In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die List der Gibeoniter aus Josua 9 und die unbedachte Reaktion der Israeliten. Er analysiert, wie die Israeliten einen Bund schlossen, ohne Gott zu befragen, und welche langfristigen Konsequenzen dies hatte. Die Episode mahnt dazu, Entscheidungen nicht nur nach dem Augenschein zu treffen, sondern stets Gottes Wort als Richtschnur zu nehmen, um Konflikte und Fehltritte zu vermeiden.
Gott auf (m)einer Seite: Josua 9:9-10:2
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, JosuaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 252.
[0:38] Lasst uns gemeinsam beten.
[0:42] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir die Gelegenheit haben, mit dir zu sprechen und dass du durch dein Wort uns zeigst, was dein Wille ist. Danke, dass du uns immer wieder an deine Worte, an deine Gesetze erinnerst und gibst, dass wir es fest in unserem Herzen halten und den ganzen Tag über daran denken und mit dir in Verbindung bleiben.
[1:01] Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:05] Wir sind in Josua Kapitel 9.
[1:09] Die Gibeoniter haben sich vorgenommen, einen Bund mit den Israeliten zu schließen und dazu zur List gegriffen.
[1:19] Wir lesen ab Vers 9: Und sie sprachen zu ihm: „Deine Knechte sind aus einem sehr fernen Land gekommen um des Namens des Herrn, deines Gottes, willen; denn wir haben die Kunde von ihm vernommen und alles, was er in Ägypten getan hat, auch alles, was er den beiden Königen der Amoriter jenseits des Jordan getan hat, nämlich Sihon, dem König von Heschbon, und Og, dem König von Baschan, der in Aschtarot wohnte. Darum sprachen unsere Ältesten und alle Einwohner unseres Landes zu uns und sagten: ‚Nehmt Speise mit euch auf den Weg und geht hin, ihnen entgegen und sprecht zu ihnen: Wir sind eure Knechte; so macht nun einen Bund mit uns!‘“
[1:54] „Dieses unser Brot, das wir als Hauptspeise-Vorrat aus unseren Häusern mitnahmen, war noch warm, als wir auszogen, um zu euch zu gehen; nun aber ist es hart und schimmelig. Und diese Weinschläuche waren neu, als wir sie füllten, und siehe, sie sind zerrissen. Und diese unsere Kleider und unsere Schuhe sind abgenutzt worden von der sehr langen Reise.“
[2:20] Es sah tatsächlich alles so aus. Die Israeliten hätten sich nicht allein auf den Augenschein verlassen sollen. Manchmal sehen die Dinge ganz selbstverständlich so aus, wie Menschen behaupten, aber Menschen können uns täuschen.
[2:36] Mögen. Dann nahmen die Männer Israels von ihrer Speise, aber den Mund des Herrn fragten sie nicht.
[2:44] Vielleicht kann es passieren, dass wir Menschen einfach blind vertrauen und uns nicht rückversichern, nicht noch einmal schauen: Was sagt Gottes Wort zu dieser Situation, zu dieser Angelegenheit? Wie sollte ich mich wirklich entscheiden? Gibt es einen inspirierten Ratschlag dazu?
[3:02] Und Josua machte Frieden mit ihnen und schloss einen Bund mit ihnen, dass sie am Leben bleiben sollten. Und die Obersten der Gemeinde schworen ihnen. Das geschah aber nach drei Tagen, nachdem sie mit ihnen einen Bund gemacht hatten, da hörten sie, dass jene aus ihrer Nähe waren und mitten unter ihnen wohnten. Denn als die Kinder Israels weiterzogen, kamen sie am dritten Tag zu ihren Städten, die diesen Gibeon, Kephira, Beerot und Kirjat-Jearim waren. Die Kinder Israels schlugen sie nicht, weil die Obersten der Gemeinde ihnen geschworen hatten bei dem Herrn, dem Gott Israels. Und die ganze Gemeinde murrte gegen die Obersten.
[3:37] Es gibt jetzt einen Konflikt und eine Leistungskrise aufgrund unbedachter Allianzen.
[3:45] Wir sollten uns heute vor unbedachten Allianzen hüten, auch in der Gemeinde, weil sie zu Konflikten zwischen Leitungen und Gemeindegliedern führen können.
[4:03] Da sprachen alle Obersten zu der ganzen Gemeinde: „Wir haben ihnen geschworen bei dem Herrn, dem Gott Israels, darum können wir sie nicht angreifen. So wollen wir an ihnen handeln: Wir wollen sie leben lassen, damit nicht ein Zorn kommt um des Eides willen, den wir ihnen geschworen haben.“ Und die Obersten sprachen zu ihnen: „Lasst sie leben, damit sie Holzhauer und Wasserschöpfer für die ganze Gemeinde werden, wie ihnen die Obersten gesagt haben.“
[4:26] Interessant ist, dass die Israeliten bereit waren, zu ihrem Eid zu stehen. Das Wort, das sie gegeben hatten, sollte auch gültig sein. Man sollte nicht von ihnen sagen, dass sie Gott folgen, aber dann zu dem eigenen Wort nicht stehen, obwohl das jetzt zu ihrem eigenen Nachteil gewesen ist.
[4:46] Und Josua rief sie zu sich und redete mit ihnen und sprach: „Warum habt ihr uns betrogen und gesagt: Wir wohnen sehr weit von euch weg, während ihr doch mitten unter uns wohnt? Darum solltet ihr verflucht sein und nicht aufhören, Knechte und Holzhauer, Wasserschöpfer zu sein für das Haus meines Gottes!“
[5:00] Da antworteten sie Josua und sprachen: „Es ist deinen Knechten als gewiss berichtet worden, dass der Herr, dein Gott, seinem Knecht Mose geboten hat, euch das ganze Land zu geben und alle Einwohner des Landes vor sich her zu vertilgen.
[5:12] Da fürchteten wir sehr um unser Leben wegen euch und haben darum so gehandelt. Nun aber siehe, wir sind in deiner Hand; wie du es für gut und recht hältst, mit uns zu verfahren, so sollst du verfahren.“
[5:21] Und er verfuhr auf diese Weise mit ihnen und er rettete sie aus der Hand der Kinder Israels, dass sie sie nicht töteten. Und Josua machte sie an jenem Tag zu Holzhauern und Wasserschöpfern für die Gemeinde, für den Altar des Herrn, an dem Ort, den er wählen würde. Und so ist es bis zu diesem Tag.
[5:39] Es geschah aber, als Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, hörte, dass Josua Jericho erobert und an ihm den Bann vollstreckt hatte, und dass er Ai mit samt seinem König ebenso gemacht hatte wie mit Jericho und seinem König, und dass die Einwohner von Gibeon mit Israel Frieden gemacht hatten und in ihrer Mitte wohnten, da fürchteten sie sich sehr; denn Gibeon war eine große Stadt, die eine der Königsstädte war, und es war größer als Ai, und alle seine Männer waren tapfere Krieger.
[6:06] Lasst uns gemeinsam beten.
[6:12] Lieber Vater im Himmel, bitte bewahre uns davor, dass wir nach menschlichem Augenschein, nach menschlichen Worten Entscheidungen fällen, die wir vielleicht später bereuen, die sich als suboptimal herausstellen. Hilf uns doch, dass wir auch im Alltag, in allen Situationen, in die du uns hineinstellst, wir uns die Frage stellen: Was sagt dein Wort, was sagst du zu allem?
[6:32] Dass wir danach handeln. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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