In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ führt Christopher Kramp durch die Kapitel 15 bis 17 des Buches Josua. Er liest die detaillierten Beschreibungen der Landverteilung an die Stämme Juda, Ephraim und Manasseh und kommentiert die geografischen Gegebenheiten sowie die Bevölkerungsdichte der damaligen Städte. Ein zentrales Thema ist die unvollständige Vertreibung der Kanaaniter und deren weitreichende negative Folgen für Israel, die der Sprecher als Mahnung für ungelöste Probleme im eigenen Leben interpretiert.
Gott auf (m)einer Seite: Josua 15:31-17:2
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, JosuaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 260.
[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort haben und dass es uns ermutigt für den Alltag, dass es stärkt auch in unseren Beziehungen, unserer Familie, dass es uns dazu ermutigt, auch füreinander da zu sein, uns gegenseitig auch zu ermutigen und dass wir wissen dürfen, dass du durch deinen Geist, durch deine Worte in unser Herz hineinsprechen möchtest, jetzt in diesem Moment. Dazu beten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:14] Wir sind gerade in Josua 15, bei der Auflistung der Städte im Süden Palästinas, die dem Stamm Juda durch das Los zugefallen sind. Gelesen ab Vers 31: Ziklag, Madmanna, Sansanna, Lebaot, Schilhim, Ain und Rimmon; neunzehn Städte mit ihren Dörfern. In der Schefela: Eschtaol, Zora, Aschna, Sanoach, En-Gannim, Tappuach, Enam, Jarmut, Adullam, Socho, Aseka, Schaaraim, Aditajim, Gedera und Gederotajim; vierzehn Städte mit ihren Dörfern. Zenan, Hadascha, Migdal-Gad, Dilean, Mizpe, Jokteel, Lachisch, Bozkath, Eglon, Kabbon, Lachmas, Kitlisch, Gederot, Bet-Dagon, Naama und Makkeda; sechzehn Städte mit ihren Dörfern. Libna, Eter, Aschan, Jiftach, Aschna, Nezib, Keila, Achsib und Marescha; neun Städte mit ihren Dörfern. Ekron mit seinen Tochterstädten und Dörfern; von Ekron bis an das Meer, alles, was an Aschdod grenzt, und ihre Dörfer; Aschdod mit seinen Tochterstädten und Dörfern; Gaza mit seinen Tochterstädten und Dörfern, bis an den Bach Ägyptens und das große Meer und die Küsten. Im Bergland aber waren: Schamir, Jattir, Socho, Danna, Kirjat-Sanna (das ist Debir), Anab, Eschtemo, Anim, Goschen, Holon und Gilo; das sind elf Städte mit ihren Dörfern. Arab, Duma, Eschan, Janum, Bet-Tappuach, Afeka, Humta, Kirjat-Arba (das ist Hebron) und Zior; das sind neun Städte und ihre Dörfer. Maon, Karmel, Sif, Jutta, Jesreel, Jokdeam, Sanoach, Kain, Gibea und Timna; das sind zehn Städte und ihre Dörfer. Halhul, Bet-Zur, Gedor, Maarath, Bet-Anot und Eltekon; das sind sechs Städte und ihre Dörfer. Kirjat-Baal (das ist Kirjat-Jearim) und Rabba; das sind zwei Städte und ihre Dörfer. In der Wüste waren: Bet-Araba, Middin, Sechacha, Nibschan, Salzstadt und En-Gedi; das sind sechs Städte und ihre Dörfer. Die Söhne Judas aber konnten die Jebusiter, die in Jerusalem wohnten, nicht vertreiben. So blieben die Jebusiter mit den Söhnen Judas in Jerusalem wohnen bis zu diesem Tag.
[3:29] Ein Hinweis darauf, dass einige der Kanaaniter überlebt und trotz des Sieges, den man über die Jebusiter schon in der Eroberung im Oberland hatte, leben diese Jebusiter im Lande. Interessant ist übrigens, wenn man das mathematisch überschlägt: Wir haben hier 112 Städte für den Stamm Juda. Wir wissen aus der Volkszählung am Ende von 4. Mose, dass die zweite Generation kurz vor dem Einmarsch nach Kanaan im Stamm Juda eine gewisse Anzahl gehabt hat, nämlich über 70.000 wehrpflichtige Männer. So können wir ungefähr ausrechnen, wie so eine durchschnittliche Größe hier angedacht war, nämlich mit ungefähr 680 bis 700 Männern pro Stadt, also vielleicht so knapp 2300 Einwohner pro Stadt. Und da sind die Dörfer schon mitgerechnet, also die Städte selbst waren wahrscheinlich noch kleiner besiedelt. Es handelt sich also um tatsächlich sehr kleine Städte, die wir heute vielleicht als Kleinstadt oder eher als Dörfer bezeichnen würden. Das ist ganz interessant, wenn man sozusagen auch das Thema Stadt und Leben in der Stadt aus der Perspektive der Bibel nachdenkt. Die Israeliten hatten sehr kleine, fast dörfliche Städte in den meisten Fällen.
[4:55] Dann fiel das Los für die Söhne Josefs vom Jordan bei Jericho an, von den Wassern von Jericho ostwärts, die Wüste, die sich von Jericho hinaufzieht in das Bergland nach Bethel. Und die Grenze verläuft von Bethel nach Lus und reicht bis an die Grenze der Architer bei Atarot und zieht sich westwärts herab zu der Grenze der Jafletiter und die Grenze des unteren Bet-Horon und bis nach Geser, und ihr Ende bildet das Meer. Das haben die Söhne Josefs, Manasse und Ephraim, als Erbteil empfangen. Dies ist aber das Gebiet der Söhne Ephraims nach ihren Geschlechtern: Die östliche Grenze ihres Erbteils reicht von Atarot-Addar bis an das obere Bet-Horon und verläuft dem Meer zu nördlich bis Michmetat. Danach wendet sich die Grenze östlich nach Taanat-Schilo und läuft daran vorbei östlich bis Janoach und kommt herab von Janoach nach Atarot und Naarat und stößt an Jericho und endet am Jordan. Von Tappuach geht die Grenze westlich zum Bach Kana und endet am Meer. Und das ist das Erbteil des Stammes der Söhne Ephraims nach ihren Geschlechtern.
[5:55] Es lohnt sich übrigens mal auf einer Landkarte, auf einer Bibelatlas-Karte, vielleicht im Internet mit Google Maps zu versuchen, diese Grenzziehung nachzuvollziehen, zu sehen, wo diese Stämme ihren Sitz dann gehabt haben, weil das auch für die spätere Geschichte des Alten Testamentes sehr interessant ist, das ein bisschen mitzuverfolgen.
[6:18] Dazu die Städte, welche für die Söhne Ephraims abgesondert sind mitten in dem Erbteil der Söhne Manasses, alle diese Städte samt ihren Dörfern. Vertrieben aber die Kanaaniter nicht, die in Geser wohnten. So blieben die Kanaaniter unter Ephraim wohnen bis zu diesem Tag und wurden zu Frondienst verpflichtet. Noch einige Jahrhunderte würden Kanaaniter hier in dieser Gegend bei Geser übrig bleiben.
[6:45] Und das würde sich noch sehr negativ für die Israeliten auswirken. Das wird man dann in den kommenden Büchern des Alten Testamentes noch deutlicher sehen. Haltet das fest: Obwohl Gott immer wieder gezeigt hatte, dass er zu vollständigen Siegen willig und fähig ist, haben die Israeliten das nicht in allen Fällen überall angewandt, mit weitreichenden Spätfolgen.
[7:09] Und das Los fiel für den Stamm Manasse, denn er ist der Erstgeborene Josefs, nämlich für Machir, den Erstgeborenen Manasses, dem Vater Gileads. Diesem wurde Gilead und Baschan zuteil, weil er ein Kriegsmann war. Das war schon zur Zeit Moses auf der anderen Seite des Jordan. Aber für die übrigen Söhne Manasses nach ihren Geschlechtern fiel das Los auch, nämlich den Söhnen Abiesers, den Söhnen Heleks, den Söhnen Asriels, den Söhnen Schechems, den Söhnen Hefers und den Söhnen Schemidas. Das sind die männlichen Nachkommen Manasses, des Sohnes Josefs, nach ihren Geschlechtern.
[7:46] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte öffne heute unsere Augen für Probleme, die immer noch in unserem Leben existieren, für Siege, die wir noch nicht errungen haben und für Sünden, die wir bisher noch toleriert haben. Gib, dass sie nicht in unserem Leben bleiben und dann langfristig großen Schaden anrichten. Hilf uns, sie zu erkennen und mit deiner Kraft und durch deine Gnade zu überwinden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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