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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Ereignisse aus Markus 6:22-51. Er thematisiert die tragische Geschichte um die Enthauptung Johannes des Täufers und die anschließende Speisung der 5000 durch Jesus. Dabei werden wichtige Lektionen über Entscheidungsfindung unter Druck, die Macht Gottes, auch aus Wenigem Großes zu bewirken, und die göttliche Fürsorge in schwierigen Zeiten vermittelt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1041. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du auch dann noch einen Weg hast, dann noch eine Lösung und Hoffnung geben kannst, wenn wir denken, dass alles vorbei ist. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns mit dieser Hoffnung erfüllst, dass du uns unter deinem heiligen Geist erfüllst und dass wir in unserem Alltag erleben, dass wer auf dich vertraut, keinen dauerhaften Schaden bekommt und erleben kann, dass du für uns da bist. Möchte ich bitten, dass du jetzt dein Wort zum Sprechen lässt, dass wir es verstehen und dass wir Jesus lieb gewinnen. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.

[1:28] Wir sind in Markus Kapitel 6. Herodes hat, um der Herodes seiner unrechtmäßigen Frau nachzugeben, Johannes gefangen nehmen lassen. Er möchte ihn eigentlich nicht töten, er möchte ihn bewachen und beschützen, weil er weiß, dass er rot ist, ein gerechter, Johannes ein gerechter und gottesfürchtiger Mann ist. Und er gehorcht ihm auch in einigen Dingen, aber die Herodias plant dessen Mord und findet eine gelegene, eine Gelegenheit, eine gelegenen Tag, als Herodes ein Fest feiert an seinem Geburtstag und die Obersten, die vornehmen, die Großen dazu einlädt. Da heißt es hier in Markus 6, Vers 22: „Da trat die Tochter des Herodes herein und tanzte, und weil sie dem Herodes und denen, die mit ihm zu Tisch saßen, gefiel, sprach der König zu dem Mädchen: Bitte von mir, was du willst, so will ich es dir geben.“ Und er schwor ihr: „Was du auch von mir bitten willst, das will ich dir geben, bis zur Hälfte meines Königreichs.“ Sie ging hinaus und sprach zu ihrer Mutter: „Was soll ich da bitten?“ Dieser aber sprach: „Das Haupt Johannes des Täufers.“ Und sogleich ging sie rasch zum König hinein, bat und sprach: „Ich will, dass du mir jetzt gleich auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers gibst.“ Das sollte also keine Zeit mehr zum Nachdenken sein, noch mal eine Nacht drüber schlafen. Diese Männer waren vom Alkohol benebelt, sie waren in ihren Sinnen völlig durcheinander. Sie haben diesen jungen Mädchen zugeschaut beim Tanzen, von ihnen konnte man keine klare Entscheidung mehr erwarten. Und hier wurde das, wusste das, wenn sie noch länger wartet, vielleicht kommen sie dann wieder zu Vernunft. Der Satan versucht uns, unsere Sinne zu betäuben, zu verdrehen, um uns dann dazu zu bringen, schwere Fehler zu machen, die wir vielleicht nicht tun würden, wenn wir wieder klarer denken können. Deswegen ist es wichtig, dass wir unsere Sinne achten, dass wir auf unsere Gesundheit achten, dass wir klare und gute Entscheidungen fällen können.

[3:38] Da wurde der König sehr betrübt, doch um des Eides und um derer Willen, die mit ihm zu Tisch saßen, wollte er sie nicht abweisen. Hätte einer von ihnen gesagt: „König, diesen Eid musst du nicht erfüllen“, ich glaube, er hätte es gerne auf... er hätte gerne dann aufgehoben, aber ich glaube, Gruppendruck, alle benommen, ja, benommen ihren Sinnen, ist der Gruppendruck für den Herodes dazu, gegen sein eigenes Gewissen zu handeln. Und der König schickte sogleich einen von der Wache hin und befahl, dass sein Haupt gebracht werde. Diese aber gingen hin und enthaupteten ihn im Gefängnis und brachten sein Haupt auf einer Schüssel und gaben es dem Mädchen, und das Mädchen gab es seiner Mutter. Und letztendlich und das hörten kamen sie und nahmen seinen Leichnam und legten ihn in einen Grab.

[4:28] Und Apostel versammeln sich bei Jesus, verkündet ihm alles, was sie getan und was sie gelehrt hatten. Hier kommt die gedankliche Klammer zum Ende, die wir in Vers 17 von Kapitel 6, ja, in Vers 17 gesetzt haben. Diese, dieser Rückblick ist zu Ende. Wir sind wieder dort, wo Herodes von all den Dingen hört. Doch durch die Verkündigung offensichtlich der Jünger Jesu, er hört davon und denkt: „Herr, Johannes ist von den Toten auferstanden.“ Und die Apostel, die jetzt zu erfolgreich Missionen gemacht haben, kommen zurück und erzählen Jesus, was sie erlebt haben und was sie gepredigt haben. Und er sprach zu ihnen: „Kommt ihr allein abseits an einen einsamen Ort und ruht ein wenig, denn es waren viele, die gingen und kamen, und sie hat nicht einmal Zeit zu essen.“ Jesus möchte in Ruhe mit seinen Jüngern die Mission auswerten. Jesus sendet sie, aber dann möchte er es auch auswerten. Er möchte ihnen Gelegenheit geben, Erfahrungen zu erzählen. Er möchte auch sie korrigieren. Wenn wir für Gott arbeiten, dann gibt es Dinge, die wir mit Gott besprechen müssen, wo wir Jesus fragen müssen, das können wir noch besser machen. Was, wo haben wir uns geirrt, dass Jesus unser Lehrer ist.

[5:38] Und sie fuhren allein zu Schiff an einen, sie fuhren allein zu Schiff an einen einsamen Ort. Und Leute sahen sie wegfahren und viel erkannten ihn, und sie liefen aus allen Städten zu Fuß dort zusammen und kamen ihnen zuvor und versammelten sich bei ihm. Und als Jesus ausstieg, sah er eine große Volksmenge, und er hat Erbarmen mit ihnen, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing an, sie vieles zu lehren. Jesus wollte eigentlich jetzt seine eine ruhige Zeit mit seinen Jüngern haben, aber sah auch, dass das dringend gebraucht wird. Und als der Tag fast vergangen war, traten seine Jünger zu ihm und sagten: „Dieser Ort ist einsam und der Tag ist fast vergangen. Entlasse sie, damit sie in die Höfe und Dörfer ringsumhergehen und sich Brot kaufen, denn sie haben nichts zu essen.“ Er antwortete und sprach zu ihnen: „Geht ihr ihnen zu essen.“ Und sie sprachen zu ihm: „Sollen wir hingehen und für 200 Denare Brot kaufen und ihnen zu essen geben?“ Er sprach zu ihnen: „Wie viele Brote habt ihr? Geht hin und seht nach.“ Und als es erkundet hatten, sprachen sie: „Fünf Brote und zwei Fische.“

[6:37] Die Geschichte wird hier von Markus auch mit etwas mehr Detail ausgeführt. Das ist übrigens, das kann man in Johannes sehen. Die Zeit ist Passah, Jesus ist nicht mit seinen Jüngern in Jerusalem, sondern hier in Galiläa. 200 Denare, das ist eine ganze Menge. Das sind 200 Tageslöhne, wenn wir von vielleicht 80, 10 Euro Stundenlohn ausgehen und das auf unsere heutige Zeit zu übertragen, wären das ungefähr 16.000 Euro. Eine große Menge, die versorgt werden muss. Wer hat schon 16.000 Euro auf der hohen Kante, um einfach mal für alle Essen auszugeben? Alles, was sie hatten, was sie zusammenbringen konnten, waren fünf Brote und zwei Fische.

[7:26] Er befahl ihnen, dass sich alle in Gruppen ins Grüne setzen sollten, und sie setzten sich gruppenweise zu 100 und zu 50. Ist interessant, das ist nicht genau die Größe, die dir idealerweise auch eine Gemeinde haben sollte. Bei so einer Größe kann eine Gemeinde gut funktionieren. Sie ist nicht zu klein, dass sich alle überarbeiten, sie ist nicht so groß, dass man sich nicht mehr kennt und untereinander. Die Jünger sollten hier vorbereitet werden auf das Werk der Gemeindeorganisation, denn sie sollten ja auch das Wort Gottes den Menschen weitergeben. Und das tut man auch am besten, wenn man nicht eine große Masse vor sich hat, sondern wenn in einzelnen Gruppen, einzelnen Gemeinden die Menschen organisiert sind. Und dann haben die fünf Brote und die zwei Fische. Blickte zum Himmel auf und dankte, brach die Brote und gab sie seinen Jüngern, damit sie aushalten. Auch die zwei Fische teilte er unter alle, und sie aßen alle und wurden satt.

[8:15] Jesus dankte. Wir sehen immer, dass es nicht gibt. So geht es mir zumindest auch. Wir sehen, was was fehlt, wir sehen, was hätte da sein müssen, was uns, was wir nicht haben, wo der Mangel ist. Jesus sah, was da war: fünf Brote und zwei Fische. Und in Jesu Hand sind fünf Brot und zwei Fische mehr als genug. Wir sehen vielleicht, dass wir nicht können, wir sehen vielleicht, was wir nicht haben, wo wir beschränkt sind. Aber Jesus möchte, dass wir sehen, was wir haben und was wir in Jesu Hand legen können. Und wenn wir so dankbar sind wie Jesus, dann kann Gott aus dem Wenigen, was wir sind und haben, gewaltig viel machen, zum Segen für ganz, ganz, ganz, ganz viele Menschen.

[9:01] Und sie aßen alle und wurden satt, und zwölf Körbe voll Brocken auf und auch von den Fischen. Und die, welche die Brote gegessen hatten, waren etwa 5.000 Männer. Es war mehr da, als man überhaupt essen konnte. Wenn Gott, wenn Gott segnet, dann nicht nur so, dass es gerade so reicht. Gott segnet über alle Maßen, auch in meinem Leben, ich bin mir sicher, in deinem Leben auch.

[9:27] Und sogleich nötigte er seine Jünger in das Schiff zu steigen und als jenseitige Ufer nach Betsaida vorauszufahren, bis er die Volksmenge entlassen hatte. Und nachdem er sie verabschiedet hatte, ging er auf einen Berg, um zu beten. Und als es Abend geworden war, befand sich das Schiff mitten auf dem See, und er allein auf dem Land. Und er sah, dass sie beim Rudern notlitten, denn der Wind stand ihnen entgegen. Und um die vierte Nachtwache kommt er zu ihnen auf dem See gehend. Und er wollte bei ihnen vorübergehen, als ob er gar nicht zum Boot kommen würde. Als ihn aber auf dem See gehen sahen, da meinten sie, es sei ein Gespenst und schrien, denn sie sahen ihn alle und erschraken. Und sogleich, Achtung, das Lieblingswort von Markus, sogleich redet er mit ihnen und sprach zu ihnen: „Seid getrost, ich bin's, fürchtet euch nicht.“ Wenn wir Angst haben, redet Jesus sogleich mit uns. Fürchtet euch nicht. Und es stieg zu ihnen in das Schiff, und der ist der Wind legte sich, und sie erstaunten bei sich selbst über die Maßen und verwunderten sich.

[10:32] Erstaunlicherweise fehlt hier die Episode, die uns Matthäus überliefert, von Petrus, der auf dem Wasser gehen wollte, gehen konnte, dann ein gesunken ist, weil eben der Glaube gefehlt hat, als plötzlich die die Wellen hoch waren und in Jesus retten musste und der dann ganz bedröppelt zurück ins Boot kam. Vielleicht hat Jesus, vielleicht hat Petrus nicht so gerne von dieser Geschichte erzählt. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall hat Markus sie nicht in dieser, in diesem Bericht erwähnt, aber wir kennen sie aus Matthäus und sind dankbar auch dafür.

[11:03] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hilf uns zu lernen zu sehen, was du uns geschenkt hast, nicht die Probleme zu sehen, sondern deine Führung. Hey, ich möchte dich persönlich um Vergebung bitten, das ist so oft, dass sie was nicht da ist. Und ich möchte dir danke sagen, dass wir uns heute erneut erinnern dürfen, erinnern dürfen, dass fünf Brot und zwei Fische reichen, sie ausreichen, um überreichen Segen zu haben, wenn wir sie in deine Hand legen. Wenn du segnen kannst, Herr, segne uns, segne das Wenige, was wir haben, und lass uns dankbar dafür sein, so dass wir sehen können, was du alles daraus machen kannst. Bitten wir im Namen Jesu.


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