In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Ereignisse in Johannes Kapitel 6. Er thematisiert die wundersame Brotvermehrung und die tiefere Bedeutung dahinter, dass Jesus das Brot des Lebens ist. Weiterhin wird auf Jesu Gang über das Wasser und die Reaktion der Jünger eingegangen. Die Predigt fordert die Zuhörer auf, nicht nur nach materiellen Vorteilen zu suchen, sondern sich auf das geistliche Leben und die Erlösung durch Jesus zu konzentrieren.
Gott auf (m)einer Seite: Johannes 6:11-6:35
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JohannesPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1110. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dein Wort lesen können. Danke, dass du zu uns sprichst. Möchte ich bitten, dass wir ewiges Leben haben, einfach über die Bibel lesen, sondern dass das Lesen der Bibel zu dir führt, zu deinem Erlösungsplan, zu dem, was Jesus von uns getan hat. Ist die Bibel die Grundlage dessen, warum wir hoffen können, weil Jesus für uns gestorben ist. Wir möchten durch die Bibel näher zu Jesus kommen. Möchte ich bitten, dass wir heute in deinem Wort besser verstehen können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:21] Wir sind in Johannes Kapitel 6. Es ist wieder Passah. Wir sind im Jahre, früher des Jahres 30. Ein Jahr noch bis zum Ende der dreieinhalb Jahre des Dienstes von Jesus. Und Jesus ist bei diesem Passah interessanterweise nicht in Jerusalem geblieben. Die Verfolgung durch die Jerusalem-Pharisäer ist der macht das nicht sinnvoll, dort zu diesem Zeitpunkt wieder aufzutauchen. Stattdessen ist er in Galiläa, und eine große Volksmenge ist beim 5000 Männer plus Frauen, plus Kinder. Und Jesus testet den Glauben seiner Jünger und fragt: „Meint ihr, wir können ihnen Brot kaufen?“ Und die Jünger rechnen aus und sagen: „Also, das sind so viel Geld, das haben wir niemals.“ Das Einzige, was sie finden, ist ein Junge mit fünf Broten und zwei Fischen. Doch was soll das schon helfen?
[2:25] Jesus hat sie gebeten, das Volk sich im Gras lagern zu lassen. Und dann lesen wir in Vers 11: „Und Jesus nahm die Brote, sagte Dank und teilte sie den Jüngern aus. Die Jünger aber denen, die sich gesetzt hatten, ebenso auch von den Fischen, so viel sie wollten.“ Jesus nahm die Brote. Vielleicht gibt es nur wenig, was wir haben, nur wenig, was wir können, nur wenig, was wir beitragen können. Aber wenn Jesus es nehmen darf, dann wird es reichen. Wenn wir das bisschen, was wir haben, in Jesu Hände legen, dann reicht es. Jesus sagte Dank und er gab es den Jüngern. Die Jünger gaben es weiter und damit illustrierte Jesus, wie Gemeinde funktioniert. Jesus gibt das Brot des Lebens an seine Jünger, seine Apostel, an die, die seine Botschaft verstehen, ist dann weitergeben sollen an andere Menschen.
[3:28] „Und als sie gesättigt waren, sprach er zu seinen Jüngern: ‚Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt.‘“ Auch das ein wichtiges Prinzip. Essen ist wertvoll. Und wie viel mehr das Wort Gottes, das hier auch damit symbolisiert worden ist. Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen übrig geblieben waren, welche gegessen hatten. Jesus hat mehr für uns, als wir überhaupt verkraften können, mehr als wir in diesem Leben anwenden können. Da ist mehr Segen, mehr Gnade, mehr Liebe vorhanden, als wir überhaupt selbst aufnehmen können. Gottes Gnade ist wirklich überfließend.
[4:16] „Als nun die Leute das Zeichen sahen, dass Jesus getan hatte, sprachen sie: ‚Das ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll!‘“ Ein Bezug zu 5. Mose 18, wo Mose, wo Gott durch Mose gesagt hat, dass ein Prophet wie Mose kommen würde. Und jetzt ist die Aufgeregtheit groß, jetzt ist die Sensation gewaltig. Dann erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn mit Gewalt zum König zu machen. Zog er sich wiederum an den Berg zurück, er allein. Der Parallelbericht berichtete deutlich, dass er den Jüngern befahl, sofort abzufahren. Jesus wollte nicht unter gar keinen Umständen die damals zeitgenössischen politischen Vorstellungen der Leute fördern. Er war ein König, aber ein König, der die Sünde bekämpfte.
[5:12] „Als es aber Abend geworden war, gingen seine Jünger hinab an den See und sie stiegen in das Schiff und fuhren über den See nach Kapernaum. Und es war schon finster geworden und Jesus war nicht zu ihnen gekommen. Und der See ging hoch, da ein starker Wind wehte. Als nur ungefähr 25 oder 30 Stadien gerudert waren, also ungefähr fünf Kilometer, sahen sie Jesus auf dem See gehen und sich dem Schiff nähern. Und sie fürchteten sich.“ Er sprach sie: „Ich bin’s, fürchtet euch nicht!“
[5:44] Da wollten sie ihn in das Schiff nehmen und zugleich war das Schiff an Land, wohin sie fahren wollten. Noch ein weiteres Wunder, das oft übersehen wird. An diesem Abend sind etliche Wunder geschehen. Eines davon war, dass Jesus auf dem Wasser ging. Und wir alle kennen die Geschichte, wie sie von Matthäus dann auch ausführlich erzählt wird, dass auch Petrus durch die Kraft Jesu auf dem Wasser gehen konnte, bis er auf sich selbst geschaut hat und dann kurzzeitig unterging. Und dieses ihn retten musste. Aber ein weiteres Wunder war auch, dass nicht durch natürliche Ruderkraft sie dann ans Ufer kamen, sondern sogleich plötzlich am Land waren, an der Küste, wo sie hinwollten.
[6:28] Am folgenden Tag, als die Volksmenge, die am jenseitigen Ufer des Sees stand, gesehen hatte, dass kein anderes Schiff dort war als nur das eine, in welches seine Jünger gestiegen waren, und dass Jesus nicht mit seinen Jüngern in das Schiff gestiegen war, sondern dass seine Jünger allein abgefahren waren. Es kamen aber andere Schiffe von Tiberias nah an den Ort, wo sie das Brot gegessen hatten, nach der Danksagung des Herrn. Da also die Volksmenge sah, dass Jesus nicht dort war, auch nicht seine Jünger, stiegen auch sie in die Schiffe und kamen nach Kapernaum, um und suchten Jesus.
[6:58] Und als sie ihn am anderen Ufer des Sees sahen, sprachen sie zu ihm: „Wann bist du hergekommen?“ Jesus antwortete ihnen und sprach: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht deshalb, weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.“
[7:17] „Wirkt nicht für die Speise, die vergänglich ist, sondern für die Speise, die bis ins ewige Leben bleibt, die der Sohn des Menschen für euch geben wird. Denn diesen hat Gott, der Vater, bestätigt.“ Die Menschen waren begeistert, aber ihre Begeisterung war vor allem deswegen, weil sie gesehen hat, dass Jesus so viel Essen machen kann. War das nicht ein großartiger General, der für das gesamte Heer Brot aus wenigen Broten erzeugen konnte?
[7:47] Aber Jesus durchschaute das und er stellt ihm die Frage: „Warum seid ihr wirklich gekommen? Seid ihr gekommen, um noch mehr Brot abzustauben? Was hat er, gekommen, um die Erlösung zu erfahren? Seid ihr gekommen, um Gottes Wort zu verstehen? Sei gekommen, um Gott zu verstehen, wer er wirklich ist? Warum folgen wir Jesus? Einfach nur wegen der Vorteile des so für unser persönliches Leben hat, oder folgen wir Gott, weil er Gott ist, weil das so ist, wie er ist, auch wenn es vielleicht gerade keine physischen Vorteile in dieser Welt für uns deswegen gibt?“
[8:28] „Was sollen wir tun, um die Werke Gottes zu wirken?“ Jesus antwortete und sprach zu ihnen: „Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“ Unser Glaube an Jesus ist ein Werk Gottes. Wir können nicht aus eigener Kraft einfach glauben, sondern wir können uns Gott hingeben. Wir können unser Leben eben zur Verfügung stellen, und Gott kann in uns einen Glauben bewirken, der dann uns wirklich gerecht vor Gott macht. Unser Glaube ist keine Qualifikation, die du vorweisen musst. Zur Glaube befähigt Gott in uns zu wirken. Wir nehmen ihn bei seinem Wort, bei seinem Wort.
[9:22] „Was tust du denn für ein Zeichen, damit wir sehen und wir glauben? Was wirkst du? Unsere Väter haben das Manna gegessen in der Wüste, geschrieben steht: ‚Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen.‘“ Die Implikation ist da: Wir haben schon mal einen großen Führer gehabt, wie Mose, und auch er hat uns Brot gegeben, und zwar nicht nur einmal, so wie du gestern, sondern 40 Jahre lang, und zwar nicht für 5000 Männer plus Frauen, sondern für 600.000 Männer plus Frauen plus Kinder, wahrscheinlich um die 2 Millionen. Was machst du?
[9:56] Und hier sehen wir, wie falsch das Denken, dass sie sie sie sie sie rechnen jetzt Wunder gegeneinander auf. Und quantitativ so viele Menschen dort, so viel Jahre dort, nur hier einen Tag und implizieren damit, dass Jesus noch nicht so groß ist wie Mose.
[10:12] „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot aus dem Himmel. Es war nicht Moses Verdienst, dass jeden Tag Manna fiel, nicht damit das Volk dann Mose erhöht. Es war Gott, der Vater selbst. Denn das Brot Gottes ist derjenige, der aus dem Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt.“ Mit anderen Worten: Das Manna, das 40 Jahre lang in der Wüste fiel, war ein Hinweis auf diesen Jesus. Sie sollten danach denken und deswegen Jesus annehmen. Sie sollten nicht, dass man annimmt als Feigenblatt, um damit zu begründen, dass Jesus ablehnt. Sie haben das Manna-Geschichte von meiner völlig falsch benutzt. Es sollte sie eigentlich zu Jesus bringen.
[11:02] „Gib uns alle Zeit dieses Brot, das Brot, das vom Himmel herabkommt und Leben gibt.“ Jesus aber sprach zu ihnen: „Ich bin das Brot, das Leben ist.“ Das erste der berühmten sieben „Ich bin“-Worte von Jesus, die wir alle im Johannesevangelium finden. „Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten.“
[11:23] Lieber Freund, liebe Freundin, hast du geistlichen Hunger? Hast du momentan Durst? Dann komm zu Jesus. Jesus stillt deinen Hunger, er stillt deinen Durst, wenn du ihm glaubst. Wird er für dich alles das sein, was deine Seele sich wünschen kann. Jesus ist das Brot des Lebens. Lasst uns von ihm essen. Lasst uns Jesus unser Leben aufnehmen, und er wird uns stärken, er wird uns erquicken, er wird uns Freude schenken, weil er es versprochen hat.
[12:04] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass du uns nur das Beste geben möchtest. Du hast den Israeliten Manna vom Himmel regnen lassen, 40 Jahre lang. Und all das hast du getan, damit sie Jesus und seinen Erlösungsplan besser verstehen. Herr, jedes Wunder, das du tust in unserem Leben, jedes Eingreifen in unserem Alltag hat ein Ziel, dass wir Jesus besser kennenlernen und mit ihm leben. Ja, das wollen wir heute tun, von ganzem Herzen wünsche ich mir das, und ich denke, jeder, der jetzt das Video sieht und anhört, dass wir heute aus deiner Kraft leben können. Das bitten wir im Namen Jesu.
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