In dieser Predigt, basierend auf Markus 15, beleuchtet Christopher Kramp die Ereignisse rund um die Verurteilung und Kreuzigung Jesu. Er thematisiert die Verachtung, die Jesus von den religiösen Führern und der Menge erfuhr, die Rolle von Pilatus und die tiefe Liebe Jesu, die ihn trotz aller Demütigungen am Kreuz halten ließ. Die Botschaft unterstreicht die Bedeutung von Jesu Opfer für die Erlösung der Menschheit und ruft dazu auf, diese Liebe anzunehmen.
Gott auf (m)einer Seite: Markus 15:1-15:30
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: MarkusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1056. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir in der Bibel lesen dürfen, was Jesus für jeden einzelnen von uns erlitten hat, was er bereit war zu tun, um uns von der Sünde zu retten und zu befreien. Herr, und wenn wir das jetzt heute uns erneut vor Augen führen, dann möchten wir dich bitten, dass wir uns das ganz plastisch vorstellen können und dass das für uns eine so klare und eindrückliche Realität wird, dass unser ganzes Leben aus Dankbarkeit und Liebe zu Jesus sich verändert, dass Menschen sehen, das wirklich das Kreuz, das Evangelium, deine Kraft darstellt. Sprich du zu uns und gib, dass wir Jesus besser kennenlernen und noch mehr lieb gewinnen. In seinem Namen, Amen.
[1:53] Wir beginnen heute mit Markus Kapitel 15. Wir haben gesehen, dass Jesus gefangen genommen worden ist, dass er verurteilt worden ist von den Hohenpriestern und den Priestern, dass sie ihm Gotteslästerung vorgeworfen haben. Das gleichzeitig Petrus ihn dreimal verleugnet hat. Wir fangen an in Markus 15, Vers 1. Und gleich in der Frühe fassten die obersten Priester mit den Ältesten und Schriftgelehrten und dem ganzen Hohen Rat einen Beschluss und führten Jesus gebunden hin und lieferten ihn dem Pilatus aus. Und Pilatus fragt ihn: Bist du der König der Juden? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Du sagst es. Und die obersten Priester brachten viele Anklagen gegen ihn vor. Er aber antwortete ihnen nichts. Pilatus aber fragte ihn wieder und sprach: Antwortest du nichts? Sieh, wie viele Dinge sie gegen dich aussagen. Jesus aber antwortete nichts mehr, so dass sich Pilatus verwunderte.
[2:58] Die Schriftgelehrten, der Hohe Rat hatten bereits beschlossen, dass sie Jesus töten wollen, aber sie konnten ihn selbst nicht töten. Das konnte nur durch die römische Militärbesatzung geschehen. Und so senden sie ihn zu Pilatus, der als Prokurator damals die Verantwortung für die ganze Gegend hatte. Aber anlässlich des Festes pflegte er ihnen einen Gefangenen freizugeben, welchen sie wollten. Es lag aber in gewisser Barabas gefangen samt den mit Aufruhrern. Sein Name bedeutet wörtlich "der Sohn des Vaters". Aramäisch, die ihm auch dem Aufruhr einen Mord begangen hatten. Und die Menge erhob ein Geschrei und fing an, das zu verlangen, was er ihnen jedes Mal gewährt hatte. Pilatus aber antwortete ihn und sprach: Wollt ihr, dass ich euch den König der Juden freigebe? Denn er wusste, dass die obersten Priester ihn aus Neid ausgeliefert hatten. Aber die obersten Priester wiegen die Volksmenge auf, dass er ihnen lieber den Barabas losgehen soll. Wir, was für eine enorme Verantwortung die Obersten des Volkes gehabt haben, die die ganze Volksmenge manipulieren und beeinflussen. Und Pilatus antwortete und sprach wiederum zu ihnen: Was wollt ihr nun, dass ich mit dem tue, den ihr König der Juden nennt? Sie schrien: Kreuzige ihn!
[4:10] Hier haben wir den Vertreter des römischen Reiches, vom Selbstverständnis jemand, der für Recht und Ordnung sorgt, der aber in der Frage eines Unschuldigen Mannes, der völlig zu Unrecht beschuldigt wird, einfach einen aufgehetzten Mord fragt, was er tun soll. Schlimmer kann man eigentlich ein Gerichtsverfahren gar nicht führen. Und Pilatus sprach: Den, was hat er denn Böses getan? Das schrien sie: Noch viel mehr, kreuzige ihn! Allein das hätte ihn davon überzeugen sollen, dass genau es keinen Grund gibt, ihn zu kreuzigen. Weil nun Pilatus die Menge befriedigen wollte, gab er ihnen Barabas frei und übergab Jesus, nachdem er ihn hatte auspeitschen lassen, damit er gekreuzigt werde. Er wollte die Menge befriedigen und folgte nicht dem, was recht und gerecht gewesen ist. Wie oft wollen wir einfach nur dazu gehören? Wie oft wollen wir nur, dass die Menge gut über uns denkt, und wir kreuzigen buchstäblich die Wahrheit, die Gerechtigkeit.
[5:16] Da führten ihn die Kriegsknechte hinein in den Hof, das ist das Prätorium, dort wo also der Prätor residierte. Und sie riefen die ganze Stadt zusammen. Legten ihm einen Purpurmantel um, umflochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm auf. Und sie fingen an, ihn zu grüßen: Sei gegrüßt, König der Juden! War das Zeichen des römischen Kaisers eigentlich eine echte Verspottung. Und sie schlugen sein Haupt mit einem Rohr, spuckten ihn an, beugten die Knie und fielen vor ihm nieder. Und nachdem sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpurmantel aus und legten ihm seine eigenen Kleider an. Und sie führten ihn hinaus, um ihn zu kreuzigen.
[6:02] Und sie zwangen einen vorübergehenden, der vom Feld kam, Simon von Kyrene, den Vater von Alexander und Rufus, in das Kreuz zu tragen. Und sie brachten ihn auf den Platz Golgatha, das heißt übersetzt Schädelstätte. Und sie gaben ihm Mürrenwein zu trinken, aber er nahm ihn nicht. Nichts. Jesus wollte nicht auch unter größten körperlichen und noch größeren mentalen und geistlichen Schmerzen irgendwie benommen sein. Er wollte bei klarem Verstand bleiben, damit er keine unüberlegte Handlung tut. Und auch da, nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider und warfen das Los darüber, was jeder bekommen sollte.
[6:48] Es war aber die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten. Und die Inschrift, die seine Schuld anzeigte, war darüber geschrieben: Der König der Juden. Und mit ihm kreuzigten sie zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken. Da wurde die Schrift erfüllt, die spricht: Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden. Wie ihr Jesaja 53 sagt.
[7:14] Und die Vorübergehenden lästerten ihn, schüttelten den Kopf und sprachen: Der du den Tempel zerstörst und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst und steige vom Kreuz herab! Aber Jesus war nicht gekommen, um sich selbst zu retten und vom Kreuz herabzusteigen, obwohl er das hätte tun können. Er war gekommen, um dich und mich zu retten, und deswegen blieb er am Kreuz. Selbst dann, als die, die ihn retten wollten, ihn mit Verachtung und Spott begegneten. Die Liebe von Jesus zu den verlorenen Menschen war so groß, dass er weiter für sie sterben wollte, als sie sich darüber lustig gemacht haben.
[8:01] Jetzt ist es für jeden von diesen Menschen hier gestorben und es für dich gestorben und für mich gestorben, weil er dich und mich so lieb hat, dass selbst all unser Spott und all unser Hohn ihn davon nicht abbringen konnten. Und wenn wir darüber nachdenken, der beschämt uns das und es zeigt uns, wie wenig wir bisher eigentlich wirklich über Jesus nachgedacht haben, wie wenig wir eigentlich darüber verstanden haben, wie sehr er mag. Und ich möchte mir in meinem Leben vornehmen, Jesus zu folgen, der mich so sehr geliebt hat, dass er alle meine Sünden auf sich genommen hat und sich dafür auch noch hat verspotten lassen, damit ich nicht mehr für sie verurteilt werde. Das ist nicht wunderbar. Lass uns Gott dafür danken.
[9:04] Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus für uns gestorben ist. Als Jesus damals vor ungefähr 4000 Jahren diesen Vorschlag gemacht hat im Himmel und diesen Erlösungsplan wirklich umzusetzen. Und jetzt ist wohl selbst nicht leicht gefallen zuzustimmen, weil dieses Opfer so unfassbar groß ist. Aber weil du uns so sehr lieb hast, hat Jesus gesagt: Weil du uns so sehr geliebt hast, hast du deinen eigenen Sohn gegeben, damit wir, wenn wir an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben. Dafür wollen wir dir danke sagen. Wir wollen an Jesus glauben, das ewige Leben, das du uns schenken möchtest, in Anspruch nehmen.
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