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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In diesem Video aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ spricht Christopher Kramp über Markus 8:14-8:38. Er beleuchtet die Unverständlichkeit der Jünger angesichts Jesu Lehren und Wunder, die Notwendigkeit, vor falschen Lehren zu warnen, und die tiefere Bedeutung von Nachfolge. Das Video betont, dass wahre Nachfolge bedeutet, sich selbst zu verleugnen und das eigene Kreuz auf sich zu nehmen, um das ewige Leben zu gewinnen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1044. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte öffne uns die Ohren, öffne sie ganz weit, dass wir dein Wort richtig verstehen, dass wir dich richtig verstehen, dass wir deine Botschaft so verstehen, wie du sie gemeint hast, dass wir sie auch richtig weitergeben können. Ja, das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:02] Wir sind in Markus Kapitel 8. Jesus ist nach der Speisung der 4000 mit seinen Jüngern in die Gegend von Dalmanuta mit dem Schiff gekommen. Die Pharisäer wollten dort einen Streit mit ihm anfangen, und Jesus hat sie stehen lassen und ist wieder abgefahren ans jenseitige Ufer. Wir lesen weiterhin Vers 14: "Und sie hatten vergessen, Brote mitzunehmen, und hatten nur ein Brot bei sich im Schiff." Da gebot er ihnen und sprach: "Seht euch vor, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und von dem Sauerteig des Herodes." Jesus warnte Jünger vor diesen politischen Parteien, zu diesen religiösen Parteien und vor ihrer Lehre.

[1:45] Und sie besprachen sich untereinander und sagten: "Weil du kein Brot hast." Und das ist Jesus merkte, sprach er zu ihnen: "Was macht ihr euch Gedanken darüber, dass ihr kein Brot habt? Versteht ihr noch nicht? Begreift ihr noch nicht? Habt ihr noch euer verhärtetes Herz?" Wir haben von dem verhärteten Herz schon gelesen, nach der Speisung der 5000: "Hat Augen und sieht nicht, Ohren und hört nicht, und denkt nicht daran." Als ich die fünf Brote brach für die 5000, wie viele Körbe voll Brocken ihr aufgehoben habt? Sie sprachen: "Zwölf." Als ich aber die sieben für die 4000 brach, wie viele Körbe voll Brocken habe ich aufgehoben? Die sprachen: "Sieben." Und er sprach zu ihnen: "Warum seid ihr denn so unverständlich?" Wiederum haben sie die geistliche Bedeutung seiner Worte nicht verstanden. Jesus wollte sie warnen vor der Lehre und vor den Traditionen der Pharisäer und der Herodianer. Jesus hat nicht nur das Evangelium gepredigt, er hat auch vor falschen Theorien gewarnt. Und deswegen sind wir aufgefordert, in der Drei-von-Engelsbotschaft im Evangelium nicht nur die Wahrheit zu predigen, sondern auch vor falschen Theorien zu warnen. Das gehört dazu. Jesus hat es selbst gemacht. Er hat vor den Pharisäern gewarnt, weil er wusste, dass da so eine Begeisterung für die Pharisäer, für ihr Ansehen war, selbst bei den Jüngern zum Teil noch. Und zumindestens war das noch nicht ganz ausgerottet. Dieses Wahnsinn sagt: Folgt nicht den Pharisäern, folgt nicht Herodes, sondern folgt dem Wort Gottes.

[3:18] Aber die Jünger haben noch kein geistliches Ohr. Jesus hat nicht umsonst gesagt, als er gesagt hat, er nicht gesagt, weil es schwer bei diesem Tauben das Ohr zu öffnen, sondern weil er sich so gewünscht hat, dass die Jünger geistlich hören und dass sie begreifen, wenn Gott einmal für 5000 Männer plus Frauen plus Kinder Brot bringen kann und besorgen kann, und wenn er für 4000 Männer plus Frauen und Kinder das Brot bringen kann, dann brauchen sie sich keine Gedanken zu machen, wenn sie jetzt ohne Brot oder mit kaum Brot auf dem See unterwegs sind. Wir sollen lernen aus den Erfahrungen mit Gott zu leben und darauf zu vertrauen, dass das, was Gott früher getan hat, auch wieder tun kann. Aus Glauben leben.

[4:10] Oder kommt nach Betsaida und man sieht, bringt einen Blinden zu ihm und bittet ihn, dass er ihn anrührt. Und er nahm den Blinden bei der Hand und führt ihn vor das Dorf hinaus. Spuckte ihm in die Augen, legte die Hände auf und fragte ihn, ob er etwas sehen kann. Und der blickte auf und sprach: "Ich sehe die Leute, als sehe ich wandelnde Bäume." Interessante Geschichte. Hierauf legt er noch einmal die Hände auf seine Augen und ließ ihn aufblicken, und er wurde wiederhergestellt und sah jeder Mann deutlich. Und er schickte ihn in sein Haus und sprach: "Du sollst nicht ins Dorf hineingehen, noch ist jemand im Dorf."

[4:43] Wieder mal so eine Geschichte, eine beeindruckende, auch etwas merkwürdige Heilungsgeschichte, so wie auch bei dem Tauben, als Jesus in sein Ohr gefasst hat. Wiederum, glaube ich, geht es eigentlich um die Jünger. Wieder wird er vor dem Dorf, also wird wieder dieses für den hinaus und halten dann vor den Jüngern. Unterhalten auf eine bestimmte Art und Weise. Erhalten, aber dieser Blinde sieht, aber sieht noch nicht richtig. Er sieht zu verschwommen und dann muss er noch einmal geheilt werden, in Anführungsstrichen, oder muss noch mal geheilt werden, dass er klar sieht. Und damit will Jesus, glaube ich, etwas sehr deutlich machen. Deutlich machen den Jüngern: Ihr seht, aber ihr seht noch verschwommen. Ihr seid schon gerettet, aber ihr seht das Evangelium noch nicht ganz klar. Ihr habt schon etwas verstanden, aber ich habe die Rettung noch nicht wirklich verstanden. Ihr seid so in einem Zwischenstadium. Sie folgen schon Jesus, aber sie verstehen noch nicht, dass Jesus wirklich für sie tun möchte. Jesus will sie ja vorbereiten auf die größte Enttäuschung ihres Lebens, den Tod am Kreuz, denn Jesus erleiden wird. Das sehen wir jetzt dann, denn das nächste, was jetzt kommt, ist genau diese Ankündigung. Jesus versucht, ihn deutlich zu machen, dass er noch mehr in ihrem Leben getan werden muss. Vielleicht denken sie, dass das, was sie so verschwommen sehen, schon das Original ist. Aber es gibt etwas noch viel klareres. Das Evangelium muss noch viel klarer verstanden werden von ihm. Und vielleicht gibt es auch gilt es auch für uns, dass wir manche Dinge noch sehr unklar sehen, verschwommen und denken, das muss halt so. Aber gar nicht verstehen, dass Jesus noch viel mehr für uns tun kann und zwar viel mehr Klarheit schenken kann für das Wort Gottes.

[6:22] Und Jesus ging samt seinen Jüngern hinaus in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Und auf dem Weg fragt er seine Jünger, sprach zu ihnen: "Wen halten mich die Leute?" Sie antworteten: "Für Johannes den Täufer, und andere für Elia, andere aber für einen der Propheten." Und er sprach zu ihnen: "Ihr aber, für wen haltet ihr mich?" Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: "Du bist der Christus." In der Geburt, in den ernstlich, dass sie niemand von ihm sagen sollen, ist interessant, dass auch hier die besondere Erwähnung des besonderen Lobes für Petrus, dass Jesus ausgesprochen hat, dass wir aus Matthäus kennen, nicht erwähnt wird. Und daran, dass Markus ja möglicherweise sich auf Predigtmaterial von Petrus bezogen hat. Also dieses besondere Lob, diese besondere Hervorhebung von Petrus, aber gesagt: "Glückselig bist du, Simon." Findet sich hier nicht. Aber wir lesen weiter: "Und er fing an, sie zu lehren: Der Sohn des Menschen müsste viel leiden und von den Ältesten und den obersten Priestern und Schriftgelehrten verworfen und getötet werden und nach drei Tagen wieder auferstehen."

[7:26] Jesus fängt an hier, nachdem er versucht hat, durch diese besonderen Zeichenheilungen die Jünger darauf vorzubereiten, dass sie noch etwas verstehen müssen, dass ihre Ohren öffnen müssen für eine Wahrheit, die sie bisher nicht sehen und nicht richtig verstehen. Jetzt ganz offen zu sagen, was passieren wird, wenn sie in weniger als einem Jahr in die Hose drin sein werden. Jesus wird getötet werden und dann wieder auferstehen. Und er redet das Wort ganz offen. Dann hat Petrus ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren. Diese Geschichte findet sich ja, das besondere Lob, dass er Petrus gegeben hat, dass Gott es ihm offenbart hat, dass er das nicht von Fleisch und Blut bekommen hat, sondern seine direkte Offenbarung Gottes erlebt hat schon von Anfang an. Als er das verstanden hat, dass Jesus Gottes... berichtet hier Markus nicht, aber den Fehler von Petrus, der wird berichtet. Petrus fing an, ihm zu wehren. Er aber wandte sich um, sah seine Jünger an und ermahnte den Petrus ernstlich und sprach: "Weiche von mir, Satan!" Das war so nicht nur ein Tadel an Petrus, ist auch eine Ermahnung an alle Jünger, denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich. Das war das Problem. Ihre Herzen waren oft nicht geistlich. Sie waren begeistert von Jesus, sie glaubten noch das, was er sagt, aber ihre Herzen waren nicht geistlich. Sie haben nicht nach den Prinzipien des Reiches Gottes gedacht. Das werden wir immer wieder auch noch sehen in Evangelien.

[8:43] Und er rief die Volksmenge samt seinen Jüngern zu sich und sprach zu ihnen: "Wer mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach." Das war eine sehr interessante Botschaft. Wenn man einen Menschen sah, der ein Kreuz trug, wusste man, den wird man lebendig nicht mehr wiedersehen. Der trug sein Kreuz zur Kreuzigung. Jesus macht deutlich, wer Jesus nachfolgen möchte, der wird sein altes Leben nicht mehr wiedersehen, solange er bei Jesus ist. Wer sein Leben retten will, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben verliert und meinetwegen und um des Evangeliums willen, der wird es retten. In der Nachfolge Jesus geht es nicht darum, das beste Leben auf dieser Erde zu haben, obwohl tatsächlich wir aus der Perspektive Gottes dann tatsächlich das beste Leben haben, dass man diese sündige Welt haben kann. Aber es geht nicht darum, dass wir nach menschlichen Gesichtspunkten ein tolles Leben haben oder unser Leben retten. Es geht darum, der Wahrheit zu folgen und damit das ewige Leben zu gewinnen. Und das kann bedeuten auch viele Enttäuschungen zu erleben. Und ich denke, jeder von uns solche Enttäuschungen erlebt. Gott lässt diese Enttäuschung nicht zu, um uns zu strafen oder uns zu ärgern, sondern weil sie wichtig sind für unsere Herzen, lernen geistlich zu denken.

[10:04] Denn was wird es einem Menschen helfen, wenn er die ganze Welt gewinnt und sein Leben verliert? Oder was kann ein Mensch als Lösegeld für sein Leben geben? Was nützt es, wenn wir immer menschlich denken und am Ende das ewige Leben verpassen? Wir haben nichts, womit wir das ewige Leben bezahlen können. Die einzige Möglichkeit, ewiges Leben zu haben, ist der Tod Jesu. Und Jesus versucht seinen Jüngern das deutlich zu machen und auch den Menschen, die hier zuhören. Der Tod von Jesus ist absolut notwendig. Ohne ihn kein ewiges Leben.

[10:36] Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in Herrlichkeit eines Vaters mit den heiligen Engeln. So ähnlich hatte Jesus auch schon zu den Jüngern in der Aussendungspredigt in Matthäus 10 gesprochen. Wenn wir uns zu Jesus bekennen, wird sie auch Jesus zu uns bekennen. Wenn wir Jesus verleugnen und uns seiner schämen, wird auch Jesus nicht im himmlischen Gericht für uns einstehen.

[11:05] Lasst uns heute zu Jesus stehen, zu seinem Wort, zu seiner Wahrheit. Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, vergib uns, dass auch hier, so wie die Jünger, oft nicht so geistlich, sondern überhaupt nicht geistlich denken, sondern menschlich, fleischlich. Herr, öffne uns Ohren, heile unsere Augen, so sehr, dass wir das Evangelium nicht nur einigermaßen verschwommen, sondern glasklar sehen. Dass wir sehen, was wirklich das Evangelium mit sich bringt, dass wir sehen, was Jesus am Kreuz uns getan hat. Unsere Herzen gehen demütigt werden und erfüllt werden mit deinem Heiligen Geist. Und dass wir unser Kreuz auf uns nehmen, weil Jesus sein Kreuz für uns auf sich genommen hat. Danke von ganzem Herzen. Amen.


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