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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Judas 1-13 ruft Christopher Kramp dazu auf, für den biblischen Glauben zu kämpfen. Er warnt eindringlich vor Irrlehrern, die sich unbemerkt einschleichen und Gottes Gnade in Zügellosigkeit verkehren. Anhand biblischer Beispiele wie dem Abfall Israels in der Wüste, dem Fall der Engel und der Zerstörung Sodoms und Gomorras verdeutlicht er die ernsten Konsequenzen des Abfalls. Die Botschaft betont die Notwendigkeit, der Wahrheit in Liebe und Demut standzuhalten, ohne dabei zu lästern.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Judas 1 bis 13. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du für uns da bist. Danke, dass dein Wort die Zukunft erhellt und die Vergangenheit erklärt und uns hilft, im Heute und Hier, im Jetzt, die richtigen Entscheidungen zu fällen. Wir möchten heute mit dir durch den Alltag gehen. Wir möchten dich bitten, dass du auch jetzt dein Wort uns aufschließt, dass wir es verstehen können, dass wir es lieben lernen, dass wir Kraft daraus gewinnen und uns freuen dürfen, dass du so viel interessante und gute Dinge zu uns sagst. Segne unser Bibelstudium, sei du unser Lehrer. Das bitten wir im Namen Jesu.

[1:31] Amen. Wir beginnen heute den Judasbrief. Geschrieben wurde er von einem Judas, der sich gleich zu Beginn des Briefes als ein Bruder des Jakobus ausweist. Und das hat viele Ausleger dazu geführt anzunehmen, dass dieser Judas einer der Halbbrüder von Jesus gewesen ist. Wir wissen, dass Jakobus, der Halbbruder von Jesus, über einen langen Zeitraum Gemeindeleiter der Urgemeinde in Jerusalem gewesen ist. Wenn dort von dem Jakobus die Rede ist in den späteren Kapiteln der Apostelgeschichte, ist es ja nicht der Jünger Jakobus, der schon sehr bald umgebracht worden ist als erster Märtyrer unter den Aposteln, sondern von diesem Bruder von Jesus, dem Halbbruder von Jesus. Und da wir aus Matthäus 13 Vers 55 wissen, dass Jesus mehrere dieser Brüder gehabt hat, auch einen Simon und einen Judas, ist es sehr naheliegend, dass dieser Brief auch von einem geschrieben worden ist, der viele, viele, viele Jahre mit Jesus verbracht hatte, als dieser auch noch ein Kind und ein Teenager, ein Jugendlicher und ein junger Mann gewesen ist.

[2:50] Wir beginnen in Judas Vers 1: „Judas, Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus, an die Berufenen, die durch Gott den Vater geheiligt und in Jesus Christus bewahrt sind: Barmherzigkeit, Friede und Liebe wiederfahre euch mehr und mehr.“ Wir kennen diese Briefeinleitung auch von Paulus und anderen, aber vor allem das Wort Liebe hier in diesem Wunsch ist ganz besonders und ja, ganz, ganz eigenständig.

[3:28] „Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, dass ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für alle Mal überliefert worden ist.“ Liebe Freunde, der Glaube ist uns überliefert worden. Das, was zu glauben ist, die Grundlagen des Evangeliums sind uns ein für alle Mal gegeben. Sie sollen nicht ständig verändert werden, sie sollen nicht ständig angepasst, gekürzt oder erweitert werden, sondern wir haben ein ganz klares Glaubensgebäude in den Büchern des Alten und des Neuen Testamentes. Jesus hat uns seine Botschaft klar und deutlich erklärt, und für diesen Glauben, sagt Judas, sollen wir auch kämpfen. Warum? Vers 4:

[4:17] „Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen, die schon längst zu diesem Gericht aufgeschrieben worden sind, gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren und Gott, den einzigen Herrscher, unseren Herrn Jesus Christus, verleugnen.“ Judas sagt, da haben sich Irrlehrer eingeschlichen, und zwar unbemerkt. Das heißt, sie sind nicht gekommen und haben gesagt: „Wir sind Irrlehrer.“ Sie sind nicht gekommen und haben gesagt: „Wir wollen alles über den Haufen werfen.“ Sie haben sich eingeschlichen, sodass sogar die Urchristen der ersten Generation es nicht gemerkt haben. So schleichend war der Prozess, so ähnlich sah die Fälschung dem Original aus.

[5:03] Und das ist für uns eine ganz entscheidende, wichtige Warnung. Der Satan attackiert auch Gottes Endzeitvolk, und auch dort schleichen sich Menschen ein. Es müssen gar keine Geheimorganisationen dahinter stehen, das ist gar nicht der Punkt. Damals gab es auch keine Geheimorganisation, die das Christentum planmäßig unterwandert haben. Der Satan hat das so – da brauchte er keine Geheimorganisation dazu. Er hat einfach sündige Menschen in die Gemeinde gebracht, die das Ziel hatten, den Glauben zu verändern. Das gibt es heute auch noch, und wir müssen deswegen den Judasbrief gut kennen, um zu wissen, wie wir darauf reagieren sollen. Wir müssen für den Glauben kämpfen. Wir können nicht zusehen, wie entscheidende Wegmarken weggenommen werden, wie entscheidende, substanzielle Teile des Evangeliums, auch der Endzeitbotschaft des ewigen Evangeliums, einfach über Bord geworfen werden, verändert werden. Wir müssen liebevoll mit der Bereitschaft, für seinen Bruder und unsere Schwester zu sterben, für die Wahrheit einstehen und für sie kämpfen.

[6:16] „Ich will euch aber daran erinnern, obgleich ihr dies ja schon wisst, dass der Herr, nachdem er das Volk aus dem Land Ägypten errettet hatte, das zweite Mal diejenigen vertilgte, die nicht glaubten.“ Mit anderen Worten, es sind zwar knapp oder ungefähr zwei Millionen Israeliten aus Ägypten befreit, erlöst worden, und trotzdem sind am Ende nur zwei im gelobten Land angekommen. Die Tatsache, dass man einmal Erlösung erlebt hat, ist keine Garantie dafür, dass man niemals abfallen wird vom Glauben. Judas macht ganz deutlich: Man kann Erlösung erlebt haben, und zwar durch Gott, und dann am Ende trotzdem als Rebell in der Wüste sterben. Möge Gott uns, mir und dir persönlich, helfen, dass uns das nicht passiert.

[7:09] „Und dass er die Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrten, sondern ihre eigene Behausung verließen, für das Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter der Finsternis verwahrt hat.“ Sogar Engel, die sündlos waren, in der Gegenwart Gottes lebten, im himmlischen Chor, sind vom Glauben abgefallen. Die Offenbarung sagt uns ungefähr ein Drittel von ihnen.

[7:39] Ich denke, Judas bringt diese Beispiele, um deutlich zu machen: Es darf uns nicht verwundern, wenn auch plötzlich im Volk Gottes, in der Gemeinde, Lehren auftauchen, die Gottes Wort widersprechen. Wir haben in Vers 4 gesehen, was diese Irrlehrer machen: Sie verkehren die Gnade Gottes in Zügellosigkeit. Mit anderen Worten, sie reden von der Gnade, meinen aber, dass man in der Sünde leben kann und die Gnade diese fortgesetzte Sünde, die man gar nicht wirklich aufgeben will, zudecken würde. Und das nennt Judas eine schwere Irrlehre und vergleicht sie mit dem Abfall der Israeliten in der Wüste, mit dem Fall der Engel, die dem Satan gefolgt sind. Wenn du in deiner Gemeinde hörst, dass man die Sünde gar nicht aufgeben kann und dass Gottes Gnade so groß ist, dass man auch weiter sündigen kann, das gar kein Problem wäre, dann stehst du genau dieser Irrlehre entgegen, vor der schon Judas gewarnt hat.

[8:45] Und wir müssen in Liebe und Demut für den biblischen Glauben, den Jesus uns gezeigt hat und für den Jesus alles gegeben hat, für den müssen wir einstehen. „Wie Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie diese die Unzucht bis zum Äußersten trieben.“ Da ging es darum, dass die Bewohner von Sodom ja am Ende sogar die Engel vergewaltigen wollten in homosexuellen Praktiken und anderem Fleisch nachgingen. Manchmal wird behauptet, dass die sexuelle Komponente keine Rolle gespielt habe, aber hier wird ganz deutlich, dass die sexuellen Wünsche, das Verlangen der Leute, diese vermeintlichen Männer, die Engel zu vergewaltigen, dass das ein ganz entscheidendes Problem war an dem, was Sodom ausgemacht hat und das Ganze dann sozusagen ja auf die Spitze trieb,

[9:49] „nun als warnendes Beispiel dastehen, indem sie die Strafe eines ewigen Feuers zu erleiden haben.“ Das Beispiel von Sodom und Gomorra zeigt: Man kann nicht einfach immer weiter sündigen und glauben, die Liebe Gottes deckt das alles zu und macht da nichts. Die Geschichte von Sodom und Gomorra zeigt: Gott beendet irgendwann das Leben und die Karriere von Menschen, die an der Sünde festhalten und in Rebellion verharren. Er beendet es. Da fiel Feuer vom Himmel, es war von einem Tag auf den anderen aus. Und die Bibel spricht ja von einem ewigen Feuer, das, hilft euch später auch für die Offenbarung. Wer auf Google Maps nachschaut, stellt fest: Bei Sodom und Gomorra, dort, wo das in der Jordanaue gewesen sein muss, brennt heute nichts mehr. Das Feuer war ewig in seiner Konsequenz, und das ist ein Beispiel für das ewige Feuer, das am Ende der Zeit auch die Ungläubigen für immer verzehren wird, so wie auch die Ungläubigen in Sodom und Gomorra verzehrt worden sind.

[10:48] Übrigens ist an dieser Stelle vielleicht schon interessant zu bemerken, wer das noch mal zu Hause nachstudieren möchte, dass dieser Judasbrief ganz, ganz enge Parallelen hat zum zweiten Kapitel im 2. Petrus. Und wir werden auf der nächsten Seite sehen, welches von den beiden Texten zuerst gewesen ist und wie die beiden zueinander stehen. Manchmal bis zum Wortlaut sind hier ganz enge Parallelen. Einer hat sich ganz deutlich auf den anderen bezogen. „Trotzdem beflecken auch diese in gleicher Weise mit ihren Träumereien das Fleisch, verachten die Herrschergewalt und lästern Majestäten.“ Hier denken die meisten Übersetzer oder die meisten Kommentatoren und Ausleger oft daran, dass es hier um irgendwelche Engelmächte geht. Persönlich glaube ich aber eigentlich, der Text ist so, wie er steht, eigentlich ganz gut verständlich, dass diese falschen Christen auch die menschlichen Ordnungen, menschliche Majestäten, gelästert haben und nicht der biblischen Lehre gefolgt sind, dass man sich dem Staat unterordnen soll und nur dann staatliche Anordnungen widersteht, wenn sie dem Wort Gottes widersprechen, und selbst dann nicht in einem lästernden Ton, nicht in einer rebellischen Haltung, sondern indem man Gottes Wort über das Wort des Staates stellt.

[12:17] Vers 9: „Der Erzengel Michael dagegen, als er mit dem Teufel Streit hatte und über den Leib Moses einen Wortwechsel führte, wagte kein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: Der Herr strafe dich!“ Michael, sein Name für Jesus. Michael heißt wörtlich übersetzt: „Wer ist wie Gott?“ Er ist Erzengel. Das griechische Archangelos heißt, er ist über den Engeln, ist der Führer der Engel, der die Engel anführt. Von diesem Erzengel heißt es in 1. Thessalonicher 4, dass bei seiner Stimme, beim Erschallen der Stimme des Erzengels, die Toten bei der Wiederkunft aufstehen werden, die in Christus gestorben sind. Und in Johannes 5 Vers 25 heißt es, dass die Toten auferstehen werden, wenn sie die Stimme des Sohnes Gottes hören. Von Michael heißt es, dass er in Daniel 12 Vers 1 derjenige ist, der für die Kinder des Volkes Gottes eintritt, was auf Jesus, den Hohen Priester, verweist. Jesus ist der, der so ist wie Gott, der gegen den Satan von Beginn an kämpft, wie Offenbarung 12 Vers 7 bis 9 deutlich macht. Und er ist es, der den Mose von den Toten auferweckt hat. In 5. Mose 34 wird der Tod von Mose berichtet. Dort heißt es nur, dass sein Grab nicht gefunden worden ist, aber wir wissen aus der Geschichte Matthäus 17 vom Verklärungsberg, dass Mose dann später im Himmel gewesen ist. Wir wissen genau wie auch Elia, der dann später lebendig in den Himmel aufgefahren ist, so wie auch Henoch. Aber Mose war gestorben, und das wird hier noch einmal dann deutlich erklärt. Jesus hat Mose von den Toten auferweckt. Es war Jesus, der diese Kraft hat und der ihn von den Toten auferweckt hat, ihm das Leben gegeben hat. Und der Satan hat dem Ganzen widerstanden, der wollte das verhindern. Der hatte behauptet, dass Mose als ein Sünder unter seinem Herrschaftsbereich, dem Grab, bleiben muss. Und was hat Jesus gemacht, als er vom Satan attackiert wurde? Er hat nicht gelästert, er hat nicht den Satan beschimpft, sondern nur gesagt: „Der Herr strafe dich!“

[14:33] Wenn also Jesus selbst dem Satan gegenüber kein lästerndes Urteil gefällt hat, dann dürfen wir über niemand lästern, auch über keinen Politiker, über keinen Minister, keinen Wirtschaftsboss, niemanden. Und das ist die Botschaft, die hier in diesen Versen auch drinsteckt. „Diese aber lästern alles, was sie nicht verstehen. Was sie aber von Natur wie die unvernünftigen Tiere wissen, daran verderben sie sich. Wehe ihnen! Denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich um Gewinnes willen völlig den Betrug Bileams hingegeben und sind durch die Widersetzlichkeit Korahs ins Verderben geraten.“

[15:19] Wir wissen, Kain war derjenige, der Abel getötet hat aus Hass auf seinen Bruder, der gerechter war, der das Evangelium wirklich verstanden und gelebt hat. Wir wissen, Bileam war derjenige, der für Geld das Volk Gottes verfluchen wollte und der am Ende diesen tragischen, tödlichen Rat gegeben hat mit den Midianiterinnen, das Volk zu verführen. Und Korah war derjenige, der behauptet hatte, alle sind heilig, und der sich selbst ein Amt, nämlich das Amt des Hohen Priesters, aneignen wollte und der vom Feuer Gottes in der Stiftshütte verzehrt worden ist. „Diese sind Schandflecken bei euren Liebesmahlen und schmausen mit euch, indem sie ohne Scheu sich selbst weiden. Wolken ohne Wasser, vom Wind umhergetrieben, unfruchtbare Bäume im Spätherbst, zweimal erstorben und entwurzelt, wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschäumen, Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist.“

[16:27] Wir müssen uns hüten vor der Irrlehre und vor Menschen, die mit unchristlichem Charakter versuchen, die Gemeinde Gottes durcheinander zu bringen. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte schenk du uns Mut und Demut, Vertrauen auf dich und Stärke in deinem Wort, dass wir für die Wahrheit einstehen, sodass niemand, der aufrichtig ist, Schaden erleidet. Lass uns von Jesus lernen, der mit der größtmöglichen Liebe die größtmögliche Treue zu seinem Wort bewahrt hat, der Irrtum aufgedeckt hat und trotzdem Menschen gewinnen konnte. Lass uns von ihm lernen und lass uns mit aller Sanftmut und aller Demut für deine Wahrheit einstehen, weil es dein Wort ist, und nichts zurückweichen vor dem Irrtum. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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