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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Leidensankündigungen Jesu und seine Lehre über Dienen statt Herrschen. Anhand von Markus 10:33-11:5 wird beleuchtet, wie Jesus seine Jünger behutsam auf bevorstehende Ereignisse vorbereitet und wie er das Konzept von Macht und Einfluss in seinem Reich neu definiert. Die Predigt thematisiert auch die Heilung des blinden Bartimäus und die Bedeutung des Glaubens, der zur Nachfolge führt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit seiner 1048. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir dein Wort haben und dass wir uns auf dich verlassen können und dass, wenn wir dir nachfolgen, du dich um alles kümmerst, was für uns notwendig ist, und dass wir dich an die erste Stelle in unserem Leben setzen können. Und auch wenn in unserem Leben nicht alles immer glatt läuft, weil wir mitten im großen Kampf sind, dass du uns hundertfältig das zurückgibst, was wir eingesetzt haben für dich. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns heute auch Mut und Kraft und Vertrauen schenkst in deine Führung in unserem Leben im Alltag. Erfüll uns mit deinem Heiligen Geist und sprich du zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:21] Wir sind in Markus Kapitel 10. Jesus macht sich mit seinen Jüngern auf den Weg nach Jerusalem. Es ist die letzte Reise, die große letzte Reise nach Jerusalem. Jesus weiß, was dort in die Joselem auf ihn wartet, und er möchte seine Jünger, die ängstlichen folgen, weil sie schon ahnen, dass irgendetwas anders laufen wird, als sie sich erhofft haben. Er möchte sie auf die sich anbahnende Katastrophe, die in Wirklichkeit aber ihre Erlösung bewirken wird, vorbereiten. Das heißt in Vers 33 von Markus 10: "Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den obersten Priestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen und ihnen den Heiden ausliefern, und sie werden ihn verspotten und geißeln und anspeien und ihn töten, und am dritten Tag wird er wieder auferstehen." Wenn man die drei in der Bibel explizit ausgeführten Leidensankündigungen miteinander vergleicht, dann stellt man fest, dass Jesus jedes Mal noch ein bisschen genauer, etwas detaillierter sein Leiden ankündigt und beschreibt, so als ob er auch seine Jünger Schritt für Schritt an das zu erwartende Geschehen heranführen wollte. Und das zeigt auch wieder das Taktgefühl, das Jesus gehabt hat. Er hat sie nicht einfach damit konfrontiert, sondern hat sie sehr sorgfältig und behutsam auf die schwierigen Phasen in der Zukunft vorbereitet. Auch wir sollten, die wir auch von einer großen Trübsal den Menschen erzählen müssen, sie sehr sorgfältig und behutsam und so wie Jesus das gemacht hat, in seinem Stil darauf vorbereiten.

[3:02] Da traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sprachen: Meister, wir wünschen, dass du uns gewährst, was wir bitten. Und das sprach zu ihnen: Was wünscht ihr, dass ich euch tun soll? Sie sprachen zu ihm: Gewähre uns, dass wir einer zu deiner Rechten und eines zu deiner Linken sitzen dürfen in deiner Herrlichkeit. Und wir haben ja gerade erst vor kurzem gelesen, dass sie sich untereinander gestritten hatten, die Jünger, wer der Größte sein sollte. Und Jesus hatte versucht, ihnen zu zeigen, dass sein Reich Gottes ganz anders funktioniert, dass wir nicht nach Position und Einfluss und Ehre oder Streben sollten, sondern danach, anderen zu dienen. Hier aber sprach zu ihnen: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, womit ich getauft werde? Und sie sprachen zu ihm: Wir können es. Da war viel Selbstüberschätzung. Sie wussten ja gar nicht genau, was eigentlich wirklich kommt. Auch wir denken vielleicht, dass wir eine Endzeit gut hindurchkommen werden und haben vielleicht gar keine Ahnung davon, wie schwach wir eigentlich wirklich sind und wie sehr wir die Hilfe Gottes benötigen.

[4:01] Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr werdet zwar den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, womit ich getauft werde, aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu verleihen, steht nicht mir zu, sondern es wird denen zuteil, denen es bereitet ist. Und als die Zehn es hörten, fingen sie an, über Jakobus und Johannes unwillig zu werden. Immer dann, wenn wir selbst nach Position streben und uns Macht und Einfluss verschaffen wollen, dann stört das auch das Miteinander. Dann stört das auch das Miteinander in den Gemeinden. Es gibt so viel Streit, weil Menschen nach Position und Ansehen streben, statt danach, Jesus ähnlich zu werden.

[4:41] Aber Jesus rief sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass diejenigen, welche als Herrscher der Heidenvölker gelten, sie unterdrücken und dass ihre Großen Gewalt über sie ausüben. Jesus wusste ganz genau, dass in dieser Welt nicht alles gut läuft. Er wusste ganz genau, dass Könige und Kaiser zu seiner Zeit Gewalt ausgeübt haben und Menschen unterdrückt haben. Jesus war politisch kein Naivling. Unter euch aber soll es nicht so sein, sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener. Und wer von euch der Erste werden will, der sei aller Knecht. Denn auch der Sohn des Menschen, der ja in Daniel 7 zum König für alle Zeiten über alle Völker gegründet wird, ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.

[5:29] Jesus selbst, der König der Könige, hat gezeigt, wie er sein Reich versteht. Er ist bereit, vom Thron herabzukommen, zu helfen dem, der Hilfe benötigt, nämlich uns. Und wenn wir Jesus nachfolgen, dann werden wir den gleichen Geist wie Jesus an den Tag legen.

[5:47] Und sie kommen nach Jericho. Als er von Jericho auszog, samt seinen Jüngern und einer großen Volksmenge, saß ein Sohn des Timäus, Bartimäus, war es, aramäisch: Sohn, der Blinde, am Weg und bettelte. Und als er hörte, dass es Jesus, der Nazarener, war, begann er zu rufen und sprach: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich über mich! Das gebot ihm viele, er soll es schweigen. Aber er rief noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich über mich! Menschen mögen uns vielleicht davon abhalten wollen, zu Jesus zu rufen, aber nichts, nichts auf der Welt sollte uns davon abhalten, uns an Jesus zu wenden und ihn zu bitten, als unser Erlöser, sich über uns zu erbarmen.

[6:33] Und Jesus stand still und ließ ihn zu sich rufen. Da riefen sie den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, steh auf, er ruft dich! Er warf seinen Mantel ab, stand auf und kam zu Jesus. Und Jesus begann und sprach zu ihm: Was willst du, dass ich dir tun soll? Der Blinde sprach zu dem Rabboni, dass ich sehen werde. Das sprach Jesus zu ihm: Geh hin, dein Glaube hat dich gerettet. Und sogleich wurde er sehend und folgte Jesus nach auf dem Weg. Er wurde geheilt und folgte Jesus nach.

[7:05] Das eine ist, wenn Gott uns hilft, wenn Jesus uns Sünden vergibt, wenn uns die Augen öffnet für unseren geistlichen Zustand, wenn er in unserem Leben eingreift, sich über uns erbarmt. Das andere ist, dass wir dann ihm auch nachfolgen, dass wir ihn zu unserem Herrn und Leiter unseres Lebens machen.

[7:26] Und als sie sich Jerusalem näherten und nach Betfage und Bethanien an den Ölberg kamen, sandte er zwei seiner Jünger und sprach zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt, und sobald ihr dort hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem nie ein Mensch gesessen hat. Bindet es los und führt es her. Und wenn jemand zu euch sagt: Warum braucht ihr? Warum tut er das? Sprecht: Der Herr braucht es, so wird er es so gleich hierher senden. Sie vergingen hin und fanden das Füllen angebunden an dem Tor, draußen am Scheideweg, und banden es los. Und etliche der Umstehenden sprachen zu ihnen: Was macht ihr da, dass ihr das Füllen losbindet? Lasst uns gemeinsam beten.

[8:04] Lieber Vater im Himmel, du weißt, wie oft wir in unserem Leben um Macht und Einfluss, Autorität, verschaffen wollen. Und wir möchten nicht um Vergebung bitten, dass wir so oft das Wesen deiner Herrschaft nicht richtig erkannt haben und nicht anderen weitergegeben haben. Herr, lass uns lernen, wie du bist, und dir nachfolgen, auch heute, an diesem Tag, in allem, was uns begegnen wird. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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