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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um Markus 6:52-7:22. Der Sprecher beleuchtet, wie die Jünger trotz erlebter Wunder ein verhärtetes Herz behalten konnten und warum die Offenbarung von Gottes Liebe wichtiger ist als Wunder. Weiterhin wird die Kritik Jesu an den Pharisäern thematisiert, die menschliche Traditionen über das Wort Gottes stellten, und die Unterscheidung zwischen äußerlicher Reinheit und innerer Verunreinigung durch Gedanken und Taten.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1042. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir kommen können, wie wir sind, mit dem Wenigen, was wir haben. Wir wollen heute dankbar sein für das, was du in unserem Leben tun möchtest. Wir möchten dich bitten, dass wir erleben können, wie du das, was wir in deiner Hand geben – unsere Gaben, Talente, unser Leben – dass du es segnest. Und wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst, dass wir getröstet, ermutigt werden, gestärkt werden für den Tag, der vor uns liegt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:19] Wir sind in Markus Kapitel 6. Jesus ist nach der Speisung der 5000 zurückgeblieben. Die Jünger sind über den See Genezareth gefahren. Es kam zu einem gewaltigen Sturm und Jesus ist auf dem See ihnen hinterhergekommen und hat den Wind gestillt. Ist zu ihnen ins Boot hineingekommen und sie verwunderten sich. Sie waren erstaunt, sie waren ja über alle Maße außer sich. Wir lesen weiter in Vers 52 von Markus 6: „Denn sie waren nicht verständig geworden durch die Brote, denn ihr Herz war verhärtet.“ Sie haben ein Wunder gesehen, die Speisung der 5000, eines der gewaltigsten Wunder, aber es hat ihr Herz nicht verändert. Interessanterweise sind es nicht die Wunder Gottes, die unser Herz verändern. Die Wunder Gottes sind nur ein Hinweis darauf, wie Gott ist. Aber nur, wenn wir das in unser Herz lassen, wenn wir darüber nachdenken, wie Gott ist und wer seine Liebe sehen, dann fangen wir an, ihn auch zurück zu lieben.

[2:29] Deswegen besteht das Evangelium nicht nur aus Wundern, sondern aus der Offenbarung der Liebe Gottes, die am Kreuz von Golgatha zeigt. Und es ist möglich, Gottes Wirken im eigenen Leben zu sehen und doch noch ein verhärtetes Herz zu haben. Möge uns Gott davor bewahren, dass wir große Wunder sehen und doch nicht in unser Herz hineinlassen.

[2:54] Und als sie übergefahren waren, kamen sie dort zum Land Genezareth und legten dort an. Und als sie aus dem Schiff traten, erkannten die Leute ihn zugleich. Durchliefen die ganze umliegende Gegend und fingen an, die Kranken auf den Liegematten dorthin zu tragen, wo sie hörten, dass er sei. Und wo er in Dörfer oder Städte oder Gehöfte einkehrte, da legten sie die Kranken auf die freien Plätze und baten ihn, dass sie nur den Saum seines Gewandes anrühren dürften. Und alle, die ihn anrührten, wurden gesund. Jesus hat so gerne Menschen geheilt, nicht nur hier und da mal einzelne, sondern ganz, ganz viele. Wir kennen die allerwenigsten Geschichten. Johannes sagt später: „Die Welt könnte die Bücher nicht fassen, wenn alles aufgeschrieben worden wäre.“

[3:39] Wenn wir danken für alles, was wir haben, was aufgeschrieben worden ist, dass uns deutlich macht: Jesus liebt uns alle und er möchte uns alle retten und allen helfen.

[3:49] Und es versammelten sich bei ihm die Pharisäer und etliche Schriftgelehrte, die von Jerusalem gekommen waren. Und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen, Brot essen sahen, tadelten sie es auch. Das können wir, was Matthäus auch hier kommt, jetzt noch ein paar mehr Details. Denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie nicht zuvor gründlich die Hände gewaschen haben, weil sie die Überlieferung der Alten halten. Hier sieht man mal sehr schön, dass Markus offensichtlich nicht für Juden schreibt, sondern für Heiden, aus dem einfachen Grund, weil ein Jude dieser Erklärung nicht bräuchte. Ja, in Matthäus würde das nie erklärt werden, weil das jedem Juden damals selbstverständlich offensichtlich klar war. Aber Markus schreibt für Menschen, die diese Bräuche nicht haben und erklärt sie. Und das zeigt ganz deutlich, dass Markus vor allem Heiden im Blick hatte, als er sein Evangelium geschrieben hat.

[4:38] Und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht ohne sich gewaschen zu haben. Und noch vieles anderes haben sie zu halten angenommen, nämlich Waschung von Bechern und Krügen und eher in dem Geschirr und Polstern. Interessanterweise heißt es im Griechischen „baptizō“, so sie haben Taufen quasi angenommen. Ihre Hände und sie taufen ihre Füße und sie taufen und ihre Becher und Krüge und das Geschirr. Das war also ein religiöses Leben, das sehr viel mit Waschen zu tun hat, mit Waschungen. Und unter diesem Gesichtspunkt ist natürlich die Botschaft von Johannes dem Täufer sehr interessant. Dessen Botschaft war: Wascht euch, was euch komplett nicht nur die Hände und die Füße oder die Becher und den Schlüssel, sondern wascht euer komplettes, euer komplettes Leben. Ihr braucht eine komplette Wasserung, eine komplette Taufe. Das ist eigentlich, woher dieses Bild dann gekommen ist.

[5:26] Daraufhin fragten ihn die Pharisäer und Schriftgelehrten: „Warum wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Alten, sondern essen das Brot mit ungewaschenen Händen?“ Er antwortete und sprach zu ihnen: „Trefflich hat von euch Heuchlern Jesaja geweissagt, wie geschrieben steht: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist fern von mir. Vergeblich aber verehren sie mich, weil sie lehren Vorträge, die Menschengebote sind. Denn ihr verlasst das Gebot Gottes und haltet die Überlieferung der Menschen ein.“ Waschung von Krügen und Bechern und viele andere ähnliche Dinge tut ihr. Oder sprach zu ihnen: „Trefflich verwerft ihr das Gebot Gottes, um eure Überlieferung festzuhalten. Denn Mose hat gesagt: Du sollst deinen Vater, deine Mutter ehren, und wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben. Ihr aber lehrt, wenn jemand zum Vater oder zur Mutter spricht: Korban, also das heißt, zur Weihe gab es bestimmt, was von mir zugute kommen sollte. Mit anderen Worten, das Geld, das ich oder das Vermögen, das ich eigentlich einsetzen sollte, um dich zu unterstützen, habe ich dem Tempel vermacht. Deswegen kann ich dich nicht unterstützen.“ Dann gestattet ihr ihm auch fortan nicht mehr irgendetwas für seinen Vater oder seine Mutter zu tun. Und so hebt ihr mit eurer Überlieferung, die ihr weitergegeben habt, das Wort Gottes auf. Und viele ähnliche Dinge tun die Pharisäer.

[6:41] Sie erweckten den Eindruck, dass sie besonders konservativ sind, weil sie auf die Traditionen achteten. Aber Jesus macht deutlich, dass sie wirklich das Gesetz Gottes brauchen. Sie haben die Gebote Gottes aufgehoben durch ihre eigenen Auslegungen und ihre eigenen Theorien und Interpretationen. Und Jesus kam, um das Wort Gottes hochzuhalten und damit auch das Gesetz Gottes. Hier wird ganz deutlich, dass Jesus sie dafür tadelt, dass sie das Gesetz Gottes, die Zehn Gebote, außer Kraft gesetzt haben mit ihren Traditionen.

[7:08] Und er rief die ganze Volksmenge zu sich und sprach zu ihnen: „Hört mir alle zu und versteht: Nichts, was außerhalb des Menschen ist und innen hineinkommt, kann ihn verunreinigen. Sondern was aus dem herauskommt, das ist das, was den Menschen verunreinigt.“ Wenn jemand Ohren hat zu hören, der höre. Jesus wollte, dass die Menschen zuhören, dass es um geistliche Dinge geht und nicht nur um Oberflächlichkeiten.

[7:33] Und als er von der Menge weg nach Hause gegangen war, fragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. Und er sprach zu ihnen: „Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht verunreinigen kann? Denn es kommt nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und wird auf dem natürlichen Weg, der alles Speisen reinigt, ausgeschieden. Was von außen in den Körper kommt, geht doch wieder hinaus.“

[7:56] Er aber sprach: „Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor und Sucht, Mord, Diebstahl, Betrüglosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut und Vernunft.“ Und es ist auch heute nicht so, dass er manchmal mehr damit doch bedacht sind, was von außen unseren Körper hineinkommt, als dass man sogar Gedanken macht, was aus unserem Herzen hinauskommt.

[8:19] Und dann sind wir vielleicht sehr darauf bedacht, bloß nicht verunreinigt zu werden durch Dinge, die von außen hineinkommen sollen, und merken gar nicht, wie wir manchmal uns selbst verunreinigt haben über alle Maßen durch Zorn, Bosheit, schlechtes Denken, schlechtes Reden, Hochmut, Stolz und Vernunft und so weiter.

[8:40] Lasst uns lernen, die Dinge geistlich zu betrachten und den Geist Gottes unseren Herzen wirken zu lassen. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, gib, dass wir durch deinen Heiligen Geist gelehrt werden, dein Wort geistlich zu verstehen und nicht auf Äußerlichkeiten den größten Wert zu legen, sondern auf ein geistliches Verständnis, so dass auch alles das, was es an äußeren Dingen im Glaubensleben gibt, dann wirklich richtig verstanden wird und besonnen und gottesfürchtig und ausgewogen und christuszentrisch ausgelebt wird. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass wir nicht die Tradition über dein Gesetz und über dein Wort stellen, sondern dein Wort zur obersten, zu eigentlichen Priorität in unserem Leben machen. Das bitten wir im Namen Jesu.


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