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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ behandelt Christopher Kramp Judas 14-25. Er warnt eindringlich vor Irrlehrern, die sich in die Gemeinde einschleichen, und betont die Notwendigkeit, für den unverfälschten Glauben einzustehen. Der Sprecher zeigt auf, wie Judas die Prophezeiungen des 2. Petrusbriefs als erfüllt darstellt und ermutigt die Gläubigen, sich auf Gottes Liebe und Barmherzigkeit zu verlassen. Abschließend wird die Bedeutung individueller Seelsorge und Gottes Fähigkeit, uns vor dem Straucheln zu bewahren, hervorgehoben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“ heute mit Seite 132. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir wünschen uns so sehr, dass in unserem Leben deine Barmherzigkeit, deine Gnade und deine Liebe immer mehr zunehmen, dass unsere Herzen immer offener werden und immer mehr fassen können von deiner unfassbaren Güte. Herr, wir danken dir, dass du uns bis zu diesem Tag nicht aufgegeben hast, dass du uns bis zu diesem Tag reich beschenkt hast und mehr gegeben hast, als wir uns jemals haben vorstellen können. Danke, dass du treu bist und danke, dass du über deiner Gemeinde und über dein Wort wachst. Und danke, dass wir deine Mitarbeiter sein dürfen, dass wir lernen, mit dir zusammenzuarbeiten. Herr, sprich jetzt durch dein Wort zu uns und hab Dank dafür und ermutige und stärke du uns durch deinen Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:51] Wir sind im Judasbrief und haben das letzte Mal schon gesehen, wie Judas, der wahrscheinlich ein Halbbruder von Jesus gewesen ist, die Gläubigen warnt vor den Irrlehrern, die sich unbemerkt eingeschlichen haben. Er fordert die Gläubigen auf, für den einmal den Heiligen übergebenen Glauben einzustehen, zu kämpfen, dass dieser Glaube unverfälscht bewahrt wird. Und er beschreibt sehr eindrücklich und mit vielen biblischen Parallelen und Beispielen, wie diese Irrlehrer arbeiten und was so problematisch an ihnen ist. Und wir haben schon gesehen, dass diese Parallelen einen ganz engen Bezug zum Kapitel 2. Petrus 2 haben, wo viele dieser Beispiele fast wörtlich auch vorkommen.

[2:45] Wir lesen weiter in Vers 14, wo es weiter um diese Irrlehrer geht. Vers 14: „Von diesen hat aber auch Henoch, der siebte nach Adam, geweissagt, also schon vor der Sintflut.“ Wir lesen über Henoch ja in 1. Mose 5, indem er sprach, sieh, und jetzt kommt ein Zitat: „Sieh, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Zehntausenden, um Gericht zu halten über alle und alle Gottlosen unter ihnen zu strafen wegen all ihrer gottlosen Taten, womit sie sich vergangen haben, und wegen all der harten Worte, die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben.“

[3:28] Schon Henoch hat vor der Sintflut gepredigt und prophezeit, dass es einmal ein finales Gericht geben wird. Die Botschaft der Wiederkunft und die Botschaft, dass auch die Gottlosen einmal ihr Ende finden werden, ist eine Botschaft, die also schon von den ersten Seiten der Bibel gepredigt wird, nicht erst im Neuen Testament dazugekommen ist, sondern eine, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch der Bibel hindurchzieht. Im Alten wie im Neuen Testament finden wir diese Prophezeiung auf das Kommen Jesu als König der Könige und Herr der Herren, auf das letzte Gericht, wo die Gottlosen gestraft werden wegen ihrer Sünden und wo alle ungerechten Taten und alle ungerechten Worte ihr gerechtes Urteil finden werden.

[4:16] Auch wenn es heute manchmal so aussieht, als ob die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, auch wenn es so aussieht, als ob die Gottlosen den Sieg davontragen können, als ob die Gemeinde Gottes am Abgrund ist und so aussieht, als ob sie fallen würde – sie wird nicht fallen! Gott hat es versprochen und wir müssen uns immer wieder daran erinnern, dass Gottes Wort Bestand hat. Auch wenn die Himmel zusammenbrechen, Gottes Wort bestehen bleibt. Gottes Gemeinde wird siegreich hindurchgehen. Die Gottlosen werden gerichtet.

[4:49] Das sind Unzufriedene, es geht weiter um diese Irrlehrer, die mit ihrem Geschick hadern und dabei nach ihren Lüsten wandeln, und ihr Mund redet überheblich, wenn sie aus Eigennutz ins Angesicht schmeicheln. Hüte dich vor den Schmeichlern, die mit schönen Worten unsere Emotionen fangen, unsere Gedanken weglenken von der Einfachheit in Jesus. Jeder Mensch hört gerne schmeichelnde Worte, aber Jesus kam nicht, um uns zu schmeicheln. Jesus kam, um uns zu retten. Jesus sagt uns die Wahrheit, um uns zu nützen. Diese Irrlehrer schmeicheln uns, um sich selbst zu nützen, aus Eigennutz.

[5:39] Aber lasst uns nicht nur vor den Irrlehrern warnen. Ich möchte mich persönlich angesprochen fühlen, nicht unzufrieden zu sein, nicht mit meinem Geschick zu hadern, nicht nach den eigenen Lüsten zu wandeln, nicht übertriebene Worte zu reden. Was nützt es, wenn wir uns vor theologischen Irrtümern fernhalten und trotzdem diese Dinge praktizieren, die hier in Vers 16 beschrieben sind?

[6:04] „Ihr aber, Geliebte, erinnert euch an die Worte, erinnert euch an die Worte, die im Voraus von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus gesprochen worden sind, als sie euch sagten: In der letzten Zeit werden Spötter auftreten, die nach ihren eigenen gottlosen Lüsten wandeln.“ Und hier können wir jetzt das Geheimnis lüften, wir können jetzt herausfinden, was zuerst war: 2. Petrus 2 oder Judas? Hier wird es ganz deutlich, denn Judas zitiert jetzt aus dem zweiten Petrusbrief und aus Kapitel 3, denn dort hatte Petrus ja genau das gesagt, dass in der letzten Zeit Spötter auftreten werden, die dann sagen werden: „Wo bleibt denn die Verheißung seiner Wiederkunft?“

[6:48] Das heißt, Judas schreibt und kennt bereits 2. Petrus. Und wenn man dann ganz genau die beiden Kapitel noch mal nebeneinanderlegt, sieht man nicht nur ganz erstaunliche Parallelen, man sieht auch ein paar Unterschiede in den Formulierungen. Man sieht aber vor allem, dass Petrus vorhersagt, dass diese Irrlehrer kommen werden, und dass Judas sozusagen diese Prophezeiung als erfüllt markiert und sagt: „Schaut her, sie sind da! Genau das, was Petrus vorher gesagt hat, genauso auf diese Art und Weise sind sie jetzt in der Gemeinde eingedrungen.“ Man kann also mit anderen Worten sagen, dass das Buch Judas die Erfüllung der Prophezeiung aus 2. Petrus 2 offenbart und zeigt, dass das wirklich so passiert ist und man deswegen sich an die Worte der Apostel erinnern soll, die das alles vorher gesagt haben.

[7:46] Also ein ganz interessantes Dokument, offensichtlich aus der Spätphase der Urchristenheit, sozusagen als dann Petrus sicherlich schon tot war und viele andere Apostel auch. Hat dieser Judas deutlich gemacht: „Erinnert euch daran, es ist jetzt genauso eingetreten, wie sie es gesagt haben.“ Diese Irrlehrer kamen also nicht auf eine ungewarnte Gemeinde. Gott hat seine Gemeinde vorher gewarnt. Dass trotzdem manche sich haben verführen lassen, kann also nur bedeuten, dass man vorher die Warnungen, die in 2. Petrus 2 enthalten waren, nicht richtig ernst genommen hat.

[8:28] Haben wir die Warnungen ernst genommen, die Gottes Wort uns gibt und die uns durch inspirierte Schriften immer wieder erreicht haben und erreichen, die wir immer wieder gelesen haben und durch die Gott versucht hat, unser Herz zu erreichen?

[8:54] Das sind die Irrlehrer, das sind die, welche Trennungen verursachen, natürliche Menschen, die den Geist nicht haben. Irrlehrer sorgen dafür, dass Gemeinden sich spalten und Freunde sich trennen, weil Irrlehrer eine Freude daran haben zu spalten. Gottes Geist wirkt auf die Einheit, natürlich auf echte Einheit. Und Gottes Geist kann nicht mit dem Irrtum zusammenwirken. Aber Gottes Geist hat die Angewohnheit, auch Menschen, die in Irrtum sind, Stück für Stück zu führen, sie aus der Finsternis ins Licht zu bringen. Aber die Irrlehrer, die kennen Gottes Geist nicht, die kennen sein Wirken nicht, die kennen diese Demut und Sanftmut nicht, die Gottes Geist charakterisiert. Und mit ihren menschlichen Methoden bringen sie die Gemeinde in Konfusion. Und deswegen warnt die Bibel so deutlich vor Irrlehrern, und auch wir müssen heute deutlich vor Irrlehrern warnen, denn sie spalten die Gemeinden.

[9:56] „Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist.“ Wir müssen vor den Irrlehrern warnen und für den Glauben einstehen und gleichzeitig uns auch selbst erbauen, auf diesem Glauben aufbauen, den Glauben, den uns die Apostel gegeben haben, den uns die Propheten gezeigt haben, den Glauben, den Jesus uns vorgelebt hat. „Bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes und hofft auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben.“

[10:35] Was sollen wir also tun, wenn die Gemeinde von Irrlehrern unterwandert wird? Wir sollen im Heiligen Geist beten. Wir sollen auf dem Glauben, auf der Grundlage, die unveränderlich ist, aufbauen. Im Heiligen Geist beten. Wir sollen in der Liebe Gottes bleiben und auf Jesu Barmherzigkeit hoffen. Verbunden mit Gott kann Gott so durch uns und für uns wirken.

[11:02] „Und erbarmt euch über die einen, wobei ihr unterscheiden sollt. Andere aber rettet mit Furcht, indem ihr sie aus dem Feuer reißt, wobei ihr auch das vom Fleisch befleckte Gewand hassen sollt.“ Hier wird deutlich, dass man nicht mit allen Irrlehrern gleich umgehen kann. Manche brauchen eine sehr sanfte und sehr mitfühlende Herangehensweise. Andere müssen sehr deutlich und klar und ja, mit Entschiedenheit gewarnt werden. Wir sehen hier, dass man nicht alle über einen Kamm scheren kann, dass man nicht alle mit einer 08/15-Methode mit ihnen arbeiten kann, sondern nicht nur bei Irrlehrern, sondern allgemein ist es wichtig, dass wir uns von Gott Menschenkenntnis schenken lassen, dass wir durch die Arbeit mit Menschen lernen, wie verschiedene menschliche Charaktere und Typen auf verschiedene Methoden auch besser ansprechbar sind. Und wir immer das Ziel haben müssen, einen Menschen zu retten. Und wir deswegen überlegen müssen: Ist das ein Mensch, dem man am besten damit hilft, dass man ihm ganz klar, sehr deutlich, sehr massiv warnt? Oder ist es jemand, den man einfach an die Hand nehmen muss, den man Stück für Stück durch Freundschaft zeigt, dass das, was er bisher glaubt, nicht richtig ist? Da gibt es verschiedene Methoden, verschiedene Herangehensweisen, die so unterschiedlich sind wie die Menschen selbst. Wir sehen, wie Jesus mit der Frau am Jakobsbrunnen anders gesprochen hat, andere Gesprächsmethoden angewandt hat als mit Nikodemus. Trotzdem hat er bei beiden dasselbe Ziel und dieselbe Botschaft. Wir müssen lernen, auf Menschen individuell einzugehen, und das wird hier ganz deutlich gezeigt.

[12:47] Und dann kommt der vielleicht größte Schatz dieses Buches, die Verheißung: „Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen, dem allein weisen Gott und unserem Retter gebührt Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft jetzt und in alle Ewigkeit. Amen.“

[13:21] Gott gebührt die Ehre, denn Gott ist fähig, er ist mächtig, dich und mich vor dem Straucheln zu bewahren. Hast du Angst, von Irrlehrern gefangen genommen zu werden? Hast du Angst, vielleicht einmal die Gemeinde zu verlassen? Schau auf Gott! Er ist mächtig genug, dich vor dem Straucheln zu bewahren. Er ist mächtig genug, dass er dich vor sein Angesicht stellen kann, unsträflich und das mit Freude. Wenn wir auf Gott schauen, dann sehen wir die Lösung. Wenn wir auf Jesus vertrauen, dann haben wir ein festes Fundament. Wenn wir im Heiligen Geist beten, dann wissen wir, dass wir all das erfahren werden von Gott, was für unsere Erlösung wichtig ist und was richtig ist, und dass wir von den Irrlehrern nicht verwirrt werden müssen.

[14:05] Lieber Freund, liebe Freundin, nimm deine Bibel und gib dein Herz Jesus. Folge ihm, vertrau auf Gottes Liebe, und du wirst am Ziel ankommen mit Freuden, weil Gott in der Lage ist, dich zu bewahren. Und mich wollen wir ihm dafür danken. Gott sei gelobt!

[14:24] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass du uns ermutigst durch dein Wort. Wir sehen, dass die Prophezeiungen sich erfüllt haben, dass die Prophezeiung von Petrus sich schon zu Lebzeiten von Judas schon sehr bald erfüllt hat. Du hast deine Gemeinde gewarnt, und nicht alle haben darauf gehört. Herr, wir möchten heute uns neu entscheiden, auf deine Warnungen zu hören. Du hast uns für die Endzeit viele klare, deutliche Warnungen gegeben. Hilf, dass sie nicht an uns vorbeiziehen, sondern dass wir sie in unser Herz aufnehmen.

[15:06] Herr, ich möchte dich bitten, dass du uns aufrüttelst, dass wir uns aufbauen auf den Glauben, den du uns übergeben hast, dass wir im Heiligen Geist zu dir beten, im Bewusstsein, dass er unsere Gebete so umformuliert, wie es wohlgefällig ist nach Römer 8. Wir wollen uns in deiner Liebe bewahren, wir wollen bleiben bei dir und wollen darauf hoffen, dass Jesu Barmherzigkeit jeden Tag für uns da ist, weil er immer lebt, um uns zu retten. Wir glauben und vertrauen darauf, dass es deine Kraft ist, deine Kraft allein, die wir in Anspruch nehmen können, um uns unsträflich vor dein Angesicht zu stellen, dass wir nicht straucheln müssen, und dass, wenn wir einmal gestrauchelt sind, du uns wieder aufhilfst, uns reinigst und an deiner Hand weiterlaufen lässt. Hab Dank dafür von ganzem Herzen im Namen Jesu.


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