In dieser Predigt erklärt Christopher Kramp anhand von Markus 3,38-4,20 die Bedeutung des Wirkens des Heiligen Geistes und die Gefahr, sich dagegen zu stellen. Er beleuchtet das Gleichnis vom Sämann und zeigt auf, wie unterschiedlich Menschen auf Gottes Wort reagieren und welche Hindernisse die Fruchtbarkeit des Glaubens beeinträchtigen können. Die Botschaft ermutigt dazu, Gottes Wort aufzunehmen und ihm Raum im eigenen Leben zu geben.
Gott auf (m)einer Seite: Markus 3:38-4:20
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: MarkusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 1037. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir das Evangelium haben und dass Jesus unser Herz verändern möchte. Wir möchten dir danke sagen, dass du zu uns sprichst und möchte dich bitten, dass der Heilige Geist unser Herz durchleuchtet und uns zu dir zieht. Er möchte dich bitten, dass dein Wort uns zeigt, wie wir im Alltag mit dir leben können und dass die Worte von Jesus uns aufbauen und stärken. Danke dafür im Namen Jesu. Amen.
[1:26] Pharisäer aus Jerusalem, Schriftgelehrte sind gekommen, um zu behaupten, dass Jesus bei seinen Heilungen in Wirklichkeit okkulte, satanische Mächte einsetzt. Und Jesus macht ihnen ganz deutlich, dass das Unsinn ist, dass das nicht stimmen kann, weil Jesus mit seinen Heilungen gerade den Satan besiegt und ihn überwältigt. Wir lesen weiterhin Vers 28: „Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerung, womit sie lästern. Wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einem ewigen Gericht verfallen.“ Denn sie sagten: „Er hat einen unreinen Geist.“ Das Wort „Gericht“ hier bedeutet eine ewige Verurteilung. Und es macht ganz deutlich, wenn ihr gegen das Wirken des Heiligen Geistes angeht und das bekämpft, dann gibt es keine Möglichkeit für euch, gerettet zu werden. Denn es ist durch das Wirken des Heiligen Geistes, das überhaupt zur Buße gemacht wird. Es ist durch das Wirken des Heiligen Geistes, das überhaupt die Wahrheit erkennen können, dass wir sehen können, dass Gott euch retten möchte. Wer gegen das Wirken des Heiligen Geistes kämpft, der schneidet sich selbst von der Möglichkeit der Rettung ab.
[2:52] Wir sollten niemals, wenn wir Gott am Wirken sehen, wenn wir sehen, wie Gott wirkt, das dem Satan zuschreiben. Das ist unfassbar gefährlich.
[3:03] Da kamen seine Brüder und seine Mutter. Sie blieben aber draußen, schickten zu ihm und ließen [ihn rufen]. Und die Volksmenge saß um ihn her. Sie sprachen: „Siehe, hier sind deine Mutter und deine Brüder draußen und suchen dich.“ Und er antwortete ihnen und sprach: „Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?“ Und indem er rings umher die ansah, die um ihn saßen, sprach er: „Siehe da, meine Mutter und meine Brüder! Denn wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und Mutter.“
[3:35] Die Verwandten, die Familienangehörigen von Jesus, sollten nicht denken, dass sie durch Blutsband irgendeinen besonderen Vorteil hätten oder auch irgendeine Autorität über ihn. Jesus macht ganz deutlich, dass egal, wer wir sind, wir alle Erlösung brauchen, wir alle Vergebung brauchen und wir alle den gleichen Zugang im Glauben zu ihm haben können.
[3:54] Und wiederum ging er an den See. Und es versammelte sich eine große Volksmenge bei ihm, so dass er in das Schiff stieg und sich auf dem See darin niedersetzte. Und das ganze Volk war am See auf dem Land. Und er lehrte sie vieles in Gleichnissen und sagte zu ihnen in seiner Lehre: „Das ist die berühmte Seepredigt, die wir auch bei Matthäus finden. Markus hat sie auch. Und interessanterweise hat Markus sogar ein paar Gleichnisse, die Matthäus und Matthäus 13 nicht aufgezeichnet hat. Das lohnt sich, diese Kapitel dann miteinander zu vergleichen und zusammenzubringen, um zu sehen, wie die gesamte Predigt, außer die Jesus gehalten hat.“
[4:33] „Hört zu! Siehe, der Seemann ging aus, um zu säen. Doch dieses Jahr ist interessant. Bei Matthäus hören wir öfter dann als wenn wir auch noch sehen, wer ein Ohr hat zu hören. Von Anfang an hat Jesus das gesagt: „Hört zu!“ Und es geschah, als säte da, dass etliches an den Weg fiel und die Vögel des Himmels kamen und fraßen es auf. Anderes aber fiel auf den felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte, und es ging zugleich auch, weil es keine tiefe Erde hatte. Als aber die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzeln hatte, verdorrte es. Und anderes fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen auf und erstickten es, und es brachte keine Frucht. Ein anderes fiel auf das gute Erdreich und brachte Frucht, die aufwuchs und Zunahme, und endlich trug es 30-fältig, etliches 60-fältig und etliches hundertfältig.“ Und er sprach zu ihnen: „Wer Ohren hat zu hören, der höre!“
[5:24] Als er aber allein war, fragten ihn die, welche um ihn waren, samt den Zwölfen, über das Gleichnis. Es waren nicht nur die 12 Jünger, sondern auch die, die ganz eng bei ihm waren, auch andere Jünger, die jetzt nach der Predigt zu ihm kommen und fragen. Das wird hier auch bei Matthäus ja dann zwischengeschoben, um deutlich zu machen, es war nicht so, dass Jesus das Gleichnis gepredigt hat und dann die Deutung gleich gegeben hat, sondern das Gleichnis gepredigt und hat letztendlich gewartet, wer nach der Predigt zu ihm kommen würde und fragen würde: „Was bedeutet das?“
[5:56] Und so gibt uns Gott auch in der Bibel nicht alles auf dem Präsentierteller. Er zeigt uns viel interessante Dinge, und er wünscht sich, dass wir zu ihm kommen und fragen: „Herr, was bedeutet das? Was willst du mir damit sagen?“
[6:08] Und er sprach zu ihnen: „Euch ist jetzt das Geheimnis des Reiches Gottes gegeben zu erkennen. Denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zugeteilt, damit sie mit sehenden Augen sehen und doch nicht erkennen, und mit hörenden Ohren hören und doch nicht verstehen, damit sie nicht etwa umkehren und ihnen die Sünden vergeben werden.“ Oder er spricht zu ihnen: „Wenn ihr dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann alle Gleichnisse verstehen?“
[6:32] Mit anderen Worten, dieses erste Gleichnis ist der Schlüssel zu allen anderen Gleichnissen. Es zeigt uns, wie Gottes Wort wirkt und welche Einstellung wir zum Wort Gottes haben müssen, vor allem, damit Gottes Wort wirken kann. Denn das mächtige Wort Gottes, in dem alle Kraft ist, die Gott hineingelegt hat, verpufft wirkungslos, wenn es auf einen zugetrampelten, verschlossenen Herz trifft, so wie auf einen Boden, der festgetrampelt ist.
[7:00] Der Seemann sieht das Wort. Auch das ist hier ganz explizit von Markus herausgestellt, dass Gottes Wort – die am Wegrand sind, die bei denen das Wort gesät wird und wenn sie es gehört haben, kommt zugleich der Satan und nimmt das Wort weg. Das sind ihre Herzen gesät worden ist, warum? Weil der Weg ist festgetrampelt, da ist nicht viele offene Furchen, in denen das Wort hineingehen kann.
[7:18] Ist es dringlich tief hinein. Die sind schnell abgelenkt, sie haben kein Interesse daran, nimmt den Eindruck wieder weg. Und gleicher Weise, wo auf Steine geborener Boden gesehen wurde, da sind die – das sind die, welche das Wort, wenn sie es hören, so gleich mit Freuden aufnehmen. Also hier ist eine Offenheit da, hier ist umgegraben, hier kann das Wort hinein. Aber sie haben keine Wurzeln sich, sondern sind wetterwendig. Später, wenn Bedrängnis oder Verfolgung entsteht, um des Wortes willen, nehmen sie gleich Anstoß. Sie sind begeistert, aber sie haben keine feste Wurzeln, sind nicht verankert in Gottes Wort. Wenn dann Schwierigkeiten aufkommen, wenn sie merken, dass sie wegen Gottes Wort etwas verpassen oder schlecht behandelt werden, dann drehen sie fehlen dann in den Wind und geben Gottes Wort wieder auf.
[8:03] Und die Welt, bei denen unter die Dornen gesät wurde, das sind solche, die das Wort hören, aber die Sorgen dieser Welt, Zeit und der Betrug des Reichtums und die Begierden anderer Dinge dringen ein und ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar. Hier ist zwar Platz für eine Wurzel, aber es ist eben noch was anderes, Dinge, die gleichzeitig wachsen. Und wenn wir gleichzeitig Sorgen wachsen lassen, dann werden diese Sorgen das Evangelium ersticken.
[8:29] Und das muss ich mir selbst sagen, das müssen wir uns alle sagen: Wir dürfen den Sorgen und den Problemen und auch den Begierden dieser Welt kein Raum geben unserem Herzen, ansonsten ersticken sie das, was Gott gesät hat.
[8:42] Und die, bei denen auf das gute Erdreich gesät wurde, das sind solche, die das Wort hören und das aufnehmen und Frucht bringen. Der eine 30-fältig, der andere 60-fältig, der dritte 100-fältig. Wenn wir das Wort Gottes mit Freude aufnehmen, ihm Platz geben, unser eigenes Ich Gott übergeben und auch alle Sorgen, dann kann Gott Wunder wirken und eine reiche Erde in unserem Leben bewirken.
[9:10] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir kommen können. Danke, dass wir dich fragen können, dass wir Jesus fragen können, was die Dinge in der Bibel bedeuten, und dass du sie uns erklärst, dass wir Verständnis bekommen können und zu sehen, was du für uns tun möchtest und schon getan hast und immer wieder tust, und wie wir es im Alltag integrieren können. Habe Dank, dass du uns antwortest, wenn wir zu dir bitten. Und dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
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