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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Matthäus 18:34-19:25 ein. Er beleuchtet die Themen Vergebung, die Bedeutung der Ehe nach Gottes Willen und die Wichtigkeit, Jesus an erste Stelle im Leben zu setzen. Die Ausführungen zeigen, dass wahre Nachfolge oft Opfer erfordert und dass Gottes Maßstäbe höher sind als menschliche.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1016. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns gerne vergibst. Wir könnten niemals in unserem Leben das wieder gut machen, was wir gegen dich gesündigt haben. Niemals könnten wir diese Schuld begleichen. Aber du vergibst uns gerne, denn Jesus hat die ganze Schuld für uns beglichen. Und dafür möchten wir heute danke sagen. Wir möchten das heute für uns persönlich in Anspruch nehmen und dich loben und preisen, dass du uns frei machst. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch deinen Heiligen Geist uns sprichst, dass wir die Worte verstehen, die du uns sagen möchtest, und dass wir uns daran klammern und festhalten und dass sie unser ganzes Leben prägen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:45] Wir sind in Matthäus Kapitel 18. Jesus erzählt das Gleichnis von dem unbarmherzigen Knecht und die Frage von Petrus zu beantworten, wie oft man vergeben soll. Und er zeigt, wie schlimm es ist, wenn ein Mensch, dem unvorstellbar viel vergeben worden ist, nicht bereit ist, anderen Menschen ebenfalls zu vergeben. Zu vergeben. Dieser Knecht, dem eine unglaublich große Summe erlassen worden ist, war nicht bereit, einen überschaubaren, wenn auch nicht ganz unbedeutenden Betrag seines Nächsten zu erlassen. Er war nicht immer bereit, ihm eine Frist zu gewähren, diesen Betrag zurückzuzahlen. Und er wird zu dem König zurückgebracht. In diesem Gleichnis, und wir lesen weiter in Vers 34: „Und voll Zorn übergab ihn sein Herr den Folterknechten, bis er alles bezahlt hätte, was er ihm schuldig war.“ So wird auch mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn ihr nicht jeder seinem Bruder von Herzen seine Verfehlungen vergebt. Wir können nicht erwarten, vom Evangelium zu profitieren, wenn wir selbst nicht bereit sind, von Herzen anderen Menschen zu vergeben, die etwas verkehrt gemacht haben, sei es uns gegenüber oder auch anderen, und wir davon betroffen worden sind.

[3:27] Und es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, verließ er Galiläa und kam in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordan. Und es folgt ihm eine große Volksmenge nach und er heilte sie dort. Da traten die Pharisäer zu ihm, versuchten ihn und fragten ihn: „Ist es einem Mann erlaubt, aus irgendeinem Grund seine Frau zu entlassen?“ Die Pharisäer haben immer und immer wieder Gelegenheiten gesucht, sich selbst zurechtzufertigen und Jesus in die Falle zu locken. Sie haben interessante Fragen gestellt, aber nicht, weil sie die Wahrheit wissen wollten, nicht, weil sie belehrt werden wollten, sondern weil sie nach Fehlern Ausschau gehalten haben. Die Frage, die wir uns stellen müssen, lieber Freund, liebe Freundin, ist: Wollen wir Neues lernen? Wollen wir gerne von Gott belehrt werden, oder haben wir nur Interesse daran, Fehler zu finden, um uns selbst besser zu fühlen?

[4:30] Er beantwortete und sprach zu ihnen: „Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf und sprach: ‚Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein‘?“ Jesus bestätigt mit seinen eigenen Worten den Schöpfungsbericht aus 1. Mose 2. Jesus glaubte an den Schöpfungsbericht, glaubte an die Existenz von Adam und Eva. Und als echte Christen wollen wir dem Vorbild Jesu folgen und diese Geschichten am Anfang der Bibel als historische Tatsachen betrachten. Jesus hat bei einer spitzfindigen Frage sich auf die Bibel berufen, auf die klaren Aussagen der Heiligen Schrift. Und so können auch wir, wenn wir in die Ecke gedrängt werden, uns einfach auf die Bibel berufen und sie zitieren.

[5:32] So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden. Jesus zeigt hier, dass im Garten Eden Gott das Ideal geprägt hat, uns gezeigt hat, wie er sich ihr vorstellt. Das fragen sie zu ihm: „Warum hat denn Mose befohlen, ihr einen Scheidebrief zu geben und sie so zu entlassen?“ Er sprach zu ihnen: „Mose hat euch wegen der Härtigkeit eures Herzens erlaubt, eure Frauen zu entlassen. Von Anfang an aber ist es nicht so gewesen. Ich sage euch: Aber wer seine Frau entlässt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe. Und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.“

[6:24] Jesus macht hier sehr deutlich, dass es in den Büchern Mose bestimmte Anordnungen gab, die notwendig geworden waren, weil ohnehin durch die Existenz der Sünde und durch falsche Entscheidungen von Menschen innerhalb dieser neu entstandenen Lebenssituation auch Regulationsbedarf bestand. Die Gesetzgebung in 5. Mose besagt nicht, dass ein Mann einfach freiwillig und ohne Probleme eine Frau entlassen kann, wie er will. Sie regelt lediglich, wenn ein Mann ohnehin eine Frau entlassen will, welche Pflichten er gegenüber hat, so dass sie versorgt wird.

[7:10] Dieselbe Art und Weise finden wir auch Regelungen zum Beispiel zum Umgang mit Sklaven. Gottes Absicht war nie gewesen, dass Menschen einander versklaven. Aber in einer suboptimalen Situation, in einer Gesellschaft, in der nicht mehr das Ideal vorherrscht, braucht es trotzdem Regelungen, die dann den Schwachen helfen und ihre Rechte beschützen. Und so gab es Gesetze und Verordnungen, die zum Schutz der entlassenen Frauen gegeben worden sind, um ein Mindestmaß an rechtlichen Schutz zu gewähren. Diese sollten aber nicht dazu dienen, Scheidung als eine gute Option darzustellen und Scheidung zu fördern. Ganz im Gegenteil. Und Jesus zeigt hier, dass es wichtig ist, immer darauf auch zu achten, was Gottes Wort im Ganzen sagt, was die generelle rote Linie sozusagen ist, der rote Faden, der sich durch alles durchzieht. Und dann zu verstehen, wie die einzelnen Abschnitte des Wortes Gottes in dieses Gesamtbild hineinpassen. Und dann werden wir auch sehen, was Gott wirklich über ein Thema denkt, so wie Jesus hier ganz deutlich beschreibt.

[8:18] Da sprechen seine Jünger zu ihm: „Wenn ein Mann solche Pflichten gegen seine Frau hat, so ist es nicht gut zu heiraten.“ Die Jünger haben genau verstanden, dass Jesus hier deutlich macht, dass eine Ehe eine sehr ernste Angelegenheit ist und dass ein Mann nicht nach Belieben, wie die Pharisäer dachten und leider oft auch praktizierten, nicht nach Belieben seine Frau entlassen kann, wie sie wollen, nur weil ihm irgendetwas nicht gefällt. Sondern der Mann hat genauso wie die Frau enorme Verantwortung und kann sich nicht einfach leicht aus der Ehe heraus entschuldigen. Sondern er hat große Pflichten gegenüber seiner Frau. Er soll sie lieben und für sie da sein, solange sie lebt.

[9:07] Er aber sprach zu ihm: „Nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es gegeben ist.“ Denn es gibt Verschnittene, die vom Mutterleib so geboren sind, und es gibt Verschnittene, die von Menschen verschnitten sind, und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben, um des Reiches Himmel willen. Wer es fassen kann, der Vater ist.

[9:29] Da wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er die Hände auf sie lege und bete. Die Jünger aber tadelt sie. Aber Jesus sprach: „Lasst die Kinder und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen, denn solcher ist das Reich der Himmel.“ Und nachdem er ihnen die Hände aufgelegt hatte, zog er von dort weg. Jesus hat Kinder lieb gehabt und hatte immer wieder deutlich gemacht, dass schon kleine Kinder die Grundprinzipien des Reiches Gottes, die Grundprinzipien des Evangeliums gut verstehen können und dass kleine Kinder zu Jesus gebracht werden sollen. Wir dürfen nicht denken, dass erst ein gewisses Alter oder eine gewisse Intellekt notwendig ist, um Gottes Wort und Gottes Wesen zu verstehen. Jedes Kind soll eine Beziehung zu Jesus haben. Jesus freut sich über jedes kleine Kind, das im Vertrauen zu ihm kommt.

[10:33] Und siehe, einer trat dazu und fragte ihn: „Guter Meister, was soll ich Gutes tun, um das ewige Leben zu erlangen?“ Er aber sprach zu ihm: „Was denkst du? Nicht gut ist niemand als Gott allein. Willst du aber in das Leben eingehen, so halte die Gebote.“ Hier war jemand, der sehnte sich nach dem ewigen Leben. Er wollte etwas dafür tun, er wollte etwas investieren, um ewiges Leben zu haben. Jesus stellt ihm zunächst die Frage: „Warum nennst du mich gut?“ So viele Menschen nennen Jesus einen guten Menschen, einen guten Lehrer, einen Propheten, einen sozialen Revolutionär und so weiter. Aber er macht ganz deutlich: Nur einer kann von sich behaupten, gut zu sein, und das ist Gott. Die Frage, die wir uns also stellen müssen, ist: Sehen wir in Jesus Gott oder nur einen guten Menschen, nur einen guten Lehrer? Denn wenn Jesus Gott ist, dann hat er auch die Kraft, das, was er uns sagt, in uns zu bewirken.

[11:39] Es reicht nicht, Jesus als guten Lehrer zu sehen, der Regeln aufgestellt hat, die wir aus eigener Kraft befolgen wollen, sondern wir müssen Jesus als Gott sehen, der uns vorgelebt hat, wie wir leben dürfen und sollen, und uns die Kraft schenkt, auch so leben zu können.

[11:58] Jesus zeigt ganz deutlich, dass der Maßstab, um die zehn Gebote, um das ewige Leben haben zu können, die Zehn Gebote sind. Das war der Maßstab im Garten Eden, es war der Maßstab im Himmel und wird für alle Ewigkeit der Maßstab bleiben.

[12:19] Er sagte zu ihm: „Welche?“ Jesus aber sprach: „Du sollst nicht töten. Du sollst nicht Ehe brechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsches Zeugnis reden. Ehre deinen Vater und deine Mutter. Und du sollst deine Nächsten lieben wie dich selbst.“

[12:38] Jesus zeigt ganz deutlich, dass er hier mit den Geboten ganz deutlich die Zehn Gebote aus 2. Mose 20 bzw. aus 5. Mose 5 meint.

[12:50] Der junge Mann spricht zu ihm: „Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend an. Was fehlt mir noch?“ Dieser junge Mann hat viel investiert, er hat viel gehalten, aber er merkte, dass eben noch etwas fehlt. Er merkte, dass er das ewige Leben nicht hat.

[13:11] Also damit zu tun, dass er die Zehn Gebote eben nicht vollständig hielt, weil er sie nicht mit Gottes Kraft hielt, sondern aus eigener Kraft versuchte, möglichst viel zu halten. Aber sein Herz war noch nicht verändert.

[13:31] Jesus sprach zu ihm: „Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach.“

[13:44] Hier war der Test und hier ist der Test von uns. Gibt es etwas, das so wertvoll ist, dass wir es nicht auf den Altar legen wollen? Ich denke, jeder von uns hat Dinge, die unglaublich wichtig sind und wo es für uns einen Kampf bedeutet, diese Dinge auf den Altar zu legen. Ich möchte mich heute entscheiden, Jesus ganz zu folgen, koste es, was es wolle, und dass nichts, aber wirklich gar nichts in meinem Leben zwischen Jesus und mir stehen soll. Das ist nicht immer eine einfache Entscheidung.

[14:20] Es gibt Tage, es gibt Momente, es gibt Stunden, wo Dinge uns so wichtig werden. Das können materielle Dinge sein, das können Beziehungen sein, das können Wünsche sein, die wir haben, Ziele in unserem Leben, Pläne, die wir selbst gemacht haben, Dinge, auf die wir uns so sehr gefreut haben. Und sie stellen sich dann zwischen Jesus und uns.

[14:44] Aber der einzige Weg, den wir gehen können, um ewiges Leben zu haben, ist, Jesus an die erste Stelle zu setzen und darauf zu vertrauen, dass Jesus uns die Kraft schenkt, diese Dinge aufzugeben zu können, durch seinen Heiligen Geist.

[15:03] Als aber der junge Mann das hörte, ging er betrübt davon, denn er hatte viele Güter. Er war reich und er war nicht bereit, anzuerkennen, dass der Reichtum von Gott kam, um andere zu segnen.

[15:22] Genauso wenig wie Luzifer bereit war anzuerkennen, dass seine Intelligenz und seine Schönheit von Gott kamen, um andere zu segnen und nicht sich selbst zu ehren. Und ich und du, wir alle müssen verstehen, dass was immer Gott uns geschenkt hat, sei es Schönheit oder körperliche Kraft, handwerkliches Geschick, Intelligenz, soziales Verständnis, emotionale Intelligenz, was immer es ist, es ist nicht dazu gedacht, unser Ich zu pflegen. Es ist dazu gedacht, für Gottes Ehre eingesetzt zu werden, zum Segen für andere Menschen.

[16:01] Das sprach Jesus zu seinen Jüngern: „Wahrlich, ich sage euch, ein Reicher hat es schwer in das Reich der Himmel hineinzukommen.“ Und wiederum sage ich euch: „Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass sein Reich an das Reich Gottes hineinkommt.“ Als seine Jünger das hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: „Wer kann dann überhaupt gerettet werden?“

[16:26] Wir sehen in den Geschichten auf dieser Seite, dass die Jünger plötzlich verstehen, wie weitreichend das Evangelium, wie weitreichend die Forderungen und Prinzipien des Reiches Gottes sind. Und wir stehen heute vor der Entscheidung: Sind wir bereit, Jesus nachzufolgen, was immer es bedeutet?

[16:49] Ich möchte heute sagen: Lieber Vater, nimm du mein Herz, denn ich kann es dir nicht geben. Halte du es, denn ich kann es nicht reinhalten. Lass uns gemeinsam beten.

[17:03] Lieber Vater im Himmel, nimm du mein Herz und mach es rein. Nimm du meine Gedanken, nimm du meine Pläne, meine Wünsche, und gib, dass nichts von dem zwischen dir und mir steht. Herr, vergib mir und vergib uns, wo wir an Dingen, die du uns geschenkt hast, egoistisch festgehalten haben und Dinge, die zum Segen hätten sein sollen, zu unserem eigenen Götzen gemacht haben. Herr, schenkt uns dazu echte Buße und echte Reue und erfüllt uns mit deinem Heiligen Geist, damit wir ein Segen sein können für Menschen, dass wir dir nachfolgen und erfüllt werden mit deiner Liebe. Das bitten wir im Namen Jesu.


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