In dieser Predigt, basierend auf Markus 9:30-10:6, spricht Christopher Kramp über die Lehren Jesu bezüglich Demut, der Bedeutung von Kindern im Reich Gottes und der wahren Natur des Glaubens. Er beleuchtet die Missverständnisse der Jünger und die tiefere Bedeutung von Jesu Worten über das Reich Gottes und die Ehe. Die Predigt ermutigt dazu, sich von egoistischen Ambitionen zu lösen und stattdessen demütig und dienstbereit zu sein.
Gott auf (m)einer Seite: Markus 9:30-10:6
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: MarkusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1046. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für alle Gedanken, Emotionen. Wir möchten bitten, dass du uns hilfst, dass wir so überdenken, dass wir die ganze Gnade und Kraft, dass wir sie auch wirklich in unserem Leben empfangen. Wir möchten dich bitten, dass du allen Unglauben aus unserem Herzen herausreißt wie Unkraut und dass du uns echten, biblischen, lebendigen, kraftvollen Glauben schenkst, denn du allein geben kannst. Wir wollen diesen Glauben nutzen, trainieren, ausprobieren, damit er immer stärker wird durch deine Gnade. Möchte dich bitten, dass du uns heute hilfst, dein Wort zu verstehen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:29] Wir sind in Markus Kapitel 9. Jesus hat einen Besessenen Knaben geheilt und dem Vater deutlich gemacht, dass, wenn er glauben kann, er alle Dinge möglich sind. Der Vater hat ihn gebeten, dass Jesus ihm hilft, von dem Unglauben loszukommen. Und die Jünger haben sich gewundert, warum sie selbst nicht diesen Knaben heilen konnten. Und Jesus zeigt ihnen, dass es wichtig ist, dass, wenn man in so einer Situation ist, man wirklich von ganzem Herzen, dargestellt durch Gebet und Fasten, von ganzem Herzen sich auf Gott verlässt und nicht auf eigene Kraft und Stärke.
[2:12] Wir sind weiterhin Vers 30. Und sie gingen von dort weg und zogen durch Galiläa, und er wollte nicht, dass es jemand erfuhr. In dieser Zeit hat Jesus sich sehr zurückgezogen, weil er besonders viel Zeit auch mit seinen Jüngern verbringen wollte. Das war das letzte Jahr vor der Kreuzigung, und er hatte ihnen noch vieles beizubringen. Denn er lehrte seine Jünger, sprach zu ihnen: Der Sohn des Menschen wird in die Hände der Menschen ausgeliefert, und sie werden ihn töten. Und nachdem er getötet worden ist, wird er am dritten Tag auferstanden sein. Sie aber verstanden das Wort nicht und fürchteten sich, ihn zu fragen. Immer wieder versucht Jesus seine Jünger darauf vorzubereiten, welche Krisen in ihrem Leben kommen würden. Sie haben sich begriffen, aber hier sehen wir auch, dass sie sich nicht getraut haben, Jesus zu fragen. Wir sollten uns niemals fürchten, die Fragen, die wir haben, auch wenn wir vielleicht denken, dass es dumme Fragen sind, die Fragen, die wir haben, Jesus zu stellen.
[3:08] Und er kam nach Kapernaum. Und als er zu Hause angelangt war, fragte er sie: Was habt ihr unterwegs miteinander verhandelt? Sie verschwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander verhandelt, wer der Größte sei. Ist es nicht interessant, dass sie sich gefürchtet haben, Jesus zu fragen, was es bedeutet, was er gesagt hat? Aber gleichzeitig hatten sie die Zeit, untereinander darüber zu streiten, wer der Größte unter ihnen gewesen ist. Jesus kannte ihre Gedanken, und Jesus kennt unsere Gedanken, und er weiß auch, wann wir vielleicht uns mit anderen verglichen haben und nach dem höchsten Posten gestrebt haben, die höchsten Positionen. Und er setzte sich und rief die Zwölf und sprach zu ihnen: Wenn jemand der Erste sein will, so sei er von allen der Letzte und der Diener. So funktioniert das Reich Gottes. Und er nahm ein Kind und stellte es mitten unter sie. Und nachdem er es in die Arme genommen hatte, sprach er zu ihnen: Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf. Und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.
[4:09] Johannes aber antwortete ihm und sprach: Meister, wir sahen einen, der uns nicht nachfolgt, in deinem Namen Dämonen austreiben, und wir wehrten es ihm, weil er uns nicht nachfolgt. Diese Gespräche waren immer eine Gelegenheit für die Jünger, Fragen zu stellen und Korrektur zu empfangen über die Art und Weise, wie sie das Evangelium weitergegeben haben. Und auch wir dürfen, wenn wir Dinge in der Gemeinde Gottes durchgeführt haben, gesagt haben, gemacht haben, dürfen wir immer wieder zu Jesus gehen und fragen, ob das so richtig gewesen ist oder ob wir Korrektur brauchen in der Art und Weise, wie wir auch mit anderen Menschen umgehen.
[4:47] Jesus aber sprach: Wehrt es ihm nicht, denn niemand, der in meinem Namen ein Wunder tut, wird mich bald darauf schmähen können. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. Johannes war der Meinung, dass man niemandem erlauben sollte, für Jesus zu wirken, außerhalb der Organisation, die Jesus selbst gestiftet hat. Und das zeigt einen exklusiven Geist, vor dem uns heute auch hüten müssen. Wir müssen uns vor einem unabhängigen Geist hüten, wo jeder nur tun und lassen will, was er will, und sich nicht dem organisierten Werk unterordnen möchte. Aber wir dürfen uns gleichzeitig, müssen uns gleichzeitig hüten vor einem Geist, wo wir alles kontrollieren wollen und alles, was nicht unter unsere Kontrolle ist, menschlich gesehen, verdammen. Auch das hindert das Werk Gottes.
[5:33] Denn wer euch einen Becher Wasser in meinem Namen zu trinken gibt, weil ihr Christus angehört, wahrlich, ich sage euch, ihm wird sein Lohn nicht ausbleiben. Wer bei einem der Kleinen, die an mich glauben, Anstoß zu Sünde gibt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein um seinen Hals gelegt und ins Meer geworfen würde. Und wenn deine Hand für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue sie ab. Es ist besser für dich, dass du als Lahmer in das Leben eingehst, als dass du beide Hände hast und in die Hölle fährst, in das unauslöschliche Feuer, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt. Und wenn dein Fuß für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue ihn ab. Es ist besser für dich, dass du lahm in das Leben eingehst, als dass du beide Füße hast und in die Hölle geworfen wirst, denn das unauslöschliche Feuer, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt. Und wenn dein Auge für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so reiß es aus. Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Reich Gottes eingehst, als dass du zwei Augen hast und in das höllische Feuer geworfen wirst, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht.
[6:32] Viele stellen sich die Frage, was hier genau gemeint ist. Nun, hier spricht es offensichtlich nicht von einer Hölle, in der Menschen nach dem Tod kommen, wo sie dann als Seele gequält werden. Nein, nein, nein. Hier spricht es von einem hellen Feuer, das ein Mensch in seinem Körper erlebt, und damit von dem Feuer, das nach den tausend Jahren vom Himmel auf die Menschen, die gegen Gott rebelliert haben und sich nicht bekehren lassen wollen, fallen wird. Diese Formulierung "ihr Wurm, der nicht stört, und das Feuer nicht erlischt" ist eine Formulierung, die zurückverweist auf die letzten Verse in Jesaja 66. Ihr könnt das mal nachlesen, dort werden die Gottlosen beschrieben, ebenfalls, die am Ende der Zeit verloren gehen und die dann vernichtet werden und auf deren Staub eine bildliche, metaphorische Sprache auf deren Staub dann die Erlösten auf der neuen Erde gehen werden. Das heißt, hier sehen wir ganz deutlich, dass Jesus eine Metapher verwendet, die im Originalkontext tatsächlich bedeutet, dass die Gottlosen nicht ewig lang gequält werden, sondern dass sie vernichtet werden.
[7:42] Denn jeder muss mit Feuer gesalzen werden, wie jedes Opfer mit Salz gesalzen wird. Das Salz ist etwas Gutes. Wenn aber das Salz kraftlos ist, womit wollt ihr es würzen? Habt Salz in euch und haltet Frieden miteinander. Interessant ist, als Jesus hier offensichtlich immer wieder auch Dinge aufgegriffen hat, die er schon an anderer Stelle gepredigt hat, zum Beispiel hier einige Aussagen, die wir schon aus der Bergpredigt kennen. Jesus hat also immer wieder auch wichtige Gedanken wiederholt, weil er woanders gewesen ist, wo die Menschen diese Botschaft nicht gehört haben, aber auch natürlich, weil seine Jünger viele Dinge mehrmals hören mussten, um sie wirklich zu verstehen. Und auch wir sollten wichtige Dinge immer und immer wiederholen, um besser zu verstehen, was sie eigentlich wirklich bedeuten.
[8:22] Und er braucht auch von dort und kam durch das Land jenseits des Jordan in das Gebiet von Judäa. Und wieder kamen die Volksmenge zu ihm, und er lehrte sie wieder, wie es gewohnt war. Und die Pharisäer traten hinzu und fragten ihn, um ihn zu versuchen: Ist es einem Mann erlaubt, seine Frau zu entlassen? Er antwortete und sprach zu ihnen: Was hat euch also geboten? Sie sprachen: Mose erlaubt einen Scheidebrief zu schreiben und seine Frau zu entlassen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wegen der Härte eures Herzens hat euch dieses Gebot geschrieben. Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau erschaffen. Jesus zeigt ganz deutlich, dass es einen Plan A gegeben hat, der sich in der Schöpfung manifestiert, und dass dann aufgrund der Sünde der Menschen und der vielfältigen erfolgenden auch regulierenden Gesetze notwendig waren, wenn ein Mensch sich scheiden lassen wollte. Weil darum geht es in der Gesetzgebung von Mose, dass dann die Frau nicht völlig rechtlos ist. Auch dieses Gebot von Mose war kein keine Aufforderung, sie scheiden zu lassen, sondern nur ein Schutz im Falle dieses sündigen Verhaltens des Scheins der Frau, noch einen Schutz zu geben. Aber Jesus hat ein noch weiterführendes Ziel. Er möchte, dass wir als Gläubige wieder zurückkehren zu dem Ideal, zurückkehren zu dem, was Gott ursprünglich für uns gedacht hat.
[9:43] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du weißt, wie oft wir uns auch in unserem Leben mit anderen vergleichen. Wie oft wir die höchste Position haben wollen. Wie oft wir alles kontrollieren und bestimmen wollen. Vergib das, ja, dein Reich besser verstehen, Silvester verstehen, wie du arbeitest und wie du bist, damit wir auch in unserem Alltag echte Repräsentanten deines Reiches sind, wo der Oberste der Diener von allen ist. Aber Dank, dass du das nicht nur zeigst, sondern auch dazu befähigen möchtest.
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