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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt erklärt Christopher Kramp die Gleichnisse aus Matthäus 13, die Jesus erzählte. Er beleuchtet, wie das Reich Gottes wächst, wie Gut und Böse nebeneinander existieren und warum das Verständnis des Wortes Gottes so wichtig ist. Die Ausführungen zeigen, dass Gottes Wirken oft unscheinbar beginnt, aber gewaltige Auswirkungen hat und das Evangelium alle Bereiche unseres Lebens durchdringen soll.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute auf Seite 108. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus unser Lehrer ist und dass er uns den Heiligen Geist in alle Wahrheit führen wird. Danke, dass er so ein barmherziger Lehrer ist, der auf unsere Bedürfnisse eingeht, der auf unser Verständnis eingeht, der nichts Unmenschliches von uns verlangt, sondern uns so unterrichtet, jeder von uns, egal was sein Hintergrund ist, verstehen kann. Wir möchten heute an diesem Tag seine Schüler sein, möchten zu seinen Füßen sitzen und hören, was er uns zu sagen hat, was wir lernen können, dass wir ihn besser verstehen und besser kennenlernen. Wir danken dir, dass dein Wort genau dazu gesandt ist, dein Heiliger Geist genau das bewirken wird. Wir danken dir dafür von ganzem Herzen. Amen.

[1:36] Wir sind in Matthäus 13. Jesus hält die Seepredigt am See Genezareth von einem Boot aus. Er, der König der Könige, der Kommandant der Engelsheere, auf einem schaukelnden Fischerboot auf dem See Genezareth und eine große Volksmenge am Ufer, die seinen Gleichnissen zuhört. Wir haben gesehen, dass dann später Jesu Jünger zu ihm kommen und ihn fragen, wo man Gleichnisse predigt. Und Jesus macht deutlich, dass viele Menschen die Wahrheit nicht so richtig begreifen. Und das ist sein Anliegen, dass Menschen durch die Gleichnisse dann angeht, wenn sie zu ihm kommen. Das ist offensichtlich sein Wunsch und mehr wissen wollen. In diesem kleinsten versucht Jesus die Prinzipien des Evangeliums so darzulegen, dass sie auch das verblendete, sündige Herz fast und dann Jesus nachfolgen zu wollen, um mehr zu verstehen. In klaren Worten, was Jesus sagen möchte.

[2:44] Wir lesen ab Vers 16: „Aber glückselig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören. Denn wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben zu sehen begehrt, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.“ Viele Menschen im Alten Testament wussten, dass der Messias irgendwann kommen wird, und sie hätten sich so sehr gewünscht, meine Predigt von Jesus zu hören. Was für ein Privileg es ist, dass wir diese Predigten in Buchform haben, dass wir sie immer wieder durchgehen können, ja, dass wir sie sogar immer wieder neu durchdenken können. Die Menschen damals, die gehört haben, die haben es einmal gehört. Aber wenn wir sie schriftlich haben, können wir sie immer wieder durchdenken, damit im Alten Testament vergleichen, wir können tiefen darin ausloten, die wir auf den ersten Blick gar nicht für möglich halten.

[3:33] Glückselig sind unsere Augen und unsere Ohren, wenn sie sehen und hören und wenn sie sich dafür interessieren, was die Botschaft von Jesus ist. So hört nun ihr das Gleichnis vom Seemann. Jetzt gibt Jesus die Erklärung. Die Jünger haben ihn gefragt, und Jesus zeigt jetzt, dass diese Worte bedeuten, das ist nicht einfach nur eine Beschreibung der Landwirtschaft mit interessanten Gedanken, sondern vermittelt eine ganz Reihe von tiefen Wahrheiten. „So oft jemand das Wort vom Reich hört und nicht versteht, kommt der Böse und raubt das, was sein Herz gesehen ist. Das ist der, bei dem es an den Weg gestreut ist.“ Da sammelt offensichtlich das Wort vom Evangelium vom Reich Gottes. Das Wort Gottes. Satan will es wegnehmen, und dort, wo es nicht verstanden wird, dort, wo es nicht eindringen kann, dann wird es einfach wieder weggenommen.

[4:24] „Auf den felsenboden gestreut, habe ist es bei dem, der das Wort hört und sogleich mit Freude aufnimmt.“ In anderen Worten, es ist dringend, es wird verstanden. Er hat aber keine Wurzeln, sondern ist wetterwendisch. Wenn die Bedrängnisse der Verfolgung entstehen und das Wortes willen, so nimmt er so gleich Anschluss. Er ist also begeistert, aber es bringt nicht wirklich tief in sein Herz. Da bleiben Dinge in seinem Herzen, die, dass ich zum Beispiel so stark, dass die Wahrheit keine Wurzeln schlägt, so dass, wenn andere Umstände kommen.

[5:04] Oder die Dornen. Aber ist es bei dem, der das Wort hört, aber die Sorge dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar. Hier ist nicht das Problem, dass das Herz steinig ist. Nein, es ist, das Wort kann zwar tiefe Wurzeln schlagen, aber es gibt andere Dinge neben mir noch, die gleichzeitig wachsen dürfen, nämlich Unkraut, Dornen, die dann alles andere, die dann die Wahrheit überdecken und ersticken. Das sind Menschen, die Gottes Wort lieben, aber sich gleichzeitig so viel Sorgen machen und so sehr dem Reichtum nachgehen und dem Mammon, dass sie irgendwann wieder die Freude am Wort Gottes verlieren und am Evangelium.

[5:53] Auf das gute Erdreich gesehen. Aber ist es bei dem, der das Wort hört und versteht, der bringt dann auch Frucht. Und der eine trägt hundertfältig ein, ein anderer sechzigfältig, ein dritter dreißigfältig. Das sind die Menschen, die wirklich Gott erlauben, dass das Wort Gottes ihr Herz verändern darf und all das andere herausreißen darf, was da sonst das Wort Gottes aufhalten würde. Und sie bringen Frucht, die Frucht des Geistes, und zwar in einem überwältigenden Maße. Das ist, was diese Verse ja auch lehrt, dass, wenn Gott uns dann segnet, er nicht nur schwach segnet, nur ein bisschen segnet, sondern über alle Maßen.

[6:36] Ein anderes Gleichnis legte er ihm vor und sprach: „Das Reich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon.“ Als nun die Saat wuchs und die Frucht Ansätze, da zeigte sich auch das Unkraut. Und die Knechte zogen zu ihm und sprachen zu ihm: „Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?“ Jesus spricht hier eine der fundamentalsten Fragen der Menschheit an: Woher kommt das Böse? Wir sehen, dass diese Gleichnisse, wir haben gar nicht die Zeit hier im Detail alles genau anzuschauen, weil sie so tief und reichhaltig sind.

[7:18] Es lohnt sich wirklich, sie ausführlich zu studieren, vielleicht auch mit dem wunderbaren Buch „Christian“. Was sie aber ganz deutlich wird, ist, dass die Gleichnisse die tiefen Fragen der Menschheit ansprechen und Jesus nicht nur diese Frage aufgreift, sondern auch eine präzise Antwort gibt, nämlich in Vers 28: „Er aber sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan.“ Das Böse ist da, weil es einen Feind gibt, weil es einen Satan gibt, der das Böse erfunden hat. Und solange es diesen Feind gibt, wird es auch das Böse noch geben. Oder dieser Feind ist verantwortlich für das Böse. Sagen so.

[7:57] Da sagten die Knechte zu ihm: „Willst du nun, dass wir hingehen und das zusammenlesen?“ Mit anderen Worten, sollen wir das Böse einfach entfernen? Aber er sprach: „Nein, damit ihr nicht beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihm den Weizen ausreißt.“ Das Unkraut, das hier im griechischen *Zizania* ist, eine eine eine eine Unkrautart, die sehr ähnlich aussieht wie Weizen für den Anfang des Wachstumsstadiums. Erst am Ende zeigt sich ganz deutlich anhand der Frucht, sozusagen, was echt dabei ist und was Unkraut ist. Und damit zeigt Jesus das Prinzip, dass auch Gutes und Böses am Anfang nicht immer leicht zu unterscheiden sind, weil das Böse sich oft als Gutes tarnt.

[8:39] Wir haben das gesehen oder gesehen, dass im großen Kampf schon im Himmel, dass der Satan sich als ein Engel des Lichts verkleidet, dass er den Eindruck erweckt, als ob er für Gott spricht, in Wirklichkeit gegen Gottes Regierung arbeitet. Und wir sehen uns in der Bibel immer wieder, und dass, wenn es unsere Aufgabe wäre als Menschen, frühzeitig einfach zu entscheiden: Der ist gut, der ist böse, der soll leben, der soll dann ausgeordnet werden, dann würden wir viele, viele Fehler machen. Deswegen sollen auch wir nicht richten. Dann, wir sollen warten, bis alles offenbar wird, bis die Ernte da ist. Und Gott wird dann ganz sicher Weizen und streuen.

[9:19] „Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, dass man es verbrenne; den Weizen aber sammelt in meine Scheune ein.“

[9:31] Ein anderes Gleichnis legte er ihm vor und sprach: „Das Reich der Himmel gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte. Dieses ist von allen Samenkörnern das kleinste, wenn es aber wächst, so wird es größer als die Gartengewächse und wird ein Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.“ Das Reich Gottes beginnt vielleicht klein. Und Gottes Wirken ist immer so, dass es unscheinbar beginnt, oder oft so, dass es unscheinbar beginnt, aber dann gewaltig auswächst. Dieses kam auf diese Welt, und was niemandem und was für ein unfassbar gewaltigen Einfluss hat Jesus in den letzten 2000 Jahren gehabt. Das Reich Gottes beginnt auch in unserem Leben oft klein, unscheinbar. Und wenn wir für Gott arbeiten, dann sollten wir auch verstehen, dass wir nicht mit Pauken und Trompeten los starten, sondern so wie Gott klein, unscheinbar beginnen, damit Gott durch seine Kraft und durch seine wundersame Macht ein Wachstum geben kann, das deutlich macht, dass es nicht unsere Planung war und nicht unsere Strategie, sondern Gottes Kraft und sein Segen.

[10:41] Ein anderes Gleichnis sagte ihnen: „Das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Scheffel Mehl hineinmischte, bis das ganze durchsäuert war.“ Dann antworten: Das Reich Gottes, das Evangelium muss in alle Bereiche unseres Lebens hineindringen. Es muss sich mit allen Aspekten unseres Daseins verbinden, bis es unser ganzes Leben ganz durchsäuert hat. Das Evangelium ist nicht nur eine Teilzeitbeschäftigung für einen Christen, nicht nur etwas, was ab und zu unserem Leben eine Rolle spielt, sondern in alle Facetten unseres Daseins ausgreift.

[11:21] Jetzt redete Jesus in Gleichnissen zu der Volksmenge und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen, damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist, der spricht: „Ich will meinen Mund zu Gleichnissen reden öffnen, ich will verkündigen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war.“ Matthäus zeigt immer wieder, dass nicht nur was Jesus gesagt hat, sondern auch wie es gesagt hat, eine Erfüllung des Alten Testamentes gewesen ist. Jesus war mit allem, was er war und sagte, tatsächlich der Messias, wie im Alten Testament angekündigt worden ist.

[11:55] Da entließ Jesus die Volksmenge und ging in das Haus, und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: „Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.“ Das ist genau das, was wir bereits zuvor angesprochen haben. Das ist, die Jünger waren die, die jetzt nicht einfach zufrieden nach Hause gegangen sind, sondern die wissen wollten, was dieses Gleichnis bedeutet. Und wenn wir die Gleichnisse studieren, wenn wir die Prophetie studieren, dann sollten wir die Frage stellen: „Jesus, was bedeutet dieses Symbol? Was bedeutet dieses Gleichnis? Was bedeutet diese Prophezeiung? Was steckt dahinter?“ Wir sollten uns nicht selbst fragen, wir sollten nicht zunächst andere fragen, wir sollten Jesus fragen. Wenn Jesus kann, dann kann er das mal auch durch andere Menschen lernen. Ohne Frage, aber der Fokus muss sein: Jesus, was hast du damit gemeint? Was hast du in der Offenbarung gemeint? Was hast du im Buch Daniel gemeint? Was hast du hier in diesen Gleichnissen gemeint?

[12:48] „Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Der den guten Samen sät, das ist der Sohn des Menschen. Mit anderen Worten, das ist Jesus, der das Wort Gottes in der Welt verbreitet. Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reiches. Das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen.“ Durch Jesu Wirken gibt es Menschen, die Gottes Kinder sind oder die als Gottes Kinder leben, Menschen, die im Reich Gottes leben auf dieser Welt. Und durch das Wirken des Satans gibt es Menschen, die als Same der Schlange, sozusagen, gegen Gott arbeiten. Es gibt gute und böse, es gibt Kain und Abel, so wie in 1. Mose 3 gesagt, der Same der Frau und der Same der Schlange.

[13:35] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu Jesus kommen können und ihn bitten können, uns dein Wort zu erklären. Wenn du das nicht verstehen, danke, dass du die Bibel auch so geschrieben hast, dass wir zum Nachdenken angeregt werden, zum Forschen. Das ist und sich einfach nur präsentiert wird wie einem kleinen Baby, sondern dass wir auch die von dir gegebenen Gaben, Fähigkeiten einsetzen können, um nachzudenken, zu fragen, die Probleme zu erkennen und dann die Lösung bei dir zu finden. Danke, dass du ein guter Lehrer bist, der Jesus.

[14:14] Und dass du nie müde wirst und sie Wahrheit beizubringen. Das alles danken wir dir in deinem Namen. Amen.


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