In dieser Predigt werden die Gleichnisse aus Matthäus 13, insbesondere das vom Unkraut, dem Schatz im Acker und der kostbaren Perle, beleuchtet. Es wird erklärt, wie diese Gleichnisse den Kampf zwischen Gut und Böse, den Wert der Erlösung und die Bedeutung des Reiches Gottes für uns darstellen. Außerdem wird die Reaktion auf Jesus in Nazareth und die tragische Geschichte von Johannes dem Täufer und Herodes thematisiert, um die Bedeutung von Glauben und die Realität von Gut und Böse in der Welt und der Gemeinde zu verdeutlichen.
Gott auf (m)einer Seite: Matthäus 13:39-14:18
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: MatthäusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Seite 9. Lasst uns gemeinsam beten.
Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir jeden Tag zu dir kommen können mit all unseren Fragen, mit all unseren Problemen, mit allem, was wir nicht verstehen, sei es in der Bibel oder in unserem Leben. Und danke, dass Jesus immer ein offenes Ohr für uns hat. Danke, dass wir jetzt dich bitten dürfen, dass du durch den Heiligen Geist uns sprichst, dass Jesus uns erklärt, was dein Wort bedeutet. Möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass wir näher zu dir gezogen werden und feste Wurzeln in dir schlagen, dass unsere Beziehung zu dir immer fester und fester wird. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:37] Wir sind in Matthäus Kapitel 13 in der sogenannten See-Predigt, in der Jesus eine ganze Reihe von Gleichnissen am See Genezareth, auf einem Boot, in einem Boot sitzend, der Volksmenge gepredigt hat. Und am Ende sind dann einige seiner Jünger beim ihm geblieben und haben ihn gefragt, was bestimmte Gleichnisse bedeuten. Und wir sind gerade dabei, wie Jesus die Deutung gibt für das Gleichnis vom Unkraut. Und er erklärt, wie der gute Same, der Sohn des Menschen ist, die gute Frucht, der gute Same, das sind die Kinder des Reiches. Und gleichzeitig hat der Feind, der Satan, auch seine Nachfolger in der Welt. Es gibt einen Kampf zwischen Gut und Böse. Wir lesen weiterhin Vers 39: "Der Feind ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Weltzeit. Die Schnitter sind die Engel." Bis zum Ende der Welt bleiben Gute und Böse gleichzeitig in der Welt. Dieser Kampf ist zwar am Kreuz inhaltlich bereits entschieden, aber erst am Ende der Welt, wenn Gott endgültig dann das Gericht offenbart wird, wird deutlich werden, wer wirklich zu Jesus gehörte und wer dem Satan nachgefolgt ist.
[3:07] Gleich wie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird es sein am Ende dieser Weltzeit. Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden alle Ärgernisse und die Gesetzlosigkeit verüben, aus seinem Reich sammeln und werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. "Wer Ohren hat zu hören, der höre!" Die Gerechten werden leuchten wie die Sonne im Reich Gottes. Was für eine wunderbare Verheißung! Wir dürfen schon hier auf dieser Welt das Licht der Welt sein, wenn wir Jesus im Herzen tragen. Hat uns ja bereits die Bergpredigt deutlich gemacht.
[3:54] Wiederum gleich das Reich der Himmel einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mensch fand und vergrub. Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker. Wir haben hier noch weitere Geheimnisse, die Jesus in dieser See-Predigt gepredigt hat. Dieses Gleichnis ist ganz besonders, denn es hat zwei Ebenen. Es zeigt, dass wenn wir – oder fangen wir andersrum an – es zeigt zunächst einmal, dass Jesus, der uns gefunden hat, bereit war, alles, was er hatte, zu verkaufen, wegzugeben, sich zu entleeren, um uns zu gewinnen. Jesus hat nichts zurückbehalten, um mich erlösen zu können, und er hat nichts zurückgehalten, um dich erlösen zu können.
[4:51] In Jesu Augen sind du und ich, lieber Freund, liebe Freundin, ein Schatz, den er gefunden hat, sozusagen im Bild gesprochen, und den er ausgraben wollte. Und deswegen hat er diese Erde erkauft, damit wir erlöst werden können. Und auf der anderen Seite ist es auch ein Bild für uns, die wir Jesus finden – das haben wir durch die Welt hindurchgehen für den Schatz finden, Jesus, in dem alle Schätze der Weisheit verborgen sind. Wenn wir verstanden haben, dass Jesus alles für uns gegeben hat, dann werden wir bereit sein. Wenn wir sehen, wie groß dieser Schatz ist, wenn wir sehen, was dieser Schatz alles mit sich bringt, dann werden wir bereit sein, alles andere beiseite zu nehmen, alles zu verkaufen, alles zu geben, um diesen Schatz. Den Menschen erschien das sinnlos, für so viel Geld ein Feld, ein Acker zu kaufen. Aber sie wussten nicht, was dieser Acker enthält. Viele Menschen erscheint es sinnlos, ihr ganzes Leben zu geben für die Verkündigung des Evangeliums, sein Leben zu geben, um Gott nachzufolgen. Aber sie verstehen nicht, was das beinhaltet: den Schatz echter Sündenvergebung, den Schatz echter Wiederherstellung, den Schatz göttlicher Weisheit, göttliche Hilfe in jeder Not, göttlichen Friedens im Herzen, der Schatz der Kraft Gottes, Gebote halten zu können, ein gutes Gewissen haben zu können. All diese Dinge, nach denen die Menschen sich sehnen und nicht wissen, wie sie es finden können. All das bekommt der, der alles gibt, um Jesus als seinen Erlöser zu haben.
[6:47] Wiederum gleich das Reich der Himmel einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine kostbare Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie. Genau dasselbe Prinzip noch einmal. Das ist Jesus, der alles gegeben hat, um uns zu kaufen. Aber auch wir sollen alles geben, um die Weisheit, die Wahrheit in Christus Jesus zu bekommen.
[7:08] Wiederum gleich das Reich der Himmel einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und alle Arten von Fischen zusammenbrachte. Als es voll war, zogen sie es ans Ufer, setzten sich und sammelten die guten in Gefäße, die faulen aber warfen sie weg. So wird es am Ende der Welt sein. Die Engel werden ausgehen, die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.
[7:31] In dieser Welt wird es auch in der Gemeinde Gottes Gut und Böse geben. Es gibt ja verkehrte und Heuchler, und das wird so sein bis ans Ende der Welt, wenn im sich offenbaren Gericht Gottes deutlich wird, wer auf welcher Seite gestanden hat. Wir müssen also nicht entmutigt sein, wenn wir in der Gemeinde Menschen finden, die ganz offensichtlich kein echtes Interesse an Gott, an Jesus, an der Bibel haben, die nur nach eigenem, unbekehrtem Lebensprinzipien leben wollen. Das darf uns nicht irritieren, denn Jesus hat selbst gesagt, dass das Reich Gottes wie ein Netz ist, und das ist auch das – auch einige Fische fängt, die nicht dazu gehören. Aber sie werden, wie bei einem Fischfang am Ende, fein säuberlich getrennt.
[8:25] Wichtig ist, dass wir uns die Frage stellen: Wenn ich ein echter Fisch bin, ich ein guter Fisch bin, ich wirklich jemand, der dem Reich Gottes auch entspricht, habe ich das Reich Gottes wirklich in meinem Herzen?
[8:41] Jesus sprach zu ihnen: "Habt ihr das alles verstanden?" Sie sprachen zu ihm: "Ja." Da sagt er zu ihnen: "Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der für das Reich der Himmel unterrichtet ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt." Jesus hat theologische Forschung und das tiefgründige Nachdenken über Bibeltexte und das wissenschaftliche Erforschen von wahren Zusammenhängen nicht verachtet. Ganz im Gegenteil, er selbst, ja, der Erfinder aller Wissenschaft, er ist der Erfinder aller Intelligenz, der Erfinder aller Systematik. Aber hier zeigt sich, dass es der Wissenschaftler ist, der das Reich Gottes angenommen hat, der Theologe, der eine lebendige Beziehung mit Jesus hat, der ist es, der Schätze hervorholen kann aus dem Wort Gottes, der immer wieder die alten Wahrheiten in ein neues Licht tauchen kann, weil das Licht des Evangeliums all die theologischen Erkenntnisse anleuchtet und schön macht und mit Leben erfüllt. Ein Theologe, der Jesus kennt, der bringt nicht nur trockene Fakten und Untersuchung, sondern der ist in der Lage, auf eine tiefgründige, bewegende Art und Weise, so wie Paulus das Evangelium so darzustellen, dass es sowohl das Herz als auch den Intellekt anspricht.
[10:09] Und deswegen, wenn Gott uns mit besonderen Gaben und Fähigkeiten beschenkt hat, vielleicht eine Brief zu können oder Psychologie studiert zu haben oder andere für das Studium der Bibel interessante Fähigkeiten besitzen, wenn wir in einem bestimmten Wissensgebiet, sei es in der Naturwissenschaft, in der Medizin, besonders begabt sind, einen Abschluss haben, wissenschaftlich arbeitet haben und das einsetzen für die Verbreitung des Evangeliums, dann können wir Schätze hervorbringen, die vielen in der Gemeinde, vielen Menschen zum großen Segen sind.
[10:43] Gibt es etwas, wo du wirklich gut bist, wo Gott dich gesegnet hat, dass wenn du es mit dem Evangelium verbindest, du das Evangelium sogar besser verstehen kannst und Schätze hervorbringen kannst aus dem Wort Gottes, sei es naturwissenschaftlich, sei es sprachlich, sei es sozial, in welchem Gebiet auch immer, sei es juristisch. Es gibt so viele Wissensgebiete, in denen wir etwas gelernt haben, die direkt und indirekt etwas von der Bibel zu tun haben. Und wenn wir all das, was wir können und wissen, in den Dienst dieser stellen, dann kann er uns über alle Maßen gebrauchen.
[11:20] Und es geschah, als Jesus diese Gleichnisse beendet hatte, sogar von dort weg, und als er in seine Vaterstadt kam, lehrte sie in ihrer Synagoge, so dass sie staunten. Sprachen: "Woher hat dieser solche Weisheit und solche Wunderkräfte? Ist dieser nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria und seine Brüder Jakobus und Joses und Simon und Judas und sind nicht seine Schwestern alle bei uns? Woher hat dieser denn das alles?" Sie hatten Anstoß an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: "Ein Prophet ist nirgends verachtet, außer in seinem Vaterland und in seinem Haus." Und er tat nicht viele Wunder um ihres Unglaubens willen.
[12:04] Diese Geschichte ist die zweite von zwei ähnlichen Geschichten. Die erste findet am Anfang seines Dienstes in Galiläa statt, also ziemlich am Anfang des Frühjahrs 29. Wäre das hier eher gegen Ende ist, nach der See-Predigt. Also Jesus ist zweimal in Nazareth gewesen. Ihr könnt, wenn ihr für die Chronologie dieser Ereignisse interessiert, auch unsere Serie "Der Ersehnte" studieren, wo wir all die ganzen Geschichten in ihrer chronologischen Reihenfolge beleuchten, mit all dem, was das dann auch mit sich bringt. Das zeigt, dass Jesus also nach dem nach der ersten Ablehnung, die Nazarener nicht einfach ignoriert hat oder abgeschrieben hat, sondern ist erneut versucht hat. Und leider auch der Unglaube der Nazarener, auch nach all den Wundern, die geschehen sind in anderen Orten, die man, weil sie ja in Nazareth nicht getan werden konnten, weiter nicht an ihn geglaubt hat. Man hat sich zu sehr von den äußerlichen menschlichen Gegebenheiten des Lebens, Jesus zu sehr daran orientiert. Man kannte seine Brüder und seine Schwestern, man kannte seine Mutter, man kannte Josef, der juristisch als sein Vater galt, und glaubte nicht. Man hat wahrscheinlich viele von denen hatten Jesus als kleinen Jungen im Gottesdienst gesehen und konnten sich nicht vorstellen, dass das der Erlöser ist, dem sie ihr Leben geben sollen.
[13:31] Er zeigt sich, dass wenn kein Glaube da ist, auch die ganze Kraft Jesu im eigenen Leben dann nicht erfahren hat. Sie wird erfahrbar durch den Glauben an das, was Jesus tun kann und möchte.
[13:43] Zu jeder Zeit hörte der Fürst Herodes das Gericht von Jesus, und er sprach zu seinen Dienern: "Das ist Johannes der Täufer. Der ist aus den Toten auferstanden, darum wirken auch die Wunderkräfte in ihm." Wir sind ja schon zu einer fortgeschrittenen Zeit, zu der Johannes der Täufer dann schon umgebracht worden ist, so dass Herodes dachte, als er von Jesus hörte: "Offensichtlich hat sich das Wort von Jesus erst jetzt, dieser Zeit, so weit verbreitet und zumindestens in diese Ebene der Gesellschaft verbreitet, dass auch der Herodes davon mitbekommen hatte." Zuvor hatte ihn bereits umbringen lassen, wie jetzt in den folgenden Versen berichtet wird, denn Herodes hatte den Johannes ergreifen lassen und ihn binden und ins Gefängnis bringen lassen, wegen Herodes' Frau seines Bruders. Das war schon in der Zeit Anfang des Jahres 29 geschehen, kurz bevor Jesus dann Judäa verlassen hat und sich dauerhaft in Galiläa niedergelassen hat.
[14:36] Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: "Es ist dir nicht erlaubt, sie zu haben." Johannes hatte deutlich die Sünde beim Namen genannt, und er wollte ihn töten. Fürchtete aber die Volksmenge, denn sie hielten ihn für einen Propheten. Als nun Herodes seinen Geburtstag beginnt, tanzte die Tochter des Herodias vor den Gästen und gefiel dem Herodes. Darum versprach er ihr mit einem Eid, zu geben, was sie auch fordern würde. Da sie aber von ihrer Mutter angeleitet war, sprach sie: "Gib mir hier auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers."
[15:15] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns offenbarst, dass in deiner Gemeinde es Gut und Böse gibt. Wir werden von Menschen oft enttäuscht werden, und vielleicht sind wir auch selbst auch schon eine Enttäuschung für Menschen gewesen. Aber lass uns nicht dazu aufgerufen auf Menschen zu schauen, als uns in die Gemeinde gerufen hast, sondern wir sollen auf dich schauen. Was wollen wir tun? Wir danken dir für die vielen Gleichnisse, die wir im Evangelium finden, und die tiefen Wahrheiten, die sie offenbaren. Vor allem danken wir dir, dass wir sehen können, dass Jesus alles gegeben hat, weil er in uns einen Schatz gesehen hat. Die Bibel sagt, dass wir einmal seine Kronjuwelen sein dürfen. Das können wir uns kaum vorstellen, aber du sagst, dass es so ist. Und so wollen wir Jesus als unseren Schatz betrachten, ein Schatz, den wir nicht aufgeben, den wir bewachen und behüten, dass uns sie niemand raubt. Dafür alles geben, bitten wir in seinem Namen. Amen.
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