In dieser Predigt, basierend auf Markus 4:21-5:7, beleuchtet Christopher Kramp die Lehren Jesu über das Reich Gottes. Er erklärt Gleichnisse wie das vom Senfkorn und betont, wie Gottes Wort in unserem Herzen wächst und Frucht trägt. Die Predigt thematisiert auch Jesu Macht über die Natur während eines Sturms und die Begegnung mit einem Dämonenbesessenen, um die Bedeutung von Glauben und Vertrauen in schwierigen Zeiten hervorzuheben.
Gott auf (m)einer Seite: Markus 4:21-5:7
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: MarkusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1038. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir, um dein Wort zu hören. Wir möchten dich bitten, dass du unser Herz vorbereitest, dass du es umpflügst, dass offene Furchen da sind, die dein Wort gerne aufnehmen. Dass Satan es nicht wieder wegreißen kann. Möchte ich bitten, dass dein Wort tief in unserem Herzen Wurzeln schlägt, das auch in Schwierigkeiten wir nicht aufgeben an dich zu glauben und dass dein Wort allein zum Herzen wachsen darf. Dass du durch den Heiligen Geist die Sorgen, die Nöte, die Probleme, all das, was uns einmal gedanklich so umgibt, dass du das hinausreißt, dass das Wort Gottes Kraft hat, und ja, Platz hat, besser gesagt, um in Ruhe in unserem Leben so zu wachsen, ist die volle Frucht. Hey, das möchte ich dich bitten für mich und für jeden, der dieses Video jetzt sieht, dass du zu uns sprichst und dass dein Wort ganz viel Frucht bringt, 30-fach, 60-fach, 100-fach, so wie du es verheißen hast. Im Namen Jesu, Amen.
[1:56] Wir sind in Markus Kapitel 4. Jesus hält die See-Predigt und predigt eine Reihe von Gleichnissen, die er dann seinen Jüngern, die ihn abends darum bitten, auslegt. Wir lesen in Vers 21 weiter: Und er sprach zu ihnen: Kommt etwa das Licht, damit es unter den Scheffel oder unter das Bett gestellt wird und nicht viel mehr, damit man es auf den Leuchter stellt? Jesus möchte hier deutlich machen, dass wenn er in unserem Leben ein Licht anzündet, dann immer deswegen, damit wir es auch anderen weitergeben. Gott möchte nicht, dass wir das, was wir verstanden haben, für uns behalten, sondern dass wir es mit anderen teilen. Das Verborgene, das nicht offenbar gemacht wird und nichts geschieht so heimlich, dass es nicht an dem Tag kommt, der Ohren hat zu hören. Der Hörende sprach zu ihnen: Achtet auf das, was ihr hört! Mit demselben Maß, mit dem wir anderen zumisst, wird auch euch zugemessen werden. Und es wird euch, ihr hört noch, hinzugelegt werden. Denn wer hat, dem wird gegeben werden. Der aber nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er hat.
[3:02] Wir sehen hier Sätze, die wir an anderen Stellen noch im Matthäusevangelium gefunden haben, in zum Teil anderen Predigtkontexten. Und das zeigt uns, dass Jesus vielleicht auch selbst kennt, wenn man Predigten gehalten hat, immer wieder auch bestimmte Versatzstücke, bestimmte Ideen von einer Predigt auch in der anderen wieder verwendet hat, weil sie auch dort gut gepasst haben und dann in verschiedenen Zusammenhängen auch ähnliche Sätze oder gleiche Sätze gesagt hat.
[3:28] Und er sprach: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen oder durch was für ein Gleichnis sollen wir es euch darlegen? Hier sehen wir, dass Jesus selbst, der größte Lehrer aller Zeiten, manchmal sich die Frage gestellt hat, wie er eigentlich die geistlichen Prinzipien des Reiches Gottes erklären kann, weil in dieser Welt so vieles entgegenläuft, was dem, was das Reich Gottes ausmacht. Auch das ist etwas, was Matthäus so nicht berichtet, aber was Markus uns hier zeigt, dass Jesus selbst überlegt hat, sich genau Gedanken gemacht hat, wie er eigentlich am besten das Reich Gottes erklärt. Er hat also nicht einfach nur vor sich her geredet. Nein, nein, er hätte sich sehr genau überlegt, welche Gleichnisse, insbesondere die, die Merkmale des Reiches illustrieren. Es ist einem Senfkorn gleich, das, wenn es in die Erde gesät wird, das kleinste ist unter allen Samen auf Erden. Und wenn es gesät ist, geht es auf und wird größer als alle Gartenkräuter und treibt große Zweige, so dass die Vögel des Himmels unter seinem Schatten nisten können. Und in vielen solchen Gleichnissen sagte er, das Wort, das ihr zu hören vermocht, nicht versucht, Worte zu finden, die seine Zuhörer verstehen konnten, obwohl er in noch viel mehr hätte sagen können. Aber Jesus hat sich auf das Niveau seiner Zuhörer begeben, um ihnen die Wahrheit zu zeigen, weil er wollte, dass sein Wort verstanden wird, dass seine Lehre verstanden wird. Das Reich Gottes sieht vielleicht unscheinbar aus, aber es hat gewaltige Wirkung, so wie ein Same, ein Senfkorn, das zu einem großen Baum wird. Ohne Gleichnisse aber redet er nicht zu ihnen. Wenn sie aber alleine waren, legt er seinen Jüngern alles aus, die, die ihm völlig nachfolgten, die ihr ganzes Leben ihm nach ihm ausrichteten, die erfuhren die tiefere Bedeutung dessen, was er gesagt hat. Und so ist es auch heute. Jesus versucht alle Menschen zu erreichen, aber nur die, die dann auch wirklich ihm ganz nachfolgen, den ganzen Tag nach ihm gestalten, mit ihm leben, die werden die tiefere Bedeutung des Wortes Gottes in ihrem Leben erfahren.
[7:25] Und als es Abend geworden war, sprach er zu ihnen: Lasst uns hinüber fahren an das jenseitige Ufer. Und nachdem sie die Volksmenge entlassen hatten, nahmen sie ihn mit, wir da in dem Schiff waren. Es waren aber auch andere kleine Schiffe bei ihm. Und deshalb hob sich ein großer Sturm und die Wellen schlugen in das Schiff, so dass es sich schon zu füllen begann. Oder war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn und sprachen: Sie Meister, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen? Wie oft denken wir, wenn Schwierigkeiten kommen, dass Gott sich nicht kümmert, aber Gott weiß alles und er hat uns versprochen, uns zu seinem Ziel zu bringen. Und wir dürfen ihm vertrauen. Ich möchte neu lernen, ihm zu vertrauen, noch mehr ihm zu vertrauen, dass er auch, wenn Schwierigkeiten aufkommen in unserem Leben, dass er mit dem Boot ist und uns sicher an das andere Ufer bringen wird.
[8:57] Und er stand auf, befahl dem Wind und sprach zum See: Schweig, werde still! Da legte sich der Wind und es entstand eine große Stille. Oder sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Wie habt ihr keinen Glauben? Matthäus heißt es, dass sie kleingläubige sind. Und sie gerieten in große Furcht und sprachen zueinander: Wer ist denn dieser? Ist auch der Wind und der See ihm gehorsam? Und sie kamen ans andere Ufer des Sees in das Gebiet der Gadarener. Wir sind jetzt am Morgen, die Nacht des Sturmes ist vorbei.
[9:29] Und als er aus dem Schiff gestiegen war, lief ihm so gleich aus den Gräbern ein Mensch mit einem unreinen Geist entgegen. Man sowohl Markus als auch Lukas berichten nur von einem, aber wir wissen aus Matthäus, dass es eigentlich sogar zwei Besessene gewesen sind. Und wenn wir die Geschichten zusammennehmen, dann können wir sehen, dass es zwei gewesen sind. Und Markus konzentriert sich jetzt auf einen von ihnen, an dem die Geschichte festmacht, der seine Wohnung in den Gräbern hatte. Und selbst mit Ketten konnte niemand ihn binden, denn schon oft war er mit Fußfesseln und Ketten gebunden worden, aber die Ketten wurden von ihm zerrissen und die Fußfessel zerrieben. Und niemand konnte ihn bändigen. Und er war alle Zeit, Tag und Nacht, auf den Bergen und in den Gräbern, schrie und schlug sich selbst mit Steinen. Als aber Jesus von Ferne sah, lief er und warf sich voll nieder, schrie mit lauter Stimme und sprach: Jesus, du Sohn Gottes, was habe ich mit dir zu tun? Ich beschwöre dich bei Gott, dass du mich nicht quälst.
[10:28] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass selbst wenn ein Sturm uns hebt, Jesus uns nicht verlässt. Er vergibt, dass wir so oft denken, dass du dich nicht um uns kümmerst, dass dir vielleicht egal ist, wenn es uns schlecht geht. Aber das stimmt nicht. Du führst uns immer so, wie wir uns selbst wünschen würden, geführt zu werden, wenn du alles sehen könntest. Und ja, wir sehen nicht alles. Er vergib uns, dass wir so oft unzufrieden sind oder uns Gedanken machen, die wir nicht machen müssen. Herr, hilf uns, Glauben zu lernen und diesen Glauben auch zu behalten, dass du uns sicher ans andere Ufer bringen wirst. Dafür danken wir dir im Namen Jesu.
Lizenz
Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.