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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Matthäus 11:21-12:16 ein und beleuchtet die Kritik Jesu an unbußfertigen Städten sowie seine Auseinandersetzung mit den Pharisäern bezüglich des Sabbats. Er erklärt, wie Jesus die wahre Bedeutung von Barmherzigkeit und die Bedeutung der Erkenntnis Gottes durch ihn hervorhebt. Die Botschaft betont, dass wahre Erhöhung durch Jesus kommt und dass wir unsere Lasten nicht alleine tragen müssen, sondern in Gemeinschaft mit ihm Ruhe finden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 1.5. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass dein Wort Kraft hat, dass es uns entspricht und dass es uns im Alltag hilft, den richtigen Weg zu gehen mit Jesus zusammen. Wir möchten dich bitten, dass du auch jetzt durch dein Wort unsere Herzen erreichst, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass, wenn wir vielleicht heute mit Zweifeln zu kämpfen haben, wenn wir überwältigt sind von Umständen, weil wir nicht verstehen, warum du vielleicht nicht eingreifst, dass wir heute gestärkt werden, unsere Augen neu auf Jesus gerichtet werden und wir mit ihm sicher durch den Alltag gehen können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:28] Wir sind in Matthäus Kapitel 11. Jesus beginnt die Städte zu tadeln, in denen er ganz besonders viel in Galiläa gewirkt hat, in denen er viel gepredigt hat und besonders viele Heilungswunder getan hat. Wir lesen ab Vers 21: „Wehe dir, Korazin! Wehe dir, Betsida! Denn wenn in Tyrus und Sidon die Wundertaten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, so hätten sie längst in Sack und Asche Buße getan.“ Mit Zidon gab es zu der Zeit immer noch, das waren große Handelsstädte der Phönizier, also im Prinzip der Kanaaniter. Und Jesus sagt, wenn ich nicht hier gewirkt hätte, sondern in Tyrus und Sidon, dann wäre es bereits eine gewaltige Erweckung und Reformation, echte Umkehr, wie sie hier in der Zeit am Tag des Gerichts als euch daran sieht. Man, dass Gott nicht einfach nur Sünden nebeneinander stellt, sondern auch betrachtet und mit bedenkt, wie viel Licht einem ein Mensch gehabt hat, was er gewusst hat und verstanden hat, weil das offenbart dann, wie viel Rebellion hinter seiner Sünde tatsächlich auch steckt und wie viel Ablehnung des einzigen Heilmittels, nämlich des Evangeliums.

[3:12] Und du, Kapernaum, du bis zum Himmel erhöht worden bist, du wirst bis zum Totenreich hinabgeworfen werden. Denn wenn in Sodom die Wundertaten geschehen wären, die bei dir geschehen sind, es würde noch heutzutage stehen. Was für ein bemerkenswerter, erstaunlicher Vers. Kapernaum ist bis zum Himmel erhöht worden durch die Gegenwart Jesu. Menschen suchen nach Erhöhung, sie wollen sich selbst erhöhen. Und doch gibt es nur eine echte Erhöhung. Die Menschen damals, nach der sie sich sehnten, zum Himmel im Vorsteigen, was ist gescheitert. Aber es gibt eine Möglichkeit, wie wir bis zum Himmel emporgehoben werden können, durch die Gegenwart Jesu in unserem Leben und durch seine Wunder, die in unserem Leben geschehen. Aber das muss zu einer echten Buße, zu einer echten Umkehr führen. Jesus sagt: „So, Sodom und Gomorra, die berühmten gottlosen Städte, die vernichtet worden sind durch Feuer, wären nicht durch Feuer vernichtet worden, wenn sie Jesus in ihrer Mitte gehabt hätten.“ Sie hätten sich bekehrt. Doch ich sage euch, es wird im Land Sodom und Gomorra am Tag des Gerichts erträglicher gehen als dir. Das zeigt uns auch wiederum, dass das Feuer, das auf Sodom und Gomorra fiel, noch nicht das eigentliche Gericht war, sondern nur eine Vorschattung des Gerichts, ein Beispiel, das uns zeigen sollte, dass Gott gerecht hält und wir Gericht hält. Aber auch die Menschen von Sodom und Gomorra werden noch die gerechte Strafe für ihre Sünde erhalten.

[4:54] Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen du offenbart hast.“ Das Evangelium wird nicht durch ein Theologiestudium erkannt. Das Evangelium wird nicht durch Philosophie oder durch hohe denkerische Leistung erkannt, sondern es wird offenbart. Und oftmals ist es sogar so, dass die Menschen, die besonders intellektuell sind, ihre eigene Intelligenz als einen Riegel vor ihr Denken schieben, damit sie ja nicht anerkennen müssen, dass sie hilflos sind und das Evangelium brauchen. Aber Gott spricht zu jedem einfachen Menschen. Für Gott ist Intelligenz oder Wissen kein Thema. Ja, er hat uns Intelligenz geschenkt, er hat uns, er möchte, dass wir uns Intelligenz auch benutzen. Aber das Evangelium ist vollkommen unabhängig davon, wie viel ich weiß oder wie klug ich bin. Ja, Vater, denn so ist es wohl gefährlich gewesen von dir. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater, und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn, und der, welche der Sohn es offenbaren will. Wir können Gott nicht durch Spekulation erkennen, nicht durch Naturwissenschaft, nicht durch Philosophie, nicht durch theologische Studien, sondern allein durch Jesus Christus. Es gibt nämlich viele Theologen, die haben jedes nicht es gibt viele, die haben Jesus, aber sind nicht theologisch ausgebildet. Der Preist jeden Psychologen, der wie Paulus Jesus folgt, denn dann hat er eine besondere Kraft und eine besondere Fähigkeit, besonders viele Talente, die einsetzen kann für Jesus. Aber Gott erkennen geht nur und ausschließlich über Jesus. Und die wichtige Frage in unserem Leben ist nicht, wie viel weiß ich, wie viele Bücher habe ich gelesen. Ich rede doch zu mir. Die Frage ist: Kenne ich Jesus? Kenne ich Jesus und darf Jesus mein Leben bestimmen? Ich möchte mich neu dafür entscheiden, denn es heißt jetzt, seit Vers 28: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken.“

[6:58] Belebe. Jesus lädt wie viel Menschen einzukommen, alle, egal ob klug oder nicht so klug, egal ob studiert oder ohne Grundschulabschluss, egal welcher Hautfarbe, welcher Kultur, welchen Alters. Erlebt alle ein, alle können zu ihm kommen. Niemand soll ausgeschlossen werden. Das Evangelium ist nicht für eine Elite, nicht für einen kleinen Kreis, nicht für Eingeweihte, sondern für jeden. Und wir sollen das Evangelium auch allen Menschen zeigen. Jesus möchte jedem von uns, der die Last der Sünde trägt, neues Leben schenken. „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ Jesus nimmt uns die Lasten, Sünden und gibt uns eine andere Würde, eine Würde, die nicht schwer ist, eine Würde, die uns nicht zerbrechen lässt, nämlich die Bürde für ihn und mit ihm zu arbeiten. Das ist eine Bürde, die er mit uns trägt und deswegen nie zu schwer werden kann. Das Problem, warum wir manchmal im Werk Gottes so unter den Lasten zusammenzubrechen drohen, ist dann, wäre wahrscheinlich oft versuchen, die Lasten im Werk Gottes alleine zu tragen, ohne Jesus. Weil wir vielleicht versuchen, Gott etwas zu beweisen, und dann zerdrückt es uns, und wir zerbrechen darunter. Aber wir sind niemals aufgefordert, auch nur eine einzige Last im Werk Gottes alleine zu tragen. Wir sind immer aufgefordert, mit Jesus zusammenzuarbeiten, die Lasten mit ihm gemeinsam zu tragen. Wenn das tun, wenn sie Lasten mit Jesus gemeinsam tragen, dann gibt es immer jemand, der stark genug ist, die Lasten zu tragen, nämlich Jesus. Dann werden wir Ruhe finden für unsere Seelen.

[8:52] Und ich kann von ganzem Herzen sagen, aus meiner eigenen Erfahrung, es gibt nichts Schöneres, nichts Ruhigeres, als zu wissen, dass Jesus gerade mit einem zusammenarbeitet. Das gibt den echten Frieden, wo das sich jeder Mensch sehend, und wir dürfen alle Menschen sagen: Das ist die Antwort, auf die du gewartet hast. „Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“

[9:17] Zu jeder Zeit ging Jesus am Sabbat durch die Kornfelder. Seine Jünger aber waren hungrig und fingen an, Ähren abzustreifen und zu essen. Als aber die Pharisäer das sahen, sprachen sie zu ihm: „Siehe, deine Jünger tun, was am Sabbat zu tun nicht erlaubt ist.“ Er sagte zu ihnen: „Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als er und seine Gefährten hungrig waren? Wir das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote aß, welche weder er noch seine Gefährten essen durften, sondern allein die Priester. Und habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen und doch ohne Schuld sind? Ich sage euch, aber hier ist einer, der größer ist als der Tempel.“ Man sich selbst. Jesus ist von größerer Heiligkeit als der Tempel. „Wenn ihr aber wüsstet, was das heißt: ‚Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer‘, so hättet ihr nicht die Unschuldigen verurteilt. Denn der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat.“

[10:06] Die Pharisäer haben den Sabbat falsch interpretiert, als etwas, was man als Leistung vor Gott bringen kann. Aber Gott hat kein Interesse an Opfern, die als Leistung gemacht werden. Er hat Interesse an Barmherzigkeit. Sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erleben. Weil das Opfer Jesu drückte die Barmherzigkeit Gottes aus. Und jedes tatsächlich ob er das gemacht werden sollte, sollte er diese Barmherzigkeit Gottes reflektieren. Ein Mensch, der also unbarmherzig andere kritisiert und attackiert und dabei vielleicht noch ein religiöses Gesicht aufsetzt, das Wesen des Evangeliums nicht verstanden.

[10:56] Jesus als der Sohn des Menschen, wie in Daniel 7 beschrieben wird, ist der Herr über alle Menschen, der König der Könige, Herr der Herren. Und weil der Sabbat für alle Menschen gegeben worden ist, ist Jesus auch der Herr über den Sabbat. Weil der Sabbat nicht nur für eine kleine Gruppe Menschen ist, sondern für alle Menschen dieser Welt.

[11:23] Und er ging von dort weiter und kam in ihre Synagoge. Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: „Darf man am Sabbat heilen?“ Wir sehen also, wir hier Matthäus jetzt Geschichten zusammen gruppiert, dieses Thema vom Sabbat ansprechen, damit sie verklagen können. Wir sehen also, dass sie religiöse Fragen mit einem Hintergedanken gestellt worden sind, die wollten gegen Jesus arbeiten. Und so manche Streitfrage unserer Zeit ist eigentlich nur gegen Jesus gerichtet.

[11:54] Und er sprach zu ihnen: „Welcher Mensch unter euch, der ein Schaf hat, wenn es am Sabbat in eine Grube fällt, es nicht ergreifend herauszieht? Wie viel mehr ist ein Mensch wert als ein Schaf? Darum darf man am Sabbat wohl Gutes tun.“ Das Evangelium erhöht den Wert eines Menschen. Die falsche Religion, die wächst Gerechtigkeit, erniedrigt den Menschen so sehr, dass die Pharisäer sogar bereit gewesen wären, ein Schaf besser zu behandeln als einen Menschen. Aber dass sie selbst Menschen sind, haben sie in ihrer Galerie, in ihrem engstirnigen Denken gar nicht gemerkt, wie sie sich selbst, obwohl sie sich selbst eigentlich erhöhen wollen, durch ihre Selbstgerechtigkeit, sich selbst eigentlich erniedrigt haben. Und das ist interessant: Wer sich versucht selbst zu erhöhen, der erniedrigt sich selbst. Während jemand, der sich selbst erniedrigt, wird von Gott erhöht werden.

[12:50] Dann sprach er zu dem Menschen: „Strecke deine Hand aus.“ Und er streckte sie aus, und sie wurde gesund wie die andere. Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten Rat gegen ihn, wie sie ihn umbringen können. Schon am Teich Bethesda in Johannes 5, das war etliche Monate zuvor, hatte die Heilung an einem Sabbat Jesus vor den Sande drin gebracht. Wir sehen hier, dass gerade das Thema vom Sabbat und das falsche Verständnis ist damals für die Juden ein Anstoß war und sie den Tod von Jesus planten.

[13:34] Wir dürfen kein falsches Verständnis vom Ruhetag haben. Zur Zeit von Jesus wurde dieser Tag mit menschlichen Traditionen überzogen und dann gegen Jesus verwandt. Am Ende der Zeit wird auch dieser Tag mit Menschen-Tradition, nämlich mit einem anderen Wochentag, überzogen. Die Idee eines Ruhetags wird dann auch wieder menschlich verdreht. Auch wenn dann ein anderer Wochentag eine Rolle spielen, nämlich der Sonntag, und dann wird auch dieses Thema dann wieder gegen Jesus und seine wahren Gläubigen verwendet werden. Die Geschichte wird sich im Prinzip wiederholen.

[14:14] Jesus aber zog sich von dort zurück, als er es bemerkte, und es folgte ihm eine große Länge nach. Und er heilte sie alle und er befahl ihnen, dass sie ihn nicht offenbar machen sollten.

[14:30] Lieber Vater im Himmel, wir möchten danke sagen, dass wir alle zu Jesus kommen können mit all unseren Sorgen, mit all unseren Lasten. Und dass Jesus uns neu belebt, dass wir Frieden bei ihm finden dürfen und mit ihm zusammen den Alltag gehen können, mit ihm zusammen arbeiten dürfen für dich, Herr. Gib, dass, egal was wir für dich tun, wir es niemals alleine tun, sondern mit Jesus zusammen, damit keine Last uns erdrückt, weil Jesus so stark ist, dass wir jede Last, die du uns auflegst, mit ihm gemeinsam bewältigen können. Danke für die Freude, mit Jesus zusammenarbeiten zu dürfen.


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