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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus Matthäus 12 und 13 geht Christopher Kramp auf die Bedeutung von Jona als Zeichen für Jesus ein und erklärt, warum die Menschen seiner Zeit, trotz vieler Wunder, Jesus nicht erkannten. Er beleuchtet die Gleichnisse Jesu, insbesondere das Gleichnis vom Sämann, und betont die Wichtigkeit, Gottes Wort nicht nur zu hören, sondern auch zu verstehen und danach zu handeln. Die Predigt fordert die Zuhörer auf, tiefer zu graben und die Botschaft Jesu nicht nur oberflächlich aufzunehmen, sondern sie wirklich zu verinnerlichen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 1007. Lasst uns gemeinsam beten.

Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass du stärker bist als der Satan, dass deine Kraft immer und unter allen Umständen ausreicht, um uns frei zu machen, um uns zu helfen, um uns zu erlösen, um uns neues Leben zu schenken. Du bist Sieger in diesem großen Kampf. Wir wollen uns heute an diesem Tag auf deine Seite, auf die Seite von Jesus stellen, der für uns eintritt, der den Sieg errungen hat. Und wir möchten dir folgen voller Vertrauen und danken wir für deine Gnade und für deinen Segen. Sprichst du durch dein Wort jetzt zu uns, ist unsere Bitte. Amen.

[1:39] Wir sind in Matthäus Kapitel 12. Etliche Schriftgelehrte sind zu Jesus gekommen und wollten ein Zeichen haben, obwohl sie ja schon so viele Heilungswunder gesehen haben. Und Jesus sagt ihnen, dass sie kein Zeichen sehen werden, außer das Zeichen des Jona. So wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war – wir kennen die Geschichte aus dem Buch Jona – so würde der Sohn des Menschen, also Jesus, drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein. Er deutet hier bereits seinen Tod und deine Auferstehung am dritten Tag an. Das ist das Zeichen, das entscheidende Zeichen, das zeigt, dass Jesus der Messias ist.

[2:30] Wir lesen weiterhin Vers 41: "Die Männer von Ninive werden im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und werden es verurteilen, denn sie taten Buße auf die Verkündigung des Jona hin." Und siehe, hier ist einer, der größer ist als Jona. Wir haben diesen Gedanken auch schon bei Bileam und Korach und Kaper umgesehen. Städte wie Zidon und Sidon und Tyrus und und so damit hätten sie das erlebt, was Jesus hier getan hat. Auch die Menschen von Ninive werden hier erwähnt, die Buße getan haben auf die Predigt von Jona, von einem Propheten, der gar nicht wollte, dass sie gerettet werden. Da waren Menschen, die hörten nur die reinen Fakten ohne jegliche Liebe, eine pure prophetische Botschaft. Anders formuliert: Da war nur Prophetie ohne Evangelium. So pur ist das ja gar nicht. Pure Prophetie ist ja voll Evangelium, aber das war nur Prophetie ohne Evangelium. Und trotzdem bekehrten sie sich. Was übrigens auch zeigt, dass selbst wenn ein Prediger lieblos die Wahrheit predigt, die Wahrheit trotzdem ihre Meriten hat, die wir annehmen sollen. Aber hier war jemand, der war größer als Jona. Hier war jemand, der nicht nur einfach Prophetie runterpredigte, weil es ein Auftrag war, sondern jemand, der ein Mitleid, ein tiefes Herz hatte für die Menschen. Gottes am Ende vom Buch Jona sagt er: "Sollte ich nicht Mitleid haben mit all diesen vielen Menschen und den Tieren?" Und hier ist jemand, der predigt sein Herz aus, der möchte unbedingt gerettet werden. Und trotzdem tun die Menschen nicht Buße.

[4:11] "Die Königin des Südens wird im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und wird es verurteilen, denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören." Und siehe, hier ist einer, der größer ist als Salomo. Salomo war ein – eine der weisesten Menschen überhaupt. Aber seine Weisheit war nichts im Vergleich zu der zu den ewigen Weisheit des Evangeliums. Die Bibel sagt, dass Salomo Weisheit hatte. Die Bibel sagt aber, der erste Vers 30, dass Jesus die Weisheit schlechthin ist. Er ist die Weisheit. Und als die Königin von Saba kam, da sagte sie: "Oh, wie glücklich sind deine Knechte, die die ganze Zeit vor dir stehen und deine Weisheit hören." Aber hier waren Menschen, die standen nicht die ganze Zeit vor Salomo, die standen vor Jesus und hörten sozusagen das ungefilterte Evangelium Gottes und glaubten doch nicht. Was für eine Katastrophe kann es sein, dass auch wir heute die Bibel vor uns haben, das ungefilterte Evangelium Gottes auf uns einwirkt, wir so viel Wahrheit verstanden haben wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit und trotzdem uns nicht bekehren wollen? Was soll Gott dann tun mit uns?

[5:23] Wenn aber der unreine Geist von den Menschen ausgefahren ist und so durchzieht er wasserlose Stätten und sucht Ruhe und findet sie nicht, dann spricht er: "Ich will in mein Haus zurückkehren, aus dem ich gegangen bin." Und wenn er kommt, findet er es leer, gesäubert und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die bösartiger sind als er, und sie ziehen ein und wohnen dort. Und es wird zuletzt mit diesem Menschen schlimmer als zuerst. So wird es auch sein mit diesem bösen Geschlecht. Es reicht nicht, dass Jesus uns befreit, wenn er da nicht in unserem Leben wohnen darf. Da geht's uns am Ende schlechter als zuvor. Es reicht nicht nur Vergebung zu bekommen, wir müssen auch erfüllt werden mit dem Gesetz Gottes. Jesus muss unserem Leben dauerhaft wohnen, in meinem Herzen, denn in deinem Herzen. Du hast bestimmt große Erfahrungen mit Gott gemacht, aber wohnt Jesus noch in deinem Herzen oder ist dein Herz mittlerweile leer? Weil dann wird früher oder später das Böse zurückkommen.

[6:22] Während er aber noch zu dem Volk redete, siehe, da stand seine Mutter und seine Brüder draußen und wollten mit ihm reden. Also, während das alles hier vor sich geht, dieses ganze Gespräch, nach dieser Heilung dieses Besessenen, der blind und stumm war, da kommen seine eigenen Familienangehörigen. Das macht einer zu ihm: "Siehe, deine Mutter und deine Brüder reden draußen, stehen draußen und wollen mit dir reden." Paulus berichtet, machen deutlich, dass sie nicht einfach nur Hallo sagen wollten und dass sie eigentlich den Eindruck hatten, Jesus überspannt den Bogen. Wir müssen ihn aus dem Verkehr ziehen, wir müssen ihn zur Vernunft rufen. Sie wollten sicherlich nicht aus bösen Motiven, aber aus völlig falsch verstanden und aus einem, mindestens für die Brüder von Jesus kann man das sagen, unbekehrten Herzen heraus. Zu dem Zeitpunkt wollten sie Jesu Wirken beschränken.

[7:16] Er antwortete und sprach zu dem, der es ihm sagte: "Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?" Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sprach: "Siehe, da meine Mutter und meine Brüder! Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter." Jesus hat seine leibliche Mutter nicht verachtet. Das sehen wir ganz deutlich am Kreuz, als er als eine quasi letzte Handlung sich darum gekümmert hat, dass seine Mutter versorgt wird und sein Lieblingsjünger, den er besonders liebte, weil er besonders eng mit ihm befreundet war, Johannes, sich um seine Mutter kümmern sollte. Jesus hat seine Mutter geliebt, das ist keine Frage. Aber er illustrierte das, was er vorher gelernt hat, dass nämlich selbst wenn unsere eigenen Eltern, unsere Kinder und unsere Geschwister sich daran machen, aus welchen Gründen auch immer, ob wissend oder unwissend, uns an der Verkündigung des Evangeliums, am Tun des Willens Gottes zu hindern, dann ist Gottes Wille immer die Priorität, auch über den Willen unserer engsten Familienangehörigen oder unserer besten Freunde.

[8:29] An jedem Tag aber ging Jesus aus dem See hinaus und setzte sich an den See. Es war ein ganz besonderer Tag in diesem Jahr in Galiläa, ganz bedeutend seit dem, was sie in fast 22 Kapitel 12 geschehen ist. Eine lange Rede, ein langes Gespräch, dann dieses Ereignis mit den Verwandten und dann geht er hinaus und setzt sich an den See. Und jetzt kommt noch einiges, was ebenfalls noch an diesem Tag hier geschehen ist. Und es versammelt sich eine große Volksmenge zu ihm, so dass er in das Schiff stieg und sich setzte, und alles Volk stand am Ufer. Das wäre eine gewöhnliche Strategie gewesen, bei der Bergpredigt ist er ausnahmsweise auf den Berg gestiegen, um zu zeigen, dass er hier eine Parallele zum Berg Sinai herstellen möchte. Aber normalerweise ist er, wenn zu viele Leute da waren, ist er auf ein Boot gegangen und ist dann etwas vom Ufer weg gerudert oder redete zu ihnen vieles in Gleichnissen.

[9:31] Übrigens, diese Idee, dass er sich letzte zeigt, dass er jetzt lehrt, so wie auch bei der Bergpredigt, das ist die Position des Lehrens im alten Judentum gewesen. Was wir jetzt vorfinden, ist die sogenannte Seepredigt, die von Matthäus am ausführlichsten berichtet wird und die eine ganze Reihe von interessanten Gleichnissen enthält. Denn Jesus beginnt hier in einem Maße, wie vorher kaum zuvor, systematisch die Menschen mit Gleichnissen, mit Illustrationen, mit dem Evangelium genauer vertraut zu machen.

[10:13] Wir lesen: "Siehe, der Seemann ging aus, um zu säen. Und als er säte, fiel vieles an den Weg, und die Vögel kamen und fraßen es auf. Anderes aber fiel auf den felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte, und es ging sogleich auf, weil es keine tiefe Erde hatte. Als aber die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte. Es anderes aber fiel zwischen die Dornen, und die Dornen wuchsen auf und erstickten es. Anderes aber fiel auf das gute Erdreich und brachte Frucht, etliches hundertfältig, etliches sechzigfältig und etliches dreißigfältig."

[10:43] "Wer Ohren hat zu hören, der höre!" Das Bild war den Menschen gut vertraut. Sie sahen vielleicht gerade während dieser Predigt Menschen, die an den angrenzenden Feldern den Samen, und sie kannten alle das Problem von Vögeln, die den Samen aufpicken. Sie kannten das Problem von Dornen und von Felsen im Boden. Was Sie vielleicht stutzig gemacht haben könnte, war die Erwähnung von hundertfältiger Ernte. Das war selbst im Alten Orient unerhört. Wir wissen aus dem alten Babylon, dass es dort zu frühen Zeiten, wo der Ertrag bis zur 30-fachen Ernte gegeben haben mag. Später, zur Zeit der Römer, waren die Erträge zwischen Italien meistens so beim vierfachen oder sechsfachen. Dass man hier schon ganz außergewöhnlich gute Erträge, ähnliches finden wir in 1. Mose 26, wo Gott durch ein besonderes Wunder eingreift und Isaak insbesondere ganz besonders segnet. Auch dort finden wir solche Zahlen wie hier. Das macht also deutlich, es geht nicht einfach nur um einen natürlichen Vorgang, sondern um einen Vorgang des besonderen Segens Gottes.

[11:53] "Der Ohren hat zu hören, der höre!" Offensichtlich steckt hier eine Botschaft in dem Gleichnis, die wir hören sollen, die der Heilige Geist uns vermitteln möchte. So wie in Offenbarung 3, 2 immer wieder steht: "Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt."

[12:12] Da traten die Jünger zu und sprachen zu ihm: "Warum redest du in Gleichnissen mit ihnen?" Das Geheimnis der Jünger war jetzt, dass sie zu Jesus kamen und ihn fragten. Er antwortete und sprach zu ihnen: "Weil es euch gegeben ist, die Geheimnisse des Reiches der Himmel zu verstehen. Jedem aber ist es nicht gegeben." Jesus predigte zu allen die gleichen, aber es waren seine Jünger, die dann noch mehr Zeit mit ihm verbrachten, die ihn fragten. Und wir werden auch sehen, dass sie ihn öfter gefragt haben, was ein Gleichnis bedeutet, und Jesus ihnen die Auslegung gegeben hat.

[12:41] Jesus hat also ein Gleichnis gesprochen in der Hoffnung, dass Menschen nachdenken und ihn weiter fragen. Aber manche gingen nach Hause und waren einfach zufrieden mit dem Gleichnis, das sie gehört hatten, und dachten, das war ja ganz nett. Aber wenn Jesus uns so entspricht, dann möchte er, dass er weiter forscht, dass wir weiter nachdenken, dass wir tiefer graben, dass wir genau hinhören. Deswegen auch in der Prophetie Symbolsprache, die uns dazu anleitet und anreizt, tiefer zu graben.

[13:09] "Denn wer da hat, dem wird gegeben werden und er wird Überfluss haben. Wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er hat. Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehen und doch nicht sehen, und hören und doch nicht hören und nicht verstehen." Und es wird an ihnen die Weissagung Jesajas erfüllt, welche lautet: "Mit den Ohren werdet ihr hören und nicht verstehen, und mit den Augen werdet ihr sehen und nicht erkennen." Es kommt aus Jesaja 6, aus dieser großen Vision, als Jesaja dort die Herrlichkeit Gottes im Tempel sieht und dann von Gott beauftragt wird, eine Botschaft zu predigen, selbst wenn das Volk Gottes sie nicht annehmen wird. Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt, und mit den Ohren hören sie schwer, und ihre Augen haben sie verschlossen, dass sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich sie heile.

[13:58] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus in Gleichnissen gesprochen hat, um uns zu helfen, ewige Dinge praktisch zu verstehen. Aber gib, dass wir wie die Jünger sind und mit all dem, was wir nicht verstehen und begreifen können, zu Jesus kommen, dass er uns das erklärt. Nicht einfach nur die Gleichnisse so hinnehmen, sondern dass wir nach den verborgenen Schätzen graben. Oder mit wir, wenn wir hören, auch wirklich hören und wenn wir sehen, auch wirklich sehen. Und damit wir das Evangelium, deine Botschaft der Errettung, in all dem verstehen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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