Veröffentlicht am
142 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Matthäus 14:19-15:1 ein und beleuchtet die Ereignisse rund um Johannes den Täufer und die Speisung der 5000. Der Hauptfokus liegt jedoch auf der Begebenheit, wie Jesus auf dem Wasser geht und Petrus ihm nachfolgt. Die Predigt ermutigt dazu, trotz Zweifeln und Schwierigkeiten auf Jesus zu vertrauen und sich von ihm retten zu lassen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute mit Seite 10. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank für die Schätze in deinem Wort. Hab Dank, dass wir sie finden dürfen und dass du sie dort für uns hingelegt hast. Aber danke noch mehr, dass wir selbst Schätze sein dürfen für dich, denn du hast alles gegeben, damit wir dir folgen und wieder zu dir gehören. Wir möchten von ganzem Herzen bitten, dass wir einen Schatz entdecken, wenn wir heute dein Wort aufschlagen, und dass wir darin sehen, wie viel du bereit warst für uns zu geben. Wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist zu unserem Herzen spricht und uns für diesen Tag Weisheit und Kraft schenkt. Das bitten wir im Namen Jesu, der unsere Weisheit ist. Amen.

[1:40] Wir sind in Matthäus Kapitel 14. Es wird in Retrospektive berichtet, wie Herodes den Johannes gefangen genommen hatte, Johannes den Täufer, aufgrund der Frau, die er sich unrechtmäßig genommen hatte, die eigentlich die Frau seines Bruders Philippus gewesen war. Herodes hat und wie er dann davor zurückgeschreckt ist, Johannes zu töten. Wir lesen in Parallelberichten auch, dass er ihn sehr gern hörte und auch freilassen wollte. Aber wie seine jetzige Ehefrau, die Herodes, eine Intrige sponnen und die Tochter Salome dafür instrumentalisierte. Beim Geburtstag des Herodes durch Tanz die dort Anwesenden so zu manipulieren und um ihre Sinne zu bringen, dass Herodes bereit war, ihr alles zu geben, was sie nur wollte, bis zur Hälfte des Königreichs. Und sie dann, angeleitet von ihrer Mutter Herodes, dieser bösen Frau, den Tod von Johannes dem Täufer forderte.

[2:57] Wir lesen weiter in Vers 9: "Und der König wurde betrübt, doch um das Eides willen und derer, die mit ihm zu Tisch saßen, befahl er es zu geben." Wenn er einige von denen, die dort gesessen hätten, gesagt hat: "Aber das, das geht so weiter." Das ist zu krass. Hätte Herodes sicherlich gerne sein Eid zurückgenommen. Er war ja offensichtlich nicht ganz bei Sinnen gewesen, als er das überhaupt angeboten hatte. Aber er wollte lieber vor den Menschen als jemand dastehen, dessen Wort zählt, als dass er vor Gott gerecht sein wollte. Und in einer Situation, als er einen schlimmen Eid abgelegt hatte, wäre es besser gewesen, zu Gott zurückzukehren, als diesen Eid jetzt durchzuziehen.

[3:58] Und er sagte hin und ließ Johannes im Gefängnis enthaupten und sein Haupt wurde auf einer Schüssel gebracht, um dem Mädchen gegeben, und sie brachte es ihrer Mutter. Und seine Jünger kamen herbei, nahmen den Leib und begruben ihn und gingen hin und verkündeten es Jesus. Die Familien machen deutlich, dass dann die Jünger von Johannes auch sich an Jesus angeschlossen haben, weil sie jetzt sonst keine Leiter ihrer Bewegung mehr hatten. Das ist eine sehr grausame Geschichte, die deutlich macht, dass nicht jeder, der im Werk Gottes eine besondere und große Aufgabe hatte, auch einen schönen Lebensabend hat. Elisa ist an einer schweren Krankheit gestorben. Johannes ist hier irgendwo im Verlies enthauptet worden. Aber Gott kennt die seinen. Und das war nicht das letzte Wort in der Geschichte des Johannes. Er wird auferstehen bei der Wiederkunft Jesu und wird da, bin ich mir ganz sicher, einen besonderen Platz im Reich Gottes haben, als derjenige, der das Kommen Jesu vorbereitet hat.

[5:10] Und als Jesus das hörte, zog er sich von dort in einem Schiff abseits an einen einsamen Ort zurück. Und als die Volksmenge es vernahm, folgte sie ihm aus den Städten zu Fuß nach. Als nun Jesus ausstieg, sah er eine große Menge und er erbarmte sich über sie und heilte ihre Kranken. Parallelberichte machen deutlich, dass das auch die Situation ist, als Jesus seine Jünger nach deren Missionsreise wieder zu sich genommen hat, um sie dann an einem abseitigen Ort etwas aufzubauen, etwas zu ermutigen, ihre tollen Geschichten zu hören, sie weiter zu unterrichten, in noch genauere Anweisungen zu geben. Aber die Menschen ließen ihn quasi keine Ruhe. Sie wollten unbedingt bei Jesus sein.

[5:57] Und als Jesus dann am Ufer ankommt, zieht er die Menschen an. Und nach kurzer Zeit beginnt er wieder, sie zu heilen und für sie da zu sein. Und als es Abend geworden war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: "Der Ort ist einsam und die Stunde ist schon fortgeschritten. Entlasse das Volk, damit sie in die Dörfer gehen und sich Speise kaufen." Hier aber sprach zu ihnen: "Sie haben es nicht nötig wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen." Das war ein echter Glaubenstest für die Jünger. Dort waren tausende Menschen. Wir lesen dann gleich von 5000 Männern plus Frauen plus Kinder. Es können gut und gerne 10.000 Menschen oder weitaus mehr gewesen sein.

[6:40] Sie sprachen zu ihm: "Wir haben nichts hier als fünf Brote und zwei Fische." Da sprach er: "Bringt sie her, bringt sie mir her." Immer wieder kommen wir im Werk Gottes, aber wenn wir für Jesus arbeiten in Situationen, die unlösbar scheinen, wo das, was wir selbst mitbringen, völlig unzureichend erscheint für das, was eigentlich gefordert ist. Wenn wir vor der Aufgabe stehen, das Evangelium der ganzen Welt zu predigen, dann ist das bisschen, was wir haben, was wir an Ressourcen, an Talenten, an Fähigkeiten, an Kapital mitbringen, scheinbar lachhaft wenig. Aber Jesus sagt: "Gebt ihr ihnen zu essen. Gebt ihnen das Wort Gottes. Bringt, was ihr habt."

[7:30] Und er befahl der Volksmenge, sich in das Gras zu lagern. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah zum Himmel auf, dankte, brach die Brote und gab sie den Jüngern. Die Jünger aber gaben sie dem Volk. Das bisschen, was wir Jesus geben, mit Danksagung, wird es in der Hand von Jesus für unendlich viel, für so viel, dass es für alles reicht. Und sie aßen alle und wurden satt. Und sie hoben auf, was an Brocken übrig blieb, 12 Körbe voll. Es war mehr als genug da. Es ist nur ein unscheinbares Buch, aber es enthält mehr als von allen Menschen auf dieser Welt geistlich überhaupt verdaut werden kann. Und wenn wir das wissen, was wir verstanden haben, wenn es nur fünf Verse und zwei Kapitel sind, zu Jesus bringen und sagen: "Herr, lass mich das gebrauchen", dann wird es in der Hand von Jesus, der uns dann immer wieder gibt und sagt: "Gebt das weiter", und gibt das weiter. Und gibt das, was er dann können diese fünf Verse und zwei Geschichten Tausenden von Menschen zu sehen werden, wenn wir sie aus der Hand von Jesus wieder empfangen. Wenn wir das, was wir wissen und können, ihm weinen und mit ihm zusammenarbeiten.

[8:41] Die aber gegessen hatten, waren etwa 5000 Männer, ohne Frauen und Kinder. Eine gewaltige Menge. Und hier sehen wir auch, dass die Jünger bereits lernen sollten, dann, dass sie weitergeben sollten, was sie von Jesus empfangen hatten. Es war auch eine Übung quasi für ihre späteren Aufgaben. Und zugleich nötigte Jesus seine Jünger, in das Schiff zu steigen und vor ihm ans jenseitige Ufer zu fahren, bis er die Volksmenge entlassen hätte. Parallelberichte machen deutlich, dass die Menschen ihn unbedingt zum König machen wollten, was Jesus sehr entschieden und sehr deutlich abgelehnt hat.

[9:18] Und nachdem er die Menge entlassen hatte, stieg er auf den Berg, um abseits zu beten. Und als es Abend geworden war, war er dort allein. Das Schiff aber war schon mitten auf dem See und lädt not von den Wellen, denn der Wind stand ihnen entgegen. Die Jünger kommen wieder in einen Sturm, aber um die vierte Nachtwache, also schon relativ spät in der Nacht, gegen Morgen kam Jesus zu ihnen und ging auf dem See. Und als ihn die Jünger auf dem See sahen gehen, erschraken sie und sprachen: "Es ist ein Gespenst!" und schrien vor Furcht.

[10:00] In unseren Schwierigkeiten, in den Problemen des Alltags, sehen wir manchmal gar nicht, wie nah Jesus eigentlich wirklich ist. Und die Dinge, die wir für gefährlich achten, eine Möglichkeit Gottes Hilfe sind, die er uns geben möchte. Jesus aber redete sogleich mit ihnen und sprach: "Seid getrost, ich bin's. Fürchtet euch nicht."

[10:27] Jesus sagt uns, sagt dir und sagt mir: "Sei getrost, ich bin da. Füll dich nicht, egal womit du gerade zu kämpfen hast. Ich bin für dich da. Auf übernatürlichen Wegen komme ich zu dir und helfe dir, damit du nicht untergehen musst."

[10:47] Das sprach er. Einfach sagen. Petrus aber antwortete ihm und sprach: "Herr, wenn du es bist, so viel mir zu dir auf das Wasser zu kommen." Das sprach er: "Komm." Und Petrus stieg aus dem Schiff und ging auf dem Wasser, um auf Jesus zu kommen. Petrus konnte nicht auf dem Wasser gehen, weil er sich das selbst überlegt hatte, sondern er konnte auf dem Wasser gehen, weil Jesus ihn aufgefordert hatte, auf dem Wasser zu gehen. Es war die Kraft von Jesus. Es war der Glaube von Petrus an das Wort, dass das Wort, was Jesus sagte, genau das tat, was es gesagt hatte. Wenn Jesus sagt: "Komm", dann können wir auf dem Wasser gehen. Aber wenn wir uns selbst etwas überlegen und dann denken, wir brauchen großen Glauben dazu, dann können wir, dann ist es anders. Aber wenn Jesus sagt, wenn es sein Wort sagt: "Komm", dann was glaube von Petrus, der es möglich machte, diese Kraft Gottes in seinem Leben in Anspruch zu nehmen.

[11:45] Das Wort Gottes, Jesus kann die Schwerkraft aufheben. Vielleicht kämpfst du auch mit der Schwerkraft der Sünde in deinem Leben, die dich immer wieder runterzieht und immer wieder, immer wieder, und du denkst, es ist nicht zu überwinden. Aber Gottes Wort kann machen, bis dann Heiliger Geist, dass du auf dem Wasser gehst. Und dann heißt es:

[12:10] Als er den starken Wind sah, fürchtete er sich. Und da er zu sinken anfing, schrie er und sprach: "Herr, rette mich!" Er sah den starken Wind. Das heißt, er schaute nicht mehr auf Jesus. Als er weg schaute von Jesus, verlor er die Möglichkeit auf dem Wasser zu gehen. Es war nicht in seiner eigenen Kraft. Es war allein, weil er auf Jesus schaut und auf Jesus vertraute. Als er wegschaute von Jesus, als er sein Vertrauen verlor, verlor er auch die Möglichkeit, auf Wasser zu gehen. Und er sagt wieder:

[12:36] Wir können Überwinder sein, nur wenn wir auf Jesus schauen und ihm vertrauen.

[12:49] Jesus aber streckte sogleich seine Hand aus. "Herr, rette mich!" Egal was passiert, auch wenn wir schon erlebt haben, wie Gott uns geholfen hat, und wir danach wieder gesunken sind, wenn wir dann nachgefallen sind, wenn wir nach den Erfahrungen mit Jesus wieder in den Schlamm abgerutscht sind, und wir nur dann beten: "Herr, rette mich!" Er hört Gott dieses Gebet gerne. Es muss kein langes Gebet sein, das muss nicht ausgefallen sein. Ein einfaches "Herr, rette mich" von Herzen rührt das Herz von Jesus an.

[13:20] Jesus aber streckte sogleich die Hand aus, ergriff ihn und sprach: "Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?" Das war der Zweifel, der es ihm unmöglich gemacht hat, auf dem Wasser zu gehen. Das ist der Zweifel, der uns unmöglich macht, die Verheißung Gottes in vollem Maße in Anspruch zu nehmen. Aber wenn wir gefallen sind, streckt Jesus die Hand sogleich aus.

[13:39] Jesus wartet nicht, bis wir ganz untergegangen sind. Nein, er möchte uns so schnell wie möglich retten. Er greift uns und er rettet uns. Das habe ich in meinem Leben erlebt und ich glaube, wahrscheinlich auch, lieber Freund, liebe Freundin.

[13:55] Und als sie in das Schiff stiegen, legte sich der Wind. Petrus ging auch auf dem Weg zurück wieder auf dem Wasser. Da kamen die, in dem Schiff waren, warfen sich anbetend vor ihm nieder und sprachen: "Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn." Man darf Jesus anbeten. Jesus ist Gott.

[14:17] Und sie fuhren hinüber und kamen in das Land Genesareth. Und als ihn die Männer dieser Gegend erkannten, sandten sie die ganze Umgebung und brachten alle Kranken zu ihm. Und sie kamen, sie baten ihn, dass sie nur den Saum seines Gewandes anrühren durften, und alle, die ihn anrührten, wurden ganz gesund.

[14:36] Da kamen die Schriftgelehrten und Pharisäer von Jerusalem zu Jesus und sprachen: "Lasst uns gemeinsam beten." Lieber Vater im Himmel, wir möchten danke sagen, dass die Geschichte von Petrus uns Hoffnung gibt. Sie gibt uns Hoffnung, dass wir tatsächlich auf dem Wasser gehen können, in einem übertragenen Sinne. Können wir die Schwerkraft der Sünde in unserem Leben besiegen. Also auch Hoffnung, wenn wir, nachdem wir erlebt haben, Sieger zu sein, wenn wir dann gefallen sind, weil wir weggeschaut haben von dir, weil wir Zweifel bekommen haben, weil wir uns von Umständen haben beeindrucken lassen, weil wir vielleicht auch stolz geworden sind und uns umgesehen haben und sehen wollten, wie andere es finden, dass wir auf dem Wasser gehen können.

[15:24] Dass, wenn wir gefallen sind, wenn wir gestürzt sind, wenn wir abgestürzt sind, dass du uns nicht aufgibst, sondern dass das Gebet um Hilfe bei dir immer an der richtigen Stelle ist und dass du uns rettest. Ja, dafür danken wir dir von ganzem Herzen im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.