In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf die Geschichte von Jona und seiner Mission nach Ninive ein. Er beleuchtet Jonas Flucht vor Gottes Auftrag und die Konsequenzen, die daraus entstehen. Dabei zieht er Parallelen zu unserem eigenen Leben und ermutigt die Zuhörer, Gottes Ruf zu folgen und sich nicht von ihm abzuwenden. Die Predigt betont die Bedeutung, Gottes Kraft anzunehmen und seine Botschaft in die Welt zu tragen.
Gott auf (m)einer Seite: Jona 1:1-1:13
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JonaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 952. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir uns auf dich verlassen können. Wir danken dir, dass du für uns da bist, ganz egal, wie es uns geht. Und wir möchten dich einladen, dass du auch heute in unserem Leben der König bist, dass du auf dem Thron unseres Herzens sitzen darfst. Wir möchten dich einladen, dass du auf eine besondere Weise jetzt durch dein Wort, durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst. Wir möchten deine Schüler sein und danken dir, dass du unser Lehrer bist. Das bitten wir alles im Namen Jesu. Amen.
[1:20] Wir beginnen heute mit dem Propheten Jona. Eine ganz bekannte Geschichte, die eine ganze Reihe von interessanten Lehren auch für uns heute beinhaltet. Die Bibel zeigt uns, dass der Prophet Jona zur Zeit des Königs Jerobeam des Zweiten im Nordreich in Israel lebte und dort auch geweissagt hat. Er wird dort auch erwähnt in diesem kleinen Buch, das seinen Namen trägt. Es geht allerdings nicht um seine prophetische Tätigkeit in Israel, sondern um eine ganz besondere Mission, zu der Gott ihn auserwählt hatte und an deren Verlauf ganz viel gelernt werden kann. Nicht nur über die Geschichte Israels als Typologie, sondern auch für uns ganz praktisch, die wir auch berufen sind, das Evangelium in die ganze Welt zu tragen.
[2:20] Lasst uns gemeinsam beginnen in Jona Kapitel 1, Vers 1. Und das Wort des Herrn erging an Jona, den Sohn Amitai, heißt folgendermaßen: Mache dich auf, geh nach Ninive, in die große Stadt, und verkündige gegen sie, denn ihre Bosheit ist vor mein Angesicht darauf gekommen. Auch wir sind aufgerufen, uns aufzumachen. Die Bibel sagt: Mache dich auf, werde Licht. Das war der Auftrag an das gesamte Volk Israel. Und wie wir sehen werden, ist Jona hier sozusagen ein Repräsentant des Volkes Israel. Er sollte nach Ninive gehen, eine Stadt, die seit frühesten Zeiten im Kernland Syriens existierte. Ninua wird sie dort genannt, und die eine ganz bedeutende Stadt gewesen ist. Steht er dann auch ganz am Ende des neuassyrischen Reiches auch die eigentliche Hauptstadt des Reiches war, aber auch vorher immer wieder eine besondere Königsresidenz und eine Stadt, die eine besondere Rolle im assyrischen Reich gespielt hat.
[3:27] Jona soll gegen diese Stadt predigen. Er hat eine Gerichts-Botschaft. Und die Botschaft, die auch wir an die Welt zu verkündigen haben, ist eine Botschaft des Gerichts. Die Stunde seines Gerichts, Gottes Gerichts ist gekommen, so sagt es Offenbarung 14, Vers 7 in der dreifachen Engelsbotschaft, die wir an alle Völker, Nationen, Stämme und Sprachen predigen sollen. Da machte sich Jona auf. Bis dahin hat er dem Befehl Gottes gefolgt. Aber dann heißt es: "Um von dem Angesicht des Herrn weg nach Tarsis zu fliehen." In die komplett andere Richtung. Man geht davon aus, dass hinter Tarsis sich da Tessos im heutigen Spanien fährt, oder ging nach Jaffa hinab und fand dort ein Schiff, das nach Tarsis fuhr.
[4:16] Jona wollte nicht zu den Heiden und er wollte insbesondere nicht zu den Assyrern. Und wenn man etwas weiß über die Assyrer, über ihre unvorstellbare Grausamkeit, mit der sie selbst sich gerühmt haben, dann kann man vielleicht aus menschlicher Perspektive nachvollziehen, warum Jona solche Angst gehabt hat. Interessant ist, dass Gott uns manchmal Aufgaben gibt, die menschlich gesehen unmöglich erscheinen. Nicht, weil Gott uns zu Heldentaten herausfordern möchte, sondern um uns zu zeigen, dass das, was wir nicht schaffen können in eigener Kraft, durch ihn möglich ist. Um uns zu zeigen, dass er das in uns schaffen kann, was wir niemals alleine tun können, nämlich uns zu erlösen. Er kann das in uns tun.
[5:03] Und so ist auch die Mission eine beständige, eine beständige Unterricht, in dem Gott uns zeigen möchte, dass wir aus seiner Kraft leben können. Interessant ist, dass Jaffa die Stadt ist, die später als Joppe im Neuen Testament bekannt ist. Das heute kennen wir sie unter Jaffa. Genau der Ort, an dem dann später, Jahrhunderte später, Petrus, der auch nicht verstanden hatte, das Evangelium zu den Heiden gehen sollte, genau dort, wo Jona sich einschiffte, um vor dem Auftrag der Heidenmission hinwegzulaufen. Petrus dreimal das Vision sah mit den Tieren und von Gott die Lektion lernte, dass auch die Heiden das Evangelium brauchen. Ist glaube ich kein Zufall, dass diese beiden Geschichten diesen Ort miteinander verknüpft sind.
[6:01] Da bezahlte er sein Fahrgeld und stieg ein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren, weg von dem Angesicht des Herrn. Die Sache ist ganz klar: Er möchte Gottes Auftrag nicht ausführen und glaubt dann auch nicht mehr in der Gegenwart Gottes sein zu können. Er läuft vor Gott davon. Wie oft sind wir schon in unserem Leben vor Gott davongelaufen, sei es im Großen und im Kleinen. Aber Gott lässt ihn nicht einfach davonlaufen. Aber der Herr schleuderte einen starken Wind auf das Meer, so dass ein großer Sturm auf dem Meer entstand und das Schiff zu zerbrechen drohte. Da fürchteten sich die Schiffsleute und schrien jeder zu seinem Gott und sie warfen die Geräte, die im Schiff waren, ins Meer, um es dadurch zu erleichtern. Jona aber war in den untersten Schiffsraum gestiegen, hatte sich niedergelegt und war fest eingeschlafen.
[6:54] Da trat der Schiffskapitän zu ihm und sprach: Was ist mit dir, dass du so schläfst? Steh auf, ruf deinen Gott an! Vielleicht wird dieser Gott an uns gedenken, dass wir nicht untergehen. Selbst die Heiden waren der Meinung, dass hier irgendetwas getan werden musste, während der Prophet Gottes einfach schlief. Kann es sein, dass wir manchmal mehr schlafen als die Weltmenschen um uns herum? Dass, wenn die Welt aus den Fugen gerät, wir einfach weiterschlafen? Es gibt eine interessante Kontrastparallele dieser Geschichte, nämlich Jesus, der im Boot schlief, als ein Sturm auf dem See Genezareth tobte. Der allerdings nicht schlief, weil er gleichgültig war oder weil er vor Gott wegrannte, sondern weil er ein solches Vertrauen darauf hatte, dass Gott ihn an sein Ziel bringen würde. Denn sein Ziel war das gegenüberliegende Ufer, und er war genau auf dem Weg, den Gott ihn gewesen hatte.
[8:03] Wenn wir den Auftrag ausführen, den Gott uns zeigt, dann können wir auch tatsächlich in Gott ruhen. Aber wenn wir vor Gott weglaufen und dann noch tief und fest einschlafen und die Zeichen der Zeit nicht bemerken. Und sie sprachen einer zum anderen: Kommt, wir wollen Lose werfen, damit wir erfahren, um wessen Willen uns dieses Unglück getroffen hat. Und sie warfen Lose, und das Los fiel auf Jona. Da sprachen sie zu ihm: Sag uns doch, um wessen Willen uns dieses Unglück getroffen hat? Was ist dein Gewerbe, und wo kommst du her? Was ist dein Land und von welchem Volk bist du?
[8:41] Er sprach zu ihnen: Ich bin ein Hebräer. Israeliten haben sich oft gegenüber Heiden als Hebräer bezeichnet. Offensichtlich ist das die Bezeichnung, die damals in der Welt, insbesondere für die Israeliten, ja gebräuchlich war. Und ich fürchte den HERRN, den Gott des Himmels, der das Meer und das trockene gemacht hat. Das klingt fast ein bisschen wie die drei Engelsbotschaft, wie die Offenbarung 14, Vers 7. Das heißt: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Und betet den, der Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen gemacht hat.
[9:13] Der rief die Männer in große Furcht und sprachen: Was hast du da getan? Selbst die Weltmenschen verstanden, dass, so wenig sie von Gott auch wussten, das eine schlimme Entscheidung war, den wahren Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, zu kennen und dann seinen Auftrag nicht auszuführen. Was würden wohl die Menschen der Welt sagen, wenn sie wüssten, wie viel Wahrheit uns Gott anvertraut hat? Wenn sie sehen würden, wie sehr wir oft schlafen und vor Gott weglaufen und nicht das tun, was Gott uns aufgetragen hat.
[9:51] Denn die Männer wussten, dass er vor dem Angesicht des Herrn floh. Das hat er ihnen erzählt. Und sie fragten ihn: Was sollen wir mit dir machen, damit das Meer uns in Ruhe lässt? Denn das Meer tobte immer schlimmer. Er sprach zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird das Meer euch in Ruhe lassen. Denn ich weiß wohl, dass dieser große Sturm um meine Willen über euch gekommen ist. Jona wusste ganz genau, dass das kein natürlicher Sturm war. Es war Gott, der versuchte, ihn zurückzuholen.
[10:23] Da ruderten die Leute mit aller Kraft, um das Ufer wieder zu erreichen. Die wollten also auch Jona noch retten. Sie wollten ihn nicht einfach über Bord werfen. Sie wollten aus eigener Kraft versuchen, das Problem zu lösen, aber es war unmöglich. Aber sie konnten es nicht. Wenn das Meer tobte immer schlimmer gegen sie. Lasst uns lernen, dass wir niemals von Gott weglaufen sollten. So manches Problem, manche Schwierigkeit, manchen Sturm in unserem Leben, in den sind wir nur deswegen hineingeraten, weil wir vor Gottes Ruf davongelaufen sind.
[10:58] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns rufst. Danke, dass du uns Kraft schenkst und vergib uns, dass wir so oft deine Kraft und deinen Ruf ignorieren, dass wir von dir weglaufen, statt dir zu folgen. Herr, vergib uns, dass wir in unsere manche Schwierigkeiten geraten, weil wir nicht das tun, wozu du uns eigentlich eingeladen hast. Herr, schenk uns Freude und Bereitschaft mit Liebe, Demut und Klarheit, die Gerichts-Botschaft des Evangeliums in unserer Generation der Welt zu verkünden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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