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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Heilung eines Blindgeborenen in Johannes Kapitel 9. Es wird beleuchtet, wie Jesus durch diese Tat nicht nur körperliche Heilung bewirkt, sondern auch tiefergehende theologische Wahrheiten offenbart. Die Reaktion der Pharisäer und die Bedeutung des Teichs Siloah werden analysiert, um zu verstehen, wie persönliche Erfahrungen mit Gott helfen, theologische Argumente zu durchschauen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus das Licht der Welt ist. Ein Licht, das auch in unser persönliches Leben hineinleuchtet und alle Sünde reinigen kann. Herr, wir kommen heute zu dir und wünschen uns so sehr, dass du uns von allem befreit, was uns irgendwie belastet, und dass wir im Licht deines Angesichts durch den ganzen Tag hindurchgehen können. Das bitten wir dich von ganzem Herzen und wir bitten dich auch, dass dein Wort jetzt zu uns spricht. Das bitten wir im Namen Jesu, der von uns gestorben ist und jetzt für uns eintritt. Amen.

[1:41] Wir sind in Johannes Kapitel 9. Jesus trifft einen blind geborenen. Die Jünger fragen sich, ob er daran schuld ist oder seine Eltern, aber Jesus zeigt, dass es viel wichtiger ist zu verstehen, dass Gott seine Herrlichkeit, sein Werk an diesen Menschen offenbaren kann, dass durch das, was Gott an diesem Menschen wirkt, Gottes Wirken verständlicher wird. Und Gottes Werk ist, dass wir an Jesus glauben. Das hatte Jesus schon zuvor deutlich gemacht, dass das, was in diesen Menschen jetzt geschieht, zeigen soll, was es bedeutet, dass Jesus das Licht der Welt ist. Wir lesen ab Vers 6: Und als er dies gesagt hatte, spie er auf die Erde und machte einen Brei mit dem Speichel und strich den Brei auf die Augen des Blinden. Die Jünger werden sich gewundert haben, aber sie werden sich erinnert haben, dass Jesus schon zweimal zuvor mit Speichel Geheilterte. Speichel war natürlich auch damals ein Symbol der Schande, etwas, was man eigentlich nicht so umging und sich gegenseitig irgendwie ins Gesicht geschmiert hätte. Oder so damals hatte vor einigen Wochen oder Monate zuvor hat Jesus schon zwei Menschen auf ähnliche Weise geheilt. Er hatte einen Menschen, der taub stumm war, mit einem Finger im Ohr und mit Speichel auf den Lippen geheilt, und zwar nicht vor der großen Volksmenge, sondern vor den Jüngern, für die das sozusagen eine Lektion sein sollte. Als Jesus damals zum Himmel aufblickte und gesagt hatte: "Mache dich auf, werde geöffnet!" als Zeichenhandlung deutlich zu machen, dass es viel mehr die Jünger sind, die nicht wirklich zugehört haben und deswegen nicht wirklich klar gesprochen haben, weil sie noch nicht verstanden hatten, was der Messias eigentlich wirklich vorhatte. Nicht die Römer vertreiben, nicht ein Königreich in dieser Welt gründen, sondern mit Schande und Schmach bedeckt werden. Kurze Zeit später hat Jesus in Bethsaida einen Blinden geheilt, indem er ihn auf die Augen spuckte. Und es hat der Weise war es dann so wieder für die Jünger eine Zeichenhandlung, dass dieser Mann zwar sehen konnte, aber nur verschwommen, nur ein unklares Bild. Er musste ein zweites Mal geheilt werden und beides mal sollte illustrieren, dass die Jünger noch unklar kommuniziert das Evangelium, weil sie es nicht richtig gehört hatten, was Jesus wollte, dass sie nur ein unklares Bild dann, dass Jesus ihr Verständnis, ihr Bild vom Erlösungsplan noch verbessern musste, noch klarer machen musste. Und das nächste, was dann geschehen war, war, dass Jesus ihn zum ersten Mal offenbart hatte, dass er sterben würde, dass er leiden würde, dass er gedemütigt werden würde von den Priestern und den Obersten und dann sterben würde und dann auferweckt werden würde. Die Jünger hatten das damals nicht wahrhaben wollen, nicht verstehen wollen. Aber Jesus versucht immer wieder, sie darauf vorzubereiten. Es sind ja nicht mehr viele Monate bis dahin. Und wieder verwendete dieses Bild der Schande und der Schmach, um einen blind geborenen zu heilen als das Licht der Welt. Und wir verstehen aus dem Alten und dem Neuen Testament, dass das Licht der Welt in Jesaja 42, Vers 6 und 7 ist das ganz deutlich dazu, dass den Blinden die Augen aufgetan werden. Und das ist ein Bild dafür, um Menschen von der Sünde zu retten, die wir das in Jesaja 8 gesehen haben. Jesus, das Licht der Welt, er hat der Frau die Sünden vergeben.

[5:07] Er streicht diesen Brei auf die Augen und heißt es heißt in Vers 7: "Sprach zu ihm: Geh hin, wasche dich im Teich Siloah!" Das heißt übersetzt der Gesandte. Es gab damals nicht nur einen Teich, Siloah. Wir wissen aus der Archäologie, es gab sehr viele verschiedene Teiche, mehr als irgendwo sonst in Israel für die rituellen Bäder, wo man sich waschen konnte, wo man im Vorfeld des Heiligtumsdienstes und den ganzen Dingen, die man an Zeremonien dort dann tat, wo die Pilger kamen, entsprechende kultische Waschungen vornehmen konnte. Jetzt hat aber nicht irgendeinen Teich ausgewählt. Es gab dort einen ganz bestimmten Teich, eine bekannte Teilnehmer schon aus dem Alten Testament kennen und einen Teich, dessen Name Bedeutung ist so bedeutungsvoll, dass Johannes sogar die Übersetzung angibt. Siloah ist der Gesandte, der gesendet worden ist. Und wer ist das? Das ist nichts anderes als ein Bild auf Jesus, der vom Himmel hinab gesandt worden ist. Und in ihm ist die Lösung, in ihm ist die Heilung. Aber das ist verbunden mit der Idee der Schande oder Schmach, der Kreuzigung. Der Mann sollte sich in diesem Teich waschen und dann würde er sehen. Und genau das passiert. Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder. Und die Jünger sollten verstehen, dass das, was Jesus tut, die Sündenvergebung, hat damit zu tun, dass er selbst leiden wird, dass er selbst Schmach und Schande erdulden wird, um anderen die Augen öffnen zu können, damit sie in ihm, dem Gesandten, Heilung finden und ihnen geistlich die Augen aufgehen. Das Evangelium, das Licht des Evangeliums verstehen.

[6:48] Die Nachbarn nun und die ihn zuvor als Blinden gesehen hatten, sprachen: "Ist das nicht der, welcher das und bettelte?" Ehrlich gesagt, ist andere, aber er sieht ähnlich. Er selbst sagte: "Ich bin's." Viele Gottes gar nicht glauben. Sie kannten ihn zwar gut, aber weil sie es nicht glauben konnten, dass er sehen konnte, dachten sie, es ist nur ein Doppelgänger. Das sprachen sie zu ihm: "Wie sind deine Augen geöffnet worden?" Er antwortete und sprach: "Ein Mensch, der Jesus heißt, macht einen Brei und bestreicht meine Augen und sprach zu mir: Geh hin zum Teich Siloah und wasche dich." Als ich aber hinging und mich wusch, wo ich sehen. Es war also nicht nur die Tatsache, dass es Inhalt hat, sondern wir ihn geheilt. Es geht hier in dieser Geschichte auch sehr deutlich um das Wie, weil es verknüpft ist mit Johannes 8 und weil das verknüpft ist mit der Idee, warum kann Jesus und wie kann Jesus die Sünden vergeben? Das sprachen sie zu ihm: "Wo ist er?" Er antwortet: "Ich weiß es nicht." Da führten sie ihn, der einst blind gewesen war, zu den Pharisäern. Es war aber Sabbat, als Jesus den Teig machte und ihm die Augen öffnete. Schon wieder eine Heilung an einem Sabbat und damit wieder das, was Jesus anderthalb Jahre zuvor am Teich Bethesda schon einmal getan hat, was ihn schon einmal vor den Sanhedrin gebracht hatte. Wieder eine Heilung. Jesus wusste das natürlich und stellt damit offensichtlich eine Verbindung her und deutlich zu machen, das hat alles miteinander zu tun.

[8:13] Und fragten ihn auch die Pharisäer wieder: "Wie er sehen geworden war?" Oder sprachen sie: "In einem Brei hat er auf meine Augen gelegt und ich wusste nicht und bin und sehend." Das schwache etliche von den Pharisäern: "Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht hält." Und da haben wir genau dasselbe Argument wie schon in Johannes 5. Andere sprachen: "Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun?" Und es entstand eine Spaltung unter ihnen. Wir sehen, dass Jesus das nicht einfach tut, um die zu ärgern. Nein, er tut es, weil er weiß, es wird ein paar Menschen geben, die dadurch das Evangelium plötzlich verstehen.

[8:51] Dieses muss mehr sein als ein gewöhnlicher Mensch. Sie sprachen wiederum zu dem Blinden: "Was sagst du von ihm, weil er dir die Augen geöffnet hat?" Er aber sprach: "Er ist ein Prophet." Wieder die Frage der Identität: Wer ist Jesus? Und auch das schwingt im Hinterkopf mit, was wir gerade Johannes 8 zuvor gelesen haben, dass man ihn jedes gefragt hat: "Wer bist du? Was machst du aus dir selbst?" Und Jesus sagt: "Eh Abraham war, bin ich." Nur dieser Mann hatte das vielleicht nicht gehört, er wusste nicht so viel von Jesus, aber er musste definitiv zugeben, Jesus ist von Gott gesandt.

[9:25] Und glaubten die Juden nicht von ihm, dass er blind gewesen und sehen geworden war, bis sie die Eltern es sehen geworden. Berufen hätten dieses Wunder so groß, dass man das erst nachprüfen muss. Und sie fragten sie und sprachen: "Ist das euer Sohn, von dem er sagt, dass er blind geworden ist? Wieso ist er denn jetzt sehend?" Seine Eltern antworteten ihn und sprachen: "Wir wissen, dass dieser unser Sohn ist und dass er blind geboren ist. Wie es aber jetzt sieht, das wissen wir nicht. Und wer ihm die Augen geöffnet hat, wissen wir auch nicht. Er ist alt genug, fragt ihn selbst, er soll selbst für sich reden." Das sagten seine Eltern, deshalb, weil sie die Juden fürchteten. Denn die Juden waren schon übereingekommen, dass, wenn einer ihn als den Christus, also als den Messias, anerkennen würde, dieser aus der Synagoge ausgeschlossen werden sollte. Nicht nur wurde Jesus verfolgt, man hat jetzt versucht, den Menschen richtig Angst zu machen, sie einzuschüchtern, sie aus der Gemeinde auszuschließen, wenn sie Jesus als Messias annehmen würden. Und die eigenen Eltern, die dann in Jubel aufgehen müssen, haben Angst und sind deswegen nicht bereit, alles zu sagen, was sie vielleicht wussten und versuchen, die Verantwortung abzuschieben auf ihren Sohn. Darum sprachen seine Eltern: "Er ist alt genug, fragt ihn selbst."

[10:40] Da rief sie zum zweiten Mal den Menschen, der blind gewesen war, und sprachen zu ihm: "Gib Gott die Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist." Was für eine krasse Sache, weil direkt zuvor in Johannes 8 hat Jesus hier noch gefragt: "Könnt ihr mich irgendeine Sünde beschuldigen? Welche Sünde weißt du mir nach?" Und sie konnten ihm nichts sagen. Das heißt also, sie gefragt hatten, konnten sie ihm keine Sünde nachweisen, aber jetzt behaupten sie, dass sie wussten, dass er ein Sünder ist. Das zeigt ihre Unehrlichkeit und wie sie Argumente einfach nur fabrizieren, um damit Menschen in die Enge zu treiben.

[11:15] Da antwortete er und sprach: "Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Eines weiß ich: dass ich blind war und jetzt sehend bin." Das ist interessant. Dieser Mann hatte nicht genügend Informationen, um eine theologisch saubere Argumentation vorzubringen, um den Charakter hier so genau bestimmen zu können. Aber eins wusste er: Hier ist, hat ihn sehend gemacht. Und das sagte: Daran halte ich mich fest. Ich weiß nicht alles über Jesus, ich weiß nicht genau, ich kenne sein Leben nicht, ich weiß nicht, was theologisch eventuell zu denken ist, aber ich weiß, dass er mir geholfen hat. Lieber Freund, liebe Freunde, wenn du weißt, was Jesus für dich getan hat, dann halte daran fest, auch wenn du nicht jede theologische Frage beantworten kannst, auch wenn du nicht genau weißt, wie alles im Leben Jesus von Jesus genau gewesen ist, auch wenn du noch nicht ihn genug kennst, um alle Fragen, die die bösen Menschen einfach nur aus, um sich in die Ecke zu treiben, dir stellen. Aber wenn du weißt, was Jesus für dich getan hat, halte daran fest.

[12:04] Sie sprachen aber wiederum zu ihm: "Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er dir die Augen geöffnet?" Er antwortete ihnen: "Ich habe es euch schon gesagt und ihr habt nicht darauf gehört. Warum wollt ihr es noch einmal hören?" Wollt auch hier seine Jünger werden. Denn das ist offensichtlich das, was Jesus bezweckt hatte mit dieser Zeichenhandlung, damit Menschen dadurch verstehen, wie sie ihm folgen können.

[12:35] Dem Gesandten folgen und sich von ihm heilen lassen, geistlich, so wie dieser Mann sich in dem Teich gewaschen hat und gesund geworden ist, Heil geworden ist.

[12:48] Sie beschimpften ihn nun und sprachen: "Du bist sein Jünger, wie aber sind Moses Jünger? Sie haben sich auf Abraham berufen, in Johannes 18. Sie haben sich auf Mose berufen, hier in Johannes 9. Schon in Kapitel 5 hat Jesus ihn deutlich gesagt: "Ruft euch nicht auf Mose, der klagt euch vor dem Vater an, weil ihr nicht an mich glaubt, obwohl Mose in allem, was er geschrieben hat, auf mich hingewiesen hat." Wir wissen, dass Gott zu Mose geredet hat. Von diesem aber wissen wir nicht, woher er ist.

[13:19] Der antwortete der Mann und sprach zu ihm: "Das ist doch verwunderlich, dass sie nicht wissen, woher er ist, und er hat doch meine Augen geöffnet." Alle ihre theologischen Argumente können nicht erklären, wie dieser Mensch geholfen worden ist. Und deswegen dieser Mann sagt: "Das ist doch erstaunlich, ihr seid gegen ihn, ihr wollt nicht, dass das Leute annehmen, ihr benutzt all diese Strategien, aber wir können nicht erklären, warum mir geholfen worden ist."

[13:45] Wir wissen aber, dass Gott nicht auf Sünde hört, sondern wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den hört er. Von Ewigkeit hat Herr hat man nicht gehört, dass sie jemand einen blind geborenen die Augen geöffnet hat, wenn dieser nicht von Gott wäre. So könnte er nichts tun. Und es ist diese eine Erfahrung mit Jesus, die du gemacht hast, die befähigt die ganzen Argumente der Pharisäer zuzulegen, weil sie keinen Sinn machen angesichts dessen, was er erlebt hat.

[14:16] Lieber Freunde, die Erfahrung, die du mit Gott gemacht hast, sind ausreichend, um alle böse Gemeinden, Fangfragen, hat Akne liegen zu können. Weil, wenn du einfach an deiner Erfahrung mit Gott festhältst, dann bist du sehen, wohin die Fangfragen führen und die falschen Argumente. Halte einfach an dem fest, was Jesus für dich täglich tut. Lass uns gemeinsam beten.

[14:45] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass wir Erfahrung mit dir machen dürfen und dass wir auch, wenn wir nicht alles theologisch verstehen, nicht jeden Vers erklären können, für unsere Erfahrungen festhalten können. Herr, stell heute die Augen geöffnet werden, nämlich Punkt in unserem Leben über unsere Charakter, über unsere Familie, über unser Leben, unseren Beruf. Herr, du weißt, was getan werden muss in seinem Leben.

[15:15] Und wir wollen niemals vergessen, dass wir sehen können, weil du gelitten hast und dass wir nur deswegen erlöst sind, weil du die Schande und die Schmach, ja, sogar die Spucke auf dich genommen hast, weil du als der Gesandte und erlöst hast. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.


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