kramp die Ereignisse nach der Auferstehung Jesu, wie sie im Johannesevangelium beschrieben werden. Er thematisiert die Begegnung mit Thomas, die Bedeutung des Glaubens ohne sichtbaren Beweis und die erneute Berufung des Petrus nach seiner Verleugnung. Das Video ermutigt dazu, die Liebe zu Jesus zu vertiefen und sich neu in seinen Dienst stellen zu lassen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1132. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir haben eine Bitte heute an diesem Tag. Wir danken dir für all das, was du in unserem Leben tust. Wir haben diese eine Bitte, dass du uns heute Jesus zeigst in deinem Wort, heute und morgen und jeden Tag. Denn wenn wir Jesus sehen, dann werden wir froh, egal wie die Umstände sind, egal welche Schwierigkeiten wir zu begegnen haben. Wenn wir Jesus sehen, wenn wir wissen, dass Jesus in unserem Leben gegenwärtig ist, dann sind wir froh. Und so bitten wir dich, dass du uns heute den Gekreuzigten, den Auferstandenen und den Verherrlichten Jesus als unseren Erlöser, Schöpfer und älteren Bruder offenbarst durch den Heiligen Geist in deinem Wort. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:43] Wir sind in Johannes Kapitel 20. Jesus ist seinen Jüngern erschienen, die sich aus Angst vor Verfolgung versteckt haben. Und als er in ihrer Mitte gegenwärtig ist, werden sie froh, weil sie plötzlich realisieren, ihr Herr und Meister ist wirklich auferstanden. Und Jesus sendet sie aus und sagt ihnen, dass sie durch die Kraft des Heiligen Geistes eine Botschaft predigen sollen, die tatsächlich bewirkt, dass Menschen durch den Glauben an Jesus echte Sündenvergebung erfahren dürfen. Nur einer ist nicht gegenwärtig, nämlich Thomas. Der, als er später davon hört, nicht glauben möchte, dass Jesus tatsächlich buchstäblich dort gewesen ist und ruft aus, dass er erst glauben würde, wenn er tatsächlich Jesus selbst tasten könnte. Er, der einmal das Evangelium predigen soll zu Menschen, die keine Möglichkeit mehr haben werden, Jesus buchstäblich zu betasten, will erst glauben, wenn er einen handgreiflichen Beweis hat.

[2:55] Acht Tage später kommt Jesus erneut in ihre Mitte, als Thomas gegenwärtig ist. Und er gibt ihm die Gelegenheit, ihn zu berühren. Wir lesen weiter in Vers 28: „Und Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ Jesus spricht zu ihm: „Thomas, du glaubst, weil du nicht gesehen hast. Glückselig sind die, die nicht sehen und doch glauben.“ Thomas hat übrigens ganz deutlich hier verstanden, dass Jesus nicht nur ein Mensch ist, obwohl er weiterhin auch nach der Auferstehung ein Mensch bleibt. Er ist auch und war auch immer Gott. Nicht nur ein göttliches Wesen, sondern Gott. Wenn Thomas hier nicht die Wahrheit gesagt hätte, hätte Jesus ihn korrigieren müssen. Aber Thomas hat die Wahrheit gesagt. Denn Jesus hatte gesagt: „Ich bin, der ich bin.“ Johannes hat gesagt: „Das Wort war Gott.“ Und Jesus sagt zu ihm hier: Das ist besser ist zu glauben, auch dann, wenn man nicht betasten kann, nicht sehen und hören kann, sondern aufgrund des Wortes des inspirierten Wortes glaubt.

[4:20] Und deswegen heißt es jetzt in Vers 30: „Noch viele andere Zeichen hat Jesus nun vor seinen Jüngern, die in diesem Buch nicht geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.“ Johannes sagt mit anderen Worten: Es gab viele Dinge, die man aufschreiben können. Johannes wollte nicht einfach nur eine Biografie von Jesus schreiben, so gerne, wie die vielleicht wir die vielleicht auch gehabt hätten. Er wollte nicht einfach chronologisch alle erwähnenswerten Teile beschreiben, obwohl wir dadurch uns sehr gefreut hätten. Aber Johannes sah, dass etwas Wichtiges gab, nämlich, dass wir bestimmte Geschichten kennen, die wir durch den Glauben annehmen und dadurch ewiges Leben erhalten.

[5:08] Denn wir sind genau in der Position, dies hier vorher in der Geschichte mit Thomas ging. Wir können nicht die Male von Jesus selbst berühren. Wir können nicht Jesus buchstäblich in die Augen schauen. Wir können nicht seine Stimme hörbar zu unserem Ohr unbedingt hören. Aber wir können die Geschichten lesen. Wir können hören, was seine Apostel mit ihm erlebt haben und was sie durch den Heiligen Geist inspiriert, den sie ja empfangen sollen, über Jesus sagen.

[5:43] Und glückselig sind wir, wenn wir, die wir nicht selbst sehen und selbst betasten können, wenn wir aufgrund des Johannesevangeliums und der anderen Berichte über Jesus, der anderen Schriften der Bibel, wenn wir glauben.

[5:55] Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern wiederum am See von Tiberias. Offenbarte sich aber so. Es waren beisammen Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael von Kana in Galiläa und die Söhne aus und zwei andere von seinen Jüngern. Also nicht alle, sondern eine Gruppe von ihnen. Simon Petrus spricht zu ihnen: „Ich gehe fischen.“ Sie sprechen zu ihm: „So kommen wir auch mit dir.“ Da gingen sie hinaus und stiegen so gleich in das Schiff und in jeder Nacht fingen sie nichts. Sie gehen wieder zurück zu dem Beruf, den sie eigentlich schon aufgegeben hatten, als Jesus sie zu Vollzeit-Missionaren berufen hatte.

[6:35] Als es aber schon morgen geworden war, stand Jesus am Ufer. Doch wussten die Jünger nicht, dass es Jesus war. Da spricht Jesus zu ihnen: „Kinder, habt ihr nichts zu essen?“ Sie antworteten ihm: „Nein.“ Er sprach zu ihnen: „Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, so werdet ihr finden.“ Da warfen sie es aus und konnten es nicht mehr einziehen wegen der Menge der Fische. Schon wieder ein gigantisches Fischwunder, so wie damals, als er sie berufen hatte, als Petrus zu seinen Füßen niedergefallen war und gesagt hat: „Geh weg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch.“

[7:13] Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Simon Petrus: „Es ist der Herr!“ Johannes spricht zu Petrus und sagt: „Das ist Jesus.“ Als nun Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er das Obergewand um sich, denn er war nur im Untergewand, und warf sich in den See. Die anderen Jünger kamen mit dem Schiff, denn sie waren nicht fern vom Land, sondern etwa 1200 Ellen weit, also ungefähr 100 Meter entfernt, und zogen das Netz mit den Fischen nach.

[7:39] Wie sie nun ans Land gestiegen waren, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und einen Fisch darauf liegen und Brot. Ein Kohlenfeuer. Es war ein Kohlenfeuer, das Simon Petrus Jesus vollert hat. Interessant ist hier schon ein Fisch da. Jesus spricht zu ihnen: „Bringt her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt.“ Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land, voll große Fische, 153. Und obwohl es so viele waren, zerriss doch das Netz nicht.

[8:18] Jesus spricht zu ihnen: „Kommt zum Frühstück.“ Aber keiner der Jünger wagt, ihn zu fragen: „Wer bist du?“ Sie wussten, das ist der Herr. Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt es ihnen und ebenso den Fisch. Das war schon das dritte Mal, dass sich Jesus seinen Jüngern offenbarte, nachdem er aus den Toten auferweckt war.

[8:41] Als sie nun gefrühstückt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: „Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich mehr als diese?“ Er spricht zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.“ Er spricht zu ihm: „Weide meine Lämmer.“ Wiederum spricht er zum zweiten Mal zu ihm: „Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich?“ Er antwortet ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.“ Er spricht zu ihm: „Hüte meine Schafe.“

[9:12] Und das dritte Mal fragte ihn Simon, Sohn des Jonas: „Hast du mich lieb?“ Da wurde Petrus traurig, dass er ihn das dritte Mal fragte: „Hast du mich lieb?“ Oder sprach zu dem Herrn: „Du weißt alle Dinge. Du weißt, dass ich dich lieb habe.“ Jesus spricht zu ihm: „Weide meine Schafe.“

[9:42] Dreimal hatte ihn verleugnet, und er war fast am Abgrund, fast zum Abstand, quasi Abgrund. Es fehlte nicht mehr viel, und er hätte seinen Dienst für Jesus auf immer verloren. Aber Jesus hat ihn angeschaut, und Petrus war umgekehrt. Er hatte bitterlich geweint. Aber offensichtlich war ihm nicht ganz klar, welche Rolle er jetzt noch im Werk Gottes spielen konnte. Und Jesus fragt ihn dreimal vor den anderen.

[10:16] Sicherlich werden sie mitbekommen haben, was Petrus getan hatte und ihr Vertrauen in diesen vormals so vorlauten und forschen Jünger, der seine führende Rolle eingenommen hatte, was sicherlich mindestens angeknackst. Jesus beruft ihn nicht neu in einem abgeschiedenen Ort. Er verlangt nicht, dass die anderen Jünger dann einfach nur Petrus glauben, dass Jesus ihn wieder eingesetzt hat. Er fragt ihn dreimal vor allen anderen, so dass alle anderen auch hören, wie Jesus sagt: „Weide meine Lämmer, hüte meine Schafe, weide meine Schafe.“

[10:58] Petrus wird erneut von Jesus beauftragt, und zwar nicht nur als jemand, der das Evangelium in fremde Länder bringen soll, sondern einer, der auch wie ein Hirte in Gottes Gemeinde wirken soll. „Weide meine Lämmer“, nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Jugendlichen und die Kinder. Eine ganz umfassende Aufgabe, die Petrus erhält.

[11:30] Dreimal fragte ihn, und er fragte, wenn man sich das im Griechischen anschaut, ist das sehr interessant. Er fragt ihn, ob er ihn liebt, und dann wird im Griechischen verschiedene Worte verwendet. Das Agape, das Leben mit von ganzem Herzen, von ganzer Seele, und das Phileo, das, wo man jemanden so wie einen Freund gern hat. Und wenn man diese griechischen Worte verfolgt, dann hat man so fast den Eindruck, dass Petrus sagen möchte: „Du weißt, dass sie dich bisher nicht mit Agape-Liebe geliebt habe, sondern mit seiner Phileo, seiner freundschaftlichen Liebe. Aber ich war noch nicht bereit, das letzte und das Beste zu geben für dich in dem entscheidenden Moment, als es um Leben und Tod ging, habe ich dich verleugnet.“

[12:20] Jesus beruft ihn erneut. Ist ein besonderer Moment für mich persönlich und denke für jeden von uns, der in seinem Leben schwere Fehler gemacht hat und erlebt hat, wie Jesus und vergibt, uns wiederherstellt und uns neu in seinen Werk hinein beruft und für ihn da zu sein. Und wir müssen uns eingestehen, dass wir in unserer Liebe zu ihm wachsen müssen, mehr über seine Liebe nachdenken, um diese Liebe weitergeben zu können.

[13:05] Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, würdest du dich selbst und gingst, wohin du wolltest. Wenn du bald geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, oder ein anderer wird dich führen, wohin du nicht willst. Dies aber, sagte er, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde.

[13:22] Und nachdem er das gesagt hatte, spricht er zu ihm: „Folge mir nach.“ Jesus sagt ihm: „Du wirst einen schrecklichen Tod sterben.“ Und wir wissen aus der Kirchengeschichte, Petrus ist gekreuzigt worden und er hat dann darauf bestanden, sogar umgedreht gekreuzigt zu werden, auf dem Kopf stehend.

[13:43] Und er, der damals nicht einmal hören wollte, dass Jesus sterben wird, jetzt, dass er selbst sterben wird. Als er das verstanden hat, sagt ihm Jesus als Aufruf: „Folge mir nach.“ Das, was er ihm damals gesagt hatte, als sie zu Menschenfischer bewusst hat: „Folge mir nach.“ Eine erneute Berufung. Er hatte ihn damals schon vor der Verleugnung gesagt: „Wenn du einst umgekehrt bist, stärker die Brüder.“ Wenn du dich bekehrt hast, Jesus hatte viel gebetet. Petrus war frei, das anzunehmen und hat es angenommen, und Jesus hat ihn wiederhergestellt.

[14:28] Und Jesus hat ihn erneut berufen und sagt: „Folge mir nach.“ Petrus aber wandte sich um und sah den Jünger folgen, den Jesus liebte, der sich auch beim Abendmahl an seine Brust gelehnt und gefragt hatte: „Herr, wer ist der dich verrät?“ Johannes, den hat er jetzt gesehen.

[14:48] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns berufst und dass du uns auch wieder berufst. Du kannst die Sünde vergeben, weil Jesus von uns gestorben ist, und du möchtest das gerne tun, und dafür danken wir dir. Wenn unsere Sünde vergeben hast, dann behandelst du uns nicht wie Menschen zweiter Klasse, sondern du stellst uns wieder her und du rufst uns neu in dein Werk und du gibst uns vielleicht neue Aufgaben, andere Aufgaben, aber immer so, dass es für unser Bestes ist. Und her, dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Wir wollen dich mehr lieben von ganzem Herzen, lieben nicht nur als ein Freund, sondern als das Wichtigste in unserem Leben. Das wünschen wir uns von ganzem Herzen. Dank dafür. Amen.


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