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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ behandelt Christopher Kramp Matthäus 10:37-11:20. Er beleuchtet die Bedeutung, Jesus als oberste Priorität im Leben zu sehen, selbst wenn dies bedeutet, familiäre Bindungen zurückzustellen. Weiterhin wird die Rolle von Johannes dem Täufer und seine Zweifel angesprochen, sowie Jesu Antwort darauf durch die Demonstration seiner Heilungswerke. Abschließend wird die Haltung der Menschen gegenüber Johannes und Jesus thematisiert und die Weisheit Gottes in Christus hervorgehoben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Matthäus Kapitel 10. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass auch heute an diesem Tag Jesus für uns eintritt, dass er sich zu uns bekennt und erneut deutlich macht, dass er für uns gestorben ist und sich so sehr wünscht, sie einmal bei ihm sind. Und deswegen möchten auch wir uns zu dir bekennen, zu Jesus bekennen und ihm heute an diesem Tag folgen, egal was der Tag bringen mag. Wir möchten dich bitten, dass du uns ausrüstest mit deinem Wort, dass wir verstehen, was für uns heute wichtig ist, dass sie Jesus durch dieses Wort entspricht, dass der Heilige Geist unsere Herzen erfüllt und dass wir verstehen, wie wir Jesus bezeugen können in unserem Alltag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:40] Wir sind im Matthäus Kapitel 10. Jesus, der seine Jünger aussendet, seine zwölf Apostel und ihnen praktische Ratschläge gibt. Bereitet sie auch darauf vor, dass sie Widerstand erleiden werden und sagt ihnen, dass sie auch angesichts von Verfolgung sich zu Jesus bekennen sollen, weil auch Jesus sich im Gericht zu ihnen bekennen wird. Und er zeigt ihnen, dass die Botschaft des Evangeliums nicht überall auf Gegenliebe stoßen wird, nicht überall auf Begeisterung stoßen wird, sondern auch Kämpfe bis in die eigene Familie hineinzeugen wird. Wir lesen weiter in Matthäus 10, und dort Vers 37: „Wer aber Verzeihung, der Vater oder die Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.“ Wer das Evangelium weitergeben möchte, wer Jesus nachfolgen möchte, wer mit Jesus leben möchte, der muss Jesus als die oberste Priorität haben, als die eine, die echte Priorität. Es gibt ja eigentlich, dem ursprünglichen Wort nach, nur eine Priorität. Die Mehrzahl „Prioritäten“ ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Wir sollen Vater und Mutter ehren, das sagt sogar Jesus selbst im fünften Gebot. Aber niemand, nicht einmal unsere Eltern, nicht unsere Kinder, darf uns wichtiger sein als Jesus. Denn niemand kann uns ewiges Leben geben, niemand kann uns von unseren Sünden befreien, niemand kann uns mit dem Heiligen Geist erfüllen, außer Jesus. Und deswegen, wenn selbst Menschen, die uns extrem nahestehen, sich gegen uns wenden, weil wir Jesus folgen, dann ist es entscheidend, dass wir keinen Menschen, nichts auf dieser Welt, auch keine andere Sache, für so wichtig achten, dass wir Jesus und seinen Auftrag an die zweite Stelle schieben.

[4:01] „Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert.“ Wenn man ein Mensch sah, der sein Kreuz trug, heute tragen Menschen das Kreuz als Schmuckstück, und ich glaube, sie verstehen gar nicht genau, was sie da tun. Wenn in alter Zeit zur Zeit der Römer ein Mensch sein Kreuz trug, dann wusste man, dieser Mensch wird bald sterben.

[4:31] Wir können das Evangelium von der Selbsterniedrigung und Selbstaufopferung Jesu nur wirksam verkündigen, wenn wir auch bereit sind, unsere eigenen Ambitionen, unser eigenes Ego auf den Altar zu legen, dass wir bereit sind, uns im eigenen Ich abzusterben, damit Gott uns füllen kann und uns einen echten Selbstwert geben kann, der nicht aus einem egoistischen Denken heraus entsteht, sondern aus dem geliebt sein und wertgeschätzt sein von jemandem, der alles von uns gegeben hat.

[5:10] „Und wer sein Leben findet, dann wird es verlieren. Und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden.“ Selbst das Leben, unser eigenes Leben, darf uns nicht wichtiger sein als Jesus. Deswegen heißt es in Offenbarung 12, Vers 11: „Dass die Gläubigen ihr Leben nicht geliebt haben bis in den Tod.“ Das bedeutet nicht mehr geliebt haben als Jesus.

[5:41] „Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf. Und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, der wird den Lohn eines Propheten empfangen. Und wer einen Gerechten aufnimmt, weil er gerecht ist, der wird den Lohn eines Gerechten empfangen. Und wer einen dieser Geringen auch nur einen Becher mit kaltem Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, weil ich sage euch, der wird seinen Lohn nicht verlieren.“ Wenn wir unterwegs sind, dürfen wir wissen, dass Jesus bei uns ist. Wenn wir für Jesus arbeiten, wenn wir das Evangelium weitergeben wollen, dann ist Jesus bei uns. Und wer uns aufnimmt, nimmt auch Jesus auf. Andersrum gesagt: Wer gegen uns dann kämpft, kämpft in Wirklichkeit nicht gegen uns, sondern gegen Jesus, gegen das Evangelium, gegen Gott selbst.

[6:27] Und es geschah, als Jesus die Befehle an seine zwölf Jünger vollendet hatte, zog er von dort weg, um in ihren Städten zu lehren und zu verkündigen. Als aber Johannes im Gefängnis von den Werken des Christus hörte, sandte er zwei seiner Jünger und man liest ihm sagen: „Bist du derjenige, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?“ Johannes saß seit etlichen Monaten im Gefängnis. Er war ja ungefähr zu der Zeit ins Gefängnis gekommen, als Jesus in Johannes 5, werden wir das noch lesen, vor den Sande drin gestellt worden war, weil er den Gelähmten am Teich Bethesda geheilt hatte. Und fast die gesamte Zeit seines Dienstes von Jesus in Galiläa war Johannes in dieser Festung eingekehrt. Und er hat sehr darauf gehofft, dass Jesus sich jetzt als Messias zeigt. Und obwohl Johannes ein sehr viel geistliches Verständnis gehabt hat von dem, was der Messias tun sollte, war auch er nicht ganz frei von dem traditionellen Denken, dass der Messias am Ende natürlich doch die Römer vertreiben wird. Und dann sehen wir, wie stark politisches Denken unser unsere Bibel unter der Zion trüben kann, selbst wenn wir so geistlich sind wie Johannes der Täufer und im Gefängnis kommen im Zweifel. Sollte der Messias nicht die Gefangenen frei machen? Hat sollte Jesus ihn nicht vielleicht aus dem Gefängnis befreien? Und so fragte: „Bist du ja das, oder warten wir auf jemand anders noch, der uns alle befreit?“

[8:09] Und Jesus antwortet und sprach zu ihnen: „Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr hört und seht: Blinde werden sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote werden auferweckt und Armen wird das Evangelium verkündigt.“ Jesus bezieht sich hier explizit auf Jesaja 61, Vers 1, wo es heißt, dass der Geist des Herrn auf mir ist, weil er mich gesalbt hat, den Armen Botschaft zu predigen und beschrieben, wie der Messias den Menschen helfen wird, die zerbrochenen Herzen heilen wird, wie er die Gefangenen befreien wird. Aber Jesus hat das nicht nur gesagt, er wollte, dass die Abgesandten des Johannes ist mit ihren eigenen Augen sehen halt, die Heilungen sollten zeigen, dass Jesus die exakte, buchstäbliche Erfüllung der Messias-Prophezeiung, was Jesaja 61, das eins und folgende ist.

[9:01] „Und glückselig ist, also glücklich ist, wer nicht Anstoß nimmt an mir.“ Ein ganz feiner, eine feine Korrektur, die dem Johannes sagen soll: Glaube mir, schau genau, was die Bibel sagt, schau, was ich tue. Und wenn das übereinstimmt, dann lass nicht traditionelle Vorstellungen, lieb gewonnene Lieblingsideen, dich daran hindern, mir völlig zu vertrauen.

[9:29] Als aber diese unterwegs waren, fingen Jesus an zu der Volksmenge über Johannes zu reden: „Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen zu sehen? Ein Rohr, das vom Wind bewegt wird?“ Vielleicht haben einige Leute aufgrund dieser zweifelnden Frage angefangen, Johannes nicht mehr so zu betrachten wie vorher. Und Jesus will ganz deutlich machen, dass Johannes ein bedeutender Prophet gewesen ist. Und obwohl er hier einen einen eingerungen hat, ein Zweifel gehabt hat, hat Jesus sie nicht verachtet. Jesus hat ihn nicht einfach als wertlos beiseite geschoben. Er hat ihn korrigiert und dann vor anderen gezeigt, was für ein wertvoller Mitarbeiter Johannes gewesen ist. Das zeigt uns, wie Jesus mit uns umgeht. Er korrigiert uns, aber haut uns nicht vor anderen in die Pfanne. Nein, er sieht, was Gott unserem Leben getan hat und hebt das auch deutlich hervor. Und das finde ich sehr ermutigend und sehr tröstlich zu sehen, wie Jesus hier auch dem Johannes, der ins Wanken geraten war, aufgeholfen hat und dann den Menschen gezeigt hat, dass er den Johannes nichts geringschätzig beachtet oder nicht verwirft.

[10:39] „Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Menschen mit welch weichen Kleidern bekleidet? Siehe, die, welche weiche Kleider tragen, sind in den Häusern der Könige.“ Oder was hat er hinausgegangen zu sehen? Ein Propheten? Ja, ich sage euch, einen, der mehr ist als ein Prophet. Er sagt: „Ihr wisst ganz genau, Johannes der Täufer war nicht einfach der, der ständig ins Wanken geraten ist. Er war ein ein treuer und und und felsenfest auf dem Wort Gottes stehender Prophet. Wenn er dann doch einmal ins Wagen gerät, dann zeigt, dass die Schwäche der menschlichen Natur, so wie auch bei Elia, der ja ein Typus auch auf Johannes den Täufer gewesen ist. Aber das einmalige Wanken hier von Johannes sollte nicht zeigen, dass das Evangelium keine Wirkung in seinem Leben gehabt hat. Ganz im Gegenteil.

[11:24] Jesus betont, wie sehr Johannes geglaubt hat. Und mir fällt ein Fest der großen Schwierigkeiten für Gott gehört hat, denn dieser ist von dem geschrieben ist: „Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg von dir bereiten soll.“ Jesus bestätigt: Johannes war eine prophetische Erfüllung. „Wahrlich, ich sage euch, unter denen, die von Frauen geboren sind, ist kein größerer aufgetreten als Johannes der Täufer. Doch der Kleinste im Reich der Himmel ist größer als er.“ In der gesamten Zeit, bevor Jesus als Messias gewirkt hat, gab es keinen größeren Propheten als Johannes den Täufer, der den Dienst Jesu direkt vorbereiten durfte. Aber er hat nichts von dem gesehen, richtig, was Jesus getan hat. Er war nicht dabei, als die Heilungen geschehen sind in Galiläa. Und deswegen ist der Kleinste, der all die Dinge tatsächlich gesehen hat, erlebt hat, anfassen konnte, noch größer als Johannes der Täufer. In diesem Sinne aber, von den Tagen Johannes des Täufers an bis jetzt, leidet das Reich der Himmel Gewalt, und die, welche Gewalt anwenden, reißt es an sich. Die Idee ist, dass wir es von ganzem Herzen haben wollen, dass wir mit so viel wie Jakob Jesus festgehalten hat und gesagt: „Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich.“ So werden Menschen gerettet. Das war die Botschaft von Johannes dem Täufer: Umkehr von ganzem Herzen, festhalten unter allen Umständen Jesus, an dem, der allein vergeben kann. Und dass die Botschaft von Jesus selbst, wenn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis hin zu Johannes, und wenn ihr es annehmen wollt: Er ist der Elia, der kommen soll, der in Maleachi am Ende des Buches verheißen worden ist. Wir wissen, dass diese Verheißung eine doppelte Füllung haben wird, dass auch in der Endzeit eine Elia-Bewegung das gleiche tun wird, was auch Johannes der Täufer getan hat, nämlich das Kommen des Messias vorzubereiten, damals auf das erste Kommen Jesu bezogen, heute auf die Wiederkunft Jesu bezogen.

[13:31] „Wer Ohren hat zu hören, der höre.“ Jesus bekennt sich hier zu dieser prophetischen Bewegung, Johannes der Täufer, sozusagen auch, wenn diese einmal aufgrund äußerster Not ins Wanken geraten ist. Das heißt, wenn wir treu zu Jesus stehen, wenn wir furchtlos das Evangelium verkündigen und uns nicht von allen möglichen Umständen biegen lassen, dann bekennt sich Jesus auch zu seiner prophetischen Endzeitbotschaft, auch wenn wir mal unter äußerster Not in Franken geraten und Kraft und Korrektur von Jesus benötigen.

[14:10] „Wem soll ich aber dieses Geschlecht vergleichen? Es ist Kindern gleich, die an den Marktplätzen sitzen und ihren Freunden zurufen und sprechen: Wir haben euch aufgespielt, gesungen und ihr habt nicht geweint. Denn Johannes ist gekommen, der aß und nicht und trank nicht, da sagen sie: Er hat ein Dämon. Der Sohn des Menschen gekommen, der ist und trinkt, das sagen sie: Wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder? Und doch ist die Weisheit gerechtfertigt worden von ihren Kindern.“

[14:36] Jesus macht deutlich, diesem nicht ganz so einfach zu verstehenden Abschnitt, dass Gott verschiedene Dinge benutzt hat, verschiedene Wege gesucht hat, um die Pharisäer und die Menschen Israels zu der Zeit zu erreichen. Das Bild ist verwendet, bedeutet, wenn man singt, aber nicht geweint wird, und wenn man fröhliche Lieder spielt, aber nicht getanzt wird, dann sind diejenigen, die eigentlich diese Botschaften, diese Lieder hören und empfänglich für das Wesen und Charakter dieser Musik. Und genau das ist mit den Juden zur Zeit von Jesus, mit vielen von ihnen passiert. Da kam Johannes der Täufer und der braucht eine sehr ernste Botschaft, und aber diese Ernsthaftigkeit wurde abgelehnt und sie wurde als Fanatismus beschrieben. Und dann kam Jesus, der einen anderen Stil hat, Johannes an den Tag legt, dieselbe Botschaft predigte, aber in anderen Stil an den Tag lebte und dessen Freundlichkeit und soziale Miteinander interpretiert worden ist als liberale Kompromisse mit der Sünde. Und dann zeigt sich, man konnte es den Pharisäern gar nicht recht machen, egal welchen Weg Gott wählt, er wurde immer abgelehnt. Und das zeigt, dass das Problem nicht der Stil von den ganzen Täufer, der Stil von Jesus war. Das Problem war die Sünde im Herzen jeder Schriftgelehrten und jeder, die Jesus ablehnten. Aber alle, die die Weisheit Gottes in Christus angenommen haben, haben bestätigt, dass Gott alles gegeben hat, was er konnte.

[16:19] Da fing er an, die Städte zu schelten, in denen die meisten seiner Wundertaten geschehen waren, weil sie nicht Buße getan hatten. Lasst uns gemeinsam beten.

[16:27] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du uns nicht verwirfst, wenn unser Glaube einmal ins Wanken kommt, dass du uns nicht als nutzlos beiseite schiebst, wenn wir überwältigt werden von Sorgen und von Zweifel, sondern dass wir in einer solchen Situation uns an Jesus wenden dürfen, dass Jesus uns taktvoll korrigiert und neu daran erinnert, was er alles tut und dadurch im Glauben bestärkt. Danke, dass Jesus für uns einsteht und auch all das sieht und weiß, was wir durch seine Kraft in seinem Leben erleben durften, zu deiner Ehre. Und dafür danken wir dir, dass du uns nicht aufgibst, sondern für uns da bist. Im Namen Jesu. Amen.


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