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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In diesem Video beginnt Christopher Kramp die Serie „Gott auf (m)einer Seite“ mit einer Betrachtung des Propheten Maleachi. Er beleuchtet die Bedeutung von Maleachi als letztem Propheten des Alten Testaments und die zentrale Frage, wie wir wissen können, dass Gott uns liebt. Dabei wird die historische Beziehung zwischen Jakob und Esau als Beispiel für Gottes Wahl und Gnade herangezogen. Das Video thematisiert auch die Wichtigkeit, Gott im Gottesdienst und im täglichen Leben die Ehre zu geben, die ihm gebührt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 984. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir freuen uns schon so sehr auf die Zeit mit dir auf der neuen Erde, wenn wir direkt mit dir kommunizieren können, wenn du uns erzählen kannst, was du alles erlebt hast in dieser ganzen Geschichte des großen Kampfes, wenn wir von Jesus lernen können, wenn uns die Engel Fragen stellen. Hey, wir freuen uns schon auf die Zeit, wenn dein Wort nicht nur gedrucktes Papier ist, sondern ja, wir die von Angesicht zu Angesicht sehen können. Aber wir sind dir so sehr dankbar, dass wir jetzt in dieser Zeit, wo das noch nicht möglich ist, dein Wort haben, das lebendig ist und kraftvoll und zu unserem Herzen spricht. Wir möchten dich bitten, dass du auch heute, wenn wir mit dem Propheten Maleachi beginnen, unsere Herzen stärkst und zeigst, was deine persönliche Botschaft für uns, für jeden einzelnen von uns ist. Und danke dir, dass du dieses Gebet hörst. Dann ist das dem Namen Jesu. Amen.

[1:42] Wir beginnen heute mit dem Propheten Maleachi. Jetzt der letzte, zeitlich gesehen, der letzte Prophet des Alten Testamentes, bevor dann ungefähr vier Jahrhunderte Gott nicht durch Propheten gesprochen hat. Wir wollen mal beginnen in Kapitel 1 und dort Vers 1. Dieses die Last, das Wort des Herrn an Israel durch die Hand Maleachis. Heißt übersetzt: "Mein Bote". Und wir werden auch sehen, dass auch er, wie auch Micha, das als Wortspiel im Laufe seines kleinen Buches verwendet.

[2:26] "Ich habe euch geliebt", spricht der Herr. Aber ihr fragt: "Woran hast du uns geliebt?" Das Buch Maleachi beginnt mit einer bemerkenswerten Tatsache: der Tatsache, dass Gott seine Liebe erklärt und Gottes Volk diese Liebe in Frage stellt. Wir werden noch sehen, dass das ganze Buch Maleachi so aufgebaut ist, dass Gott Aussagen macht und diese immer wieder vom Volk Gottes hinterfragt werden. Es zeigt, dass hier das Volk Gottes einen geistlichen Zustand erreicht hatte, der sehr bedenklich war, ja eigentlich sehr gefährlich, in dem durch die Aussagen Gottes nicht mehr so für voll genommen worden sind.

[3:06] Wir werden sehen, dass die Geschichte, die sich hier offenbart im Buch Maleachi, ihre Parallelen hat zu unserer Zeit und zur Botschaft an die Gemeinde. Die Kernfrage von alledem ist: Woher wissen wir, dass Gott uns liebt? Die Menschen sind einfach, Maleachis waren sich nicht mehr ganz so sicher. Sie kannten zwar die Botschaft: Gott liebt uns, aber sie sahen das nicht so wirklich in ihrem Leben.

[3:34] Siehst du in deinem Leben, weißt du, dass Gott dich wirklich liebt? Ich habe das in meinem Leben erlebt und ich glaube, etwas ganz Entscheidendes, dass wir das von Herzen aus Erfahrung wissen. Was ist Gottes Antwort auf diese Frage? "Ist nicht Esau Jakobs Bruder?", spricht der Herr. "Dennoch habe ich Jakob geliebt, Esau aber habe ich gehasst und sein Gebirge", das ist das Gebirge, wo die Edomiter gelebt haben, "habe ich zu einer Wildnis gemacht und sein Erbteil den Schakalen der Wüste gegeben."

[4:07] Wenn aber Edom, das sind also die Nachfahren von Esau, sagt: "Wir sind zwar zerstört, wir wollen aber die Trümmer wieder aufbauen", so spricht der Herr der Herrscharen: "Sie mögen bauen, ich aber werde niederreißen." Und man wird sie nennen: "Land der Gesetzlosigkeit", und das Volk, über das der Herr ewiglich zu... Und wir haben schon im Zusammenhang mit dem Propheten Obadja gesehen, dass das eine Kontrast zwischen Israel und Juda und Edom gibt.

[4:37] Die Israeliten stammten von Jakob, die Edomiter von Esau. Jakob und Esau waren zwei Zwillingsbrüder. Sie hatten dieselben Eltern, sie hatten dieselbe genetische Grundvoraussetzung, sie hatten dieselbe Erziehung genossen, dieselben Umwelteinflüsse. Alles, was äußerlich auf Menschen einwirken kann, war bei ihnen gleich. Und trotzdem haben sie geistlich gesehen zwei verschiedene Wege eingeschlagen, was deutlich macht, dass unser Lebensweg am Ende die Entscheidung, uns persönliche Entscheidung ist, ob wir geistliches annehmen oder ablehnen. Jakob hat sich trotz vieler Tiefen und schwerer Sünden am Ende bekehrt und ist der Stammvater dann der Israeliten geworden. Esau hat sich nie zu Gott bekehrt, hat nicht Buße getan, obwohl er den Segen gerne haben wollen.

[5:26] Und sagt, dass das Neue Testament und die Geschichte von Jakob und Esau lässt sich durch die das alte Welt weiterverfolgen. Die Edomiter sind das mit Abstand dem von Israel am nächsten verwandte Volk. Das ist das einzige Volk, von dem im Alten Testament auch eine Königsliste aufgezeichnet ist. Interessanterweise sind beide Nationen, oder also ich soll gab es denn also das nordrhein-weber und Edom zurzeit durch die Belohnung, ja, ähm, besiegt worden, geplündert worden. Etwas später, als die Israeliten...

[6:03] Und jetzt kommt's: Juda ist wieder aufgebaut worden, aber Edom würde ewig als Wüste bleiben. Der Unterschied zwischen beiden stand also nicht, dass der eine gesündigt hat, einfach nicht. Beide hatten gesündigt. Die Israeliten und auch die Edomiter, beide gegen Gott rebelliert, beide hatten ihre Strafe oder die Konsequenzen ihres Tuns geerntet und wurden von Gott entsprechend, also das erlebt. Aber die Verdienten haben dann Gottes Gnade angenommen und sind wieder zurückgekehrt, wurden wieder aufgebaut.

[6:39] Gottes Liebe zeigt sich darin, dass er uns wieder herstellt, dass er uns wieder zurückführt, dass er uns wieder aufhilft. Die Edomiter, die ohne Gott versucht haben, diesen Schaden wieder zu beheben, sind gescheitert. Und daran zeigt sich die Liebe Gottes. Die Liebe Gottes in unserem Leben zeigt sich darin, dass er uns trotz unserer Fehler wieder aufwirft, dass er uns vergibt, dass er uns wiederherstellt. Und die Beweise seiner Wiederherstellung, die Beweise seiner Liebe, sollten wir niemals vergessen. Sie zeigen uns, dass Gott uns so sehr geliebt hat, dass er seinen eingeborenen Sohn gegeben hat, um uns, um mich zu retten, wenn ich an Jesus glaube.

[7:22] "Wenn eure Augen das sehen, so werdet ihr sagen: Der Herr sei hoch gepriesen über Israels Grenzen hinaus." Wenn wir also verstehen, dass es einen echten Unterschied macht, ob man aus auf Gottes Verheißung sein Evangelium baut, oder ob man aus eigener Kraft versucht, Probleme zu lösen. Wenn wir sehen, dass nur das Vertrauen auf Gott wirklich das Leben wieder herstellt, dann werden wir Gott loben. Und wir werden ihn so sehr loben, dass das Licht des Evangeliums über unsere Gemeinde hinausreichen wird und die ganze Welt erleuchten wird. Das Licht, das die Welt erleuchten wird, ist die Erkenntnis: Gott hat mich lieb. Ich habe das erfahren, er hat mir wieder aufgeholfen, und ich kann das aus eigener Erfahrung von ganzem Herzen sagen: Er hat mich wirklich lieb. Und er weiß, ich, er hat auch dich lieb, liebe Freunde.

[8:10] Und wenn ihm das glaubst und wenn du seine Evangelium Anspruch nimmst, dann wirst du sehen, dass auch er dir wieder aufhelfen kann, wo immer du auch gefallen bist in deinem Leben.

[8:22] "Ein Sohn soll seinen Vater ehren und ein Knecht seinen Herrn. Bin ich nun Vater, wo ist meine Ehre? Bin ich Herr, wo ist die Furcht vor mir?", spricht der Herr der Herrscharen. "Euch Priestern dir meinen Namen verächtlich macht." Das Buch Maleachi spricht insbesondere auch zu den religiösen Führern der damaligen Zeit, zu den Priestern. Aber ihr fragt: "Womit haben wir deine Namen verächtlich gemacht?" Gott sagt: "Ich werde nicht wirklich geehrt." Aber die Priester, die eigentlich für den Gottesdienst insbesondere verantwortlich waren, sehen nicht einmal, dass Gott nicht wirklich geehrt wird und nicht wirklich gefürchtet wird.

[8:53] Hat er auch für uns eine besondere Bedeutung, wenn wir eine drei Engelsbotschaft denken: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre.

[9:00] "Damit, dass ihr auf meinem Altar verunreinigtes Brot bringt." Aber ihr fragt: "Womit haben wir dich verunreinigt?" "Damit, dass ihr sagt: Der Tisch des Herrn ist verachtenswert." Und wenn ihr ein blindes Tier zum Opfer bringt, ist das nicht böse? Und wenn ihr ein lahmes oder krankes da bringt, ist das auch nichts Böses. Bringt es auf deinem Statthalter, wird er wohl Gefallen daran haben oder dich freundlich beachten?", spricht der Herr der Herrscharen.

[9:24] Wenn wir im Gottesdienst einfach alles Mögliche tun, ohne uns irgendwie Gedanken zu machen, ob es auch schön ist, ob es gut ist, aber es Gott Ehre sogar ihre recht. Wir müssen uns die Frage stellen, wie wir uns im Gottesdienst benehmen und auch das Werk Gottes betrachten.

[9:40] Welche Energie und Ressourcen nicht hineinstecken, wenn wir so auf Arbeit agieren würden, unsere Arbeitgeber akzeptieren ist nicht Gott viel mehr wert als unsere Arbeitgeber? Wir kommen oft zu spät oder haben kein großes Interesse an dem, was im Gottesdienst vor sich geht, aber auf Arbeit gehen wir uns Mühe, wir sind pünktlich. Sollten wir nicht um Gottesdienst pünktlich sein? Sollten wir nicht im Gottesdienst das Beste geben, was wir haben? Sollten nicht unser an nicht nur im Gottesdienst, auch in unserem ganzen Leben, der unser Gottesdienst sein soll, nicht unser Bestreben sein, für Gott das Beste zu geben, unser Bestes für sein höchstes sozusagen.

[10:20] "Und nun besänftigt doch das Angesicht Gottes, damit er uns gnädig sein wird. Weil so etwas von eurer Hand geschehen ist, die jemand von euch freundlich beachten?", spricht der Herr der Herrscharen.

[10:31] Wenn wir Gottes Wort und Werk verächtlich behandeln, wie soll Gott uns segnen können? Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater, wir möchten dich um Vergebung bitten, wo wir in unserem Leben, im Alltag, im Gottesdienst, in der Gemeinde durch Worte oder Taten das erkennen gegeben haben, dass du und dein Werk für uns keine hohe, nicht die Priorität sind. Dann wird es erkennen gegeben haben, dass es uns ziemlich gleichgültig ist, wie dein Werk vorangeht. Und wenn ich das unser Bestes gegeben haben für dich, Herr, gibt, dass wir wieder verstehen, dass du unser Herr bist und dass du unser Vater bist und dass wir dir alle Ehre geben sollen.

[11:14] Ich fürchten sollen, und zwar nicht, weil die Angst vor dir haben, sondern weil du uns zu unendlich lieb hast, dass du uns wiederhergestellt hast und vergeben hast und uns wieder aufbaust. Deswegen wollen wir dir aus Dankbarkeit und sein Bestes geben. Hat dank dafür.


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