In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Geschichte von Jona und wie sie uns lehrt, dass Gott auch in den dunkelsten Momenten erreichbar ist. Es wird beleuchtet, wie selbst Menschen, die Gott nicht kennen oder vor ihm fliehen, durch Gebet und Umkehr seine Hilfe erfahren können. Die Botschaft betont Gottes Gnade und Vergebungsbereitschaft, selbst wenn wir uns unwürdig fühlen.
Gott auf (m)einer Seite: Jona 1:14-4:1
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: JonaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 953. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns lieb hast. Danke, dass du Gebete hörst und danke, dass du für uns da bist und auch heute aus deinem Wort zu uns reden möchtest, sprechen möchtest, dass du uns lehren möchtest, dass wir Mut bekommen, Kraft bekommen, deinen Auftrag auch umzusetzen. Wir möchten dich bitten, dass wir aus der Geschichte von Jona lernen, dass du jetzt unser Lehrer bist und Gott, dafür danke. Amen.
Wir sind in Jona Kapitel 1. Jona, der Prophet Gottes, hat den Auftrag erhalten, nach Ninive zu gehen, um den Assyrern die gerichtsbotschaft Gottes zu predigen. Stattdessen macht er sich auf die Flucht. Er flieht vor Gott in die entgegengesetzte Richtung und glaubt, vor Gott weglaufen zu können. Aber Gott sendet einen übernatürlichen Sturm auf das Mittelmeer. Jona verschläft sogar dieses eindeutige Zeichen, dass die Heiden als klares Eingreifen einer übernatürlichen Macht erkennen. Schließlich kommt heraus, dass Jona der Nachfolger des wahren Gottes ist, der Himmel und Erde gemacht hat, der also auch die Macht und Gewalt über den Sturm und das Wasser hat. Und Jona bietet an, über Bord geworfen zu werden, damit dieser Sturm aufhört. Die Männer wollen noch nicht gleich das umsetzen, sie kämpfen noch dagegen an. Sie versuchen mit eigener Kraft ans Ufer zu kommen, schaffen es nicht. Eigene Kraft reicht nicht aus. Wenn Gott eingreift, eigene Kraft reicht nicht aus, um die Probleme unseres Lebens zu lösen.
Wir lesen weiterhin Vers 14 von Kapitel 1. „Das schrien sie zu dem Herrn und sprachen: Ach, Herr, lass uns doch nicht um der Seele dieses Mannes willen untergehen, und rechne uns aber auch nicht unschuldiges Blut an; denn du, Herr, hast getan, was dir wohl gefiel.“ Hier beten Menschen zu Gott, die wahrscheinlich noch niemals in der Bibel gelesen haben. Wie oft kommt es vor, dass Menschen eher zu Gott beten, die Gott vielleicht gar nicht so gut kennen, als Menschen, die eigentlich sehr viel von Gott erfahren haben, so wie Jona, aber in ihrer Eigensucht, in ihrem Eigenwillen vor Gott davonlaufen ist. Auch das ist schon passiert. Ich glaube, mir ist das schon passiert und dir sicherlich auch, liebe Freunde. Diese Menschen möchten keinen Fehler begehen und sie beten zu Gott um Weisheit.
Darauf nahmen sie Jona und warfen ihn ins Meer, und das Meer hörte auf mit seinem Wüten. Noch in einer anderen Geschichte hat ein übernatürlicher Sturm sofort aufgehört, und das war, als Jesus im Boot schlief, nicht wie Jona, um von Gott davonzulaufen, sondern um Gottes Willen zu tun. Und als er vollständig in Gottes Kraft und Macht ruhte, und als der Satan versuchte, mit einem Sturm ihn aufzuhalten, auch dort ist der Sturm sofort, wurde der Sturm sofort beendet, als Jesus sein Wort sprach.
[4:03] Und da bekamen die Männer große Ehrfurcht vor dem Herrn und brachten dem Herrn ein Schlachtopfer dar und legten Gelübde ab. Auch hier klingt wieder die dreifache Engelsbotschaft an: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Die Männer haben Ehrfurcht vor Gott bekommen und haben ihm ein Opfer gemacht. Hinweis darauf, wie genau im Detail des verstanden haben, willst du nicht, aber dass sie begriffen haben, dass eigentlich Gott ein Opfer bringen würde für ihre Rettung.
Und Herr entsandte einen großen Fisch, der Jona verschlingen sollte. Das wird wohl sicherlich ein Wal gewesen sein, die es ja heute zum Teil noch im Mittelmeer gibt, damals sicherlich sogar noch vermehrt. Und Jona war im Bauch des Fisches drei Tage und drei Nächte lang. Auch dieses Detail der Geschichte wird von hier oder insbesondere dieses Teil der Geschichte wird von Jesus später als ein Typus auf ihn selbst im Neuen Testament erwähnt. Auch Jesus war ja eine ungefähr ähnliche Zeit nicht buchstäblich drei Tage und drei Nächte. Das ist ja eine Redewendung, aber auch er war diese drei Tage, Freitag, Sabbat und auch Sonntag im Grab. Auch er hat sein Leben gegeben, aber nicht als der Schuldige, Jona, sondern als derjenige, der alle Schuld, auch deine und meine, auf sich genommen hat, um für alle anderen Menschen zu sterben, so wie die Menschen hier gerettet worden sind, als Jona über Bord ging.
Und so sehen wir, wie in dieser Geschichte das Evangelium ganz deutlich hervorscheint. Und Jona betete aus dem Bauch des Fisches zu dem Herrn, seinem Gott, und sprach: „Aus meiner Drangsal rief ich zu dem Herrn, und er erhörte mich. Aus dem Schoß des Totenreiches schrie ich, und du hörtest meine Stimme.“ Jona betet schließlich. Er betet. Die Heiden haben schon gebetet, als er noch nicht gebetet hatte, aber als er ganz unten angekommen war, sie realisiert, dass eigentlich schon längst tot sein sollte, aber Gott ist zwar gezüchtigt und gestraft hat, aber noch nicht sterben lassen, sondern ihn immer noch die Möglichkeit gibt, umzukehren. Er hätte schon längst eigentlich auf dem Grund des Meeresbodens tot sein sollen, aber er lebt immer noch, weil Gott sich danach sieht, dass wir umkehren. Gott erhält uns am Leben, auch dann, wenn wir gegen ihn rebellieren, weil er sich wünscht, dass wir zu Umkehr finden, dass wir zu ihm beten.
Wir Freund, liebe Freundin, bist du vielleicht gerade dabei, vor Gott davonzulaufen? Bist du gerade dabei, vielleicht eine Pflicht, von der du weißt, dass du sie tun solltest, einfach zu ignorieren? Wenn du dich zu Gott, egal wo du bist, und wenn du im Magen eines Wals bist, viel unangenehmer kann es nicht sein, als dort, wo die Magensäure einem die Haut wegätzt, wo der Gestank so furchtbar ist, dass man wahrscheinlich ständig übergeben muss. Egal wo du bist, du kannst zu Gott beten. Egal wie schrecklich deine Umstände sind, Gott wird dein Gebet.
[7:51] „Der du hattest mich in die Tiefe geschleudert, mitten ins Meer. Das möchte ich. Strömung umspülte alle deine Wogen und Wellen gegenüber mich, und ich sprach: Ich bin von deinen Augen verstoßen. Dennoch will ich fortfahren, nach deinem heiligen Tempel zu schauen.“ Lieber Freund, liebe Freundin, auch wenn wir das Gefühl haben, dass wir verstoßen sind, lass dich aufhören, zu Gott zu schauen. Lass uns nicht aufhören, zum himmlischen Heiligtum zu beten. Jona konnte nicht zum Buchstaben, aber er wusste, Gottes wahrer Tempel sind im Himmel. Und selbst wenn wir mitten im Meer, im Magen eines Wals sind und dabei sind, von dessen Magensaft angegriffen zu werden und wissen, dass wenn wir nicht bald gerettet werden, vielleicht einen schrecklichen Tod sterben, selbst dann können wir zu Gott beten und zu ihm schauen.
[8:40] „Die Wasser umringten mich bis an die Seele, die Tiefe umgab mich. Meeresalgen schlangen mein Haupt.“ Vielleicht bist du auch gerade in so einer Situation oder bist eine so eine Situation gewesen, dass das Wasser dir bis zum Hals stand, ja, bis über den Hals, bis zur Nase, dass du das Gefühl hattest, du wurdest umschlungen von Schwierigkeiten, die dich hinabgerissen haben zu den Gründen der Berge. „Sank ich hinunter, die Erde war auf ewig hinter mir verriegelt. Da hast du, Herr, mein Gott, mein Leben aus dem Grab herausgeführt.“ Jona wusste, ich bin eigentlich des Todes und noch ist immer in der Situation, aber schon betet er im Glauben, dass Gott ihm aus dem Grab herausführen kann. Er dankt nicht erst, als er errettet worden ist. Er dankt jetzt schon durch Worte, die aus den Psalmen genommen sind. In schlimmster Lage dankt er dafür, dass Gott sein Leben vom Tod errettet hat.
[9:36] Liebe Freunde, liebe Freundin, kannst du heute schon danke sagen, dass Gott dich aus der Schwierigkeit erlösen wird, in der du gerade bist? Ich möchte das lernen in meinem Leben, du auch.
[9:50] „Als meine Seele in mir verschmachtete, dachte ich an den Herrn, und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel.“ Manchmal haben wir das Gefühl, dass unsere Seele in uns verschmachtet, dass wir keinen Grund mehr, keinen Boden unter den Füßen haben. Aber unser Gebet, wenn es aufrichtig ist, wenn es verzweifelt ist, wenn es auch wenn wir uns selbst schwach fühlen, wenn es ehrlich ist, kommt es immer zu Gott ins Allerheiligste, dort, wo Jesus jetzt für dich und für mich dient.
[10:22] „Die Verehrer nichtiger Götzen verlassen ihre Gnade, ich aber will dir mit lauter Stimme Lob opfern. Was ich gelobt habe, das will ich bezahlen. Die Rettung kommt von dem Herrn.“ Und der Herr gebot im Fisch, und der spießte Jona ans Land. Jona hatte gebetet, und als er gebetet hatte, wurde er gerettet.
[10:46] Egal, wo du dich befindest, wenn du zu Gott dich wendest und betest, wirst du gerettet werden. Lasst uns nicht erst warten, bis wir ganz unten sind. Lasst uns beten, wo immer wir uns gerade befinden und sogar zurückkehren.
[11:01] Und das Wort des Herrn ging zum zweiten Mal an Jona, folgendermaßen: „Mache dich auf, gehe nach Ninive, in die große Stadt, und verkündige ihnen die Botschaft, die ich dir sagen werde.“ Vielleicht denken wir, dass wenn wir Gottes Botschaft nicht gepredigt haben, wenn wir Gottes Auftrag missachtet haben, wenn wir vor ihm weggelaufen sind, und dass wenn er uns dann zurückholt, wenn er uns dann bekehrt durch seinen Geist, wenn wir dann Vergebung erfahren dürfen, dann denken wir vielleicht, dass wir es aber nicht mehr würdig sind, für ihn weiterzuwirken, seine Botschaft zu predigen. Aber wenn wir uns zu Gott bekehrt haben, wenn wir wieder auf dem richtigen Weg sind, wenn wir uns von Gott haben hinausziehen lassen aus dem ganzen Schlamassel unseres Lebens, dann kommt der Auftrag erneut.
[11:43] Ich habe das in meinem Leben erlebt, und ich denke, auch du kannst das in deinem Leben erleben, dass Gott den Plan, den er ursprünglich mit uns gehabt hat, nicht aufgibt, sondern er rettet uns ja deswegen, damit er seinen Plan in unserem Leben wieder umsetzen kann.
[11:58] Lass uns niemals vom Satan einreden lassen, dass weil wir rebelliert haben, weil wir gesündigt haben, weil wir von Gott weggelaufen sind, dass wir deswegen Gottes Auftrag nicht mehr ausführen könnten. Der verlorene Sohn glaubt, dass sie nicht mehr würdig ist, sein Sohn zu heißen. Aber wie hat der Vater reagiert? Hatte ihn nicht über alle Maßen als seinen Sohn bestätigt. Du und ich, selbst wenn wir weggelaufen sind von Gott, wenn wir zurückkehren und wir beten und die Errettung annehmen, die er uns schenkt, sind wir Söhne und Töchter, die Gottes Auftrag ausführen dürfen und sollen.
[12:34] Dann macht er sich ohne Auf und ging nach Ninive, diesmal in die richtige Richtung. Jetzt macht er sich auf und tut, was Gott sagt, nach dem Wort des Herrn. Ninive aber am Ende sehr große Stadt, vor Gott drei Tage reisen groß. Und Jona fing an, eine Tage reiseweit in die Stadt hineinzugehen, und er rief und sprach: „Nach 40 Tagen wird Ninive weh, wird zerstört.“ Acht mit drauf. Es war eine Botschaft, so wie sie hier steht, die keinerlei Hoffnung bot. Und die Leute von Gott, und sie riefen ein Fasten aus und legten sag doch an, vom größten bis zum kleinsten unter ihnen, genau das, was die Botschaft in Joel ja erreichen sollte, im Volk Gottes, ein Fasten, eine Umkehr.
[13:14] Und das Wort gelangte bis zum König, und der stand von seinem Thron auf, legte seine Mantel ab, seinen Mantel abhüllte sich und sagt Tuch und setzte sich in die Asche. Und er ließ ausrufen und sagen: „In Ninive, auf Befehl des Königs und seiner Großen in Syrien, gab es nicht so einen König. Es gab doch eine Reihe von ganz bedeutenden Leuten wie den totalen Jahres, den Raphaelski, den Raab Chucky und viele andere, die große Verantwortung hatten, gerade in jener Zeit.“ Und spricht in diesen Jahrzehnten von dem Zeitalter der assyrischen Großen. „Menschen und Vieh, Rinder und Schafe sollen nichts genießen, sie sollen wieder weit noch Wasser trinken, sondern Menschen und Vieh sollen sich in Sacktuch hüllen und mit aller Kraft zu Gott rufen und sollen umkehren, jeder von seinem bösen Weg und von dem Unrecht, das an seinen Händen klebt. Wer weiß, Gott könnte anderen Sinnes werden, es sich Grollen lassen und ablassen von seinem grimmigen Zorn, so dass wir nicht untergehen.“ Das sind genau die Worte, die Israeliten in Joel 2 beten sollen. Wer weiß, vielleicht wird Gott sein das Unheil.
[14:22] Freunde, lassen wir hier sind Menschen, denen nicht einmal die Liebe Gottes wirklich gepredigt worden ist, die nur das Gericht hören, aber die so viel Glauben aufbringen können, dass es Gott im Himmel, dass er so viel Gnade hat und so viel Liebe haben muss, dass er, wenn sie zum Umkehren, vielleicht das Unheil noch abwendet. Können wir auch so viel Glauben aufbringen wie die Assyrer, die, obwohl sie nichts von der Bibel großartig wussten, glaubten, dass Gott doch noch ihnen vergeben könnte, wenn wir umkehren. Lasst uns glauben, dass Gott uns gerne vergeben möchte.
[14:58] Gott sah ihre Taten, dass sie umkehren von ihren bösen Wegen und ihn heute das Übel, dass sie ihn angedroht hatte, und er tat es nicht. Wenn Gott sieht in unserem Leben, dass wir tatsächlich nicht nur unsere Kleider zu leisten und unsere Herzen, wir sie oder gesagt hat, dann ändert er auch seinen Kurs, dann wird das Unheil, das über uns hätte kommen müssen, nicht kommen.
[15:26] Das aber missfiel Jona sehr, und er wurde zornig. Jona hatte Gericht gepredigt und leider auch Gericht erhofft. Gott wünscht sich Menschen, die das Gericht predigen, in der Hoffnung, dass Menschen umkehren, weil sie sich wünschen, dass Menschen ewiges Leben haben.
[15:48] Lass uns beten, lieber Vater im Himmel, danke, dass wir in dieser Geschichte sehen können, dass egal, wo wir uns befinden, das Gebet hilft. Da haben phönizische Seefahrer, die dich nicht kannten, zu Gott gebetet, und du hast ihnen geholfen. Er hat Jona, der dich kannte, aber der vor dir weggelaufen ist, in der schlimmsten Lage seines Lebens endlich zu dir gebetet und ihm geholfen. Da haben die Assyrer, die so böse waren, dass es kein böses Volk jemals auf Erden gegeben hat, zu dir gebetet von ganzem Herzen, du hast geholfen. Herr, was für eine Lektion auf dieser Seite ist, egal, wer wir sind, egal, wie viel wir wissen, egal, wo wir uns gerade befinden, wenn wir von Herzen zu dir beten, dann hilfst du. Herr, lass uns das heute glauben, heute erleben und dankbar sein, wenn es in unserem Leben und im Leben von anderen sich realisiert. Bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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