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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Lehren Jesu aus Matthäus 19:26-20:22. Der Sprecher beleuchtet, wie Jesus den Jüngern die Bedeutung von Verzicht, Gnade und Demut im Reich Gottes erklärt. Anhand von Gleichnissen und Beispielen wird verdeutlicht, dass Gottes Maßstäbe sich von menschlichen unterscheiden und dass wahre Erfüllung im Dienen und in der Annahme seiner Gnade liegt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 1017. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir kommen heute zu dir und wollen unser gesamtes Leben, alles, was wir sind und haben, vor dich liegen und dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Dich bitten, dass du die Kontrolle über unser Denken, Fühlen und Handeln übernimmst. Wir wollen dir nachfolgen und ich bitten, dass du uns heute mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass wir dein Wort verstehen, dass wir es gut verstehen und dass wir daraus leben können. Es bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:32] Wir sind in Matthäus Kapitel 19. Der reiche Jüngling ist zu Jesus gekommen und wollte wissen, was er tun muss, um ewiges Leben zu bekommen. Und Jesus hat den Finger genau auf die Wunde gelegt, hat ihm gezeigt, dass das Problem sein Herz ist, das nicht bereit war, das, was ihm am wichtigsten war, aufzugeben, um anderen zu helfen. Und er ging betrübt davon, ging von dem Weg, der ihm hätte helfen können, ein neues Herz zu bekommen.

[2:06] Die Jünger, als sie hören, was Jesus sagt, dass es enorm schwer ist für einen reichen, gerettet zu werden, sind außer sich und fragen dann: "Wer kann überhaupt gerettet werden?" Weil sie dachten, dass es ein Segen und ein Zeichen der besonderen Gunst Gottes ist, wenn man reich ist. Und in ihrem Denken war so: Wenn schon reiche wie viel dann wir, oder wie viel weniger dann wir, die wir scheinbar weniger Gunst Gottes haben, weil wir nicht so reich sind.

[2:38] In Vers 26 lesen wir: "Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist dies unmöglich, aber bei Gott sind alle Dinge möglich." Erlösung ist etwas, was für den Menschen unmöglich ist. Aus eigener Kraft Buße zu tun ist etwas, was für den Menschen unmöglich ist. Aus eigener Kraft umzukehren ist etwas, was für den Menschen unmöglich ist. Vergebung zu bekommen, ein reines Herz zu haben, gute Gedanken zu denken, Gott gehorsam zu sein und zwar so, dass es wirklich im Einklang ist mit dem Wesen Gottes – all das ist unmöglich für einen Menschen. Aber es ist nicht unmöglich für Gott. Gott kann all das tun in meinem Leben und in deinem Leben. Er möchte, dass wir ein gutes und erfülltes Leben haben. Er wünscht sich, dass wir Buße tun, dass wir Vergebung erhalten, dass wir ein reines Herz bekommen, dass wir ihn lieben und dass wir in seinen Geboten wandeln. All das können wir nicht tun, aber Gott kann es tun. Und wenn wir es ihm glauben, dann wird er es tun, dass es für mich getan ist.

[4:04] Oder tut es für dich. Lass uns im Glauben. "Der antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was wird uns dafür zuteil?" Jesus aber sprach zu ihnen: "Wahrlich, ich sage euch, ihr, die mir nachgefolgt seid, werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen wird, auch auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten."

[4:33] Petrus stellt eine Frage, die uns auch manchmal im Alter kommt: "Ich habe so viel investiert für Jesus, so viel gegeben für das Werk Gottes." Die Frage offenbart natürlich, dass hier noch einiges zu lernen war für Petrus. Und sie offenbart auch, dass in unserem Leben wir oft noch einiges zu lernen haben und immer wieder sich menschliche Gedanken hinein mischen und unsere Glaubenserfahrung. Aber Jesus gibt hier eine interessante Antwort. Er sagt: "Niemand, der in das Werk Gottes investiert, niemand, der Jesus nachfolgt, geht leer aus." Jesus verheißt in Offenbarung 3, Vers 21 – das werden wir überwinden, wie er überwunden hat, dass wir mit ihm auf seinem Thron sitzen dürfen, so wie auch er gewonnen hat und mit seinem Vater sich auf den Thron gesetzt hat. Die Offenbarung sagt, und Offenbarung 1 – ihr könnt den Vers dort selbst finden – dass Jesus uns zu Königen und Priestern macht.

[5:32] Niemand verliert etwas, wenn er Jesus nachfolgt. Und jeder, der Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meines Namens willen, der wird es hundertfältig empfangen und das ewige Leben erben.

[5:56] Und hier kommt ein interessanter Gedanke, der mir kommt, dass nämlich der reiche Jüngling dachte, wenn er alles aufgibt, er alles verliert. Aber Jesus – und das ist interessant, was Jesus hier uns allen sagt – dass er etwas aufgibt, schon in dieser Welt mehr erhalten wird, als er jemals haben würde, wenn er es eigensüchtig, egoistisch behalten hätte, plus das ewige Leben.

[6:39] Schon in dieser Welt werden wir größeren Segen empfangen, wenn wir Gottes Segen, den wir empfangen haben, für andere weitergeben, statt ihn egoistisch für uns beiden. Unser Ich sagt uns, wenn wir etwas aufgeben für Gott, verlieren wir etwas. Jesus sagt uns: Wenn du an deinem Ich festhältst und alles für dich behältst, dann verlierst du den Segen, den Gott dir hätte geben können, wenn du alles aufgegeben hättest und dieses nachgefragt wärst.

[7:16] Ist es nicht interessant, dass der reiche Jüngling, der so viel hatte und nicht bereit war es aufzugeben, am Ende alles verloren, alles verlieren wird, alles verloren hat nach seinem Tod und auch am Ende nach dem tausend Jahren nichts haben wird. Aber diese Jünger, die alles aufgegeben haben, schon in dieser Welt überreichen Segen empfangen haben und einmal die Ewigkeit erben werden und die neue Erde. Lasst uns, wenn wir vor der Frage stehen, ob wir etwas aufgeben für Jesus, lasst uns daran denken, dass wenn wir bereit sind, Jesus zu folgen, Jesus uns niemals etwas wegnimmt, was gut für uns ist. Ich möchte das heute von Herzen glauben.

[8:14] Aber viele von den ersten werden letzte und letzte werden erste sein. Denn das Reich der Himmel gleicht einem Hausherrn, der am Morgen früh ausging, um Arbeiter in seinen Weinberg einzustellen. Und nachdem er mit den Arbeitern über einen Dinar für den Tag übereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg. Als er um die dritte Stunde ausging, sah er andere auf dem Markt untätig stehen und sprach zu diesen: "Geht auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, will ich euch geben." Und sie gingen hin. Wiederum ging er aus um die sechste und um die neunte Stunde und tat dasselbe. Als er aber um die elfte Stunde ausging, fand er andere untätig da stehen und sprach zu ihnen: "Warum steht ihr hier den ganzen Tag untätig?" Sie sprachen zu ihm: "Es hat uns niemand eingestellt." Er spricht zu ihnen: "Geht auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, das werdet ihr empfangen."

[9:10] Als es aber Abend geworden war, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: "Rufe die Arbeiter und bezahle ihnen den Lohn, indem du bei dem letzten anfängst bis zu den ersten." Und es kamen die, welche um die elfte Stunde eingestellt worden waren und empfingen jeder einen Dinar. Das ist eigentlich, wie wir gesehen haben, der Tageslohn. Als aber die ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen, weil sie ja mehr gearbeitet hatten als andere. Da empfingen auch sie jeder einen Dinar.

[9:47] Und als sie ihn empfangen hatten, murrten sie gegen den Hausherrn und sprachen: "Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir die Last und Hitze des Tages getragen haben." Er aber antwortete und sprach zu einem unter ihnen: "Freund, ich tue dir nicht Unrecht. Bist du nicht um einen Denar mit mir übereingekommen? Nimm das deine und geh hin. Ich will aber diesem letzten so viel geben wie dir. Oder habe ich nicht Macht, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Blickst du darum neidisch, weil ich gütig bin?"

[10:25] Die, die von Anfang an gearbeitet haben, haben einen gerechten Lohn empfangen. Sie haben das bekommen, was ihnen versprochen worden ist. Die, die nur eine Stunde gearbeitet haben, die haben in einem besonderen Maße die Gnade dieses Hausherrn empfangen.

[10:48] Es gibt keinen Grund, neidisch zu sein, insbesondere, weil wir alle natürlich aus der Gnade leben. Auch im Himmel werden die ungefallenen Welten und ungefallenen Engel, die nie Gnade gebraucht haben, die immer treu gearbeitet haben und Gottes Willen getan haben, nicht neidisch auf uns sein. Im Reich der Himmel empfängt jeder dasselbe, nämlich ewiges Leben, ganz egal, ob wir ein ganzes Leben für Gott gegeben haben oder in letzter Minute uns noch für Gott tatsächlich entschieden haben.

[11:31] Das Reich Gottes ist nicht einfach, da geht es nicht einfach um Leistungen, die wir gebracht haben. Im Reich Gottes basiert alles auf der unverdienten Gnade. Und jeder von uns hat die Möglichkeit, für Gott zu arbeiten, so wie Gott ihn berufen hat und so wie wir Wahrheit erkannt haben. Aber niemand von uns kann sich einen höheren und besseren Lohn erarbeiten, denn so funktioniert das Recht Gottes nicht. Gott schenkt einem jeden aus freien Stücken das, was er uns gerne geben möchte.

[12:05] So werden die letzten die ersten und die ersten die letzten sein, denn viele sind berufen, aber wenige auserwählt. Und als Jesus nach Jerusalem hinaufzog, nahm er die zwölf Jünger auf dem Weg beiseite und sprach zu ihnen: "Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den obersten Priestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen und werden ihn den Heiden ausliefern, damit diese ihn verspotten und geißeln und kreuzigen, und am dritten Tag wird er auferstehen."

[12:37] Jesus hat immer und immer wieder in diesen letzten Monaten und jetzt hier auf dieser letzten Reise nach Jerusalem versucht, die Jünger dafür zu sensibilisieren, dass das Kreuz warten würde, dass eine große Enttäuschung auf sie warten würde, dass ihre Hoffnungen zerbrechen würden, aber dass all das notwendig sein würde, damit sie tatsächlich ewiges Leben haben können. Gott sieht in unserem Leben die Enttäuschung, die wir gehen müssen, und interessanterweise bereitet er uns sorgfältig, liebevoll und taktvoll darauf vor. Und dafür dürfen wir auch dankbar sein, auch wenn wir das nicht immer gleich sofort in unserem Leben verstehen.

[13:28] Da traten die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und warf sich vor ihm nieder, um etwas von ihm zu erbitten. Er sprach zu ihr: "Was willst du?" Sie sagt zu ihm: "Sprich, dass diese meine beiden Söhne einer zu deiner Rechten, der andere zur Linken sitzen sollen in deinem Reich." Aber Jesus antwortete und sprach ihr: "Wisst nicht um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, womit ich getauft werde?" Sie sprechen zu ihm: "Wir können es."

[14:02] Wir sehen hier, wie auch kurz vor der Kreuzigung, nach mehreren Jahren des Zusammenseins mit Jesus, Menschen in seinem unmittelbaren Umfeld immer noch so oft geprägt waren von Leistungsdenken, von Statusdenken, von dem Wunsch, eine höhere Position als andere zu haben. So oft geschieht es unserem Leben, dass solche Gedanken Raum finden in unserem Herzen. Und Jesus, der die ganze Zeit versucht hat, den Jüngern das Wesen des Kreuzes, das Wesen des Evangeliums deutlich zu machen, das ist eben gerade nicht darum geht, sich selbst zu ehren, eine höhere Position zu haben als andere, nicht darum, Autorität und Macht an sich zu reißen, sondern zu geben. Jesus hat immer wieder versucht, diesen Gedanken seinen Jüngern zu erklären.

[15:04] Und wie oft sind wir sehr, sehr langsam darin, dieses Prinzip zu verstehen. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass wir sehen können, dass du uns reich beschenken wirst, wenn wir dir von Herzen nachfolgen. Und dass, wenn wir etwas aufgeben, wir nichts aufgeben, was schädlich für uns ist, etwas gut für uns ist, dass wir nur Dinge aufgeben, die schädlich für uns sind. Und dass du uns schon in dieser Welt und erst recht in der kommenden Welt überreich segnen möchtest. Aber bitte, gib, dass wir niemals den Nachfolgen aus Berechnung, sondern weil wir verstanden haben, was du für uns getan hast. Jesus gibt, dass wir das Wesen des Kreuzes auch in unserem Leben besser verstehen und dass wir nicht nach Macht und Rang und Autorität streben, sondern danach, dir ähnlicher zu werden. Es bitten wir in deinem Namen. Amen.


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