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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus Markus 12:26-13:2 spricht Christopher Kramp über die Weisheit Jesu im Umgang mit den Sadduzäern und Schriftgelehrten. Er beleuchtet die Bedeutung der Liebe zu Gott und dem Nächsten als höchstes Gebot und warnt vor der Heuchelei der religiösen Führer. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Opfer einer armen Witwe, das Jesus als wertvoller erachtet als die Gaben der Reichen, und auf der Vergänglichkeit weltlicher Dinge im Kontrast zur Ewigkeit.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 1051. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten zu deinen Füßen sitzen, wir möchten von dir lernen. Wir möchten nicht Fehler finden in deinem Wort und nicht Fehler finden bei anderen Menschen, sondern verstehen, was dein Wort wirklich sagt. Sprich du durch dein Wort zu uns. Sei du unser Lehrer und hat Dank dafür von ganzem Herzen. Amen.

[1:03] Wir sind in Markus Kapitel 11. Die Sadduzäer, die nicht an die Auferstehung von den Toten geglaubt haben, kommen zu Jesus und stellen eine konzentrierte Frage, um ihn irgendwie in Verlegenheit zu bringen. Aber Jesus antwortet ganz souverän aus dem Wort Gottes. Wir lesen in Vers 26: "Was aber die Toten anbelangt und dass sie auferstehen, habt ihr nicht gelesen im Buch Moses, bei der Stelle von dem Busch, wie Gott zu ihm sprach: Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Er ist nicht der Gott der Toten, sondern der Gott der Lebendigen. Darum irrt ihr sehr." Jesus zeigt also, dass die Frage nach der Wahrheit nicht durch ein genaues Analysieren der falschen Argumentation der Sadduzäer herausgefunden wird, sondern durch einen ganz klaren, eindeutigen Bibelvers, der zeigt, was Gott wirklich selbst über das Thema gesagt hat. Und auch so können wir mit schwierigen und damit auch etwas konstruierten Fangfragen umgehen, wenn wir die Wahrheit kennen. Einfache, klare, deutliche Verse, dann können wir damit Gottes Wahrheit verteidigen.

[2:22] Da trat einer der Schriftgelehrten, Herr, zu der ihrem Wortwechsel zugehört hatte, und weil er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragt ihn: Welches ist das erste Gebot unter allen? Jesus aber antwortete ihm: Das erste Gebot von allen ist, mit anderen Worten, also nicht das erste zeitlich, sondern das erste in Bedeutung, das Wichtigste: Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, ist Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit einem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft. Dies ist das erste Gebot. Aus 5. Mose Kapitel 6 und dort Vers 4 und 5. Und das zweite ist im Vergleich: Nämlich dies: Du sollst deine Nächsten lieben wie dich selbst. Größer als diese ist kein anderes Gebot. Gott von ganzem Herzen an die erste Stelle setzen und andere Menschen lieben, das ist das, was das gesamte Alte Testament zusammenfasst und die Priorität in unserem Denken haben muss.

[3:30] Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Recht so, Meister! Es ist in Wahrheit so, wie du sagst, dass es nur einen Gott gibt und keinen anderen. Und ihn zu lieben mit ganzem Herzen und mit ganzem Verständnis und mit ganzer Seele, mit aller Kraft und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Dieser Schriftgelehrte versteht, dass die Brandopfer und Schlachtopfer nicht in sich selbst einen Wert haben, wenn sie nicht dazu führen, dass man Gott liebt und seine Nächsten lebt.

[4:05] Und da Jesus sah, dass er verständige geantwortet hatte, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und vertraute sich niemand mehr, ihn weiter zu fragen. Interessant, eine verständige Antwort, ein Wissen um die entscheidenden Stellen der Bibel, ein Wissen, was worauf es wirklich ankommt, ist noch nicht gleichbedeutend damit, im Reich Gottes zu sein. Sondern nur Jesus sagt: Du bist nicht fern von dem Reich Gottes. Es reicht nicht aus, was die Wahrheit für unsere Zeit ist, richtig auszuwissen, wo die wichtigsten Bibelstellen sind. Es reicht nicht aus zu wissen, was Gott sich am meisten wünscht. Was entscheidend ist, dass wir im Glauben all diese Dinge in Anspruch nehmen, dass wir im Glauben dem Wort Gottes folgen und Jesus als unseren Erlöser tatsächlich in Anspruch nehmen.

[4:57] Und Jesus begann und sprach, während er im Tempel lehrte: Die Schriftgelehrten sagen, dass der Christus Davids Sohn ist. David selbst sprach doch im Heiligen Geist: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße. David selbst nennt ihn also Herr. Wie kann dann sein Sohn sein? Und die große Volksmenge hörte ihm mit Freude zu. In Matthäus lesen wir das, niemand als das ist auch als Frage an die Schriftgelehrten gedacht. Von niemand konnte ihm geantwortet werden und die Volksmenge freut sich, weil hier jemand offensichtlich weit über das hinausgeht, dass die Schriftgelehrten so traditionell immer sagen. Jesus zeigt neue Dimensionen, er zeigt, dass der Messias nicht nur ein Nachkomme damit ist, sondern gleichzeitig der Herr David, dass er Mensch und Gott sein muss.

[5:48] Oder sagte zu, und er sagte ihnen, Verzeihung, in seiner Lehre: Hütet euch vor den Schriftgelehrten, welche gern im Talar einhergehen und auf den Märkten sich grüßen lassen und die ersten Sitze in den Synagogen und die obersten Plätze bei den Mahlzeiten einnehmen wollen, welche die Häuser der Witwen fressen und zum Schein lange Gebete sprechen. Diese werden ein umso schwereres Gericht empfangen. In Matthäus ist diese ganze Rede ausführlich dargestellt, Matthäus 23, hier nur kurz zusammengefasst. Aber Jesus hat kurz vor seinem Tod die Menschen ausdrücklich vor der Heuchelei und den falschen Darstellungen auch des Wortes durch die Pharisäer gewarnt.

[6:42] Und Jesus setzte sich dem Opferkasten gegenüber und schaute zu, wie die Leute Geld in den Opferkasten legten. Und viele reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe, die legte zwei Scherflein ein. Das ist ein Groschen. Darüber seine Jünger zu sich und sprach: Wahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten gelegt als alle, die eingelegt haben. Denn alle haben von ihrem Überfluss eingelegt, diese aber hat von ihrer Armut alles eingelegt, was sie hatte, ihren ganzen Lebensunterhalt. Jesus sieht jedes Opfer und sei es noch so klein nach menschlichen Maßstäben, es ist noch so unbedeutend nach unseren Vorstellungen. Jesus sieht jedes Opfer. Er sieht jede kleine Tat, die wir von Herzen für ihn und seine Gemeinde tun.

[7:39] Und als er aus dem Tempel ging, sprach einer seiner Jünger zu ihm: Meister, sieh nur, was für Steine und was für Gebäude sind das! Die Jünger waren, wie fast alle Juden damals, stolz auf ihren großen Tempel. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Siehst du dieses große Gebäude? Es wird kein einziger Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird. All das, worauf wir vielleicht heute stolz sind, mit einmal nicht mehr sein. All die Dinge, die Menschen heute so stolz machen, ihre eigenen Nationen oder Dinge, die in ihrer Familie toll gelaufen sind, Auszeichnungen, was alles so Menschen normalerweise stolz macht, all das wird vergehen. Die Frage ist: Worauf bauen wir?

[8:33] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns siehst. Und auch wenn Menschen nicht den Eindruck haben, dass wir irgendetwas Großes vollbracht haben, siehst du, in welchem Geist und welche Motivation wir für dich gearbeitet haben. Und danke, dass wir sehen können, dass noch 2000 Jahre später Menschen von dieser Witwe erfahren, über sie nachdenken und ihr werdet sie reden, während fast alle anderen, die aus ihm Reichtum gegeben haben, heute vergessen sind. Du hast 1000 Wege, von denen wir nichts wissen. Und dafür danken wir dir. Danke, dass du wirklich ins Herz schaust. Im Namen Jesus.


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