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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In diesem Video aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ mit Christopher Kramp wird der biblische Text aus Johannes 8:36-9:5 ausgelegt. Es geht um die wahre Freiheit, die Jesus Christus schenkt, und die tiefgreifenden Unterschiede zwischen denjenigen, die sich auf Abraham berufen, und denen, die tatsächlich nach Gottes Willen leben. Der Sprecher beleuchtet die Identität Jesu und seine göttliche Autorität, die sich in seiner Fähigkeit zeigt, Sünden zu vergeben und Blindheit zu heilen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 1115. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, was für ein wunderschöner Gedanke, dass wir uns nie einsam fühlen brauchen, wenn wir dich überall mit hinnehmen, wenn wir in uns diese Quelle des lebendigen Wassers haben durch den Heiligen Geist. Wenn wir einfach hier vertrauen, so wie Jesus dir vertraut hat. Darum bitten wir dich von ganzem Herzen für den heutigen Tag. Sehen wir uns heute dieser Erfahrung, egal was passiert, egal wo wir sind, ganz nicht einsam fühlen, sondern wissen dürfen, weil wir mit dir gesprochen haben, weil wir von dir gelernt haben, weil wir deine Ehre vor Augen haben, dass du bei uns bist. Ja, das bitte ich dich für mich persönlich und für jeden, der jetzt auch dieses Video sieht und anhört. Im Namen Jesu. Amen.

[1:51] Wir sind in Johannes Kapitel 8. Jesus spricht. Ja, man kann was sagen, ja, er hat ein Gespräch mit den Pharisäern und Schriftgelehrten, nachdem er der Ehebrecherin ihres Sünden vergeben hat. Und sie versuchen immer wieder, ihn in die Enge zu treiben. Und als Jesus dann einigen Umstehenden, die einen glauben, die beginnen, ihn zu glauben, deutlich macht, dass die Wahrheit, wenn sie bei der Wahrheit bleiben, wenn sie beim Wort Jesu bleiben, die Wahrheit sie frei machen wird.

[2:26] Da behaupten die obersten Juden, das gar nicht nötig sei, weil sie ja gar nicht jemandes Knecht seien. Aber Jesus macht deutlich, das ist die Sünde ist, die uns alle knechtet. Jeder, der gesündigt hat, nur Jesus war ohne Sünde. Alle anderen, egal ob Pharisäer, Sadduzäer, die Ehebrecherin, die Jünger, du und ich, wir haben gesündigt und die Sünde hat uns zu Knechten gemacht. Wir sind weiter Vers 36: „Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei.“

[3:01] Lieber Freund, liebe Freundin, es gibt echte Freiheit. Echte Freiheit von Schuldgefühlen, echte Freiheit von Belastungen aus der Vergangenheit, echte Freiheit von Sünden, die vielleicht super schwarz sind, aber die völlig geheilt werden können, völlig vergeben werden können. Nicht durch Meditation, nicht durch gute Werke, nicht durch lange psychologische Gespräche, sondern durch Jesus Christus. Er hat die Kraft, die niemand sonst hat. Er ist das Licht der Welt. Er konnte dieser Ehebrecherin vergeben, weil er bereit war, alle ihre Schuld auf sich zu nehmen. Er macht wirklich frei. Diese Frau war frei. All ihre Scham, all ihre Schuld, all das, was sie bereut hat, in diesem Moment war von ihr genommen. Jesus hat ihr vergeben. Erstes Licht der Welt, und es möchte für dich und für mich und für jeden einzelnen Menschen tun. Lasst uns ihm glauben, lasst uns zu Jesus kommen und die Freiheit in Anspruch nehmen, die er uns anbietet.

[4:04] Ich weiß, dass ihr Abrahams Same seid, aber ihr sucht mich zu töten, denn mein Wort findet keinen Raum in euch. Jesus geht jetzt auf das Argument ein, dass sie sagen: „Wir sind doch Abrahams Same.“ Und sagt: „Ich weiß, dass ihr von Abraham genetisch abstammt, aber ihr glaubt mein Wort nicht. Ihr sucht meinen Tod. Ihr plant, mich zu ermorden. Ich rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe. So tut auch ihr, was ihr bei eurem Vater gesehen habt.“

[4:26] Und Jesus entwickelt jetzt einen Gedanken. Er macht deutlich, das, was ihr plant, tut, kommt nicht von Gott. Die Tatsache, dass ich von Gott komme und ihr gegen mich arbeitet, beweist, dass ihr gegen Gott den Vater arbeitet.

[4:41] Sie antworten und sprechen zu ihm: „Abraham ist unser Vater.“ Jesus spricht zu ihnen: „Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, so würdet ihr Abrahams Werke tun.“ Ja, sie waren zwar genetisch Abrahams Same, sie waren von Abraham abgestammt, aber sie waren geistlich nicht seine Kinder. Denn im geistlichen Sinne ist nur der ein Kind Abrahams, der auch so lebt und glaubt wie Abraham. Aber ihr sucht mich zu töten, einen Menschen, der die Wahrheit gesagt hat, die von Gott gehört habe. Das hat Abraham nicht getan. Es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen Abraham und den Menschen, die sich auf ihren Beruf berufen.

[5:18] Kann es sein, dass das mir auch einen gewaltigen Unterschied gibt zwischen uns und den Menschen, auf die wir uns berufen, die wir zu unseren Vorbildern erkoren haben, denen wir nachahmen wollen, seines Reformatoren, Menschen in der Kirchengeschichte, Menschen der Liebe? Denken, dass wir genauso sind wie sie, in Wirklichkeit aber etwas völlig anderes tun, als was diese Menschen getan haben oder tun würden.

[5:44] „Ihr tut die Werke eures Vaters.“ Ihr sagt, ihr habt einen Vater. Das ist nicht Gott, ist auch nicht Abraham. Das waren die zu ihm: „Wir sind nicht ohne dich unehrlich geworden. Wir haben einen Vater, Gott.“ Und das ist natürlich ein ein ein ganz verfiederschlag gegen Jesus, weil sie quasi sagen, wir sind nicht geworden. Und damit deuten sie an, dass bei der Geburt Jesu ja etwas passiert ist, was ich also, was Menschen nicht erklärt werden kann, nämlich die Jungfrauengeburt. Aber weil sie das nicht glauben, behandeln sie ihn als jemand, der in Untreue, in uns, sucht, sozusagen als Bastard geboren worden ist, unehrlich geboren.

[6:28] „Wir haben einen Vater, Gott.“ Da sprach Jesus zu ihnen: „Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen. Denn nicht von mir selbst bin ich gekommen, sondern er hat mich gesandt.“ Wenn Gott unser Vater ist, sind wir so gar bereit, unsere Feinde zu lieben, denn Jesus sagte Matthäus 5, dass wir unsere Feinde lieben sollen, segnen sollen, wir verfluchen sollen, damit wir Söhne unseres Vaters im Himmel sind. Wenn sie wirklich Gott ihr Vater gewesen wäre, dann hätten sie Jesus selbst dann geliebt, wenn Jesus wirklich gegen sie gewesen wäre. Wirklichkeit war Jesus, sie zu retten, aber gekommen, weil er sie liebte, weil er für sie da sein wollte. Und trotzdem versuchten sie, so zu töten. Sie begaben damit einen eindeutigen Beweis, dass Gott in diesem Moment ganz und gar nicht ihr Vater war, der überhaupt gar keine Beziehung zu Gott hat.

[7:09] Gott. Wenn wir andere Menschen hassen, wenn wir sie grundlos sie verfolgen, dann beweisen wir dadurch, dass wir mit Gott nicht verbunden sind.

[7:31] „Warum versteht ihr meine Rede nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt.“ Sie wollten es nicht verstehen, sie wollten es nicht hören. Sie haben nicht wirklich als Schüler zugehört und waren deswegen auch nicht in der Lage zu verstehen, was Jesus geistlich eigentlich sagen wollte. Wir werden die Bibel nur dann geistlich verstehen, wenn wir auch zuhören wollen. Wenn wir das nicht wollen, wenn wir nur Fehler finden wollen, so wie die Pharisäer hier Fehler finden, dann werden wir die Bibel, die manche Theologen heutzutage jahrzehntelang lesen können und immer nur Fehler finden, vermeintliche und Dinge ins Lächerliche ziehen und gegeneinander ausspielen. Aber wenn wir zuhören wollen als Schüler, dann wird uns Gott große und gewaltige Dinge in der Bibel offenbaren.

[8:20] „Ihr habt den Teufel zum Vater und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun. Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, zu redet aus seinem eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.“ Die Taten und wurde der Pharisäer beweisen, dass sie sich nicht an Gott den Vater ein Vorbild nehmen, der seine Feinde liebt, sondern ein Satan, der anklagt und der umbringen will, der eine Freude daran hat, wenn Menschen sterben, so wie diese Pharisäer überhaupt kein Problem dann damit gehabt hätten, dass diese Frau stirbt, einfach nur, weil es in ihre Pläne gepasst hätte.

[8:58] Was eine krasse Aussage. Möge Gott uns helfen, dass wir zu keinem Zeitpunkt Kinder des Teufels sind, dass wir nicht andere Menschen verleumden, dass wir nicht lügen und nicht den Schaden von anderen Menschen suchen.

[9:15] „Weil aber ich die Wahrheit sage, glaubte mir nicht. Wer unter euch kann mich einer Sünde beschuldigen?“ Was für ein krasser Satz. Jesus spricht er nicht zu seinen Aposteln, er spricht zu seinen besten Freunden. Er spricht zu seinen größten Gegnern, die nach allem greifen, was sie irgendwie finden könnten, um es gegen Jesus zu verwenden, die jeden kleinsten Fehler aufblasen würden und ins gewaltige aussehen würden. Und er fragt sie: „Gibt es einen, der gesündigt hat?“ Und das ist eine eine krasse Aussage, die wir niemals sagen können, denn unsere Sünden sind dann zahlreich. Aber jetzt zeigt sich, dass Jesus wirklich sündlos gewesen ist. Seine größten Gegner, die alles in Bewegung gesetzt haben, um irgendwas gegen ihn zu finden, konnten nicht eine einzige Sünde finden.

[10:06] Jesus war wirklich sündlos.

[10:12] „Wenn ich aber die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht?“ Jesus macht ganz deutlich, wenn es keinen Grund gibt, mich anzuklagen, warum glaubt ihr nicht?

[10:27] Gott hat uns nichts Böses getan. Jesus hat uns nicht schlecht behandelt. Warum fehlt es uns oft dann an Glauben, dass wir einfach seine Worte in Anspruch nehmen?

[10:39] Ich möchte lernen, Gott implizit zu vertrauen, weil er noch nie in meinem Leben mir etwas Böses getan hat. Gottes ohne Sünde verstehen. Da gibt es eigentlich keinen Grund, ihm nicht zu glauben. Denn der will uns ja nichts Böses. Er tut nichts Böses. Alles, was er sagt, ist ja zum Guten. Er ist ohne Sünde.

[11:07] Wer aus Gottes, der hört die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid. Nur wenn wir mit Gott leben, werden wir immer besser Jesus verstehen können.

[11:18] Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: „Sagen wir nicht mit Recht, dass du ein Samariter bist und einen Dämon hast?“ Sie wollen ihn verunglimpfen als einen Ausländer, einen verachteten Ausländer und einen okkult Besessenen. Jesus erwiderte: „Ich habe keine Dämon, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr entehrt mich.“ Sehr interessant. Jesus weiß, zurück besessen zu sein, aber er weiß es nicht so. Also, er sagt nicht, aber ich bin ein Jude, denn er will gar nicht erst, dass dieses, er will gleich den Eindruck erwecken, dass ein Samariter eine ein ein minderwertiger Mensch im Vergleich zu Juden wäre. Jesus spielt dieses Spiel Nationen gegeneinander auszuspielen gar nicht mit.

[11:59] „Ich aber, ich aber suche nicht meine Ehre. Es ist einer, der sucht und der richtet. Weil ich wahrlich, ich sage euch, wenn jemand mein Wort bewahrt hier, spricht Jesus offensichtlich wieder zu denen, die das schon in Vers 31 und 32 gesprochen hat. Wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit. Er wird nicht nur frei werden in diesem Leben, er wird ewig leben können.“

[12:20] Das waren die Juden zu ihm: „Jetzt erkennen wir, dass du ein Dämon hast.“ Mit anderen Worten, das war vorher nur ein Gerücht, und wir haben es ja wohl zurecht gesagt. Aber jetzt haben wir einen Beweis dafür, angeblich. Aber ist gestorben, und die Propheten, und du sagst, wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht schmecken in Ewigkeit. Sie sind nicht bereit zu glauben, dass etwas Größeres gibt als Abraham und die Propheten. Sie sind nicht bereit zu glauben, dass es noch mehr gibt als das, was sie bisher kennengelernt haben.

[12:45] „Bist du größer als unser Vater Abram, der gestorben ist?“ Ist nicht interessant, dass fast eine ähnliche Frage gestellt worden ist in Johannes 4 von der Frau am Jakobsbrunnen, von einer Samariterin, die gefragt hat: „Bist du größer als unser Vater Jakob?“ Die Pharisäer haben zwar die Samariter verachtet, aber gegenüber Jesus stellen sie genau dieselbe Frage. Dieselbe Frage, die auch die Samariterin gestellt hat: „Bist du größer als unser traditioneller Ahnherr, auf den wir uns berufen, unser Glaubensvater?“

[13:20] Bist du größer? Jesus hätte der Samariter und sagen können: „Ja, ich bin größer. Ich habe mit Jakob gekämpft.“ Er hätte hier sagen können: „Ja, natürlich bin ich größer als Abraham.“

[13:30] Aber schauen wir, was passiert. Und die Propheten sind auch gestorben. Was machst du aus dir selbst? Es geht diesen ganzen Kapitel um die Identität von Jesus. Wer ist er? Das er vergeben kann, dass er ewiges Leben geben kann, dass er frei machen kann. Wer ist er, dass er Sünde besiegen kann? Darum geht es die ganze Zeit in diesem dramatischen und wichtigen, zentralen Kapitel. Wer ist er?

[13:56] Jesus antwortete: „Wenn ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre nichts. Mein Vater ist es, der mich ehrt, von dem ihr sagt, er sei euer Gott.“ Jetzt macht er deutlich, das kommt nicht von mir selbst heraus, sondern Gott ehrt mich, und deswegen sage ich auch, wer ich bin. Gott ehrt mich, Gott hat mich gesandt, und Gott segnet mein Wirken. Und doch habt ihr ihn nicht erkannt. Ich aber kenne ihn. Das Problem ist eigentlich nicht, wer ist Jesus. Das Problem ist, diese Pharisäer beten zu Gott und ihn zu kennen. Sie gehen in Gottesdienst, aber haben keine Beziehung zu ihm. Für sie ist Gottesdienst, für sie ist Religion nur eine äußere Form, mit der sie selbst sich bereichern können und angesehen werden. Sie kennen Gott nicht.

[14:38] „Und wenn ich sagen würde, ich kenne ihn nicht, so wäre ein Lügner, gleich wie ihr. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort.“ Jesus sagt zu den Menschen: „Bewahrt mein Wort, haltet mein Wort.“ Und er selbst hält das Wort von Gott. Er macht vor, was er von uns fordert.

[14:54] „Abraham euer Vater verlockte, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.“ Es lohnt sich an dieser Stelle selbst einmal die Geschichte, das erste Buch Mose 22, zu lesen. Eine krasse Geschichte, aber eine Geschichte, in der deutlich wird, wie Gott Abraham in einer unvorstellbar intensiven, emotionalen Erfahrung deutlich macht, was Gott selbst durchmacht. Er, der seinen eingeborenen Sohn nicht verschont hat, sondern für uns alle hingegeben hat, wie uns Römer 8. Ihr könnt den Vers dort finden. Selbst sagt: „Abraham hat den ersten so 22 verstanden, dass Gott in der Zukunft genau das tun würde, was er in Symbolen diese Geschichte angedeutet hat.“ Er nennt dann den Ort, und der Herr wird er sehen. Er hatte zu seinem Sohn Isaak gesagt: „Gott wird für ein Lamm sorgen.“ Aber an diesem Tag in erste Mose 22 gibt es kein Lamm. Es gibt einen Widder. Aber als Johannes der Täufer knapp 2000 Jahre später am Jordan steht und Jesus sieht, ruft er: „Das ist das Lamm. Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinfort.“

[16:09] Sein und freute sich. Einfach mal das Evangelium verstanden. Und Jesus sagt: „Abraham, von dem ihr sagt, dass euer Vater ist, er hat sich gefreut über diese Botschaft der Vergebung der Sünde.“

[16:23] Das waren die Juden zu ihm: „Du bist noch nicht 50 Jahre alt und hast einfach gesehen.“ Und immer wieder sehen wir, wie sie seine Worte ohne geistliche Erkenntnis lesen und deswegen lächerlich machen.

[16:39] Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham war, bin ich.“ Und diese Grammatik ist kein Versehen von Jesus. Sie ist der direkte Versuch, deutlich zu machen, dass er genau derjenige ist, der am brennenden Dornbusch zu Mose gesprochen hat, der Gott Israels.

[17:08] Da muss Schweigen geherrscht haben in der ganzen Versammlung. Jesus erklärt dir, warum er der Frau vergeben konnte, denn er ist der Richter, der die Gesetze gegeben hat, und er hat entschlossen, ihr zu vergeben, weil er selbst bereit ist, für sie zu sterben, weil er bereit ist, Menschen frei zu machen von der Sünde und ein ewiges Leben zu leben. Er ist es selbst, Gott, der Mensch geworden ist.

[17:39] Darum sich Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging zum Tempel hinaus, mitten durch die hindurch. Oder dann kam so das Kapitel beginnt damit, dass sie eine Sünderin steinigen wollen, um Jesus zu fangen. Es endet damit, dass sie Jesus selbst steinigen wollen, weil er ihnen erklärt, dass er Gottes. Da sehen wir, wie krass die Ablehnung der Wahrheit und immer tiefer in den Schlamm führt, immer tiefer in die Sünde, immer tiefer in das Verderben und eine völlig verzerrte Realität, bis wir sogar buchstäblich gegen Jesus ankämpfen.

[18:22] Leute vorbei ging, sah er einen Menschen, der blind war von Geburt an. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: „Rabbi, wer hat gesündigt, so dass dieser blind geworden ist? Er oder seine Eltern?“ Damals dachte man immer, dass wenn ein Mensch etwas Negatives erlebt, dann ist er selbst daran schuld, dass es Gottes Strafe in diesem Leben, aber Gottes Strafe, die kommt nach den 1000 Jahren. Gerechten, heilig sein, aber diesem Leben passieren, dass viele Dinge auch natürlich auch Dinge, die wir selbst zu verantworten haben, weil wir uns selbst ins Unglück gestürzt haben, aber auch viele Dinge, die wir nichts können, weil nämlich die Sünde ungerecht ist und weil sie Leute betrifft, die eben gerade nicht diese Sünde begangen haben.

[18:59] Das beste, die beste Geschichte dazu ist das Buch hier. Das ist die Jugendzeit hier so nicht verstanden haben, denn hätte das Buch hier verstanden, dann hätten sie nicht den Fehler gemacht, Jesus abzulehnen, weil er so gedemütigt worden ist, weil er so geschlagen worden ist, so bespuckt worden ist. Jesaja 53 könnte den Vers dort finden. Sagt er: „Behielten ihn von für Gott, von für von Gott geschlagen und niedergebeugt.“ In Wirklichkeit aber hatte unsere Sünden getragen.

[19:26] Jesus antwortete: „Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern.“ Die Jünger hatten jetzt ein theologisches Problem. Sie dachten, dass er Sünde immer die Strafe in diesem Leben nach sich zieht. Aber dieser Mann war ja schon bestraft in ihren Augen, bevor überhaupt gelebt hatte, also bevor zumindest geboren worden war. Haben jetzt seine Eltern gesündigt? Jesus beantwortet die Frage nicht. Er könnte genau natürlich genau erklären, welche genetische Ursache in diesem Fall irgendwann in welcher Generation dafür gesorgt hat, damit jetzt dieser Mann hier oder welche Umwelteinflüsse, welche Krankheit, was immer der medizinische Grund gewesen sein mag. Aber Jesus will nicht einfach unsere Neugier befriedigen. Er zeigt viel mehr, dass obwohl sie meinen, blind ist, Gott an ihm mir zu handeln wird, es die Herrlichkeit Gottes offenbart.

[20:15] „Sondern an ihm sollten die Werke Gottes offenbar werden. Ich muss die Werke dessen wirken, nämlich gesandt hat, solange des Tages. Es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.“ Jesus wusste, hat noch nicht mehr viel Zeit, ein halbes Jahr, und er wollte jetzt an diesem blind geborenen Mann zeigen, was in Wirklichkeit bewegt. Es geht immer noch um das Thema der Sünde, und Jesus ist derjenige, der als Licht der Welt den Blinden die Augen auftun sollte, und zwar nicht nur buchstäblich, sondern auch dann übertragenen Sinne, Menschen von der Sünde zur Gerechtigkeit Gottes zu führen. „Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ Und hier sehen wir, wie Kapitel 9 ganz eng an Kapitel 8 anknüpft und Jesus eigentlich genau diesen Gedanken weiter erklären will, warum er diese Frau vergeben konnte. Erst das Licht der Welt und die Heilung des blind gewordenen wird das noch deutlicher illustrieren.

[21:15] Lieber Vater im Himmel, bitte vergib uns, wo wir in unserem Leben anderen Menschen schaden wollen, wo wir die Unwahrheit gesagt haben, wo wir dadurch offenbart haben, dass wir den Prinzipien Satans folgen und nicht deinen Prinzipien. Herr, schenk uns geistliches Verständnis, erfüllte uns mit deinem Heiligen Geist und gib, dass wir Jesus folgen von ganzem Herzen. Wenn es irgendeine Sünde gibt in unserem Herzen, irgendeine Schuld, eine Last, dann befreie uns nicht morgen, nicht heute Abend, sondern jetzt gleich davon, weil du es dir so sehr wünschst. Möchten wir das in Anspruch nehmen und danke dir von ganzem Herzen dafür im Namen Jesu, für uns gestorben ist.


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