In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Ereignisse und Lehren aus Johannes 6:68-7:28. Er thematisiert die Reaktion der Jünger auf Jesu Worte, Petrus‘ Glaubensbekenntnis und Jesu Auseinandersetzung mit den religiösen Führern und seinen eigenen Brüdern. Die Predigt betont die Bedeutung des Wortes Gottes als Quelle der Weisheit und die Notwendigkeit eines gehorsamen Herzens, um Gottes Wahrheit zu erkennen.
Gott auf (m)einer Seite: Johannes 6:68-7:28
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JohannesPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 112. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dein Wort haben und jeden Tag uns daraus ernähren dürfen, dass du jeden Tag uns das schenkst, was wir zum Leben brauchen, nicht nur körperlich, sondern auch geistlich. Eröffne heute uns dein Wort, dass wir heute verstehen, was der Tod Jesu am Kreuz von Golgatha für uns bedeutet und wie wir daraus heute im Alltag leben können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:18] Wir sind in Johannes Kapitel 6. Jesus hat, einen Tag nach der Speisung der 5000 Männer plus Frauen plus Kinder, vielen Menschen, die am nächsten Tag dann zu ihm gekommen sind, vor allem, weil sie wieder gerne etwas zu essen haben wollten, deutlich gemacht, dass er selbst, Jesus, das Brot des Lebens ist und dass sie, um ewiges Leben haben zu können, sich ganz auf ihn verlassen müssen. In einem symbolischen Sinne sein Fleisch und Blut trinken müssen, selbst darauf verlassen müssen, dass sein Tod ihr Leben bewirkt. Aber viele, die das hörten, empfanden das als eine Zumutung und sehr viele auch seiner Jünger haben ihn dann verlassen und sind ihm nicht mehr nachgefolgt. Und Jesus stellt in diesem Zusammenhang dann die Frage auch an seinen engsten Jüngerkreis, nämlich an die 12, die er zu Aposteln auserwählt hat, und fragt sie, ob sie nicht auch weggehen wollen.
[2:20] Wir lesen weiter Vers 68: „Der antwortete ihm Simon Petrus: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens, und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes.“
[2:42] Petrus macht ganz deutlich, dass für ihn keine Alternative gibt, mehr im Leben etwas anderes zu tun, außer bei Jesus zu sein. Können wir das auch sagen? Können wir auch sagen, wenn Jesus uns fragen würde, ob wir gehen wollen, dass wir auch sagen können: „Wüssten gar nicht mehr, wohin wir sonst gehen sollen.“ Und Petrus begründet das. Er sagt: „Du hast Worte ewigen Lebens.“ Das, was du, Jesus, mir sagst, was du uns sagst, dann merken wir, dass Gott zu uns spricht. Da merken wir, dass wenn wir darin bleiben, wenn wir das annehmen, das unser Leben verändert und uns ewiges Leben geben wird. Mögen auch wir jeden Tag die Worte von Jesus zu unserem Herzen als Worte des Lebens annehmen.
[3:33] Und hier bezeugt Petrus schon sehr deutlich: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Das heißt, als er dann später zum Beispiel Matthäus 16 auf die Frage von Jesus, wer er denn sei, gesagt hat: „Du bist der Sohn des lebendigen Gottes, du bist der Christus“, war das keine spontane Erkenntnis, sondern eigentlich etwas, was wir hier schon und war früher schon erkannt hatte. Etwas, was Jesus dann später nur noch einmal ihn hat wiederholen lassen, um ihn dann darauf vorzubereiten, und die Jünger vorzubereiten auf die für sie überraschende Nachricht, dass sie so sterben wird.
[4:07] Jesus antwortete ihnen: „Habe ich nicht euch Zwölf erwählt? Und doch ist einer von euch ein Teufel.“ Er redet aber von Judas, Simon Sohn, dem Iskariot, denn dieser sollte ihn verraten. Er, der einer von den Zwölfen war. Jesus wusste von Anfang an, dass selbst im innersten Zirkel der Apostel einer war, der die Prinzipien des Reiches Gottes einfach nicht an sich heranlassen wollte. Einer, der nicht nur langsam war im Lernen, wie die anderen Jünger, sondern einer, der es letztendlich ablehnte, was Jesus sagte. Der selbst nicht ahnte, wohin dieser Kurs ihn führen würde, aber von dem Jesus bereits wusste, dass wenn er in diesem Kurs bleibt, und dieses konnte ja die Zukunft sehen, er wusste, dass das so sein wird. Er einmal sich völlig auf die Seite Satans stellen würde.
[4:56] Es ist nicht die hohe Position, die wir haben im Werk Gottes, die garantiert, dass wir niemals in Satans auf seiner Seite uns stellen. Es ist nur, wenn wir aus dem Wort Gottes leben, täglich, jeden Tag, dass wir davor sicher sind.
[5:12] Und danach zu Jesus in Galiläa umher, denn er wollte nicht in Judäa umherziehen, weil die Juden ihn zu töten suchten. Es war aber das Laubhüttenfest der Juden nahe. Wir springen hier noch einmal in der Zeit, ungefähr ein halbes Jahr. In der Zwischenzeit hat Jesus mehrmals, zweimal, mindestens zweimal seinen Jüngern deutlich gemacht, dass er sterben wird. Er hat das Leiden angekündigt, er ist mit ihnen an verborgenen, fernen Orten gewesen, hat sich zum Teil ins Ausland mit ihnen begeben, und einige Geschichten, die wir dort in Matthäus, Markus und Lukas finden, können sind dort passiert. Nun sind wir beim Laubhüttenfest, das heißt, wir sind im Herbst des Jahres 30, und es ist noch ein halbes Jahr bis zur Kreuzigung.
[5:57] Da sprachen seine Brüder zu ihm: „Brich doch auch von hier auf und zieh nach Judäa, damit auch deine Jünger die Werke sehen können, die du tust. Denn niemand tut etwas im Verborgenen und sucht zugleich öffentlich bekannt zu sein. Wenn du diese Dinge tust, so offenbare dich der Welt.“ Denn auf seine Brüder glaubten nicht an ihn.
[6:17] Jesus war eine längere Zeit nicht in Jerusalem gewesen. Er war sogar, wie wir gesehen haben, bei dem Passah ein halbes Jahr zuvor nicht in Jerusalem gewesen, weil er beim Passah 29, also vor anderthalb Jahren, aufgrund seiner Heilung des Mannes am Teich Bethesda gestellt worden war, was in Johannes 5 gesehen haben. Und Jesus hat den Konflikt versucht, solange es geht, zu vermeiden.
[6:43] Wir lesen hier, dass seine Brüder, die mit ihm aufgewachsen sind, ihm nicht geglaubt haben. Und das muss Jesus seinen echten Schmerz bedeutet haben, denn sie kannten mehr als alle anderen sein sündloses Leben und wussten, dass er nichts verkehrt gemacht hat.
[6:58] Da spricht Jesus zu ihnen: „Meine Zeit ist noch nicht da, aber eure Zeit ist immer bereit. Die Welt kann euch nicht hassen, mich aber hasst sie, denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke böse sind.“ Jesus macht deutlich, dass sie als Menschen, die eigentlich der Welt nachfolgen, gar nicht verstehen können, in welchem Konflikt Jesus sich befindet, als jemand, der ganz hundertprozentig Gott nachfolgt und deswegen immer und immer wieder mit den Prinzipien der Welt in Auseinandersetzung gerät. „Geht ihr hinauf zu diesem Fest. Ich gehe noch nicht zu diesem Fest hinauf, denn meine Zeit ist noch nicht erfüllt.“
[7:31] Also dies zu ihnen gesagt hatte, blieb er in Galiläa. Nachdem aber seine Brüder hinaufgegangen waren, ging auch er hinauf zum Fest, nicht öffentlich, sondern wie eben verborgen. Jesus wollte keine übermäßige Aufmerksamkeit zu diesem Zeitpunkt erregen. Da sucht ihn die Juden während des Festes und sprachen: „Wo ist der?“ Das Gerücht ging um, dass Jesus da sein könnte, und es gab viel Gemurmel seinetwegen unter der Volksmenge. Etliche sagten: „Er ist gut.“ Andere sprachen: „Nein, sondern führt die Leute.“ Es gab eine geteilte Meinung über Jesus.
[8:01] Heute gibt es viele verschiedene Meinungen über unseren Erlöser. Doch redete niemand freiwillig über ihn aus Furcht vor den Juden. Das gesellschaftliche Klima, das religiöse Klima war derart, dass niemand sich traute, offen seine Meinung zu sagen, was er von Jesus hielt, wenn man wusste, dass die Obersten nicht gut auf ihn zu sprechen waren und dass man ja bereits ein Gerichtsverfahren gegen ihn angestrengt hatte.
[8:24] Als aber das Fest schon zur Hälfte verflossen war, ging Jesus in den Tempel hinauf und lehrte es. Gab der Zeitpunkt, wo Jesus dann die Gelegenheit ergriffen hat, als der Zeitpunkt, der gute Zeitpunkt gekommen war, um zu predigen und das Wort Gottes auch dort in Jerusalem wieder zu verbreiten. Und die Juden verwunderten sich und sprachen: „Woher kennt diese die Schriften? Er hat doch nichts studiert.“
[8:44] Das impliziert, dass Jesus auf eine solche vollmächtige Art und Weise gepredigt haben muss, dass die Pharisäer den Eindruck hatten, er hat das Wissen eines Studierten, aber wir wissen, dass er nicht studiert hat. Das zeigt uns, dass Gott in der Lage, einen Menschen und auch Jesus hat ja als Mensch die Bibel kennengelernt, mit großer Vollmacht in der Schrift auszustatten, auch wenn man keinen formalen Ausbildungsweg beschritten ist, auch wenn man kein theologisches Seminar absolviert hat. Jetzt hat gar keine Schule besucht, aber weder bei den Pharisäern noch den Sadduzäern, war nicht einmal in der Grundschule und doch kann er die Bibel ausgezeichnet.
[9:25] Seine Irritation. Und wir dürfen, wir müssen uns vor einem System hüten, wo man nur noch denkt, dass diejenigen, die einen formalen Abschluss haben in Theologie, deine Bibel gut auslegen können. Jesus zeigt, dass das zwar schlecht ist, aber keinesfalls notwendig. Eine der wichtigsten Verse in dieser Hinsicht ist Psalm 119 Vers 99: „Ich bin weiser geworden als alle meine Lehrer, denn deine Zeugnisse sind meine Überlegung.“ Wenn wir über Gottes Wort nachdenken, dann kann Gott uns all das lernen und noch viel mehr, was man landläufig in einer theologischen Schule lernen könnte, zumindest alles das, was wirklich wichtig ist für unsere Erlösung und um Gott kennenzulernen.
[10:18] Jesus antwortete ihnen und sprach: „Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. Wenn jemand seinen Willen tun will, wird er erkennen, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede. Was ich sage, habe ich mir nicht ausgedacht, sie kommt. Die Lehre kommt von Gott.“ Und ob das so ist, könnt ihr merken, ob ihr wirklich ein gehorsames Herz habt, ein williges Herz, Gott zu gefallen. Wird uns befähigen, auch Lehren zu prüfen. Es ist nicht so hohe Intelligenz oder unsere Kenntnis vieler theologischer Schriften und die Bereitschaft, Gott zu folgen, die uns befähigt, wirklich Gottes Stimme von ihren unterscheiden zu können.
[10:55] Wer aus sich selbst rede, der sucht seine eigene Ehre, der über die Ehre dessen, der ihn gesandt hatte. Der ist wahrhaftig und keine Ungerechtigkeit ist in ihm. „Hatte nicht das Gesetz gegeben, und doch tut keiner von euch das Gesetz. Warum sucht ihr mich zu töten?“
[11:08] Die Pharisäer waren stolz auf ihre Bibelkenntnis und doch haben sie das Gesetz Gottes, die Zehn Gebote, direkt übertreten, indem sie einen Plan gefasst haben, wie sie Jesus umbringen können. Und das er schon in Johannes 5 und vor anderthalb Jahren.
[11:20] Die Menge antwortet und sprach: „Du hast einen Dämon. Wer sucht dich zu töten?“ Jesus wusste ganz genau, was die religiösen Führer vorhatten, aber das schien vielen so unvorstellbar, dass sie das als völlig unmöglich abtaten.
[11:34] Jesus antwortet und sprach: „Ich habe in einem Werk getan, und ihr alle wundert euch. Und dieses bezieht sich hier auf das, was er anderthalb Jahre zuvor in Johannes 5 am Teich Bethesda getan hat, was ihn damals vor das Gericht gebracht hat. Das letzte Mal, als er in Jerusalem gewesen ist, was immer noch vor den für die Pharisäer dort ganz vor Augen steht. Und der Grund, warum sie ihn suchen.
[11:58] Die Menge antwortet: „Das hat mir.“ Darum sage ich euch: „Mose hat euch die Beschneidung gegeben, nicht, dass sie von Mose kommt, sondern von den Vätern, und ihr beschneidet den Menschen am Sabbat, wenn ein Mensch am Sabbat die Beschneidung empfängt, damit das Gesetz Moses nicht übertreten wird. Was töte mir denn, dass ich den ganzen Menschen am Sabbat gesund gemacht habe?“ Jesus versucht noch einmal biblisch zu argumentieren und zu sagen, was sie damals vor anderthalb Jahren gegen mich aufgebracht hat, ist biblisch nicht so rechtfertigen, dass ihr so gegen mich seid. Denn die Heilung des Mannes am Teich Bethesda im Passah 29 war in völliger Übereinstimmung mit der Bibel.
[12:34] „Richtet nicht nach dem Augenschein, sondern fällt ein gerechtes Urteil.“ Wir sollen nicht nach unseren Eindrücken richten, sondern auf der Grundlage des Wortes Gottes.
[12:45] Da sprachen etliche von Jerusalem: „Ist das nicht der, den sie zu töten suchen?“ Und jetzt wird deutlich, dass es offensichtlich weit bekannt ist in der Gesellschaft, dass man tatsächlich Jesus töten möchte. Und damit entlarvt sich der das, was die Menge in fast 20 gesagt hat, als falsch. Jesus hatte sehr wohl recht. Das ist interessant, dass manchmal Gott Wege hat, wenn wir die Wahrheit sagen und Menschen das völlig anzweifeln, und Möglichkeiten hat, dann ganz über ganz andere, unerwartete Wege zu zeigen, dass das, was wir in Wahrheit gesagt haben, auch wirklich die Wahrheit ist. Doch von diesem Wissen wir, woher kommt.
[13:26] „Und siehe, er redet öffentlich, und sie sagen ihm nichts. Haben etwa die Obersten wirklich erkannt, dass dieser in Wahrheit der Christus ist? Doch von diesem Wissen wir, woher ist. Wenn aber der Christus kommt, so wird niemand wissen, woher ist.“ Hier gab es eine Tradition, dass man der Meinung war, der Messias kommt so, dass man ihn nicht sozusagen seine Herkunft zurückverfolgen konnte. Und diese Tradition war so stark, dass man die Tatsache, dass man wusste, weil Jesus kommt, jetzt als Beweis ansah, dass er nicht hier sein konnte. Man hat also buchstäblich die Tradition über Gottes Wort gestellt.
[14:00] Da rief Jesus, während er im Tempel lehrt, und sprach: „Ja, ihr kennt mich und wisst, woher ich bin, und doch bin ich nicht von mir selbst gekommen, sondern der ist wahrhaftig, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennt.“ Ja, sie wussten, dass er aus Nazareth war. Sie wussten vielleicht, einige wahrscheinlich nicht viele, dass er in Bethlehem geboren worden ist. Sie kannten seine Mutter und seinen juristischen Vater, sie kannten seine Brüder, sie kannten die Umstände, in denen er aufgewachsen ist. Aber sie kannten wirklich Gott nicht und sie haben nicht verstanden, dass Jesus schon vor existiert hatte, dass er von Gott gekommen ist als der Sohn Gottes.
[14:35] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten danke sagen, dass wir dein Wort haben und dass du versprochen hast, dass jeder Einzelne von uns die Bibel wirklich gut und gründlich verstehen kann, wenn wir uns die Zeit nehmen, sie zu erforschen. Wenn wir uns Zeit nehmen, dass du zu sprechen kannst. Ja, das wünschen wir uns. Ganz egal, ob wir vielleicht mal Theologie studiert haben oder eine Bibelschule besucht haben und einfach zu Hause jeden Tag dein Wort lesen. Wir wünschen uns, dass auch wir, so wie Jesus, die Bibel wirklich gut verstehen und damit Menschen zu zeigen, wie du, unser Vater im Himmel, wirklich bist. Es bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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