In dieser Predigt über Josua 23:16-24:18 erinnert Christopher Kramp daran, wie Josua das Volk Israel am Ende seines Lebens aufruft, sich bewusst für Gott zu entscheiden. Er beleuchtet Gottes Treue in der Geschichte Israels, von Abraham bis zur Landnahme, und betont, dass alle Siege und Segnungen allein Gottes Werk waren. Kramp fordert die Zuhörer auf, wie Josua eine klare Entscheidung für den Herrn zu treffen und ihm ganz zu dienen, auch wenn die Gefahr des Abfalls trotz großer Erfahrungen besteht.
Gott auf (m)einer Seite: Josua 23:16-24:18
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, JosuaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:26] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 269.
[0:33] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir uns auf jedes einzelne Wort von dir verlassen können. Danke, dass es nicht eine Verheißung gibt, die sich nicht erfüllen würde. Danke, dass du durch dein Wort uns eine übernatürliche Kraft geben möchtest, die wir leider bisher noch nicht vollständig ausgenutzt haben in unserem Leben. Das möchten wir ändern. Wir möchten wirklich aus deinem Wort Tag für Tag leben. Wir möchten dich bitten, dass du auch heute durch deinen Geist unsere Herzen ansprichst und dein Wort lebendig machst, damit wir daraus leben können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:15] Wir sind in Josua 23. Am Ende seines Lebens hat Josua das Volk zusammengerufen und sie noch einmal daran erinnert, worin ihre Stärke in all den Siegen, die sie erlebt haben, bestand, nämlich in der Kraft des Wortes, wo sich jede einzelne Verheißung Gottes erfüllt hat. Erinnert sie daran, dass aber auch die Warnungen Gottes genauso wortwörtlich zu verstehen sind und dass sie unter keinen Umständen sich mit den anderen Völkern, die noch besiegt werden müssen, irgendwie alliiert sollten, zum Beispiel durch Hochzeiten.
[1:50] Wir lesen Vers 16: „Dann, wenn ihr den Bund des Herrn, eures Gottes, übertretet, den er euch geboten hat, und hingeht und anderen Göttern dient und sie anbetet, so wird der Zorn des Herrn über euch anbrennen und ihr werdet bald vertilgt sein aus dem guten Land, das er euch gegeben hat.“ Erlösung bedeutet nicht, dass man danach machen kann, was man will, sondern wer Gottes Gnade und Kraft erlebt hat, von dem wünscht sich Gott, dass er auch dabei bleibt und nicht wieder von ihm abfällt.
[2:27] Und Josua versammelte alle Stämme Israels nach Sichem und er rief die Ältesten von Israel, seine Häupter, Richter und Vorsteher zu sich und als sie vor Gott getreten waren, da sprach Josua zu dem ganzen Volk: „So spricht der Herr, der Gott Israels: Eure Väter wohnten vorzeiten jenseits des Stromes und sie dienten anderen Göttern, auch Terach, der Vater Abrahams und Nahors. Und ich nahm euren Vater Abraham von jenseits des Stromes und ließ ihn durch das ganze Land Kanaan wandern und ich mehrte seinen Samen und gab ihm Isaak und dem Isaak gab ich Jakob und Esau und dem Esau gab ich das Bergland Seïr zum Besitz. Jakob aber und seine Söhne zogen hinab nach Ägypten.“
[3:10] Josua beginnt nun, dem Volk noch einmal seine eigene Geschichte, die heilige Geschichte, die Geschichte Gottes mit seinem Volk zu zeigen, aus vergangenen Jahrhunderten Lektionen dazu bringen, aus denen die Generation jetzt etwas lernen sollen. Auch wir sollten uns zurückschauen in die Geschichte, in die Geschichte unserer Gemeinde, Geschichte der Christenheit, in die Geschichte Gottes mit seinem Volk. Deswegen haben wir die Bibel, damit wir aus diesen Geschichten lernen, um jetzt in der Zeit, in der wir leben, die richtigen Entscheidungen zu fällen.
[3:47] „Da sandte ich Mose und Aaron und schlug Ägypten, so wie ich in ihrer Mitte gehandelt habe. Danach führte ich euch heraus und ich führte eure Väter aus Ägypten weg und ihr kommt an das Meer und die Ägypter jagten euren Vätern mit Streitwagen und Reitern bis an das Schilfmeer nach. Da schrien sie zum Herrn und er setzte eine Finsternis zwischen euch und den Ägyptern und ließ das Meer über sie kommen und bedeckte sie und eure Augen haben gesehen, was ich an Ägypten getan habe.“
[4:16] „Danach habt ihr lange Zeit in der Wüste gewohnt. Dann brachte ich euch in das Land der Amoriter, die jenseits des Jordan wohnten und als sie gegen euch kämpften, gab ich sie in eure Hand und ihr nahmt ihr Land in Besitz und ich vertilgte sie vor euch her. Da stand Balak auf, der Sohn Zippors, der König der Moabiter, und kämpfte gegen Israel und der sandte hin und ließ Bileam rufen, den Sohn Beors, damit er euch verfluche. Aber ich wollte nicht auf ihn hören, sondern er musste euch beständig segnen und ich errettete euch aus seiner Hand.“
[4:48] In diesen wenigen Versen werden in kurzen Skizzen all die Geschichten der ersten, der fünf Bücher Mose, zusammengefasst. „Und als ihr über den Jordan gingt und nach Jericho kommt, da kämpften die Bürger von Jericho gegen euch, ebenso die Amoriter, die Hethiter, die Perisiter, die Hiwiter und die Jebusiter. Aber ich gab sie in eure Hand.“
[5:12] Josua zeigt, wie die Geschichte, die die Israeliten selbst erlebt haben, Teil einer größeren Entwicklungslinie ist. Auch wir müssen verstehen, dass das, was wir erleben Tag für Tag, Jahr für Jahr in unseren Gemeinden, unseren Familien, in unserem Leben, Teil einer größeren Geschichte ist, Teil der Heilsgeschichte, Teil der Geschichte Gottes mit seinem Volk.
[5:34] „Und ich sandte Hornissen für euch her, die trieben sie aus und vor euch her, nämlich die beiden Könige der Amoriter, nicht durch das Schwert und nicht durch euren Bogen.“
[5:45] Gott betont noch einmal: Die Siege, die sie errungen haben, waren nicht durch ihre eigene militärische Stärke, nicht durch eigene Kraft entstanden. Das, was wir erreicht haben im Werk Gottes, in unseren Familien, in unserem persönlichen Leben, das, was wir mit Gottes Hilfe erreicht haben, wurde tatsächlich durch Gottes Hilfe erreicht.
[6:02] „Und ich habe euch ein Land gegeben, das ihr nicht bearbeitet habt und Städte, die ihr nicht gebaut habt, damit ihr in ihnen wohnen könnt und ihr esst von Weinbergen und Ölbäumen, die ihr nicht gepflanzt habt. So fürchtet nun den Herrn und dient ihm aufrichtig und in Wahrheit und tut die Götter von euch hinweg, denen eure Väter jenseits des Stromes und in Ägypten gedient haben und dient dem Herrn.“
[6:26] Josua wusste, nach all dem, was Gott für die Israeliten getan hatte, nach all den großen Erfahrungen, war es trotzdem möglich, dass sie sich wieder an die alten Götzen klammern würden. Gott hatte sie so reich gesegnet, so wie es in 5. Mose ihnen ja gesagt hatte, dass er sie segnen würde, aber dass sie dann, wenn sie satt geworden sind, wenn sie all das erlebt haben, all das Gute, nicht wieder von ihm abfallen. Vielleicht geschieht es, dass, wenn Gott uns alles schenkt und wir Großes erreicht haben mit ihm, so dann sorglos werden und dass wir dann auf uns selbst schauen, anstatt auf ihn.
[7:02] Es ist auch schon passiert, mir ist das schon passiert, schon öfter in meinem Leben und deswegen ist diese Geschichte so wichtig, dass wir lernen, uns zu entscheiden, bei Gott zu bleiben.
[7:15] „Wenn es euch nicht gefällt, dem Herrn zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stromes gedient haben oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen.“
[7:32] Josua hatte seine Entscheidung getroffen, egal was der Rest tun würde, er würde Jesus folgen.
[7:37] Liebe Freunde, ich habe meine Entscheidung getroffen, ich möchte Jesus folgen. Wie steht es mit euch? Ganz egal, was andere sich herum machen, auf Arbeit, im Studium, in deinem Freundeskreis, vielleicht sogar in der Gemeinde, ganz egal welche Entscheidungen andere treffen, willst du dich dafür entscheiden,
[7:55] du und dein Haus, die für die du direkte Verantwortung hast, willst du dich entscheiden, dem Herrn ganz und vollständig zu dienen, dein Leben ihm zu geben?
[8:09] Da antwortete das Volk und sprach: „Fern sei es von uns, dass wir den Herrn verlassen und anderen Göttern dienen, denn der Herr, unser Gott, ist es, der uns und unsere Väter aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt hat und er hat vor unseren Augen diese großen Zeichen getan und uns behütet auf dem ganzen Weg, den wir gegangen sind und unter allen Völkern, durch deren Mitte wir hindurchgezogen sind.“
[8:32] Sie mussten bekennen: Gott hat uns bisher überall, wo wir gewesen sind, behütet und bewahrt und er hat ja, hat alle Völker von uns herausgetrieben, ja auch die Amoriter, die im Land wohnten.
[8:46] Auch wir wollen dem Herrn dienen, denn er ist unser Gott. Wenn wir ein Zeugnis geben, eine Entscheidung fällen für Gott und öffentlich dazu stehen, so wie Josua, dann wird das dazu führen, dass auch andere Menschen sich neu oder zum ersten Mal dafür entscheiden, Jesus ganz nachzufolgen. Lasst uns Menschen sein, die Entscheidungen für Jesus treffen und anderen davon erzählen.
[9:09] Lasst uns gemeinsam beten.
[9:15] Herr, du kennst, du weißt, wie oft wir schon dir den Rücken gekehrt haben, aber hey, wir haben dich auch kennengelernt und haben gesehen, dass du trotzdem immer wieder deine Hand zu uns ausgestreckt hast, dass du uns behütet hast und geführt hast, dass du uns gesegnet hast über alle Maßen, trotz unserer Sünden, trotz unserer Fehler und Schwächen. Und Herr, wir wollen heute den Bund mit dir erneuern. Wir möchten noch heute hier in diesem Moment dir sagen, dass wir dir dienen wollen, dass wir dir gehorchen wollen, dass wir uns mit dir verbinden wollen, dass du unser Gott sein sollst und wir danken dir, dass du uns diesen Bund anbietest und dass du für uns da bist und dass du heute mit uns leben möchtest.
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